Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1962-04-19 · 1956 (19.4.1962) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1956 (19.4.1962)
Date
1962-04-19
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
89% known words query
IRI
…/9616703-9612947-9613164--2047-9613169
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

4 entity mentions

^H-BEILAGE Die Offenbacher Haggada von Dr. E. MAYER, Jerusalem Literarische Notizen JlEMSCHER GESCHICHTE CÍ!'S & iordfrt*. & '• lln G»g«. « «Mt Abteilung der Jewish Agency für Torah* Erziehung in der Diaspora Halim ß tT 1 ier >fd,tig durch. *ir a«thäj der i*m ist. Es ist eine Einladung für den Vorbeigehenden, den Fremden und den Armen, am Seder teilzunehmen, der öffentlich bei offenen Türen und Fenstern gefeiert wurde und bei dem. trotz des guten Lebens in dieser Diaspora. voller Inbrunst die Worte ausgesprochen wur- Haggada für die israelische Armee nicht von dem traditionellen Text abweichen, aber sie doch den veränderten Bedingungen des jüdischen Lebens anpassen. Die Haggada beginnt daher mit einem Ausspruch, den man in einem alten Haggada-Manuskript fand und der der ttt «■Mi ipels uni $ ■ öden, ß des Bibelstujer MPil M ist - er*1 ■ines Verses, legung je** ,¡ - bem«- s die len»“' ¿stelle •»' ¡U diesem Ort dieses L»80 »■ei« •m'F’ ■ Andere^ i Abto \ > w-.í' für d« Bri**' ' ' nken. i* S5f: ri'S jfnisale®^ trinner« " «■«r I0ESÍ )ER Teitaltef "JV*"?»>z der „dem etien den: „Dies Jahr sind wir hier, nächstes Jahr in Erez Israel.“ Mit diesen hoffnungsvollen Worten kontrastiert scharf die Forderung nach göttlicher Rache „an den Völkern, die Dich nicht kennen“ — schefoch chamatcha —, die am Ende des Seders unter dem Druck der christlichen Verfolgungen des Mittelalters und der Schrecken der Blutlüge,und der Inquisition eingeschaltet wurde. Damals waren die Türen verschlossen und verriegelt, da der Seder im Schatten eines ständig drohenden. Progroms abgehalten wurde. Die Tür wurde nur für den Propheten Klijah geöffnet. Man glaubt, dass der Sinn dieser Sitte ■ war, sich zu vergewissern, dass kein Spitzel der Inquisition sich hinter der Tür verbarg, oder den christlichen Verfolgern zu beweisen dass kein Christenblut ge-' braucht wurde. Nach der Errichtung des jüdischen Staates wollte man bei der Abfassung der Tenacb für Eskimos Das Buch der ..Sprüche” aus dem Tenach ist den Eskimos durch eine Uebersetzung in den , Babbin-Land- Dialekt", eine Sprache der Eskimos, zugänglich gemacht worden. ■ . ,., heutigen Zeit besser entspricht. „Gestern waren wir Sklaven, heute sind wir freie Menschen“. Auch setzt man jetzt in Israel die Worte Nächstes Jahr in dem wiedererbauten Jerusalem“ an Stelle von nur „in Jerusalem“. ..Offenbacher Haggada”. hei ausgegeben von Siegfried Guggenheim, 134 Seiten mit handkolorierten Zeichnungen von Fritz Kreidel-Har rassowitz Verlag, Wiesbaden. * Ein gnädiges Schicksal hat es gefügt, das Dr. Siegfried Guggenheim, der im vergangenen Jahr 87jährig in Flushing, N. Y„ verstarb, das Erscheinen der neuen Auflage seiner Haggada, an der er die letzten Jahre gearbeitet hatte, gerade noch erleben durfte. In mancher Hinsicht ist dieses Werk nicht nur das Spiegelbild einer ungewöhnlich interessanten und liebenswerten