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Jüdische Wochenschau · 1962-05-26 · 1961 (26.5.1962) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1961 (26.5.1962)
Date
1962-05-26
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Sited* 2* 4» 9t»?o <*» M62 SEMANA ISimiTA as» xxir. N». 1221 — 3 DAIA-Praesident in New York New York. — Die politische und wirtschaftliche Unsicherheit in Argentinien und anderen südamerikanisehen Ländern hat es gewissen Gruppen, die sich nationalistisch nennen, in Wirklichkeit jedoch typisch nazistische Formationen sind, neue Kräfte zu sammeln ermöglicht, wie Dr. Isaac Goldenberg,. der Präsident der DAIA, in New York erklärte. Dr. Goldenberg ist auf der Reise nach Israel, um dort an der Tagung des Aktionscomites teilzunehmen. In einer Pressekonferenz, die unter den Auspizien des Jüdischen Weltkongresses stattfand, äusserte Dr. Goldenberg, diese neonazistischen Gruppen hätten letzthin die Lage ausgenutzt, um Offizieller Gast in Israel Jerusalem. — Der Aussenminister Brasiliens, Dr. Francisco Clementino San Tiago, wurde zu einem offiziellen Besuch in Israel erwartet. Während seines viertägigen Aufenthalts sind Besprechungen über die Art und Weise vorgesehen, in der das vor zwei Monaten geschlossene Abkommen über technische Zusammenarbeit durchgeführt werden soll. Der brasilianische Aussenminister beabsichtigt ferner, der Grundsteinlegung für die ,,Casa do Brasil“ im Kibbuz Brur Brasil beizuwohnen. Diese Siedlung liegt im Landesinnern, und ihre Bewohner sind gebürtige Brasilianer. (ITA) verschiedene antisemitische Anschläge durchzuführen. „Das Problem beschränkt sich nicht auf Argentinien“ betonte Goldenberg. „Es dehnt sich auf ganz Lateinamerika aus, obzwar wir ihm in Argentinien besondere Aufmerksamkeit zuwenden und auf die Gefahr hingewiesen haben.“ Dr. Goldenberg führte aus, dass die heute in Argentinien bestehenden neonazistischen Gruppen in zwei Kategorien fallen. Es gibt alte, schon seit langem existierende Gruppen, die einen aggressiven Nationalismus vonsciten der konservativsten Elemente im Lande vertreten, und die typisch nazistischen Gruppen, die erst kürzlich aufgetaucht sind. Diesen gehören die „gescheiterten, enttäuschten Sprösslinge alteingesessener Familien und Söhne der aus Europa geflohenen Nazis an. Sie bilden das typische Material für eine neofaschistische Gruppe.“ Beide Gruppen sind nach Dr. Goldenbergs Aussage von einem ihnen gemeinsamen „Hass gegen das demokratische System“ besessen. Sie haben versucht, die demokratischen Einrichtungen durch Gewalt zu zertrümmern und bedeuten „eine Bedrohung der liberalen Lebensauffassung“. Da „der Antisemitismus aus Rassegründen in Amerika lächerlich ist“, so fuhr Goldenberg fort, „treiben diese neonazistischen Elemente .politischen Antisemitismus', wobei sie sich im besonderen der wirtschaftlichen Situation der Juden als Waffe bedienen. Bisher sei es diesen Gruppen noch nicht gelungen, viele Anhänger zu gewinnen, doch „wenn die so- MALERARBEITEN Günter Stern, H. Resenhain LEANDRO N. ALEM 2530 MUNRO T. E.t 795 «710 und 746-1925 Teppichbaus - M. Hochberg [UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKUUPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN EUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigen* Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichternngen MASCHINEN TEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROE5SEN AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. 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Unter diesen Bedingungen droht die Gefahr, dass die Struktur der Regierung eines Landes, der unkontrollierbaren Aktion der Volksmasse unterworfen wird. „Aber die Gefahr liegt nicht nur in physischen oder moralischen Angriffen“, setzte der Präsident der DAIA seine Ausführungen fort. „Sie ist nicht imminent sondern besteht eher auf lange Sicht. Im Falle einer wirtschaftlichen Reorganisation wäre es möglich, dass gewisse jüdische Kreise unvermögend bleiben. Zw« jüdische Kinder ermordet Algier. — Eines der schändlichsten Verbrechen in der mohammedanischen Revolte gegen die Europiier ist wohl die Ermordung von zwei jüdischen Kindern von zwei und sechs- Jahren. Die Mutter hatte ihre Kinder unter der Obhut einer mohammedanischen Dienerin zurückgelassen, während sie selbst einkaufen ging. Als sie zurückkam, fand sie die kleinen Leichen mit durchschnittener Kehle Die Mohammedanerin war verschwunden. — (ITA) Ihr guter Freund an kalten Tagen der Carlton - Mantel! 