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Jüdische Wochenschau · 1962-06-15 · 1964 (15.6.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1964 (15.6.1962)
Date
1962-06-15
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German, Spanish
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ífc Viernes, 15 de Jimio de 1962 SEMANA ISRAELITA Año XXIII. No. 1964 — 9 ISRAEL aaa^ssa^ass Ein Muster für an Laeit Ein Minister aus West-Nigerien wurde dieser Tage im telaviver Dan-Hotel in einem Gespräch gefragt, ob er sich an der Konferenz der afrikanischen Minister in Lagos, der Hauptstadt von Nigerien, beteiligen werde. Bevor er dem Frager noch Antwort geben konnte, trat der ebenfalls im Lande weilende Gesundheits- und Arbeitsminister Tanganjikas an den Tisch, um sich seinem nigerischen Kollegen vorstellen zu lassen. Aber diese Begriissung war noch nicht beendet, als auch der Gesundheitsminister von Togo herankam, um sich mit seinen afrikanischen Kollegen zu unterhalten und gemeinsam eine Lobeshymne auf die Gastfreundschaft Israels anzustimmen und die gesammelten Eindrücke auszutauschen. Man sprach auch von dem Besuch, den der Präsident des Staates Gabon jetzt Isfsrael-Ausstellung Monrovia. — In Monrovia, der Hauptstadt Liberias, wurde von Staatspräsident William Tubman die Israel- Ausstellung eröffnet, die im vergangenen Jahr bereits mit grossem Erfolg in Ghana, Nigeria und der Elfenbeinküste gezeigt worden ist. Medizinische Forschung Washington. — Die amerikanische Regierung hat drei Mitgliedern des Medizinischen Forschungsinstituts Rogoff am Beilinson-Hospital bei Petach Tikwa ein Stipendium von 100.000 Dollar für das Studium von Schlangengift im Mittelmeergebiet verliehen. von Dr. KÜRT 6ÏTENSÛ0SER (Israel; rael abgestattet hatte und von den kommenden Besuchen der Präsidenten der Republik von Zentralafrika, von Libérien und der Elfenbeinküste, die erwartet wurden. Nachdem die beiden afrikanischen Minister sich entfernt hatten, meinte der Minister aus Nigeria die vorher an ihn gerichtete Frage wieder aufnehmend: ,,Ich habe mir überlegt, ob es vielleicht nicht ganz gut wäre, wenn wir die nächste Konferenz der afrikanischen Aussenminister in Tel Aviv abhalten würden, wenn sich sowieso hier so viele Gäste aus Afrika befinden.“ Die intensive Hilfe, die Israel den jungen afrikanischen Staaten gewährt, die zahlreichen Studienreisen, die für Afrikaner und Asiaten besonders auf dem Gebiet der Landwirtschaft und der kooperativen Tätigkeit hier abgehalten werden, haben in weitesten Kreisen i;i der Welt Israel Anerkennung und Bewunderung eingetragen. Ghana schloss kürzlich zweiSieue Verträge mit Israel über technische Hilfe; die Anforderungen von Sachverständigen aus Israel seitens der Afrikaner ist so gross, dass es nicht immer leicht fällt, diesen Wünschen voll nachzukommen. Gerade weil Israel keinerlei politische Interessen in Afrika selbst hat, weil es Handel mit diesen Ländern auf voller Gegenseitigkeit anstrebt, ja vielleicht mehr l.i den afrikanischen Ländern kaufen als dorthin verkaufen wird, hat man kein Bedenken, diese technische Hilfe von Israel anzuneh men und junge Menschen zur Ausbildung zu senden. Ausser den afrikanischen Staaten senden auch eine Reihe der kleineren und jüngeren asiatischen Staaten gerne Studenten zur Ausbildung nach Israel, und besonders Burma hat in weitem Umfang von den gegebenen Möglichkeiten Gebrauch gemacht. Israel ist selbst ein ..kleiner Staat“, es hatte mit ähnlichen Problemen zu ringen, wie es die sind, vor denen heute die afroasiatisehen Länder stehen und erscheint daher in vieler Beziehung als Studienobjekt besser geeignet als die grossen und wohlfundierten Länder. Dies mag der Grund sein, dass man jetzt auch anfängt, sich in einer Reihe von la- WIRTSCHAFTSLAGE IN ZAHLEN Jerusalem. — Die israelische Wirtschaft wies im Jahre 1961 einerseits die volle Beschäftigung der Bevölk?rung und ein Ansteigen des Nationaiprodukts von ü Prozent auf, während sie andererseits durch die grösste Preissteigerung in 5 Jahren und ein noch nie dagewesenes Defizit im Aussenhandel gekennzeichnet wird. Diese Feststellungen gehen aus dem