Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1956 (19.4.1962)
- Date
- 1962-04-19
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Jueves, 19 de Abril de 1962 JÜDISCHE WOCHENSCHAU AB# AA111, iNO. Die Lüge in der Welt (Schluss von Seite 1) Beziehungen zur internationalen Welt von Lüge und Unaufrichtigkeit beherrscht? Wir stehen vor einer ernsten Frage, die beinahe eine Selbstprüfung bedeutet. Sicher ist, dass Grossbritannien das Banner der Freiheit trug, als die übrige Welt von Schmach und Verzweifj uncj denen~sie lung niedergebeugt war, während die braunen und | feldgrauen Armeen Hitlers vordrangen. Sicher ist, dass die Amerikaner den Krieg gegen das Dritte Reich unter furchtbaren Opfern gewannen und der freiheitliebenden Menschheit die Zuversicht auf ein besseres Leben verliehen. Sicher ist, dass Frankreich, la grande nation, in keinem Augenblick zweifelte, dass die Ideale der grossen Revolution endlich doch triumphieren würden. Aber haben diese Völker und ihre Bundesgenossen nicht trotz aller dieser grandiosen Leistungen versagt, als der Sieg errungen war? Haben sie die Kraft entfaltet, den Frieden zu gewinnen, nachdem sie im Krieg den Gegner niedergerungen hatte? Es wäre sicherlich kurzsichtig und wenig gerecht, die grossen Schwierigkeiten zu übersehen, die von den Grossmächten der westlichen Hemisphäre zu überwinden sind. Wir kennen genau die Problematik. Wir wissen, dass es eine beinahe nicht zu lösende Aufgabe ist, mit d-- russischen Politik einen modus vivendi zu finden, da auf der anderen, Dr. FREY ABOGADO der gegnerischen Seite weder ein Wort wirklich ein Wort ist, noch Voraussetzungen zu Verhandlungen gegeben sind, die einen Erfolg versprechen. Aber wir haben auch die Urteilskraft, um trotz aller schweren Bedingungen die Fehler zu sehen, die von den westlichen Alliierten gemacht wurden, heute unterliegen. Wir müssen mit tiefem Bedauern feststellen, wie durch eine von Irrtümern und Schwächen, durch leidige Interessen belasteten Politik die Erfolg? der Feinde der Freiheit begünstigt werden. Vor allem fehlt es der westlichen Politik an der wesentlichen Voraussetzung, um in einer solchen Zeit, die von einem gigantischen Ringen um die Freiheit der Menschheit bestimmt wird, die Grundlagen für eine friedliche Welt durchzusetzen: an der Klarheit des Handelns und der Einheitlichkeit des Zieles mit den für seine Realisierung erforderlichen Taten. Dass unser Volk mit seiner Forderung nach Befreiung und der hierfür unbedingt notwendigen Errichtung eines eigenen, nationalen, souveränen Staates nur die Sache des Rechtes und der Gerechtigkeit vertritt, haben alle — Qst wie West — anerkannt. Sonst wäre es niemals zu jenem historischen Beschluss der Vereinten Nationen gekommen, durch den schliesslich der Staat Israel geschaffen worden ist. Aber von diesem Augenblick bis heute hat die westliche Welt versagt. Als die arabischen Länder in einem evidenten Bruch der soeben von den UN gefassten Resolution über die Teilung Palästinas zum Zwekke der Errichtung eines jüdischen und eines arabi- PUEYRREDON 1* izq. 2190 nachm. 16—19 Uhr REAL PEN Füllhalter REPARATUREN Spezialgeschäft CORRIENTES 569 T. E. 49-5850 Jaime Liebling* S. A. SPERRHOELZER HOELZEB} DIAZ VELEZ 5224 : Tel.: 89-9349. 33-9305; JUDITH Í SCHENKOLEWSKI J KULTUSSTICKEREIEN ¡f Schahbosdecken - Tallis- J» beutel Käppchen - Mazzot-Taschen - Hand- und Masihinenstickervi von Bett und Tischwäsche Dr. P. I. RIVERA 2585 (fr. Bebedero) T. E. 73-9155 t OPTICA PROPIEDADES - FRANKENBERG; berät Sie kostenlos und \ unverbindlich beim Kauf, oder Verkauf von ' 1 GESCHAEFTEN WOHNUNGEN 1 HAEÜSERN Manuela Pedraza 2530 ¡ pl b. Dp. B £ T. E 70-7244 sehen Staates auf diesem Territorium den proklamierten jüdischen Staat überfielen, griffen sie nicht ein, sondern warteten. Erst nach schwerem Blutvergiessen intervenierten sie, und dies gerade in dem Augenblick, als die Juden jeden Widerstand gebrochen hatten und nun