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Jüdische Wochenschau · 1962-05-18 · 1960 (18.5.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1960 (18.5.1962)
Date
1962-05-18
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viernes, 18 de Mw de 1*82 SEMANA ISRAELITA Año XXIII_No. 1988 Atomforschung in Die Antwort auf die Frage, was ist Israel am Anfang des Zeitalters der Atomenergie tun könne, ist mehr vom Glauben abhängig, als dass sie sieh auf konkrete Tatsachen stützt. Israel muss sich mit diesen Fragen befassen und Forschungen durchführen, um auf jede plötzliche Entwicklung auf diesem Gebiet vorbereitet zu sein. — Mit diesem Gedanken schloss Professor Arnos de Schalit, der wissenschaftliche Direktor des Weizmann- Instituts ein Referat ab. das er im telaviver Ingenieur- Klub über das Thema „Israel im Atomzeitalter“ hielt. Der Referent führte aus. dass die Atomwissenschaft bisher ihre Ergebnisse besonders auf drei Gebieten gezeitigt hat: in der Produktion militärisch verwendbarer Materialien: in der Herstellung von Isotopen, die in der Wissenschaft und vor allem der Medizin Verwendung finden, und in der Schaffung einer neuen Energiequelle. Zur militärische Situation erklärte der Redner, dass es unter normalen Umständen für die USA und die Sowjetunion nicht zweckmässig sein könne, einander mit Atomwaffen anzugreifen, da die Verluste beide Länder in etwa gleicher Weise treffen müssten. Dies würde allerdings für China nicht gelten. und deshalb ist die chinesische Gefahr im Atomzeitalttr so gross. Wenn cs aber zu einer allgemeinen Atomabrüstung käme, so würde derjenige Staat eine ungeheure Ueterlegenheit gewinnen der auch nur ganz wenige Atombomben oder Atombomben-Produktionsstätte verheimlichen könnte. Deshalb kommt nach Meinung des Redners eine vollständige Atomabrüstung nicht in Betracht, sondern nur eine Begren- IN ENGLISCHER SICHT Die in London erscheinende, aber insbesondere in den USA viel gelesene Wochenzeitschrift „The Economist“ befasst sich in einem von einem Wiener Korrespondenten stammenden, von gründlicher Sachkenntnis zeugenden Artikel mit den alten und jungen Nazis in Oesterreich. In einer redaktionellen Notiz wird die knappe Schlussfolgerung gezogen: „Oesterreichs Versuch, die Vergangenheit zu begraben, hat einige Neonazis in hoben Stellungen belassen und die Voraussetzung für das Wiederaufleben des Nationalsozialismus bei einer Minderheit der jungen Generation geschaffen“. Diese vereinfachende Zusammenfassung könnte zu einer missverständlichen Unterschätzung der Gefahrenmomente Anlass geben. Aus der Sachverhaltsdarstellung und ihrer Analyse im Artikel des Korrespondenten ergibt sich, dass es „eine weitverbreitete Selbsttäuschung“ sei, dass frühere Nazis ausschliesslich in der Freiheitlichen Partei Oesterreichs eine Heimstätte gefunden hätten. Die FPOe. sei zwar ihr vornehmlicher Sammelpunkt. Da sich aber die Posten in den Händen der beiden grossen Parteien befänden, gebe es eine Reihe ehemaliger Nationalsozialisten in der verstaatlichten Industrie. Der bestinformierte Gewährsmann über diesen Fragenkomplex erklärte dem Korrespondenten des „Economist”: „Wenn der Gauleiter eines bestimmten Bundeslandes von den Toten wiederauferstünde und sich mit seinem früheren Stab in Verbindung zu setzen möchte, brauchte er nur zum Telephon zu grei.en und das Direktorium eines der grössten Konzerne in Oesterreich anzurufen....“ Die Tatsache dass sich im sozialistischen Bereich seltsamerweise viele Nazis ansässig gemacht haben, wird damit erklärt, dass dort vor dem Krieg das geistige Kräftepotential zum Grossteil von Juden gestellt worden war. deren „Abwesenheit“ einen gewissen Leerraum geschaffen habe. Der Korrespondent des „Economist” vertritt die Auffassung, dass die beträchtliche Zahl ehemaliger aktiver Nationalsozialisten in einflussreichen Stellungen nur im Falle eines Wirtschaftsrückganges oder eines Zusammenbruches der demokratischen Institutionen in Europa eine ernste Gefahr darstellen würde. Aber . junge Nazis werden daheim in der Familie, gezüchtet“; Publikationen und