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Jüdische Wochenschau · 1962-05-11 · 1959 (11.5.1962) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1959 (11.5.1962)
Date
1962-05-11
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German, Spanish
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Viernes, II de Mayo de 1962 SEMANA ISRAELITA AS« XXIII. — No. 1959 Vom Reittier zur Eisenbahn^ f5!0!!»na5p°9e,r01 Je!usalf!" » rfKoepii'Oc Tii/^ûnfiim orwavh RqKVi T PA Tî.IPPk R. A. V>4 Kürzlich waren es 70 Jahre her, seitdem sich zum ersten Mal der Zug in Bewegung setzte, welcher Fahrgäste von Jaffa nach Jerusalem brachte. Die Reise dauerte, wenn alles klappte, vier Stunden. Verspätungen, die durch Zwischenfälle verursacht wurden, blieben nicht aus. Arthur Ruppin erzählt in seinen Erinnerungen, wie seine Gattin nach einer Totgeburt mit darauffolgender Blutvergiftung im Jahre 1912 in einem Sonderwaggon, der mitten auf der Strecke dicht vor ihrem Hause (es stand unmittelbar am Bahngeleise in der Herzlstrasse) hielt, nach Jerusalem in das Wallachsche Krankenhaus überführt wurde. VORHER: MAULTIERE, ESEL, KUTSCHEN Wer in älteren Zeiten von den Seehäfen des Mittelmeers die Heilige Stadt erreichen wollte, musste Reittiere benutzen, insbesondere Mauttiere und Esel. Man konnte sie ihres Weges auch noch dahintraben sehen, als die ersten mit Pferden bespannten Wagen in Palästina auftauchten. Das war etwa um das Jahr 1870. Damals soll ein Pferdewagen den Kaiser Franz Joseph von Oestereich anlässlich seines Besuches im Heiligen Lande, 1869, nach Jerusalem geführt haben. In einem Rückblick wird erzählt, dieser Pferdewagen sei aus Aegypten ins Land gebracht •worden. Andere Gewährsleute meinen, statt dessen, die Württembergischen Templer hätten ihn gebaut. Der Baron Edmond de Rothschild liess sich anlässlich einer seiner Reisen von Dr S. BRAUN nach Israel bei dem Templer Appinger in Haifa jedenfalls einen Wagen anfertigen, mit dem, er von Tantura. wo seine Yacht hielt, nach Sichron Jakob fuhr. Es war eine gediegene Droschke, die ich noch vor einigen Jahren im Hofe eines der Sichroner Bauern gesehen habe. Wo sie am Ende geblieben sein mag, konnte ich trotz häufiger Fragen nicht feststellen. Dagegen weiss ich von dem Schicksal eines anderen recht originellen Gefährtes zu berichten, das freilich erst, nachdem es zu einem Museumsstück geworj den war, ins Land kam. Es war die Equipage Moses Montefiores, die er in der bedeutendsten Wagenfabrik zu Paris im Jahr 1836 hatte erbauen lassen, und mit der er nebst seiner Gattin Jehudit durch eine Reihe europäischer Länder reiste, u. a. auch durch Russland bis nach Petersburg. Der Wagen kostete mehr als 4.000 Francs und war aufs bequemste ausgestattet. Es war — wie erzählt wird — eine Art Aron hakodesch eingebaut, in dem eine prächtige Torarolle stand. In einem geräumigen Gelass unterhalb des Kutschbocks habe man Lebensmittel „Mehadrin min Hamehadrin” d. h. strengsten Kaschervorschriften entsprechend, mit auf die langen Fahrten genommen. Montefiore wollte die Equipage auch auf seiner letzten der sieben Palästinareisen im Jahre 1875 mitnehmen. Aber es wurde nichts daraus. Im Jahre 1910 wurde der Wagen von Boritz Schatz, MALERARBEITEN Günter Stern, H. Rosenhain LEANDRO N. ALEM 2530 MUNRO T. E.: 795 8710 und 740 1925 1 Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKTüPFTEN $ TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN < FUER JEDES GEMUETUCHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichterungen ♦ MASCHINEN TEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samttag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus CaDe ANDONAEGUI 2083 4 Quader vor Station Urquiza Muebles _ Wdlennuuuu MODERNE WOHN- UND SCHLAFZIMMER EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN SARMIENTO 1147 CABILDO 774 AUTO - REPARATUR . WERKSTATTj „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER; Avda. CONSTITUYENTES 4902 T. E. 51 - 2205 (Ecke Monroe) dem Gründer und Leiter der Bezalelschule und ihres Museums nach Jerusalem überführt. Als ich vor einigen Jahren zum Museum ging, um das Requisit zu betrachten, erklärte mir der Aufseher, es sei zum Innenhof der Sochnut gebracht worden. Doch auch dort war es nicht zu finden. Es soll im Lauf der Zeit Stück für Stück von ,,andenkenhungrigen” Besuchern abmontiert worden sein. IN DER „DILIGENCE’ Vieh; Schilderungen gelten den Wagenpartien zwischen Jerusalem und Jaffa per „Diligence”, wie man die in regelmässigen Abständen verkehrenden Vehikel nannte. Eine Tochter des Führers der Biluim J. M. Pines erzählt „Die Fahrt dauerte rund 14 Stunden. Dem Wagen waren drei kräftige Pferde votgespannt. Er hatte vier gepolsterte Bänke mit je drei Plätzen. Gewöhnlich fuhren drei bis vier derartige Diligencen hintereinander des Weges dahin, weil räuberische Ueberfälle befürchtet werden mussten. Die erste Rast wurde in Kolonia (heute Moauch etwas zu essen erhalten. Einen schwarzen Kaffee zu trinken oder zum wenigstens zu kaufen war un- Die Welt-Union für Progressives Judentum erwarb ein Anwesen in Jerusalem neben dem Bezalel-Museum. Im mittlern Hause wird ei* ne Synagoge und ein Kulturzentrum entstehen, wie der geschriebenes Gssetz, auch Präsident der Welt-Union für dis im Wagen Bleibenden. Die letzte Rast hielten wir in Rarrle, etwa 1’4 Stunden. Es war dort ein Hotel, das einem Deutschen gehörte. Hier konnten wir für Progressives Judentum Rabb Dr. S. B. Freehot in New York bekannt gab. Die seit vier Jahren unler Leitung von Schalom Ben Chorin bestehende Reformgefür Progressives Judentum Rabb. Leo Baeck s. A. benannt ist. Im Rahmen eines Schüleraustausch - Programmes nehmen Schüler der Haifaer Leo Baeck-Schule und Schüler nordamerikanischer Reformgemsinden teil Als Repräsentant der Welt- Union für Progessives Judentum fungiert momentan Rabbi Joseph Unger in Israel, der u. a. die R:formgemeinden in Herzlia und mit Behagen frühstücken-! meinde „Chugim le-Jahadut Nazaret betreut. Auch der ® * _i_¿4i ji:_ * v r: _ denn es war sauber und ordentlich im Saal, so wie wir es aus Europa gewöhnt waren, und nicht schmutzig wie bei den Arabern. DAS PROJEKT MOSES MONTEFIORES Und nun zur ersten Eisenbahn im Land. Es ist wenig Bekannt, dass Sir Moses Monte Höre sich bereits im Jahr 1857 mit dem Plan befasste, Jerusalem mit Joffa durch eine Eisenbahn zu verbinden. Er verhandelte mit der Hohen Pforte und mit Interessenten einiger i europäischer Staaten namentlich aus England, Oesterreich und Frankreich. Sein Vertrauensmann in Jerusalem war der englische Konsul James Firm. Die Türkei lehnte den Plan vorerst ab. Dagegen waren die Franzosen und die Oestereicher sehr efrig Mithkademet”, die bislang ihre Gottesdienste lm Bet- Hachaluzot abhäit, wird dem nächst in das neue Zentrum übersiedeln. Die Weltunion für Pr< gressives Judentum hat sich ferner verpflichte