auf die arabischen Angreiferstaaten losmarschierten. Nach den damals geschlossenen Waffenstillständen folgten Jahre ununterbrochener arabischer Drohungen und Ueberfälle. Eine neu« Art von Infiltrationstrupps wurden geschaffen, aber die UN schwiegen wieder, ohne irgendetwas zu veranlassen und ohne dafür zu sorgen, dass ihre Waffenstillstände von den Arabern beobachtet und eingehalten werden würden. Erst als sich Israel zur Wehr setzte, um an der syrischen Grenze Ordnung zu schaffen, wurde der Sicherheitsrat zusammengerufen und verurteilte Israel, ganz nach dem primitiven Rezept: nicht der Mörder, der Ermordete ist schuldig. Dann kam die Zeit, als Russland mit Erfolg einen Einbruch in die absolut fiktive westliche Welt im Mittleren Osten wagte und riesige Waffenmengen nach Aegypten transportierte, deren eindeutiger Zweck die von Nasser seit Jahren gepredigte und offen angedrohte Revanche gewesen ist. Um nicht erdrückt zu werden, setzte sich das israelische Verteidigungsheer in Bewegung, um die ägyptischen Befestigungen und Waffenlager der Sinai-Halbinsel zu beseitigen und nicht erst abzuwarten, bis Nasser zu seinem blutrünstigen „Heiligen” Krieg ausrief. Frankreich und leider auch Grossbritannien stellten sich auf Israels Saite, vor allem England, um „us den glän. zenden Erfolgen der Israel- Armee seine eigenen Vorteils im Streit um den Suezkanal zu ziehen. Wieder brachten die UN Israel um viele Früchte dieses Kampfes, wenn auch Jahre hindurch dank des israelischen Sieges, und keinesfalls dank der UN-Intervention. Ruhe an den Grenzen Israels herrschen sollte, wenigstens eine relative Ruhe, die den schnellen Aufbau des Landes und die Festigung seiner Wirtschaft ermöglicht hat. Im März dieses Jahres schossen syrische Batterien auf israelische Fischer- und Patrouillenboote auf dem Tiberias-See, der ia seiner Gesamtheit israelisches Hoheitsgebiet ist. Als sich diese Zwischenfälle wiederholten — die UN selbst gaben solche Schiessereien an drei Märztagen zu —, schlug Israel zurück. Die Syrer riefen wiederum den Sicherheitsrat an. Erneut war es der Angreifer, der Klage erhob, und nicht der Angegriffene. Wiederum rollte ein beschämendes Schauspiel vor den Augen der Oeffentlichkeit ab. Wiederum erklärte der Sicherheitsrat, Israel sei schuldig .. j Die Frage ist müssig, was | Israel hätte tun sollen, um : sich der syrischen Angriffe j zu erwehren. Sollte es abwarten, bis weitere Todes- | opfer zu beklagen sind? I Sollte es garnichts tun? War- | um haben die UN nicht eini gegriffen, bevor Israel zur! Notwehr schreiten musste? i — Diese und viele andere Fragen drängen sich auf. Sie sind nicht beantwortet worden und sie werden auch keine Antwort finden. Niemand anderer als die USA brachten den Vorschlag ein, dass Israel verurteilt werden müsse. Wissen denn die amerikanischen Staatsmänner nicht, was vorging? Sind sie schlecht informiert, dass sie zu einer einseitigen Stellungnahme gelangten? Es mag möglich sein, dass die Russen eine noch schärfere Resolution präsentiert haben würden. Aber dies kann niemals eine Er klärung für die amerikanische Haltung sein. Man wird an die Zeiten der Eisenhower und Dulles erinnert, die alles taten, natürlich auf Kosten Israels, um die nimmersatten Gelüste und Rachegefühle der Araber zu befriedigen. Hier wurde nicht über Israel zu Gericht gesessen, sondern „hohe Politik” gemacht, die keine Rücksicht auf die Tatsachen, auf Wahrheit oder Recht nimmt, sondern sich DIPL. OPTIKER? Sarmiento 829; j T. 