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Jüdische Wochenschau · 1962-04-19 · 1956 (19.4.1962) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1956 (19.4.1962)
Date
1962-04-19
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Jueves, 1» de Abril de 1962 LA SEMANA ISRAELITA Afio XXIII. No. 1956 —5 Eine alte Diskussion Ueber das Thema Wiederaufbau jüdischer Gemeinden in Deutschland hat Harry Maor eine Dissertation vorgelegt, die nun auch einer grösseren Oeffentlichkeit zugänglich gemacht wurde- Es handelt sich um eine gründliche soziologische Studie, die versucht, aus statistischem Material eine Gesetzmässigkeit der Regeneration abzuleiten. Die Frage: „Wer ist ein Jude?’ hat nicht nur die Gemüter in Israel bewegt, sondern bei der Aufnahme in die Gemeinden eine eminent praktische Rolle gespielt. Niemand bestreitet, dass die etwa 15.000 Juden, die den Krieg in Deutschland überlebt haben, dies ihren ,,nichtarischen” Ehepartnern zu verdanken haben, die treu zu ihnen gehalten hatten. Sollte für diese kein Platz in der neuert Gemeinde sein? Und wie soll man sich zu den Halbjuden verhaltej^r die sich damals der “Jüdischen Gemeinschaft anschliessen wollten? Oder zu Menschen, die,, wie es damals hiess, „vorübergehend getauft” waren? Auf Grund jahrelanger intensiver Arbeit kommt Dr Maor zu dem im einzelnen begründeten Ergebnis, dass es am 1. Januar 1959 knapp 22.000 Gemeindemitglieder gab, von denen 3.000—5.000 zu der oben erwähnten „Restgruppe” gehörten, etwa 6.000 ehemalige DP’s wa ren, während der Rest aus Rückwanderern bestand, von denen ein nicht unerheblicher Teil ursprünglich nicht deutsche Juden waren. Die DP’s zählten 1947 etwa 200.000 und die Politik ihrer Repräsentanten war, den Aufenthalt in Deutschland als vorübergehend zu betrachten. Diese Gruppe hätte einen starken Männer-j Überschuss, eine interessart ' te Parallele zu Einwanderergruppen, und das mag teilweise erklären, warum ein so hoher Prozentsatz von Mischehen auch unter den DP’s zu verzeichnen ist. Hier haben wir auch neben wirtschaftlichen Faktoren eine Erklärung dafür zu suchen, warum immerhin 6.000 gegen ihre ursprünglichen Absichten in der Deutschen Bundesrepublik geblieben sind. Uebrigens haben etwa 70 Prozent von ihnen die deutsche! Staatsbürgerschaft erhalten. Erwähnt sei noch, dass es J unter ihnen keine Intellij genzschicht gibt. Von den 600.000 Juden, die I 1933 in Deutschland lebten,! konnten 270.000 durch Auswanderung ihr Leben ret-! ten. Von ihnen sind höch-; stens 4 Prozent zurückgekehrt. Dieser Prozentsatz der Rückwanderung ist erstaunlich niedrig. Der Verfasser kommt zu dem Ergebnis. dass nicht mehr als 5.000 Juden aus Israel nach Deutschland zurückgegangen sind. Die Dialektik der Geschichte hat es mit sich gebracht, dass die Rückwanderer, die von 1952 bis 1959 nach Deutschland strömten, seitdem aber zahlenmässig ganz unbedeutend geworden sind, ein belebendes Element für die Gemeinden bilden, speziell diejenigen, die aus Israel gekommen sind. Die Tabellen des Altersaufbaus zeigen mit aller Klarheit, dass es keine Zukunft des Judentums in Deutschland ohne Zuwanderung geben kann. Mischehen sind zahlreich, Kinder aus ihnen gehen dem Judentum grösstenteils verloren. Grosse Synagogenbauten mit Hilfe öffentlicher Gelder können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gottesdienste sehr schwach besucht Sind und von einem religiösen Erwachen keine von Kai-Feng-Fu von HANNAH PETOR V-* DAS SCHOENSTE GESCHENK ZU PESSACH DIE NEUE LONG PLÄYPLATTE “SEDER SCHEL PESSACH» gesungen mit Chorbegleitung von Moische Oysher LAVALLE 2760 T. E. 87 8474 JUAN JULIUSBURG MALERARBEITEN 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 « «,.