Jahresbericht hervor, den David Horowitz, der Gouverneur der Israel-Bank, vorlegte. In diesem Jahr, in dem sich die israelische Be völkerung um 82.000 Menschen erhöhte, stieg die Zahl der beschäftigten Personen um 4.7 Prozent, und die Nachfrage nach gelernten Arbeitern war grösser als das Angebot. Der Privatkonsum, der eine lOprozentige Zunahme erfuhr, war durch die starke Nachfiage nach Autos und anderen bleibenden Werten charakterisiert. Das landwirtschaftliche Nationalproduki wuchs um 9 Proz:-nt und das industrielle um beinahe 15 Prozent. Im Transport wurde eine Erhöhung von 11 Prozent festgestellt, im besonderen im Flugwesen, und die Investitionen im Bergbau wuchsen um 12 Prozent. (ITA) Israels ,,Pontinische Sümpfe“ Caesar und Augustus eroberten die halbe Welt, aber sie konnten die Pontinischen Sümpfe im Südosten von Rom nicht bezwingen. Es dauerte fast 2.000 Jahre bis man ihrer Herr wurde. Auch Israel hatte seine ,,Pontinischen Sümpfe“ — das Hulatal im Norden des Landes — aber es hat nicht länger als sechs Jahre gedauert, um sie aus einem Malaria verseuchten Krankheitsherd in ein blühendes landwirtschaftliches Zentrum zu verwandeln. Es begann mit einem „Knall“, im wahrsten Sinne des Wortes. Im Januar 1951 fuhren die ersten Bagger am Jordan auf, um ihre Arbeit zu beginnen, und ein paar HOTEL DAPHNE IHR IN H HOTEL HAIFA - Israel VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM A I F A . Hadar Hakarmel, Nordaustr. ♦ ♦ « ♦. HOTEL ARMON ISRAELS SCH0ENES TOURISTENHOTEL Die beste Küche Angenehmer Aufenthalt Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 23711 (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt ■ erforderlich) *1 Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in Israt 1 — Lang* und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art i TEL AVIV, Israel — 18, Geerge Elliot Str. : von HERBERT FREEDEN Wochen später schossen die Syrier über den Fiuss und töteten israelische Arbeiter. Eine Zeitlang wurde der Lärm der Maschinen vom Lärm der Politik übertönt. Obwohl der Jordan an keiner Stelle syrisches Territo rium berührt, widersetzten sich die Syrer der geplanten Korrigierung des Flussbettes, da ein Teil der Arbeit auf privatem arabischen Boden ausgeführt werden 700 und der andere 2.000 PS — kamen von Nordamerika herüber und wurden auf besonders gebauten schwimmenden Inseln aufgestellt. Aber bevor die Maschinen ihr Werk beginnen konnten, musste der Papyrus entfernt werden. Di« Ingenieure fanden bald heraus, dass jene Pflanzen unterhalb des Wasserspiegels ein ganzes Netzwerk von feinen Wurzeln haben, die die Pumprohre verstopften. So dicht und hoch war der Papyrusmusste. Der damalige UNj ivald, dass der Lauf der Ka- Chef General Riley entschied, dass das Projekt weiterhin durchgeführt werden könnte, vorausgesetzt, die arabischen Landeigentümer hätten nichts dagegen. Natürlich konnte ihre Zustimmung nicht eingeholt werden, und obwohl es sich nur um 2,8 Hektar handelte, musste man den ganzen Plan revidieren und die Arbeit konnte nur vom Westufer aus fortgesetzt werden. Die Aufgabe war klar: jeden Winter überschwemmte der Hula-See das Tal, da er sein überschüssiges Wasser nicht schnell genug durch das enge und verstopfte Jordantal abführen konnte. Die Ingenieure mussten die Stromgeschwindigkeit des Flusses von 20 cbm zu 80 cbm pro Sekunde erhöhen, und zwar durch Vertiefung und Erweiterung des Flussbettes auf einer Strecke von 4,2 km. Alle Ausschachtungs-Maschinen in Israel wurden mobilisiert, denn es schien fast unmöglich, die Arbeit nur vom steilen Westufer durchzuführen. Da die „Hälse“ der Kräne nicht lang genug für die volle Breite des Flusses waren, wurden niedrige, künstliche Ufer, die parallel zu den steilen, höheren Hängen liefen, erbaut, um als P.attform für die Maschinen zu dienen. Eine Strecke von vulkanischem Basalt bildete das letzte Hindernis, und ein Diamantenbohrer musste aus Nordamerika angefordert werden, um Löcher in den Felsen zu bohren, der dann mit Dynamit gesprengt werden* konnte. Schliesslich wurde das Flussbett gereinigt, eine halbe Million Kubikmeter Erde und Gestein entfernt und die erste Phase der