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Jüdische Wochenschau · 1962-05-11 · 1959 (11.5.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1959 (11.5.1962)
Date
1962-05-11
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German, Spanish
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SEMANA ISRAELITA A So XXni. — No. 1959 14 — Viernes, 11 de Mayo de 1962 Musik in Buenos Aires CASTRO EROEFNET LRA ZYKLUS Die aus dem bonaerenser Musiklebsn nicht 'wegzudenkenden Gratis-Konzerte des Nationalen Rundfunks, die in der Aula der Rechtsfakuliät vor sich gehen, zählen in der soeben begonnenen Saison mit Dirigenten aus aller Herren Länder: Stanislaw Wislocki (Polen). Kazuo Yamada (Japan), Georges Pretre ( Frankreich), Georg Ludwig Jochum und Volker Wangenheim (Deutschland), Zubin Mehta (Indien), Christoph von Dohnanyi (ungarischer Abstammung), Julio Malaval und (last, not least) Juan José Castro (Argentinien), dem das nicht alltägliche Eröffnungskonzert anvertraut worden war. Durch das Erscheinen dieses im gesamten modernen nationalen Musikleben wichtigen Faktors auf dem Podium war eine hohe Kategorie gewährleistet. Die Webersehe „Euryanthe” - Ouvertüre ertuhr eine romantisch-fein ziselierte, dynamisch restlos ausgewogene Wiedergabe, und erfreulicherweise durfte man feststeilen, dass sich das LRA- Orchester — wir wissîn, aus wieviel Quellen die Integranten hier zusammenfliessen — gut hielt und das Beste zu geben bemüht war. Castro erwies sich ebenfalls als gediegener Mozart-Freund und -Kenner bei dem Spiel der Jupiter-Symphonie von Mozart (cdur, KV. 551), deren Transparenz er hervorragend leuchten liess. Es verdient besonders erwähnt zu werden, mit welcher Sorgfalt das Finale (allegro molto) gestaltet ivurde, dessen vierfacher Kontrapunkt mit dem beibehaltenen Gegensatz beispielhaft zum Ausdruck kam. Diï eindrucksvolle „Suite De Danzas” des kürzlich verstorbenen argentinischspanischen Komponisten Julian Brutista leitete zu den ,,vier Zwischenspielen-’ aus der Oper „Peter Grimes” des englischen Tonschöpfers Benjamin Britten über, bei dessen Interpretation wieder einmal offenbar wurde, das Juan José Castros eigentliche Domäne die moderne Musik ist. Diese vier Stimmungsbilder erstanden in der vielfarbigen Palette Brittens in ihrer ganzen Schönheit, ebenso wie die 2. Suite aus Ravels „Daphnis et Clöe”, für deren Wiedergabe wir Castro wiederholt Elogen machen konnten. Bedauerlich bleibt, dass man in keinem Konzertsaal die ebenso schöne 1. Suite — oder beide zusammen — zu hören bekommt. Castro und das LRA-Orchester hatten sehr grossen Beifall des überfüllten Hauses. THEODOR FUCHS DIRI¬ GIERT MODERNE MUSIK Es ist ein nicht zu unterschätzendes Verdienst, dass wir durch das Philharmonische Orchester unserer Stadt einen Zyklus zeitgenössischer Musik vorgesetzt bekommen. Das entsprechende zweite Konzert stand unter dem Taktstock unseres Theodor Fuchs, dessen universelle Versiertheit sich keineswegs in der Wiedergabe klassischer und romantischer Musik erschöpft, sondern dessen Tätigkeit in Buenos Aires automatisch mit der Wegebnung unbekannter und unpopulärer Werke in Verbindung gebracht werden muss. Dieses nicht geringe Lob erstreckt sich auch auf den gelungenen Abend, welcher mit dem „Vorspiel zu einem Drama” (später als Ouvertüre zur Oper „Die Gezeichneten” verwendet) eröffnet wurde. Schreker, dessen Oeuvre hierzulande nahezu unbekannt ist, war in den zwanziger Jahren der Weimarer Republik ein Avantgardist moderner, oft schockierender Musik, dessen Tätigkeit von den Nazis kurz vor seinem Tode (1934 > unterbunden wurde. Das leider viel zu wenig bekannte und gehörte