Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1959 (11.5.1962)
- Date
- 1962-05-11
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9616703-9612947-9613203--2092-9613214- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
IIZMAUTH ■ 5722“"**mMm 'ff Wwwwv. wuwAV^’.w.VLMin.'.’i Nieder Kunsthandel Fon fjti ' nvT"^ Verkatifpn ,, 'pürieren oder Ä**» 1 vorläufig »A MWC. PETOR treffen auch fremde Sammler und Händler im Lande ein, die nicht nur Ansichten historischer und religiöser Stätten und sentimentale Themen suchen, sondern wirklich an guter israelischer Kunst, von gegenständlichen bis zu abstrakten Themen interessiert sind. Sie sehen in diesen fass Pffer/Mieel Janco und Jebnda Wal- Bita ffl to lir« des Bürgermeisteramts Bilden, dieaüPabHkum verkauft werden* ihn stadfcetm Steuern. r Hand i» ff® .ndton, K*w ern arbeitet. D* nge Anrabi russischen uaä®' sehen Bide® sehe ireissiger Jahren irachten, wä* aufgekauft dfc a israelische Ma Privatsamin^ Werken interessante Auffassungen und Farbgebungen und einen spezifisch „israelischen” Zug.* Im allgemeinen bestätigen sie, dass die israelische Kunst internationales Niveau erreicht. Ein Beweis sind die vielen Preise, die israelische Künstler letzthin auf ausländischen Ausstellungen erhielten, wie zum Beispiel auf der „Ausstellung junger mittelländischer Künstler” in Marseille, der Biennale von Sao Paulo und der „Biennale junger Künstler” in Paris. Sie sind sogar erfolgreich in Kunstzentren wie Paris, der Hochburg der abstrakten Kunst, wo der Maler Castel eine Ehrung erhielt, und Japan, dem Zentrum des Holzschnitts, wo Jacob Pins einen Preis davontrug. Nach Meinung der Kunsthändler und Kenner zeichnet sich Israel nicht nur durch die verhältnismässig grosse Zahl von Malern aus, sondern auch durch di« grosse Verschiedenheit von Themen, Stilrichtungen und Ideen. Ein und derselbe Künstler mal in drei oder vier verschiedenen Stilen oder Techniken — eine Tatsache, in der sich die schnellwandelnde physische und psychologische Atmosphäre des Landes wider- . spiegelt. Dabei sind sie sich darüber im klaren, dass ein Volk nach zweitausend Jahren der Unterdrückung und Zerstreuung vor Schaffenskraft und Experimentiertrieb übersprudeln muss. Unter der Bevölkerung Israels gibt es viele, die eine tiefe Beziehung und Verständnis für gute Kunst haben. darunter zahlreiche Vertreter der jungen Generation, die verstehen, dass ein gutes Bild selbst einem bescheidenen Raum Adel verleiht. Sie wissen sehr wohl, dass ein Kunstwerk ein Gefühl der Entspannung und der Vertrautheit mit dem Menschen, mit dem es „lebt”, zu geben vermag. Daher erweckt ein Gegenstand, der unter gewissen Opfern erworben wurde, in viel höherem Masse ein Gefiihl von Besitzerstolz; es ist viel mehr als ein blosser Besitz oder eine Neuanschaffung für die eigene Kunstsammlung. Aus diesem Grund betrachten wenige ein Bild oder eine Skluptur als reine Geldanlage oder Kaufopjekt. Wenn auch der israelische Kunstmarkt, gleich allen Märkten in der Welt, von Inflations - Tendenzen beherrscht ist, steigen die Preise aus dem einfachen Grunde, weil die israelischen Künstler im Aufstieg sind und sich einen Namen in den internationalen Kunstzentren schaffen. Vergleiche mit den Preisen für europäische Schöpfungen gleichen Niveaus beweisen, dass die israelischen Maler wachsende Beachtung erfahren. VORSCHLAEGE Es liegen verschiedene