Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1959 (11.5.1962)
- Date
- 1962-05-11
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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é — Vie»««. U de Maye de 1M2 SEMANA ISRAELITA A«e XXIII. — No. Mg* Ereignisse der Woche BOMBEN-TERROR Seit einiger Zeit finden Terrorakte einer antisemitischen Gruppe in Buenos Aires und seinen Vororten statt, die in der jüdischen Kollektivität des Landes, und nicht nur in dieser, Aufsehen erregt und Beunruhigung hervorgerufen haben. Wie an anderer Stelle berichtet, haben sich antisemitische Rowdies nicht gescheut, Schulkinder zu überfallen und zu belästigen, wobei sogar einige Kinder verletzt worden sind. Vor einer jüdischen und einer allgemeinen Schule in San Martin, einer bedeutenden Industriestadt in unmittelbarer Nähe von Buenos Aires, kam es zu solchen ernsten Zwischenfällen, ohne dass wie mitgeteilt wird, die Polizeibehörden energisch durchgegriffen hätten. Eine Delegation der jüdischen Gemeinde in San Martin und der Eltern der Kinder aus den betroffenen Schulen wurden beim Erziehung.;minister vorsteilig, der sofortige Abhilfe versprochen hat. Wenige Tage später erfolgte ein Bombenanschlag gegen das Centro Cultura! Israelita in Lands, ebenfalls einer Vorstadt von Buenos Aires. Dort wurde das Gebäude dieses Kulturzentrums J. L. Peretz am 3. Mai um 11 Uhr nachts angegriffen. Personen. die nicht identifiziert werden konnten, warfen Brandbomben gegen die Eingangstür des Gebäudes, durch welche Fensterscheiben zerstört worden sind und ein Brand hervorgerufen wurde. Zu diesem Zeitpunkt, befanden sich zahlreiche Personen im Innern des Hauses, die jedoch keinen körperlichen Schaden erlitten. Der verantwortliche Vorstand des jüdischen Kulturzentrums in Lands erstattete sofort bei der zuständigen Polizeibehörde Anzeige und erklärte, dass er keinen Zweifel daran habe, dass die Terroristen - Organisation Tacuarä für dieses Attentat verantwortlich sei. Es wurde darauf liingewiesen, dass in den letzten Wochen zahlreiche Inschriften an den Häuserwänden in Lands erschienen seien, die einen ausgesprochen antisemitischen Charakter haben. Ausserdem sei das Zeichen der Tacuarä neben diesen Inschriften an die Wände geschmiert worden. Der Vorstand der Vereinigung richtete ferner ein Protesttelegramm an den Interventor der Provinz, Dr. Roberto Eteheparaborda, in dem Garantien für die Sicherheit gefordert wurden. Ausser diesen Attentaten in San Martin und Lands kam es auch noch zu anderen Zwischenfällen ähnlicher Art, wenn diese auch nicht die gleichen schweren Konsequenzen hatten. Die Tacuarä hat sich offensichtlich auch das Gebäude einer Gemeinde unseres Sprachkreises zum Ziel ihrer Angriffe und Belästigungen gemacht. ohne dass bisher die Polizeibehörden etw as dagegen unternommen hätten, Bei verschiedenen jüdischen Organisationen erfolgten in der letzten Zeit anonyme Telefonanrufe. Die anonymen Raufbolde kündeten einen im Augenblick sicher auch darauf an, die jüdischen Bürger anzugreifen und sie für Entwicklungen und Vorgänge verantwortlich zu machen, mit denen sie überhaupt nichts zu tun haben. Die zuständigen jüdischen Institutionen sollten alles unternehmen, um zu verhindern, dass man wieder einmal — wie so oft in unserer Geschichte — die Juden als die Verantwortlichen hinstellt, um auf diese Weise von den wirklich Schuldigen für gewisse Entwicklungen in der Republik abzulenken und im Trüben zu fischen. Die Situation ist ernst genug, um mit aller Energie einzugreifen. Man sollte nicht warten, bis es zu spät ist. Die neuesten AMIA-Generalversammlung C. W.: — Der am 30. April durchgeführten Generalversammlung der Kehilla kam deshalb besondere Bedeutung zu, weil über ..Memoria y Balance General” für das abgelaufene Jahr 1961 gesprochen, der Voranschlag für 1962 diskutiert und eine Abänderung der Mindestquote vorgenommen werden musste. Vorstand und Repräsentanz waren fast vollzählig erschienen und nahmen einen ausführlichen, ergänzenden. mündlichen Bericht des Gemeindepräsidenten entgegen. Eine bemerkenswerte Rede Erschliessung des Bodens r. . *“«. «f-* , 1. Die Urbarmachung bisher verwahrlosten Bodens und dewWirste ist die Aufgabe des Krren Kajemeth Leisrael. für dessen grosse Ziele in unserem Sektor das Zentraleuropäische Comit? arbeitet. gen gewähre, dass es an später Nachtstunde nahm freiwilligen Mitarbeitern die Repräsentanz drei Kesofehle, dass man bedeutenj lutionen an, die besagen, dere Mittel für künftige dass werde nach allen Kräften gefördert, vierzig Jugendzentren innerhalb von Buenos Aires erhalten Subventionen. Mit Freude begrüsse die Kehilla die neuen jüdischen Kulturstätten in Palomar und anderen Aussenbezirken. Man wende besonzent höheren Budget rechne interne Kampagne zuderes Augenmerk den Manen müsse. | gunsten der Gemeinde zu drichim zu, der Verteilung Die grossangelegte Rede starten, um ihr ausserorvon jüdischen Jugendbrodes Gemeindepräsidenten dentliche Mittel zuzuführen schüren in spanischer Sprar*eT starken Beifall hervor und löste eine Generaldebatte aus, an der sich Vor Alijot Mittelloser aufwenden, die gesamte Israel-Aktivität verstärken und für 1962 mit einem um 40 Pro- 1. ) der Mindestbzitrag. die monatliche Quote, künftighin n*$n 40.