Hula-Drainage beendet. Danach ging es an die Anlage der Drainage-Kanäle durch die Sümpfe. Zwei gei waltige Bagger — einer von j näle nur mit Hilfe von Plattformen angezeichnet werden konnte, ohne die die Vermesser nicht imstande gewesen wären, sich zu orientieren. Aber auch dieses Problem wurde gelöst und 3]2 Millionen Kubikmeter Erde ausgehoben. Im Sommer 1955 konnten die ersten 100 ha der neuen trokkengelegten Erde unter d?n Pflug genommen werden. Der Weg war frei für die dritte und letzte Phase, nämlich durch Dämme und Schleusen, um die Wasser zu zähmen, bevor sie das eigentliche Marschgebiet erreichten. Inzwischen sind 6.000 ha neuen Bodens aufgetaucht, und nicht nur die Sümpfe sind drainiert worden; auch der See ist trockengelegt, und wo früher die Fischer teinamerikanischen Ländern für den Abschluss von Verträgen über technische Hilfe auf der Basis der Gagenseitigkeit zu interessieren. Der Besuch des brasilianischen Aussenministers Dantas, der fünf Tags als Gast der Ragierung im Lande weilte, kann dafür als bezeichnend angesehen werden. Der Horden von Brasilien ist wasserarm und litt jetzt mehrere Jahre unter schweren Dürren. Es ist für ein Land wie Brasilien nicht uninteressant, was man in Israel, wo gewisse Provinzen des Landes mit ähnlichen Problemen zu ringen haben, getan hat, um die W'asserreserven des Landes zu erschliessen und auszunützen. Auch der Aufbau einer neuen Gesellschaft besonders auf dem Lande ist von Interesse in Ländern, die vor einer Agrar-Revolution stehen oder darin begriffen sind. Israel ist stets und gern bereit, nach besten Kräften mitzuhelfen oder mitzuberaten. Die Israelis sehen darin einen Teil der Erfüllung der alten Prophetie: „Von Zion geht die Lehre aus und das Wort des Herrn von Jerusalem.“ Unsere Alten pflegten zu sagen: „Ohne Brot, keine lehre“, und so liegt es im Sinne dieser alten Weisen, dass man sich in erster Linie bemüht, die Landwirtschaft dieser unterentwikkelten Gegenden zu heben, damit die Menschen vor allem einmal Brot haben .. die Lehre wird dann folgen. So konnte Israel vor kurzem ein Kulturabkommen mit Guatemala schlossen, das den Austausch von Studenten und Wissenschaftlern und sonstige kulturelle Zusammenarbeit vorsieht. Israel ist stolz auf diesen Beitrag, der sicherlich mit dazu dienen wird, dass sich die Völker besser verstehen lernen. die Netzte auswarfen, ziehen jetzt Pflüge tiefe Furchen in die Erde. Zum ersten Mai in Israel wurde auf dem neugewonnenen Boden Reis gepflanzt, der gute Erträge zeitigt, Baumwolle, Mais, Erdnüsse, Sorghum und Tulpenzwiebeln wurden in grossem Masstab angebaut und haben Rekordernten er gehen, die jetzt bereits einen Wert von 2 Millionen' Dollar pro Jahr erreichen. Lieber 1.000 Menschen haben hier Brot und Arbeit ge funden. Jeder scheint mit dem Ergebnis der Drainagearbeiten im Hula zufrieden zu sein... bis auf die Tiere. Di« Sümpfe waren nämlich ein Para dies für eine reiche Fauna angefangen von einer Vielfalt von s?ltenen Fischen bis zu den zahllosen Wasservögein; und auf ihren Wanderungen zwischen Südosteuropa und Zentralafrika pfleg ten grosse Schwärme von Pelikanen und Störchen sich auszuruhen. Um zumindest einen Teil der Tiere und ge wisse Arten der einzigartigen Flora, die nur in diesem Teil der Welt vorkommt, zu erhalten, wurden 400 ha unter Wasser gelassen. in ein Naturschutzgebiet verwandelt und durch einen Deich vom übrigen Lapd getrennt. Da kann man noch — in mitten eines exotischen Dickichts von Papyrus- Schilf — glitzernde Schlangen und wütende Eber sehen. Pelikane und Adler, Fischreiher und Wildenten, Hyänen und Luchse. Scha kale und Füchse und eine Anzahl von tropischen Fischen. die in allen Farben schillern. Kein Wund?r. dass dieses Naturschutzgebiet zu einer Attraktion für Touristen und Besucher aus aller Welt geworden Ist. Industrial & Comercial Bank (ISRAEL - LATIN AMERICA) Ltd. TEL AVIV 65, Allenby Road NEUE BUEROS IN BUENOS AIRES Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-3463 (GALERIA DEL OBELISCO) IN CO B INVESTMENT & TRUST Cia. Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-3463 - .

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