t, in Haifa der, Neubau der Leo Baeek- Mittclsehule zu finanzieren, die nach dem verewigten Präsidenten der Welt-Union Vizepräsident des Verbandes der nordamerikanisch-jiidischen Reformgemeinden, Rabbi Jay Kaufman Kam nach Israel, um am Ausbau der Gemeinden mi.zuwirken. Der Welt-Union für Progressives Judentum sind heute eineinhalb Millionen Mitglieder in 22 Staaten angeschlossen. mal von dom einflussreichen jerusalemer Scfarden Joseph Navon. Mit ihm verband sich der Aegypter Lufty Bey, der der, Bau einer zum Preis von einer Million Francs erworben. Es war die „Société du Chemin de Fer Ottomane de Jaffa a Jerusalem et Prolonge- „Société Otto- Jaffa und von dort nach Jerusalam sollte in Navons Händen liegen. Die Türkei lehnte auch diesmal ab. Aber Navon liess sich nicht „ , beirren. Er legte seinen za) gemacht. Dort gab man | bemüht, Einfluss zu gewin- Plan „Jaffa-Jerusalem” bald Bahn von Aegypten nach j ment” kurz: Palästina plante. Sie sollte j mane Anonyme”. Sie liess bis nach El Arisch gehen.; Arbeiter aus Aegypten kom- Die Weiterführung nach | men, die mehrere Jahre den Pferden Futter und tränkte sie für den anstrengenden Aufstieg zum Kastell, den die männlichen Passagiere zu Fuss zurücklegen mussten. In Bab el Wad blieben wir dann mehrere Stunden. Es gab dort ein „Cafe’,’ das dem Schlomo Rosenthal gehörte. Bei ihm konnte man sich auf einer Couch ausruhen und EIN LETZTER HINWEIS FUER CARLTON - KUN DEN UND SOLCHE, DIS ES WERDEN WOLLEN! Ein Beispiel aus der Vielzahl unserer Artikel genügt, um Ihnen die Teuerungswelle vor Augen zu führen: Lavilisto-Hemd: Einkauf 10. 4. 62 t 620,— Einkauf 12. 4. 62 S 890,— und dieser Preis ohne die bevorstehenden tarifl. Lohnerhöhungen. 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Damit war die Ausführung des Projektes vertagt. Erst im Jahr 1888 wurde es wieder aufgegriffen; dieswieder vor, indem er die Hohe Pforte darauf hintvies, es sei die Möglichkeit gegeben. die- Strecke bis nach Damaskus und Aleppo zu verlängern. In der Tat erhielt er die Konzession für die Dauer von 71 Jahren. Sie wurde durch seine Vermittlung von einer pariser Gesellschaft brauchten, um die Bahnstrecke fertigzustellen. Ihre Entlohnung erhielten sie im Auftrag der Arbei’geberin von dem in Oran in Algier geborenen Goldschmied und Bankier Aron Chelouehe in Jaffa. Die „Société” blieb im Besitz der Bahn bis 1922. Dann übernahm sie die Mandatsmacht bis zur Gründung d2S Staates Israel. Wie allmählich Veraltetes beseitigt und technisch Neues und Zweckmässieeres an seine Stelle kam, des sind wir -¿He heute Zeuge. J. P. LANDSBERG! VERSICHERUNGEN JEDER ART Bme. MITRE 430 V. Of. 550 T.E.: 30-1474 Ernst Koppel Herrenbekleidung Mctipú 484 I TE. 31-7845 Herrenausstattun g Maipú 982 TE. 31 U355 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL j Dr. Hardi Swarsensky i ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE i í ★ i RÜCKERSTATTUNG a j jetzt auch für Juden aus Polen. i t X * i ANMELDUNGSMOEGLICHKEITEN für alle, die nach dem I. 10. 1953 aus Laendern hinter dem eisernen Vorhang auswandern kennten. ★ i SPRECHSTUNDEN: i i Dienstag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr I -★- Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. PUEYRRED0N 2190 esq Av. LAS HERAS — T. E. 83-2613 ¡ m 4|iiSlS*E«BSïi»HHI*S*ligsiiiiïiâiiSï_iassaiiïiaîâiajâS»ésSStsIââ«SSaïàfcïIiâ*âïââSSâïpS*â,!sJ

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