Vorschläge zur Stärkung des wachsenden Kunsthandels vor. Unter Leitung von Kunstkennern aus dem Publikum, sollten Händler, Sammler und Kunstkenner ein Programm wohlfundierter und gutorganisierter Tä- ... .. « J . tigkeit entfalten. Es sollten Auktionen und andere öffentliche Veranstaltungen stattfinden — in Israel sind grosse Auktionsverkäufe wie die des Hotel Druot in Paris und Sotheby in London vollkommen unbekannt. Andere Pläne umfassen die Schaffung eines Verleihsystems guter Originale wobei ein Kunstliebhaber, dem ein Gemälde oder eine Zeichnung ganz besonders gefällt, mit dem Kunsthändler ein Abkommen treffen könnte, es für eine gewisse Zeit gegen eine Abonnementszahlung bei sich aufzuhängen. Dies könnte dann zum Ankauf eines Werkes führen, von dem er sich nicht trennen kann. Doch diese und andere Projekte warten noch ihrer Verwirklichung. m Forschung durch Weizmann u^iaskar Tsiranana und Israels Präsident Ben Zwi wohnen der jtii T°,, frf^dschaftsvertrages und Abkommens über technische Hilfe Von **en Aussenministem der beiden Staaten Albert Sy 11a n . \t Baus des israelischen Staatspräsidenten stattgefunden bat. iü *ei> Das Niveau der israelischen Wissenschaft kann man heute mit dem in den europäischen grösseren Ländern herrschenden vergleichen, — betonte kürzlich der amerikanische Nobelpreisträger für Physik, Prof. Isidor Rabbi. Doch der jüdische Staat dürfe niemals vergessen, dass seine Position in der Welt von seinem intellektuellen und ethischen Niveau abhängt. In Israel, und besonders im Weizmann-lnstitut, werden Forschungsarbeiten von entscheidender Bedeutung durchgeführt, wie der Professor enthüllte. Die wissenschaftliche Arbeit in Israel hat nicht nur für das Land selbst, sondern für die ganze Menschheit Wert. Dies bezieht sich vor allem auf die derzeitigen Forschungsprojekte wie: Empirische biologische Forschungen, die darauf abzielen, ein Heilmittel gegen Krebserkrankungen zu finden. Die Polymeren - Forschung, welche zu einer revolutionierenden Umgestaltung führen könnte; die Untersuchungen über infrarote Strahlen, mit denen das Ziel Verfolgt wird, di« bei der Hydrogenbombe freiwerdenden Kräfte zu zügeln und hierbei billige elektrische Energie zu schaffen. GRUENDL1CHE FORSCHUNGSPROBLEME Allein in Rechov.ot (von den anderen Forschungsstätten im Land ganz abgesehen) wird jetzt an über 130 grundlegenden Forschungsproblemen gearbeitet, und eine Lösung dieser Fragen könnte sich zum Segen der ganzen Menschheit auswirken. Ueberhaupt kommt dem Weizmann-Institut eine einzigartige Bedeutung zu, und seine Tätigkeit hat nicht wenig dazu beigetragen, das Verständnis und die Freundschaft für den jüdischen Staat in der internationalen Welt zu verstärken. Gerade der Wissenschaftsaustausch ist besonders geeignet, Gegensätze zu überbrücken und Freundschaft zwischen den Nationen zu stiften. Immer wieder taucht in Israel die Frage auf, ob sich die Wissenschaftsinstitute der theoretischen Forschung der reinen Wissenschaft zuwenden oder ob man die angewandte Wissenschaft, also sozusagen die praktische Seite bevorzugen solle. Es wurde geltend gemacht, dass sich der Staat den „Luxus“ der reinen Theorie nicht leisten und seine Wissenschaftler sich direkt den tagesgebundenen praktischen Interessen des Staates zur Verfügung stellen müssten. Demgegenüber wird, wie auch von vielen anderen führenden Wissenschaftlern, gerade von