Persönlichkeit, sondern auch ein Dokument des liberalen deutschen Judentums. Dr. Siegried Guggenheim entstammte einer alteingesessenen Familie in Worms am Rhein und liess sich nach Abschluss seiner Studien in Offenbach nieder. In seiner umfangreichen Notariatspraxis war er assoziert mit dem Zentrumsabgeordneten und späteren hessischen Justizminister Otto von Brentano, dem Vater des früheren deutschen Aussenministers Heinrich von Brentano. Er ging nicht nur in seinem Beruf auf, sondern widmete einen grossen Teil seiner Zeit und seines Wohlstandes den Angelegenheiten der jüdischen Gemeinde und der Förderung der Künste. Enge Freund. , Schaft verband ihn sowohl mit Rabbiner Max Diene- . mann, dem das Buch gewidmet ist, wie auch mit Professor Rudolf Koch, dem vor allem als Graphiker hervorragenden Leiter der Offenbacher Kunstgewerbeschule. Aus dieser Gemeinschaft von Interessen wuchs eine grosse Anzahl von Kultgegenständen und hebräischdeutschen Beschriftungen, die heute Bestandteil des Offenbacher Museums sind. An seinem 75. Geburtstag wurde er zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt ernannt. Auch literarisch hat sich Guggenheim betätigt, u. a. mit Beiträgen zur Geschichte seiner Gemeinde, einer Biographie des Fürstlich- Isenburgischen Hoffaktors Wolf Breiden’, ach aus Offenbach, dem die Aufhebung des den Juden auferlegten Leibzolls zu danken war, und vor allem mit' seiner „Haggada”. Das Werk ist eine vielfach verbesserte, wenn auch in der äusseren Form etwas vereinfachte Neuauflage der ersten, im Jahre 1927 veröffentlichten Haggada, die als ein bibliophiles Meisterwerk viel bewundert wurde. In dieser Hinsicht ist auch die neue Ausgabe mit ihrem musterhaften Druck und den ACABA DE APARECER: EL LIBRO DEL BAR M1TZVA Por el Dr. Azriel Eisenbercj La antología más moderna y completa de lo que debe saber el joven judío. PROFUSAMENTE ILUSTRADO Rústica $ 270.— Encuadernado $ 320.— En las buenas Librerías GIRENOS EL IMPORTE Y DESPACHAREMOS EL LIBRO POR CORREO CERTIFICADO PASTEUR 341 BUENOS EDITORIAL CANDELABRO T. E. 47 0159 RES reizvollen Illustrationen von Fritz Kreidels rühmenswert. Getreu seiner Absicht, mit der Herausgabe seinen tiefen Glauben an eine deutsch jüdische Symbiose Ausdruck zu geben, hat sich Guggenheim nicht eng an den überlieferten Text gehalten. In dieser Hinsicht würde ein Vergleich der ersten Auflage mit der fast zur gleicher Zeit von dem mainzer Rabiner Markus Lehmann herausgegebenen, ganz in der orthodoxen Tradition wurzelnden Haggada zu kulturhistorisch interessanten Ergebnissen führen. In der neuen Auflage ist manches früher Weggelassene wieder eingefügt, im ganzen aber ist der charakteristische Grundzug bewahrt. Ein grosser Teil des hebräischen Textes, mit deutscher Uebersetzung, ist beibehalten, die süddeutschen Sangweisen sind in klarem Notendruck wiedergegeben. und das Ganze erhält, durch die Einschaltua. gen des Herausgebers eine persönliche Note. Da finden wir Zitate aus Talmud, Midrasch und ehassidischen Erzählungen, aber auch Gedichte und Prosastücke von Goethe, Herder und Heine bis zu Gorki und Wassermann, einen bemerkenswerten Brief von Leo Baeck und als Stimme des Exils zwei Pessach Gedichte von Karl Wolfskehl. Auch Spuren des unversieglichen