Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1963 (7.6.1962)
- Date
- 1962-06-07
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Jueves. 7 de Junio de 1962 SEMANA ISRAELITA AfH XXIII. — No. 1363 Streit um Jordanwasser Der baldige Abschluss der israelischen Vorbereitungen zur Ableitung eines Teiles des Jordamvassers hat in den arabischen Ländern wieder eine heftige Kampagne bewirkt, deren Ziel es ist. Israel an der Ausführung seiner Pläne zu hindern. Die Jordanzuflüsse entspringen auf libanesischem und syrischem Gebiet. Das Wasser sammelt sich dan:. in den Ilulc-Sümpfen knapp westlich der syrisch-israelischen Grenze und läuft von dort an der entmilitarisierten Zone entlang in südlicher Richtung in den Kineret-See im Galil. Etwa 40 Kilometer südlich davon tritt der Jordan auf transjordanisches Gebiet über und versickert 100 Kilometer weiter südlich im Toten Meer, dem abflusslosen tiefsten Punkt der Erdoberfläche. Eine gemeinsame arabischisraelische Nutzung des Jordanwassers unter UN-Patronat ist, obwohl mehrere Pläne von amerikanischer Seite vorgelegt worden sind, in den vergangenen Jahren von den Arafoerstaaten entrüstet abgelehnt worden. Obwohl eigentlich nur ein Land, Transjordanien, von dem israelischen Vorhaben direkt betroffen ist, verfolgt die Gesamtheit der Araberstaaten das Fortschreiten der Arbeiten auf der israelischen Seite mit tiefem Unbehagen. Ausgehend von der Konzeption, dass den arabischen Ländern alles schade, was Israel nützt, und dass Israel seinen wirtschaftlichen Kraftzuwachs durch das Jordan-Wasser nur dazu benutzen wird, sein Gebiet mit neuen Einwanderern aufzufüllen, versucht Aegypten mit allen wirtschaftlichen von H. ZIMMERMANN und politischen Mitteln, das vermeintlich drehende Unheil zu v-.'hindern. Die Situation wird durch die israelischen Anstrengungen, mit der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft in Kontakt zu kommen, noch verschärft. Die Nachricht, dass eine .französisch-israelische Firma mit dem Bau einer zentralen Pumpstation begonnen habe, die das Wasser auf 250 Meter Höhe und dann über eine 240 Kilometer lange Rohrleitung in die Negew-Wüste bringen soll, hat in den arabischen Hauptstädten grösste Beunruhigung verursacht, obwohl man dort eigentlich bestens informiert sein k'innte. Aus Gründen, die von weitem schwer zu erklären sind, hatten die Araber bisher angenommen, Israel müsse für seine Bewässerungspläne Arbeiten in der entmilitarisierten Zone vornehmen. Für diesen Fall existieren militärische, aufeinander abgestimmte Pläne der Ligastaaten, die jedoch im gleichen Augenblick hinfällig werden, da sich Israel auf sein eigenes Staatsgebiet beschränkt. 1964, so heisst es, werde mit der Entnahme des Jordanwassers aus dem See begonnen werden können. In Kairo reagierte Nasser darauf mit der Warnung. Aegypten werde den Waffengang mit Israel wagen, Premierminister Dawalibi drohte ebenfalls mit Krieg und sandte Protestnoten an den Sicherheitsrat der UN mit der Anklage, Israel versuche mehr Jordanwasser zu beanspruchen, als ihm zu- MÄLERARBEITEN Günter Stern, H. Rosenhain LEANDRO N. ALEM 2530 MUNRO T. E,: 795-8710 und 740-1925 4 Teppichhaus - M. Hochberg; UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEK1'UPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN PUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungstag Calle ANDONAEGU1 2083 4 Quader vo'- Station Urquiza Muebles ___ Wak’imaRR MODERNE WOHN- UND SCHLAFZIMMER EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN SARMIENTO 1147 CABILDO 774 AUTO - REPARATUR . WERK STATT I „BENO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 j T. E. 51 - 2205 j (Ecke Monroe) I stehe. Nationalistische arabische Blätter sahen im Zusammenhang mit kürziichen 1 esuehen nordamerikanischer Politiker in Israel und dessen wirtschaftlicher Aktivität gar ,,ein amerikanisches Friedenskomplott in Palästina“. Die Verbindung der Worte „Friede“ und ,,Komplott“' zeigt, wie verwirrt die Begriffe allmählich werden. Ueber die Natur der arabischen Beschlüsse, die noch von der Vorjahrskonstellation einer unter gemeinsamem Oberkommando stehenden nördlichen und südlichen Region der VAR ausgingen, schein1 in den beteiligten Regierungskreisen selbst Uneinigkeit zu herrschen. Von