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Die Engländer assistierten, weil sie heute mit anderen Fragen beschäf. tigt sind und sich nicht leisten können, gegen den übermächtigen Bruder aufzutreten. Wenn sie es tun. dann müssen schon ureigene englische Interessen auf dem Spiel stehen. Die anderen westlichen Länder, die Sicherheitsrat sitzen, sind viel zu schwach, um eigene Wege zu gehen. Für sie steht die amerikanische Hilfe auf dem Spiel, die sie wegen eines dummen Zwischenfalls an der fernen syrisch - israelischen Grenze bestimmt nicht gefährden werden. Selbst Frankreich, das als einziges Land nicht für den amerikanischen Vorschlag stimmte, enthielt sich nur seines Votums, ohne von seinem Veto Gebrauch zu machen, durch das diese ganze Komödie verhindert worden wäre. Die pariser Regierung muss auf die arabischen Freunde und Feinde Rücksicht nehmen, nachdem es eben erst gelungen ist, in Algier zu einer Regelung zu gelangen. Unter diesen Umständen ist die französische Haltung sogar mutig und ermunternd in diesem Wirrwarr der vielen, sieh überschneidenden Interessen, die einfach einen PRAKTISCHER ARZT Dr. J. P. Kroll Bieber 3 DE FEBRERO 2030 Mo.. Mitt Freit. 15—20 Uhr. — T. E. 76 0266 PRIVAT 52-7734 Dr. B.Sdiwaru ZAHNARZT ESTOMBA 2283 52 8214 RAYOS X PARADENTOSE TELEF. VORANMELDUNG GEMÜTS NERVEN KRANKHEITEN prov. RIVADAVIA 2625 1H Tel. 48-7524 Mont., Mittwoch, Freitag 17—20 Uhr. Tel. düng erbeten. Anmel- J H. ROSE HZ WEIF TAILOR HENRY TUCUMAN 563 piso 1 - T.E. 32-0913; Groessto Auswahl in imp. n. hiesigen Stoffon I BERNARDO STERN Ausfnehrung saemtlicher MALERARBEITEN HELGUERA 1915 T. E. 58-4052 LA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — spaiece .Os Martes y Viernes. Editado por j. Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. Hardi Swaisensky Pueyrredón 2190, l» izq. T. E. 83-26i3 80-6930 Abono-Preise: Argentinien: * 100.— pro Quartal Ausland Í 600 — jährl gerechten Spruch der UN verhinderten. Mit Recht erklärte Ben Gurion, dass diese Methode, wie sie jetzt vom Sicherheitsrat praktiziert worden ist, die Positionen aller kleinen Länder gefährdet, weil sie schutzlos den Kräften des Kalten Krieges ausgeliefert sind. Man kann bei ruhiger Ueberprüfung der Sachlage nicht sagen, dass dieser Urteilsspruch gerecht wäre. Hätten die UN konstatiert, dass nach den Feststellungen des UN-Sehlichters, General von Horn, die ersten Angriffshandlungen von Syrien ausgegangen sind, dass Israel jedoch nicht das Recht gehabt hätte, sich sofort mit Waffengewalt zur Wehr zu setzen, sondern erst andere, friedliche Wege zur Beilegung dieses Zwischenfalls hätte suchen müssen, dann wäre eine Kritik möglich gewesen. Man hätte darüber streiten dürfen, ob die getroffene Enfscheidung richtig ist. Aber die Tatsache des syrischen Angriffs zu verschweigen und Israel als Angreifer hinzustellen, das.bedeutet eine Verlogenheit, die bereits eine Gefahr für alle Völker darstellt. Vor dieser Gefahr muss gewarnt werden. Denn die Lüge wird niemals triumphieren, auch wenn noch so mächtige Staaten sie als politische Mittel benutzen. SfllBliSIIiIilliSSlllSISC13fflï(ISElSEZISIIiClESSS3HE»SSéi« Dr. BERNARDO GOLDSTEIN § MEDICO § m Cardiología — Hospital Fernández : M MI Radio X — Durchleuchtung — ElectrocardiogTamme 3 m CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-6817 | Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr 5 Sonnabend: 14—16 Uhr ■ _ m ^IB*BBI*a*I*Sl*l*lIiIi*S*H*Sit*i****iIäIiieBiIliStlaiSfi*iIii1 ’SISlISII5ÎSSai3îlïfSESïSâ«*Hi*aïSS*fHlSIillHBS3Hi«SHili*J| I VARICES-ULCERAS | ¡ DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS ¡ Dr. SAUL UMANSKY! Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 a 536SH2IIIISIll£N3ISE2HK!K»lll!KI3!»!ISHS28BH2K23BHSia|í SDr. BENJAMIN LIPNIZKYS ¡ ZAHNARZT § S ROENTGENSTRAHLER - ZAHNZIEHER — BE- S HANDLUNG Mn GASBETAEUBONG — JUEGOg a LIER UNO DER ZAHNSTELLUNG S 5 Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend £ jjj nach vorheriger Vereinbarung. g g JOSE HERNANDEZ 2518 t. E m-aen und n-mm jj SiiEasBuaBHHCBiHHsssssssitMïKSiBaaaiiiiBCHMstassssassg1 Dr. L KLEIN Médico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen-U ntersnehungen SPRECHSTUNDEN: Montag. Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—li Uni : Es wird geboten, sich vorher telefonisch anauaeldec. , SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542 i '■ 3 i