dem eingangs erwähnten Prof Rabbi betont, dass der jüdische Staat die reine Wissenschaft als Ausgangspunkt nicht vergessen dürfe. Die Entwicklung seiner wissenschaf .liehen wirklicht werden können. Es soll, im Rahmen dieses Projekts, beim Weizmann-Institut ein internationales Zentrum für Fortbildungs-Studenten aus verschiedenen Ländern sowie eine internationale Lehr- und Fortbildungsstätte errichtet werden. GAESTE AUS DEM AUSLAND Gewiss dürfen über diese ehrgeizigen Pläne die israelischen Fortbildungsstundiesehaftleraustauschs, sondern auch eine menschliche Angelegenheit So ist, wie man hört, in Rechowot ein junger deutscher Wissenschaftler vorübergehend tätig, der aber naturgemäss Englisch spricht oder sich im Hebräischen versucht, Die oben erwähnte Analyse und Prognose, wie sie ven dem amerikanischen berühmten Wissenschaftler gegeben wurde, erscheint auch unter dem Gesichtspunkt besonders interessant, als Prof. A&V.... Eine Gruppe afrikanischer und asiatischer Studen.en wird im Wingate-lnstitut für Körperkultur unterrichtet. Von links nach rechts: Komal Panday und Lukshman Shah aus Nepal, Efraim Daniel und Ewa Eko aus Nigeria, Stephen Mathias und Johnson Wallace aus Liberia. Der Lehrer ist Bar Aden. Forschung werde faktisch die Zukunft des Staates bestimmen aber eine wirkliche Wissenschaft sei ohne Betonung des Theoretischen nicht denkbar. Uebrigens hat ja auch schon Ben Gurion verschiedentlich auf die Bedeutung der wissenschaftlichen Forschung für Position und Zukunft des jüdischen Staates hingewiesen. INTERNATIONALES ZENTRUM Die israelischen Forsehungsstätten haben eine weitere Mission zu erfüllen. Sie sollen als Mittelpunkt für die Ausbildung und Fortbildung von jungen Gelehrten aus aller Welf dienen, und während jetzt in Rechowot rund 100 solcher Forschungs-Studierenden tätig sind, will man diese Zahl im Laufe der nächsten Jahre verdoppeln. Aber weit umfangreichere Pläne bestehen heute, die freilich erst innerhalb von zehn Jahren zur Gänze verrenden und jungen Forscher nicht vergessen werden. Auch der Frage des Kontaktszwischen ihnen und Forschern Und Kollegen aus dem Ausland kommt erhebliche Bedeutung zu. Dies ist nicht allein ein Problem des Wissensehafts- und Wissen- Rabbi in Amerika zu den führenden Initiatoren der Atomforsehung gerechnet wird. Er gehört-zu dem kleinen Kreis, der sich seinerzeit in Washington dringend für die Entwicklung der Atomenergie eingesetzt hatte. Sowjetische Kritik New York. — Eine sowjetische Zeitschrift, „Wissenschaft und Religion“, hat kürzlich seharie Kritik an den Juden in Samarkand geübt und ihnen vorgeworfen, dass sie sich an jüdische Sitten und Bräuche hielten. Die Babbiner werden beschuldigt, über die Eltern Einfluss auf die Kinder erlangen zu wollen, um sie mit der jüdischen Religion zu „vergiften". Mit H;lfe des „religiösen Abergl nibens” werde versucht, die Juden der sowjetischen Lebensweise zu entfremden. (AWZ). Weitere Verstaatlichungen London. — Die ägyptisch Regierung hat kürzlieh Grossbäekereien v erst a r,i lieht. In einem Dekret wur de ausserdem eine SOprozen tige staatliche .Beteiligun; an 243 anderen Bäckereien Mühlenbetrieben und iün Warenhäusern in Kairo vei fügt. In allen Betriebe] übernimmt der Staat divolle Geschäftskontrolle Z diesem Zweck vurde nn staatliche Organisation unte Leitung des früheren Lanö wir! Schaftsministers Mach ruki geschaffen. (AWZ)