Jugend- und Studentenverbände schaffen ein „Vor - Nazi- Klima“. Dass sich eine Zeitschrift vom internationalen Rang des „Economist“ so gründlich mit der Thematik des nationalsoziclisischen Einflusses in Oesterreich befasst, sollte von allen Verantwortungsbewussten gebührend beachtet werden. — London (IPN). Solange wir Ihnen mit aller Korrektheit unser Lager zu ALTPREISEN anbieten, sollten Sie sich diese Einkaufsgelegenheit nicht entgehen lassen. O Anzüge, Sportsakkos, Kombihosen, Gabardinmäntel Lodenmäntel Wintermäntel, Autocoats, Regenmäntel. o Und wenn Sie Masskleidung wünschen, erst recht zu uns! Unsere rechtzeitigen Dispositionen an Material und Anfertigung ermöglichen es uns, unserem Kundenkreis Qualitätskleidung billig zu verkaufen. o Für die Zukunft werden wir es vorziehen, unser Lager zu verkleinern, als die teilweise unerhörten Preise der Vorlieferanten zu akzeptieren. 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Auch auf dem Gebiet der Herste.lung von Isotopen etc. werden die grossen Staaten mit ihren entwickelten Forschungsinstituten, Laboratorien und Industrien die grössten Vorteile gemessen'. Man kann hier keine revolutionären „Sprünge“ machen; die Forschungen müssen systematisch Schritt für Schritt durchgeführt werden. Es besteht aber auch für kleine Länder wie Israel die Möglichkeit, die Ergebnisse einzelner Forschungen, gewonnene Kenntnisse und Erfahrungen an das Ausland zu verkaufen. Israel besitzt diese Möglichkeit und die erforderlichen wissenschaftlichen Arbeitskräfte dafür. Die Atomenergie als Energiequelle ist gewissermaßen eine Nachahmung der Sonnenenergie. Allerdings ist hier nach der ersten Begeisterung eine gewisse Ernüchterung eingetreten. Man hat in den letzten Jahren viele neue Quellen von Erdöl gefunden, und di? Kosten der Erdölförderung sind gesunken. Man ist sehr LA SEMANA ISRAELITA BISEMANaRIO INDEPENDÍENTE d«. A.je» — PUEYRREDOa 2150. 1* >*q. - I E. S3-2S) 14. lyar 5722 18. Mai 1962 ERKLÄRUNGEN DIS PROBSTES GRUEBER Wolfsburg. — Probst Gruber, einer der führenden geistigen Köp^e Berlins, der bekanntlich im Eichmann-Prozess als Zeuge aufgetreten ist, erklärte, es sei eine Schande, wenn die bundesdeutsche Regierung sich weiter weigern würde, liplomatische Beziehungen mit Israel aufzunehmen. Man ist allgemein der Auffassung im Zweifel, ob es gelingen wird, Atomenergie billiger zu produzieren als elektrischen Strom aus Kohle, Erdöl, Erdgas, usw. Die Situation könnte sich allerdings grundlegend ändern, sobald es gelingt, die Kraft der Wasserstoff-, (und nicht nur der Atom-) Bombe zur Herstellung von elektrischem Strom zu verwerten. 'Die Israelis müssen auf jede neue Entwicklung in dieser Hinsicht vorbereitet sein. dass die bundesdeutsche Regierung da. on Abstand nimmt, in diplomatische Beziehungen mit Israel einzutreten, weil sie befürchtet, die arabischen Länder könnten als Antwort auf diesen Schritt die Regierung in Pankow (Ostdeutschland) anerkennen. Beliebte Reiseziele * Bariloche, Mendoza * M. del Plata, Iguazu * Rio Hondo, Cordoba * Norden Argentiniens * u. Nachbarlaender: Interessante Zusammenstellung. VIAJES GLOBUS ALSINA 1413, Bs. Aires Tel.: 38-5860 — 38-1447 37 9142 ^°"lA IRIAS DI Ck ÄLOl LA FORESTA LA FORESTA# ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL tu * * * ♦♦♦♦•♦♦ ¡ Dr. Hardi Swarsensky I APUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE m M I A 1’ RÜCKERSTATTUNG MI s jetzt auch für Juden aus Polen. m m ■m k I ★ | ANMELDUNGSMOEGLIGHKEITEN für alle, die nach dem I. 10. 1953 3 aus Laendern hinter dem eisernen Vorhang auswandern konnten. I + s * 3 SPRECHSTUNDEN: m 3 3 Dienstag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr m m 3 I Dr. Günter Frey 1 ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS m | Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltun S 9©n - Miets-, Zivil- und Handelssachen. m I -★- : PUEYRREDON 2190 esq A,. LAS HERAS — T. E. 83-2613 n jaaassísiii*aiaMa8¡uifiigíigsia£gsasiiiiissassaafiaiii3íii¡gi¡.fcssísss5ii8SiSísgiigiiíaasisisEiiis 11

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