Humors, den „Guggy” (so nannten ihn seine vielen Freunde) sein Leben lang bewahrte, kann man gelegentlich entdecken, z. B. wenn er erwähnt, dass es in einer im Germanischen Museum in Nürnberg aufbewahrten Handschrift von 1942 heisst: „Nächstes Jahr in . Jerusalem oder in Brünn”. Ebenso ist dem trinkfesten rheinischen Verfasser nicht entgangen, dass anscheinend einige der Weisen von Bne Brak einem guten Trunk nicht abhold waren. (Hierzu kann der Schreiber dieser Zeilen hinzufügen, dass „Guggys” eigener Grossvater Daniel Guggenheim noch in seinem lOOsten Lebensjahr seinen täglichen Schoppen zu trinken pflegte). So gibt das ganze Werk ein überaus lebendiges und anziehendes Bild» von der Art, wie Dr. Guggenheim den Seder in seinem eigenen Heim zu gestalten pflegte. Darüber hinaus aber hat es bleibenden Wert als ergreifendes Zeugnis eines Lebens, in dem Treue zum jüdischen Erbgut und Verbundenheit mit deutscher Kultur sich untrennbar vereinten. Eine schöne Gabe für alle, die dem gleichen Kreis entstammen und die Erinnerung an ihn wachhalten wollen. Hadossa-Klinik Die Hadassa wird aus ihrem medizinischen Zentrum in Israel Gruppen von Aerzten nach afrikanischen Staaten entsenden. Insbesondere sollen in Tangajika ein Augenspital eröffnet vnd in Aethiopien Programme»zur Erforschung und Bekämpfung von Augenkrankheiten, besonders Trachom, durchgeführt werden. Darüber hinaus haben 17 Studenten aus dem afro - asiatischen Raum ihre Studien in Israel an der Hadassa Klinik aufgenommen. Erfolgreiches Auftreten In London hatte der Opernsänger und Chasan Sehmuel Terry, der jemenitischer Herkunft ist, mit Darbietungen jiddischer t olksgesänge in Konzerten und im Fernsehen guten Erfolg. Der Sänger wurde in Israel geboren und in Italien ausgebildet Haiiaer Technion Am Technion in Haifa studieren an der Abteilung für Externe 900 künftige Techniker aus Tel Aviv, Jerusalem. Beer Schewa und Haifa. Viele Abendkurse auf den verschiedensten Gebieten der Technik und des Masehinenzeichnens werden abgehslten. 91 Techniker haben kürzlich ihre Diplome erhalten. Hebraeisch ohne Lehrer por AHARON ROSEN 491 (er) lässt sich die Haare schneiden 496 Baum, Holz 492 Wäscherei 497 schmutzig 493 (er) plättet 498 sauber 494 Schrank 499 fertig 495 Möbelstück 500 Tischler «4 96 npnop.4 91 Tj^a .4 97 noaaa.4 92 # t t : » T? «4 98 fnia .493 fDI» .4*99 pIX .4 94 na .500 Ttrm .495 ’ T -3X1 »o^a nix a T * ■ nixa uapx "nip7 nx- .¡iDMte nrrfc masa nniip1? r s t * ........ j na>x Di*m trv^O] fpa nx noasn-nnaa - Ppa niEnn o^a nfcn? ^snaa nppn .trp^pn „ .n*naya . : * i icrp^a naPn na - /IPV nsoa nxmp nx- )*^a f ya o-p-rn* man - jvnav nrpnaanaria ^xi ,jaia maya onanaa anís nx - M 5 * T : * ]inx ,xpp .npapa niahpn nx aniai .*pnx n3an ¡n mnaan nx nsnr nx- Y i v ■“ ■" - ■; TI? r* .n^x nr 1 V» * ■.a^b-rn?nnavp - •pax '.a-p-rn n^n *?x- .mnyp - •Tix nnx isnon1? tf;?ax ,t?xnir,7 von ntrxa -?nbn< ,p - o’pna nasnn nanna ~ v v - t —: - : ins ,mn- .imava : : rppnpn ,nsnpn" ....ninr>i$. nnypaa- .-rTp rnspaa pn ,.. .mava * * s ■a« .npnpx nna - ninna niap1? ynx- .noapan mp npp .maya nntf opa* »ns ,nan - nixa-tfana m ^ai .. v' : v T f .nrnap o^a "nisn iizpv nant* nx siinw s D'fit nllcn enr>? foi

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.