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Die DAIA tritt im Namen aller jüdischen Institur tionen auf und bewahrt auf internationalem Gebiet ihre Verbindung mit dem Jüdischen Weltkongress.“ Dr. Goldenberg betonte, dass es „nicht angezeigt sei, im Ausland Massnahmen, die die argentinischen Judenheit betreffen, zu ergreifen, ohne vorher die DAIA befragt zu haben. Dies gelte besonders in einem Zeitpunkt, wo die Viel.'alt der Probleme und die Reaktion der öffentlichen Meinung eine grosse Kenntnis der lokalen Bedingungen und eine grosse Mässigung bei jedweder Aktion erfordern.“ — (ITA) Jüdischer Minister in Jamaica Kingston. — Benjamin Aschenheim, der an leitender Stelle in der jüdischen Gemeinschaft von Jamaica steht, ist zum Minister ohne Portefeuille in der Regierung von Jamaica ernannt worden. Wie man erwartet, wird Jamaica bald seine Unabhängigkeit erlangen. Dr. Aschenheim, ein bekannter Rechtsanwalt, ist Präsident des Verlagsausschusses des „Daily Gleaner", der einzigen Zeitung in Jamaica. Er kündigte an, er werde dieses Amt niederlegen, um sein Mini.reramt zu übernehmen. (ITA) LA SEMANA ISRAELITA BtSEMANARIO INüfiPBNüfENTB fl«. Alie* - PUEYRREDON ZiSO.!♦ - t. E. 83-2«] < 23. Mai 1962 22. Iyar 5722 NS-Ftaszettef in Graz Die Grazer Polizei untersucht jetzt eine neue neonazistische Provokation. An mehreren Stellen der Stadt, sowie an einer Anzahl von Telefonzellen, wurden sowohl Fiugzettel wie auch Piakate angenraent, me „Freiheit für Rudolf Hess“ verlangen. Diese Grazer Neanazi-Aktion ist eine von der faschistischen Internationale gesteuerte Propaganda. Aehnliehe Pla..aLe wuruen uuren die .Nordische Ret-hsp-r’“!’ in Stockholm, deren „Führer“ ein gewisser Oredsson ist, verfasst und verbreitet. „Freiheit für Rudolf He«s'' wurde auch zum Slogan der Faschisten der ,-ieuee turepe” und der Britischen National Party (BNP). Solche Plakate und Flugblätter wurden in Stockholm, Malmö, London. Brüssel und New York festgestellt. Jetzt kam, wie nicht anders zu erwarten, Graz an die Reihe. — Graz (IPN). Fr iedh ofschaendung in Ktagenfurt München. — In Klagenfurt lebt noch ein einziger Jude. Er erhielt in letzter Zeit Drohbriefe; als man ihm damit nichts anhaben konnte wandte man sich an das Grab des toten Bruders auf dem jüdischen Friedhof. Schon mehrmals wurden i hier Grabsteine umgeworfen j jedoch kam dies nicht in die Presse. Nunmehr musste*die Polizeidirektion in einer Pressekonferenz zugeben, dass der jüdische Friedhof, der an einen katholischen angeschlossen ist, mehrmals geschändet wurde, ohne dass I man eine Aktion gegen die Täter eröffnet hätte. Die Stadtväter haben nunmehr beschlossen, den Friedhof, der seit den Nazitagen nicht | mehr gepflegt wurde, in ihre Obhut zu nehmen und wieder herzustellen. Die Täter konnten bisher nicht gefunden werden. INDUSTRIAS YUVENA S. A Fábrica de calzado y zapatillas PESCAA/Sc-- ANDONAEGUI 1270 Buenos Aire* T. E.: 51 . 4810 HlilïïIEÎÏt iîSiZltlZ31IS.ZâlI3ïlâU39tUaiSSZ£Itl?'< AUTO - REPAR ATUR - WERKSTATTÍ „BEÑO” V BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 T. E. SI - 2205 (Ecke Monroe) V Mkriiúty «ni ir Ernst Koppel Herrenbekleidung Maipú 484 L TE. 31-7845 Herrenaasstattung Mcripú 982 TE. 31-0357 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL5 | Dr. Hardi Swarsensky | ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE I * | RÜCKERSTATTUNG 3 jetzt auch für Juden aus Polen.! ★ : ANMELDUNGSMOEGUCHKEITEN für alle, die nach dem I. 10. 1953 : aus Laendern hinter dem eisernen Vorhang auswandern konnten. m l * | SPRECHSTUNDEN: Ml I Dienstag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr 9' m 5 - — — — -- - | Dr. Günter Frey i ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS 5 s | Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltun J | gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen, f | _^_ | ¡ PUEYRRED0N 2190 esq Av. LAS HER AS — T. E. 83-2613 I 3 .M .

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