Klavierkonzert Nr. 1, opus 36 von Albert Roussel wurde von der argentinischen dynamischen Pianistin Perls Brugola mühelos und stilvoll bewältigt, wobei ein gut Teil des Lobes der Begleitung des umsichtigen Orchesterleiters gebührt. Die „Microvariationes” für Streichorchester und Pauken stammen aus der Feder des jungen Fuchs-Schülers Augusto Rattenbach, der den schöpferischen Kreisen der Moderne angehört. Die 3. Symphonie von Hans Werner Henze endlich ist im Zwölftonsystem konzipiert und spricht durch Rhythmus und ausserordentliche Originalität an. Theodor Fuchs stand in jeder Beziehung ..über der Sache"’. Ihm zusammen mit Orchester und Solisten wurde grosser Applaus des guten Konzerts zuteil, dessen Spielfolge übrigens — mit Ausnahme des Roussel-Werkes — Erstaufführungen für hier bedeuteten. c-n TEATRO COLON Sábado 12 a las 17.30: Ira. sesión del ciclo de las sonatas para piano de Beethoven (7. audiciones de abono) por Hans Richter-Haaser. A las 21.30 hs.: 3er. concierto del ciclo de música contemporánea de la Orquesta Filarmónica de Bs. Aires. Director: Washington Castro. Solista: Ruggiero Ricci (violín K Domingo 13 a las 17 hs.: la. función del abono domingos vespertinos: “Khovantchina” de Mussorsky. Lunes 14 a las 21.30 hs.: 5o. concierto del abono a 20: Orquesta Sinfónica Nacional. Martes 15, a las 21 horas: la. función del abono popular: “Khovantchina” de Mussorgsky. Jueves 17, a las 18 horas: 2a. sesión del ciclo de las sonatas para piano de Beethoven (7 audiciones de abono) por Hans Richter-Haaser. Neue Buecher Melech Rawitsch: ,.Das Erlebnis-Buch meines Lebens’’ (in jiddisch), herausgegeben als 161. Buch der Schriftenreihe des Verlages des „Polnischen Judentums in Argentinien”. Ludwig E. Reindl; Zuckmayer, Eine Bildbiographie, erschienen bei Kindlers Bildbiographien, Kindler Verlag, München 1962. — Schon die Idee, Biographien anhand von Bildern zu schildern oder zu erzählen, stellt einen gelungenen Versuch dar, das Leben eines Künstlers oder Staatsmannes eindrucksvoll darzustellen. Man liest nicht nur die einzelnen Stadien des Lebens und Schaffens, man sieht sie auch vor sich. Zweifellos ist diese Methode eindringlicher, sie stellt nicht so grosse Anforderungen an den Leser, der heut« 1 meist kaum die Geduld hat, Das „Soleil” hat mit einem guten Stück eroeffnet Das jiddische Theater „Soleil” hat die neue Spielzeit mit einem Gastspiel des unverwüstlichen Max Perlman und, was wichtiger ist, ausserdem mit einem guten Werk begonnen. Es heisst „Der Vater bin ich” und stammt von Meyer Margolis. Der Komponist der sehr eingänglichen Musik ist gar nicht aufgeführt. Hermann Ludwig, den man mit grosser Freude wiederbegrüsst, bringt diese leichte Musik mit leichter Hand und doch unendlich beschwingt ausgezeichnet. Der obligate Tanz erreicht seinen komischen Gipfel, wenn zwei alte Paare tanzen und dabei die ge. genseitige Eifersucht explodiert. Das Stück ist trotzdem keine der üblichen Possen mit Gesang und Tanz, die nur Situationen mit direkter Wirkung auf die Lachmus kein bringen. Es handelt sich um ein richtiges Lustspiel mit wirksamer Cha. rakterisierung der handelnden Personen, das viele Gelegenheiten zum feinen Lächeln und noch mehr zum lauten heiteren Lachen bietet und den Schauspielern grossartige Rollen gibt. Hauptperson ist natürlich Max Perlman, der aus einem betrunkenen Nichtstuer zu einem Vater mit goldenem Herzen wird, was er mit seinem wirklich einzigartigen Charme und seinem spitzbübischen Lachen grossartig gestaltet. Dass seine Chansons bis zur letzten Silbe „sitzen”, weiss man. Er ist imbedingter Herr der Szene, und das Publikum geht begeistert und