á*TSív-a:;:-i*íií*s**?si**iísiiríSB*3MíS-s*»fs*Msisaí***isi'2 VERBRINGEN SIE IM MODERNSTEN HOTEL M. FLAMM CHASCOMUS — Cordoba 38 — T. E. 2910 1 QUADER VOM SRAND Alle Zimmer mit Privatbad — Alle Bequemlichkeiten j Telefonische Auskünfte in Bs. Aires: 76-2312 u 70-5805 Í Rechtzeitige Anmeldung erbeten bis 11. April Verbringen Sie die Pessachfeiertage im HOTEL LAGO RIO CEBALL0S — CORDOBA Casilia Correo 34 Bekannt durch seine Küche und aufmerksame Bedienung — Anmeldung erbeten Im telaviver Landesmuseum wurde kürzlich eine Ausstellung von Dokumenten. rituellen Gegenständen und Schmucksachen der antiken jüdischen Gemeinde von Kai-Feng-Fu im chinesischen Distrikt Honan eröffnet. Die Schätze stammen aus der Sammlung des deutsch - jüdischen Aerztes und Kunstsammlers Dr. Joseph Preuss, der bei Antritt des Hitlerregimes nach | Shanghai flüchtete und sich ( dort für die Geschichte je- ■ ner Gemeinde zu interessiej ren begann. Er verfasste j über seine Forschungen ei- | ne Abhandlung, die vor ihrer Publikation steht. Seine wertvolle Sammlung hinterliess er dem Landesmuseum. Es enthüllt sich uns hier die erste erstaunliche Geschichte einer Gemeinde von Juden, die vermutlich Rede sein kann. Insgesamt amtieren sieben Rabbiner in der Bundesrepublik. Jüdische Vereine erfassen näch den Erhebungen von Dr. Maor kaum fünfhundert Menschen. Wirtschaftlich sind die Juden ausschlieslich im Handel und in freien Berufen tätig, abgesehen von den Gemeindebeamten. ,,Als wirtschaftende Gruppe sind sie nicht im Fundament des deutschen Wirtschaftslebens verankert, sondern bewegen sich an dessen Rand, gleichgültig. wie sehr sie auch an seiner Blüte teilnehm%n mögen”, wird festgestellt. AUS ISRAEL WOHNSIEDLUNGEN FUER EINWANDERER -Die Gesellschaft ..Amidar“ begann vor kurzem in den Einwanderervierteln von Ober-Tiberias Renovierungs- Arbeiten vorzunehmen. Diese beinhalten den Bag von 150 zusätzlichen Zimmern für Familien mit vielen Kindern, die Errichtung von Geländern in Stiegenhäusern und von Strassenrändern, Baumpflanzungen, Strassenreparaturen. usw. .Amidar“ teilte mit, dass in Bälde der Bau von weiteren 300 Wohnungen für Neueinwanderer in verschiedenen Teilen des Landes in Angriff genommen wird. KLUB FUER NEUEINWANDERER Bei einer allgemeinen Mitgliederversammlung der Organisation der bei „Solei Bone“ festangestellten Arbeiter wurde der Beschluss gefasst, das Urlaubsgeld für einen Tag zugunsten der Errichtung eines Klubheims für Neueinwanderer zu spenden. Dieses soll in einem der Einwanderer-Wohnviertel von Jerusalem errichtet werden. Die Baumaterialien werden von der Jewish Agency geliefert und vom Keren Ilajessod bezahlt wer- KARTOFFEL- UEBERSCHUESSE Im Monat Februar wurde der erste Versuch gemacht, Kartoffelüberschüsse nach England zu exportieren. Die erste Sendung enthielt 10 Tonnen der Sorte „Golden Deilcious", die auf dem : englischen Madkt sehr ge- I fragt ist. Falls der Versuch gelingt, wird man die Ausmasse der Sendungen erweitern. In diesem Jahr werden im Lande 25.000 Tonnen Kartoffeln verglichen mit 19.000 Tonnen im Vorjahr veri marktet werden. bereits im sechsten Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung nach China gelangten, wahrscheinlich auf der grossen Handelsstrasse, die von Kleinasien über Persien in den Fernen Osten führte. Sie lebten viele Jahrhunderte hindurch in Kai-Feng-Fu in Glaubensfreiheit; in ihrer Lebenshaltung waren sie weitgehend an ihre Umwelt assimiliert. Sie trugen chinesische Kleidung und sprachen chinesisch; ihre Synagogenbauten waren im Stil der Pagoden gehalten, doch wurden die Andachten in hebräischer Sprache abgehalten. Im 17. Jahrhundert berichteten amerikanische und