— betrage, 2. ) vesucht werden soll, eii Long - Play!' ln hebräisch, jiddisch!; und liturgisch ttoysche Oysher Sidur Belarsky < JAFFA YARKONI ¡iSchushana Damari Grosse Auswahl in klassischer Musik Radio Leon; LAVALLE 2760 I T. E. 87-8474? gut formulierten Rede gab Angriff auf verschiedene Gej der Präsident der AMIA, bäude, Ueberfälle usw. an. Bei dieser Sachlage dürfte es keinem Zweifel unter liegen, dass es sich nicht um zufällige oder vereinzelte Terrorakte handelt, die von unverantwortlichen und jugendlichen Elementen beche, der Errichtung von Kursen in jüdischer Geschichte. Man dürfe das Beispiel der ..Congregación” nicht übersehen, weil dort ein jüngerer Rabbiner erfolgreich neue Wege be- In einer einstündigen. sehr! schritten habe, an die jüdi- Dr. Tobias Kamenszain, eine Reihe von Aufklärungen zum Rechenschaftsbericht, wobei er die Tatsache unterstrich, dass die Kehilla von j derungen. Doch sind Jahr zu Jahr mehr im Mit-! Möglichkeiten hier telpunkt des jüdischen Lesebe Jugend heranzukom men. Nicht minder tatkräftig erweise sich der Vorstand in Bezug aut soziale Hilfe und die Unterstützung berechtigter religiöser Fordie beschränkt, namentlich hin- Und 3.) die Repräsentanz in Zukunft alle drei Monate zu allem die Ratsmitglieder i einer Sitzung einberufen Horn, Ing. Glasermann, j werden solle. Murmis, Dr. Finkeistein und , Dänemark beteiligten. In I (Weitere Ereignisse Seite 8) bens des Landes steht und | sichtlich Kaschrut und eigangen werden, sondern ■ eine zunehmende Aktivität ner rabbinischen Leitung dass wir einer wohlorgani-! entfaltet. Die Kulturarbeit! des Erziehungswesens. Man sierten, Kampagne gegenüberstehen, hinter der dunkle politische Kräfte wirken. Es wäre angebracht, den zuständigen Behörden klarzumachen, dass diese Terrorakte sich vielleicht zunächst nur gegen Juden richten, aber zu einem Mittel des politischen Kampfes ausarten können, der die Sicherheit aller Bürger ernsthaft gefährdet. Die Methodik des Vorgehens der Terroristen ist uns bekannt da W’ir leider alte Erfahrungen mit derartigen politischen Elementen haben. Es fängt bei unverantwortlichen Jugendlichen an, bis dann der Terror zum offiziellen Instru ment politischer Auseinandersetzungen gemacht wird. Den Terroristen kommt es j ehester zu schaffen, das jü- - | dische Musik, auch unter i stärkerer Benutzung von herausgreifend, wies der! lass« aber nichts unver- Redner auf den „Monat des sucht, um den religiösen jüdischen Buches” hin, der Fragen fernstehenden jiidi- Anklang in weitesten Schichj sehen Menschen za helfen, ten fände. Doch die Zahl 1 Lösungen für ihre eigenen der Menschen, welche die; Probleme Zu finden, beliebten Sonntagskurse aufsuchen würden, nähme nicht zu, was nahelegen könnte, gewisse praktische Methoden zu ändern. Die traditionellen jüdischen Feste, die das Alltagsleben erhellen. würden gefördert, Gemeindesederabende durchgeführt, gutes jüdisches Theater, Musik, kurz alle Bestrebungen unterstützt werden, durch welche die Juden mit jüdischen Werten in Berührung kämen. So trage man sich z. B. mit der Absicht, ein ständiges Or- BSbmn Schul- und Erziehungsfragen Dr. Kamenszain verbreitete sich auch ausführlich über Schul- und Erzäebungsfragen. Man müsse 2ugeben, dass insofern eine gewisse Stagnation eingetreten sei, als alle Volks- und Mittelschulen, welche die Gemeinde subventioniere, nicht mehr als 8.000 Schüler und Schülerinnen betreuen würden. Die sehr erfolgreiche Midrascha weise 80 Hörer auf. Hier bleibt zweifellos alles gegenüber dem Wachs- DAS SELBST j. CELOFANBAND AUCH BEDRUCKT MIT IHRER ..«fl PAÖ^ j! PRO FABRICANTES í BOLSAS J BOLSONES EPA VÄT1TÄS > I Iiadi0 und Television, popu- : tum der Kehilla zurück. KD_ 1 nr \n*TC i lar Ii,achej Man vergesse nicht, wenn A«I* VIAJ j « Eingehend beschäftigte [ man die Aufgaben der % I sich der Gemeindepräisdent j AMIA richtig einschätzen J mit dem Jugendproblem. Je-! will, dass sie an 120 Kehil Casa Central: Av. CABILDO 2417 T. E. 76-6975 Sue. Mar.inez: Av. SANTA FE 1935 T. E. 792-6218 de chaluzische Aktivität i lot im Lande Unterst ützun F SERVICIO DE LUNCH 5 Fábrica Repa de i Cuero Gamuzado Cabra y Napa í K. Zimmerspitz j JUNIN 322 —- Buenos Aires — T. 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