militärischen Operationen abgesehen, ist der Hauptpunkt eine mehr oder weniger dringliche Empfehlung, die Zuflüsse des Jordans bereits in Syrien und im Libanon abzuleiten und so das Israelprojekt zu neutralisieren oder wenigstens zu stören. Saudi Arabien hatte sich offenbar bereit erklärt, einen Teil der riesigen Summen aufzubringen, die für das ökonomisch sinnlose und nur mit politischen Motiven zu begründende Unternehmen aufgewendet werden sollten. Transjordanien hat mit seinem Bewässerungsprojekt, des östlichen Ghor-Kanals den Jordan bereits genutzt. Fertigkleidung und Hasskleidung dor bekannten Carlton- Qualitaet zu AÜpreisen ist Kleidung weit unter Weltmarktpreis. Strassen- und Gesellschaftsanzüge. Sportsuk kos, Hosen, Gabardin- und Regenmaentel und Ihr Freund an kalten Tagen, der Carlton- Mantel in sieben Formen. Anfertigung auch aus mitgebrachten Stoffen. Auch Junioren kaufen gern bei CARLTON Ständige Passformkontrolle. ZUM VATERTAG, 17. JUNI In meinem Herren-Ausstattungsgeschasft MAIPU 982 groesste Auswahl in passenden Aufmerksamkeiten Ernst Koppel Herrenbekleidung Ma-pú 484 I. TE. 31-7845 Herrenausstattung Maipú 982 TE. 31 0357 Da sich dieses Kanalnetz jedoch südlich des Kinerct- Se-ss hinzieht, dient es zwar dem transjordanischen nicht aber dem gemeinsamen arabischen Interesse, wie man es in Kairo versteht, nämlich Israel das Wasser abzugraben. Da es sich um einen Teil des — von der Arabischen Liga abgelehnten — Johnston-Planes zur gemeinsamen Nutzung des Jordans handelt, muss Tr„nsjordanien überdies den Vorwurf hinnehmen, es habe Israel so die Möglichkeit gegeben, sein eigenes Projekt mit einiger Berechtigung voranzutreiben. Dass diese Entwicklung durch die Haltung der arabischen Regierungen verursacht wurde, übersieht man. Tatsache ist, dass die Ligabeschliisse von 1961 weder von Syrien noch vom Libanon ernstgenommen wurden und dass kein einziger Schritt unternommen worden ist, die Zuflüsse abzuleiten, während Israel seit nunmehr neun Jahren an seinem Projekt arbeitet. Keines der Länder — 1931 schloss dies auch noch Aegypten ein — wollte separat eine Entscheidung und Ausgabe auf sich nehmen, ohne der finanziellen Unterstützung aller Liga-Angehörigen sicher zu sein. In indirektem, aber engem Zusammenhang mit der Jordanaffäre, stehen die LA SEMANA ISRAELITA BISEMANARIO INDEPENDIENTE St. Aire* - PUEYRRSCON 7. Juni 1962 21S0, Io itq. -I E. 83.26) 5. Shvan 5722 Bemühungen Israels um Anschluss an die EWG. Aus den meisten in Kairo geführten Gesprächen geht hervor, dass man im arabischen Lager nicht allzusehr überrascht wäre, Israel ,,an der europäischen Mutterbrusl“ wiederzufinden. Langsam setzt sich in einem Teil der arabischen Welt der Gedanke fest, die arabische Agitation werde weder Israels wirtschaftliche Vorhaben wie d<>s Jordanprojekt, noch seinen Anschluss an die EWG verhindern.' Man könnte, so argumentiert man mit wachsender realer Einschätzung der Gegebenheiten, weder das Kineret-Piojekt militärisch unterbinden, so lange sich die Israelis auf ihrem eigenen Gebiet bewegen, noch durch eigene, teuere Schritte ihnen zuvorkommen und ihnen das Wasser abgraben, denn dam bestehe nirgends die Bereitschaft. Es sei also an der Zeit, nutzlose Agitation und ,,AIs-ob-Politik“ aufzugeben. Eine Alternative dazu wird allerdings nicht angeboten, da unter den gegenwärtigen Umständen an Verhandlungen nicht zu denken ist. Die arabische Politik Israel gegenüber hat sich bisher im Negativen erschöpft. Das Fehlen einer positiven Konzeption des Problems hat nicht wenig zu den politischen und wirtschaftlichen Fortschritten beigetragen, die Israel heute beträchtlich über die seiner Nachbarn hinaushebt. Zwangs- Sparmassnahme Jerusalem. — Das Kabinett nahm den Plan zu einer Zwangs-Sparmassnahme an, der von Finanzminister Levi Eshkol ausgearbeitet wurde und im Juli in Kraft treten soll, nachdem die Knesset ihn gutgeheissen hat Dieser Pan bezweckt, dass rund 66 Millionen IL der neuen Währung „absorbiert“ werden, die wie man hofft, der israe lischen Wirtschaft gleichzeitig mit der Erhöhung des Lebensmittel-Index zufliessen sollen, die im Juli wirksam wird. Auf diese Weise will man die Inflation bekämpfen. — (ITA) BOOM S A. 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