Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1958 (4.5.1962)
- Date
- 1962-05-04
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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It*, 8 — Viernes, 4 de Mayo de 1962 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 1958 TSCHAFT er Hafen von Ashdot ISRAEL AUF DER ASIEN - MESSE Selbst in mächtigen Staaten ist der Bau eines Hafens für Ozeandampfer eine Grosstat. Was jetzt zwisctien Tel Aviv-Jaffa und Gaza in der Nachbarschaft des uralten Askalon an Neuem und Modernem entsteht, darauf wird Israel eines Tages stolz sein. Gemeinsam mit der Wirtschaftskommission des Parlaments besuchten wir das Hafengelände und das Hafenbüro und Hessen uns vom Verkehrsminister Ben- Aharon, vom Vorsitzenden der Hafenbehörden David Hacohen, vom Direktor dieser alle Häfen des Landes leitenden Behörde Raw-Aluf von MEIR FAERBER pro t teurer, weil die Schiffe nicht direkt anlegen können, so dass mit Frachtbooten (Leichtern) gearbeitet werden muss. Einer der Anlege-Quais in Aschdod ist speziell für lose Ware geplant. also für Pottasche u. dgl. Bereits in der Saison 1964/65 wird das Hafenpotential von den tatsächlichen Erfordernissen wahrscheinlich bereits überschritten werden, so dass auch die bestehenden Häfen noch erweitert werden müssen, und zwar Tel Aviv und Jaffa mit eher werden das Hafengewässer umschliessen, in das wie Finger einer Hand die Lade - Quais hineingebaut werden sollen. Dar grosse Wellenbrecher wird 2,2 km lang sein, der kleinere 900 Meter. In der ersten Phase wird Platz für 20—21 Schiffe vorbereitet. Die erste Hälfte der ersten Phase, nämlich der Bau der Wellenbrecher, ist mit 45 Millionen Dollar veranschlagt. Vor allem müssen die Wellenbrecher gebaut werden. Dazu sind Steine im Gesamtgewicht von 2,5 Mil- Wß" .¿ementrohre von 108 Fuss Durchm-sser werden gelegt. Diese Rohre gehören zu dem nationalen Bewässerungsnetz und werden Wasser aus dem Tiberiassee in die Wüste des Negew transportieren. soll die Kapazität des Aschdod-Hafens von einer Million Tonnen .auf 2Va Millionen t erhöht werden und nach seiner endgültigen Vollendung soll der Hafen auf 4 Millionen t Umschlags- Kapazität gebracht werden. Bei der vorgesehenen weiteren Entwicklung der Wirtschaft würden 1970 noch weitere elf Anlege-Quais mit den dazugehörigen Diensten und Lagerräumen in Israels Häfen fehlen, wenn Jaffa und Tel Aviv, Haifa und Elat nicht noch weiter entwickelt werden, als bisher geplant ist. Für 1970 rechnet man mit 61z Millionen Tonnen Ein- und Ausfuhr einschliesslich Elat. Da es nicht ausgeschlossen ist, dass die technische Entwicklung der Schiffahrt später völlig andere Hafenanlagen erfordern könnte, als jetzt bekannt sind, kann Hafenbau nicht über mehr als 15 Jahre hinaus geplant werden. Die Hafenbenörde wird sich auch aus eigener Initiative um weiteres Investition - Kaiptal kümmern und hat laut Gesetz das Recht, als selbständiger Wirtschaftskörper zu fungieren. Das verfügbare Entwicklungsbudget reicht für die Finanzierung des grossen Programs nicht aus, das für den Aussenhandel des Staates unerlässlich ist und verwirklicht werden muss. Die Vision, die an der Wiege des Hafens Aschdod stand, wird hinter den Tatsachen, die hier erreicht werden dürften, Zurückbleiben und verblassen, ebenso wie in Elat, dessen Entwicklung bei jedem Besuch aufs neue in Staunen setzt. Israel wird auf der ersten