willig mit ihm mit. Seine Partner sind Gitta Gallina und Josef Maurer, die beiden schwarzen Schafe der Handlung, die sich gegen ihre undankbaren Rollen gut durchsetzen. Die Stimme der Gallina ist besonders in den hohen Registern sehr gut und „zündet”. Clara Stramer als von ihrem Mann betrogene kranke Gat tin hat, leider, nur zwei kurze Szenen und erringt berechtigten Beifall auf offener Bühne. Salomon Stramer singt, tanzt und spielt als alter Grossvater herrlich, wie immer ein grosser Schauspieler. Paulina Tajman spielt unter Verzicht auf ihre Hübschheit einen polternden Trampel von Dienstmädchen so, dass alle Zuschauerinnen an ihre heimischen Nöte erinnert werden. Else Rabinovich und Klatzkin sind ein altes (beinahe) — Liebespaar, gut und wirkungsvoll. Eine ganz besondere Erwähnung verdienen aber die neuen noch recht jungen Künstler, die einen hoffnungsvollen Nachwuchs für das jiddische Theater bilden. Rivka Reben und Mosche Eichbaum, das junge Liebespaar, sehen beide sehr gut aus. Sie singen und tanzen ganz ansprechencj, und Rivka Reben ist überdies graziös und hat Charme, mit dem sie sofort ihr Publikum gewinnt. Die kleine Betty Livovsky spielt einen vorlauten frechen lange Ausführungen zur Kenntnis zu nehmen. Vor uns ersteht das „Bild” Zuckmayers in dieses Wortes doppelter Bedeutung. Das Wollen und die künstlerische Leistung dieses Mannes, der neue Wege ging, auf dem ihm langsam bis zu seinem persönlichen Erfolg gefolgt wurde. Man wird an die „alten Bühnenstücke” erinnert, die seinerzeit Aufsehen erregten, die eine neue Betrachtungsweise brachten und vielleicht sogar eine neue literarische Richtung begründeten. Die text. liehen Ausführungen stehen trotz des guten, reichhaltigen Bildmaterials im Vordergrund, aber ihr Verständnis wird durch die Fotos ergänzt und veranschaulicht. Jungen einfach entzückend. Der Autor hat ihr die wirksamsten Pointen in den Mund gelegt, und sie erringt damit sofort den Beifall der Zuschauer. „Es soll gehn” heisst der Hauptschlager, der von Perlman mit einigen guten satirischen Spitzen solange wiederholt wird, bis alle vergnügt mitsingen. Das gleich« kann man auch diesem liebenswerten Stück wünschen: „Es soll gehen!” Dr. Karl Kost EIN ARCHAEOLOGiSCHER FUND Jerusalem. — In der am Westufer des Toten Meeres gelegenen Kolonie Ein Gedi wurden bei Ausgrabungen die Reste einer kosmetischen Fabrik gefunden, die dort vor 2.500 Jahren betrieben worden ist. Prof. Benjamin Mazar von der Hebräischen Universität leitete die archäologische Expedition. Er erklärte den Journalisten Gefässe die so gross wie Tonnen sind, und kleine Parfümbehälter würden die Theorie rechtfertigen, das zumindest ein Teil des fretgelegten Gebäudes für die Herstellung von Balsam, eines der im Altertum teuersten Parfüms, benutzt worden ist. Die Archäologen entdeckten in Ein Gedi Beweise, dass hier ein grosses Industrieviertel lag, das zur Zeit Josuas des letzten Königs von Juda in Blüte stand. König Josua regierte von 638 bis 608 v. d. g. Z. (ITA) Hebraeischer Unterricht rma?n n 3 s n f»n ns «i1a tu - nmn insn - dös» TT“ TI .trän dtd ana ** Vf ,D'33»n *?» tu DTir ,D*jxnn ,£Hj?ÿn ,d'ivïO arr1?» .onanm misan V - -Î ■ T : - : » .tíana *ri» nsoö T - T \ I anana fnnxn jan -210 na “Ts» pvx2 *ri»2 .D-aiasi D^aiaç nra? u*? rrr nnnx tnÿ aatfatfa bv ni*?Vu oi2KT ’ ,ni3an n^ona« ,niu2 *?» apa1? .Dio ans »Dtf2 nV?Tïn - T : “VS uns? /parmn tfnngi ’ .aaaaaa - ia amaina T;; \ t DK 02 D»iü a22 ax - t D'x’oin fivtan *?a *?f o»en .n*?xn V ** T (ri'o^s nnat nn? fl2p>2 "T-T t nnaa xirt ^xaar p>a»2f oaj?2 ntfxs ija» xin rmnx‘? V?sx , nais? nias by jn*?