kanadische Missionare an den Vatikan über die Existenz dieser in vollkommener Isolation lebenden jüdischen Gemeinde. Ende des 19. Jahrhunderts begannen! von jüdischer Seite aus die Forschungen nach dem Ver- ' bleib dieser Volksgruppe; es ergab sich, dass sie im Lauf der Jahrhunderte gänzlich in ihre freundliche Um- ‘ weit aufgegangen war. Auch : die vor ewa drei Jahren von | Israel aus angestellten Nachfragen entdeckten keine! Spur mehr. Die Ausstellung umfasst j einige aus Gräbern stam- ' mende Tonfiguren, wo die abgebildeten Gestalten aus-! gesprochen semitische Züge [ tragen. Besonders wertvoll i ist eine Sammlung antiker! Gegenstände aus Jade in vie- , len Nuancen, die Schmucksachen der Damen, rituelle j Objekte und solche des täg- 1 liehen Gebrauchs mit schönen, gravierten Abbildungen! von Blumen, Tigern usw. , umfassen. Da ist ein Gebetj buch in persischen wie hej bräischen Schriftzeichen, Ge- : betbücher für den neunten | I Aw, ein genealogischer Ko- ' dex, der sich über acht Ge- ■ nerationen — vom 15. bis j 17. Jahrhundert — erstreckt,! Gebetbücher für Männer und solche für Frauen und anderes literarisches Mate-1 rial, das uns von. den rituellen Gebräuchen und der Gebetsordnung jener Gemeinde, die in vielen Fällen von der heute gebräuchlichen abweicht, berichtet. Einzelne der Bücher, die mit Tinte aufgezcichnet wurden, tragen Spuren von Wasserschäden. was auf wiederholte im grösster Bezirk Honan vorgekommene Ueberschwemmungen zuriiekzuführen ist, und wodurch — nach den Berichten der kanadischen Missionare — die Stadt und Synagoge einige Male zerstört wurde. Die Ausstellung ist ver vollständigt durch Photographien der wertvollen Steintafeln, von denen uns auch die Missionare bereits sprachen; es handelt sich um nach chinesischer Sitte gebräuchliche Eingravierungen in chinesischer und hebräischer Schrift über das Leben und die Vorkommnisse in der Gemeinde. Angebliche Spionage Kairo. — Zwei neue Spionage-Ringe, die an geblich für Israel arbeiteten, sind nach Nachrichten der ägyptischen Stellen in der Gaza-Zone aufgedeckt worden. Die Mitglieder dieser Spionagegruppen sollen heimlich die Demarkationslinie überschritten haben, um sich mit Mitgliedern des israelischen Geheimdienstes zu beraten. TERRENOS INMUEBLES/ Diese überaus wertvolle Sammlung wurde in mehr jähriger Arbeit durch das Landesmuseum unter Mithilfe des holländischen Experten für fernöstliche Kunst, Dr. Molder, und des Hebrew Union College, Cincinnati, gesichtet. Sie wurde im Beisein des israelischen Staatspräsidenten Jizchak Ben Zwi eröffnet, der selbst ein eminenter Forscher der Geschichte und des Lebens jüdischer Gemeinden in der Diaspora ist. Die in Israel, und besonders durch das Ben Zwi-Institut angestrengten Forschungen nach der Geschichte jüdischer Ge-! meinden erhielt neues Maj terial durch die Theorie des i Präsidenten Tsiranana von I Madagaskar, wonach Israel | und Madagaskar einst in en- ' gen Beziehungen gestanden t haben müssen. Er nannte als Beispiel die in seinem Lani de gemachten Funde von hebräischen Inschriften und Brunnen für rituelle Waj schungen der Toten, wie sie! im antiken Israel gebrauchj lieh waren. Er erwähnte auch, dass drei Berge in Madagaskar den Namen j „Isak” tragen. Máximo rendí la rápida y riz Máxima se¡ posesión cii COj lediata por valoor lar y fá-J 15 TEL AV¡|p ISRAEL Asesor legal: - Dr. Benjamín Rinsky Repres. en Latinoamérica: MAX MAZAR BARNETT Moreno 1270, 2« piso Tel. 38-0471,7390 Buenos Aires (R. A.) NO SOLO DESDE LA PLATEAU!! Los tugares que desde la pantalla le emocionan, le maravillan, te "transportan'', VEA¬ LOS, CONOZCALOSé^VIVALOS...^USTED MISMO. 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