asiatischen Messe vertreten sein, die die Wirtschaftskommision der UN für Südostasien im Jahre 1963 in Singapore veranstalten will. Aufgrund des Besuches des Leiters der israelischen Messe-Gesellschaft Dr. Justice- Dayan, der mit dem Direktor der Kommission in Bangj kok verhandelte, konnte die i Beteiligung sicher gestellt I werden. Nach den vorliegenden I Plänen soll diese Messe im; Mai 1963 eröffnet werden, | und für die Durchführung werden die Wirtschaftskommission der UN und die Rei gierung von Singapore verantwortlich sein. Zur Messe werden sämtliche UN-Staaten eingeladen, wobei jedoch die Kommission davon ausgeht, dass die Länder sich beteiligen, die in irgendeiner Form asiatische Interessen haben. Die Messe soll ausgesprochen asiatischen Charakter tragen. Nach den ersten Beratungen von Justice-Dayan mit der Leitung der UN-Wirtschafts - Kommission ergab sich, dass die Verantwortlichen der Kommission die Erfahrungen der israelischen Messe - Gesellschaft weitgehend in Anspruch nehmen und ihren Rat gern beachten wollen. Die Messe wird auf einem grossen Freigelände bei Singapore stattfinden. Nach dem Vorschlag von Dr. Justice-Dayan wird die Messe-Leitung eine Reihe von Pavillons aufbauen, ausserdem wird sie es den interessierten Staaten überlassen, eventuell von sich aus nationale Pavillons zu errichten. In Israel werden in Kürze Vorbesprechungen über die Art der israelischen Beteiligung beginnen. Die Messe, die zu einem wichtigen Faktor im Warenaustausch der asiatischen Länder mit Israel werden kann, findet in den in Frage kommenden Kreisen in Israel grosses Interesse. Chaim Laskow (vormals Gei neralstabschef), von den lei- | tenden Beamten der Wirtschafts- und dsr technischen Abteilung u. a. über die j Fortschritte des Hafenbaus und über Kapazität und Beschäftigung der Häfen be- | richten. Bis 1965 wird die Umladebewegung in dan israelij sehen Häfen gegenüber oem jetzigen Zustand um 35 Prozent zunehmen und 4 Millio- I nen Tonnen erreichen. Allein 1960 belief sich die Zunahme der Tonnage auf 700.000 t. I Der Export der Zitrusfrüchte, etwa 48 Prozent der Gasamtausfuhr, soll aus al-! len Pflanzungen, die südlich des Jarkon liegen, über t Aschdod erfolgen. Das muss | die Planung des Hafenpotentials berücksichtigen, da der; Andrang in der Zitrussaison j im Hafen um 30 Prozent ‘ stärker ist als während der sonstigen Teile des Jahres. Die ''Verladung von Pottasche sol bis 1965 von 100 000 auf ungefähr 300.000 t verdreifacht werden, während gleichzeitig die Ausfuhr von Phosphaten von 120.000 auf 200.000 t fast verdoppelt werden soll. Der Bau der ersten sechs Quais von Aschdod wird etwa 30 Millionen IL verschlingen, aber beim Transport von Zitrusfrüchten und sonstiger Exportware aus dem Landessüden werden Frachtspesen einge- «mart. Für die Phosphate and die Pottasche bedeutet das eine Weg-Ersparnis von 120 km. In Tel Aviv-Jaffa ist die Verladung um 6—8 IL Investitionen von einer halben Million IL und der Kif schonhafen Haifas um 2—3 Quais, was 3 Millionen IL j kosten muss. Die Planungs-! kurve für den Ausbau der Häfen und die Kurve der Inj anspruchnahme der Häfen; durch Ausfuhr, Einfuhr und Passagier - Verkehr über- : schneiden sich auf dem gro-1 ssen Diagramm an der Wand des Büros bereits im Jahre 1963, d. h. dass in | zwei Jahren Israels Häfen 1 schon so überfordert sein ’ werden, dass sie den An- | drang der Waren nicht mehr werden bewältigen können. 