« ’’“pns*? asn |D¡?ni pñ*n nan |a ,n*?nîm n2nxn n-Vbtfxn t : “ : t \ - : v ▼ *710 no a2ntí #»ann - n2p «w o? ,nias tto xspn x1? ,fax2 üi*n ^x no - íni2a nisaxa -» TT - T“*. — * t ■»nauoi /Pxtf-?*?#»1? - •;-r: * :“t tts iaç nx2? ,|tp¡? oro os .-iwt x1? V?dx; T “a bynfiyS ,»av nbwn bï - nidias ntra? nxrai n*?a23 ,DT©n narros bti ,oaianx ,ú'ñn'b ,ni,l?i2®x dos?™ ni»] »nira.aaa BORE PRI HAETZ (1) Mit amigo en el Kibuz en el (2) Emek Yisreel es experto en árboles frutales. Cuando lo visité la última vez, puso la mesa en mi honor con diferentes frutas, desde el pequeño olivo verde hasta el gran pomelo amarillo. “Sabes tu que tanta abundancia de frutas, como nosotros ahora ya tenemos en el país (Israel), tu no encontrarás en muchos países’’, se dirigió mi amigo a mi. “Por ejemplo?”, pregunté y probé un | fruto chiquito rojizo, cuyo nombre ni siquiera sabía. “Todo el mundo sabe que Israel cultiva (3) grandes cantidades de frutos de Citrus y exporta naranjas, pomelos, limones, etrogim, mandarinas, etc. Entre las mismas naranjas — (llamadas) manzanas de oro — hay varias clases. Y todos conocen (4) también las uvas, olivos, almendras, higos, granadas y dátiles. Recién en el último tiempo, se aumenta (5) en el país el cultivo de árboles frutales subtrópicos y nórdicos. Todavía anos años más y tendremos grandes cantidades de damazcos y peras, duraznos! f Guayavot, ánanas y manzanas sin ha- | alar de las bananas que ya hoy crecen en abundancia. i “La última adquisición (6), con la | cual empezamos ahora — las cerezas.” I “Yo pruebo ahora ya (con mi boca) el gusto de todas estas maravillosas frutas.” BORE PRI HAETZ (1) Mein Freund im Kibbuz Tel Yosef im (2) Emek Yisreel ist Fachmann für Obstbäume. Als ich ihn zuletzt besuchte, deckte er mir zu Ehren den Tisch (mit) verschiedenen Früchten, von der kleinen grünen Olive bis Zur grossen gelben Pampelmuse (Pomelo). „Weisst du, dass eine solche Fülle von Früchten, wie wir sie jetzt schon im Lande (Israel) haben, du nicht in vielen Ländern finden wirst-’, wandte sich mein Freund an mich. „Zum Beispiel?” fragte ich und kostete eine kleine rötliche Frucht, von der ich sogar den Namen nicht wusste. „Die ganze Welt weiss, dass Israel grosse Mengen an Zitrusn üch en anoaut (3) und exportiert: Orangen, Pampelmusen, Zitronen, Etrogim, Mandarinen usw. Unter den Orangen selbst — Goldäpfel genannt) — gibt es verschiedene Sorten. Und alle kennen (4) die Weintrauben, Oliven, Mandeln, Feigen, Granatäpfel und Datteln. Erst in der letzten Zeit vergrössert (5) sich im Lande der Anbau von subtropischen und nördlichen Obstbäumen. Noch einige Jahre und wir werden grosse Mengen von Aprikosen und Birnen, Pfirsichen und Gujavot Ananas und Aepfel haben, nicht zu reden von den Bananen, die schon heute in Hülle und Fülle wachsen. Die letzte Errungenschaft (6), mit der wir jetzt anfangen — Kirschen.” „Ich koste jetzt schon (mit meinem Mund) den Geschmack all dieser wundervollen Früchte!” 1) La bendición sobre írutas está concebida en tales términos: bendito sea el Señor que produce el fruto del árbol; en hebreo Bore pri haetz (2) literalmente: quién (está) en Emek Yizreel (valle de Yisreel) que se extiende desde Haifa hasta el río Jordáno. 3) literalmente: hacer crecer 4) literalmente: saber sobre 5) literalmente: ensancha 6) literalmente: novedad. 1) Der Segenspruch über Obst lautet: Gelobt sei Gott, der „die Frucht des Baumes schafft”; in hebräisch „Bore pri haetz”. 2) wörtl.: welcher im Emek Yisreel (Tat yon Yisreel), das sich von Haifa bis zum Jorden hinzieht. 3) wörtl.: gross zieht 4) wörtl.:. wissen «her 5) wörtl.: verbreitert g> wörti.: Neuerung. >

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