1 Aschdod allein soll dann bej reits 350.000 t Zitrusfrüchte I und 650.000 t allgemeine Fracht, zusammen also eine Million Tonnen Fracht! umladen können. , Von der Anleihe, die die Weltbank zur Verfügung gestelf hat, sind bereits 3 Millionen Dollar ausgenützt. Für die Entwicklung des Elat-Hafen hat die Hafenbehörde der Regierung jetzt | einen Plan unterbreitet, der dort mit 150.000 t allgamei-! ner Fracht und 70.000 t loser Ware (Pottasche) rechnet. Dafür sollen insgesamt elf Millionen IL aufgewandt werden und vor kurzem gelangten Arbeiten im Werte von 7 Millionen IL zur Ausschreibung, die per sofort zu vergeben sind. Der in Ashdot zwischen dem Elektrizitätswerk und dem Flusslauf des Nachal Sukrir zu errichtende Hafen soll Anlegeplätze für 32 Schiffe bieten. Ein grosser und ein kleiner Wellenbrelionen Tonnen erforderlich, und zwar in sieben verschiedenen Grossen von 100—500 kg angefangen bis zu 6—12 Tonnen Gewicht pro Block. Da so grosse Steinblöcke im Lande nicht vorhanden sind, werden nach einem internationalen Patent sogenannte Tetrapod Blöcke, das sind vierfüssige Eisenbetonblök- | ke, hergestellt, die den Wel- ‘ lenbreeber stiitz.an werden. Kürzlich begann man. Steine mit der Bahn direkt aus dem Steinbruch ins Hafengelände und auf den provisorischen Wellenbrecher zu transportieren, wo sie mit einem Riesenkran zusammen mit dem oberen Teil des Waggons hochgehoben und an die vorgesehene Stelle ins Wasser hinauf gekippt werden. Bisher kamen die Steine mit Lastautos, was viel teurer war. Dank des billigeren Transports werden nun nicht nur aus dem Steinbruch Tira son- | dern auch aus dem fernei ren Benjamina Steine ge- | bracht. In unserer Anwesen- | heit wurden bereits Fels- ( blöcke von 4—9 t Gewicht | auf den Wellenbrecher gefahren und ins Meer versenkt.! Im Aschded-Hafen wird im allgemeinen für 11.7 m Tiefgang der Schiffe gesorgt, I was auch für grosse Damp- I fer bis zu 32.000 Tonnen genügt. Vorerst werden für I den Hafenbau 81 Millionen I IL gebraucht, wozu aus ei- 1 rer kleinen Anleihe der ' Weltbank 27,5 Millionen Dollar zur Verfügung stehen. I In der zweiten Bau-Phase Kredit der Weltbank London. — Nach Mitteilung der transjordanischen Regierung hat sich die Weltbank bereit erklärt, Transjordanien für landwirtschaftliche Projekte einen Kredit in Höhe von zehn Millionen Dollar zu gewähren. Die Ankündigung erfolgte, nachdem der Vizepräsident der Weltbank, Goodman,- von Transjordanien nach Pakistan weitergereist war. Die Bedingungen des Kredits waren während eines einwöchigen Besuchs Goodmans in Transjordanien ausgehandelt worden. HOTEL DAPHNE IHR HOTEL IN HAIFA - Israel VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM HAIFA. Hadar Hakarmel, Nordaustr. j HOTEL ARMONi l ISRAELS SCH0ENES TOURISTENHOTEL ♦ Die beste Küche | Angenehmer Aufenthalt t Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 237II :: (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) Dr. MAX FLFSCH Berater für Investitionen und Finanz* geschaefte in Israt \ — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV, Israel — 18, George Elliet Str. Industrial & Comercial Bank (ISRAEL - LATIN AMERICA) Ltd. T E L A V I V 65, Alienby Road NEUE BUEROS IN BUENOS AIRES Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-3463 (GALERIA DEL OBELISCO) IN COBA INVESTMENT & TRUST Cia. Av. CORRIENTES 1145 T. E. 35-3463 I-