Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1955 (13.4.1962)
- Date
- 1962-04-13
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viernes, 13 de Abril de 19®S LA SEÄ1ANA ISRAELITA A&» XXIII. — X«. 1955 — 5 Ereignisse der Woche Gedenkfeiern fürs Ghetto Am 27. Nissan (12. Mai), sind es nunmehr 19 Jahre her, dass das Warschauer Ghetto heroischen Widerstand gegen die nazistische Uebermacht leistete. Die DAIA und der Waad Hakehillot (Verband der Gemeinden) werden gemeinsam mit dem polnischen Verband und der Vereinigung der früheren Bewohner War: schaus und Prags eine Erinnerungsfeier abhalten, um den Helden des Warschauer Ghettos ihren ehrenvollen Tribut zu leisten. Die Feierstunde wird am Sonntag, den 29. Mai im Theater Astral in den Vormittagsstunden durchgeführt werden. Sie wird die Solidarität und die Gefühle des gesamten Jischuw ausdrüken für jene, die den | Mut aufbrachten, eine der glänzendsten Seiten der jüdischen Geschichte zu schreiben. Zugleich wird an diesem Tag des Todes der sechs Millionen gedacht werden. die der Nazibarbarei zum Opfer gefallen sind. — Auch im Landesinnern Auch im Landesinnern werden Gedenkfeierh unter' der Aegide der DAIA stattfinden. um der Helden des Warschauer Ghettos zu gedenken. Instituto Cultural Argentino-Israelí In der vergangenen Woche hatte das „Instituto de Intercambio Cultural Argentino Israeli” die Vertreter I der jüdischen Presse eingeladen, um über die im vergangenen Jahre 19S1 realisierlen Pläne zu berichten und einiges über die für 1962 gedachte Entwicklung des Instituts bekanntzugeben. Während einer eineinhalbstündigen Unterhaltung, in deren Verlauf der neue Kulturattaché der israelischen Botschaft in Buenos Aires, Herr Arie Shoval, wiederholt das Wort ergriff, wurde vor allem auf die Notwendigkeit hingewiesen, die Oeffent’/hkeit gut zu informieren und die Leiter der jüdischen Organisationen an die Probleme heranzuführen. In Kürze soll eine Generalversammlung stattfinden, die alle Fragen diskutieren wird. Auf dieser Pressekonferenz wurde auf das Fehlen einer gemeinsamen Sprache zwischen der israelischen und der Diaspora-Jugend hingewiesen, was weniger physisch als seelisch zu verstehen ist. Der Kulturattaché der Botschaft bemerkte, dass seit einigen Jahren in den Schulen Unterricht in „jüdischer Bewusstseinsbildung” vermittelt werde. Dies habe ausserordentlich dazu beigetragen, dass man grösseres Verständnis für die Probleme der Weltjudenheit besitzt und ein wärmeres Gefühl innerhalb der israelischen Jugend für das jüdische Volk in den Diasporaländern entstünde. Es seien also Ansätze einer glücklicheren Entwicklung vorhanden, während man in der Galut noch sehr am Anfang sei. Es sei eine der wichtigsten Funktionen des Instituts zu erreichen, dass die Diasporajugend die israelischen Probleme und DAS SCHOENSTE GESCHENK ZU PESSACH DIE NEUE LONG PLAY PLATTE “SEDER SCHEL PESSACH” gesungen mit Chorbegleitung von Moische Oysher LAVALLE 2760 T. E. 87 8474 k«SS§iISIIiS$i«iiiI£§iiiillli9SllSiSiI3iliiiS1181IIiiIsiISiiISä im m § JUAN JULIUSBURG I M m! MALERARBEITEN I 73-1148 BLANCO ENCALADA 1646 KiSMiiiPiSSSSilSilllE'liiSäMiaMESÜHMeäSSilätieSiSäMiiMgä VER B R I NGE N SI E ri D ¿ IM MODERNSTEN HOTEL M. F L A M M CHASCOMUS — Córdoba 38 — T. E. 2910 1 QUADER VOM SRAND Alle Zimmer mit Privatbad — Alle Bequemlichkeiten I Telefonische Auskünfte in Bs. Aires; 76-2312 u. 70-5805 ♦ Rechtzeitige Anmeldung erbeten bis 11. April Verbringen Sie die Pessachfeiertage im ~C’2 HOTEL LAGO RIO CEBALLQS — CORDOBA f Casilla Correo 34 J Bekannt durch seine Küche und aufmerk- | same Bedienung — Anmeldung erbeten 1 das Denken der dortigen Jugend besser begreife. Im Laufe der Diskussion wurde besonders auf die ausserordentlichen Fortschritte der hebräischen Schule „Tarbut” in Olivos hingewiesen, die heute einschliesslich des Kindergartens 310 Schüler umfasse. Hier hat das Argentinisch-Israelische Kulturinstitut seine vielleicht bedeutendste Leistung vollbracht. Auch auf dem Gebiete der Vorbereitung israelischer Folklore, der Gestaltung von Festprogrammen für die bevorstehenden Tage von Pessach und Sehawuot, der Anschaffung einer erheblichen Anzahl von Schallplatten wurde im letzten Jähr eifrig gearbeitet. Schliesslich sei noch zu erwähnen, dass der Lesesaäl heute etwa 5.000 Bücher zur Verfügung hätte, zu 90 Prozent in hebräisch, und dass diese Lektüre monatlich von ca. 1000 Lesern und Leserinnen in Anspruch genommen würde. Der im Vorjahre errichtete neue Pavillon habe eine Entlastung gebracht, doch werde die Entwicklung des Instituts weitere und bessere Räumlichkeiten notwendig machen. Centra-Abend der Jugend In der vergangenen Woche hatte die Leitung der CENTRA zu einem Abend eingeladen, auf welchem der soeben aus Israel eingetroffene Jugend - Schaliach Mosche Amiran den Jugendlichen und den Vertretern der Gemeinden und Organisationen vorgestellt werden sollte. Die Veranstaltung, von Jugendlichen aller Gruppierungen stark besucht, fand im grossen Saal der NCI statt. Nach herzlichen Begriissungsworten von Rabb. H. Harf nahm der Präsident der Centra, Rodolfo Hirsch feld, das Wort, um im Rahmen der Centra-Entwick lung darzustelien, wie von Anfang an die Jugendarbeit im Mittelpunkt aller Bestrebungen gestanden habe, wie versucht worden sei, den Kontakt zwischen den Jugendlichen auch ausserhalb des nun schon zum fünften Male durchgeführten Som mercampamento« zu festigen. In der Person von Mosche Amiran glaube man, denjenigen Menschen gefunden zu haben, der im Laufe eines Jahres unsere Jugend liehen darin unterstützen könnte, mit ihren Problemen leichter fertigzuwerden und die Arbeit innerhalb dieses Kontinents weitgehend zu koordinieren. Der Redner berichtete über das Verständnis, das seine Verhandlungen in Israel bei leitenden Persönlichkeiten der „Jewish Agency” gefunden haben, die in einem jungen Menschen wie Amiran den geeigneten Schaliach für diese speziellen Aufgaben erblickten. Amiran stammt aus Argentinien; mit 17 Jahren. im Schicksalsjahr 1948, ging er nacn Israel, um an Verteidigung und Aufbau aktiv teilzunehmen; seine Aktivität hat vor wenigen Wochen im Somerlager bei Rio de Janeiro starken Anklang gefunden. i Nachdem noch Rabb. Dr. Blum mit sehr eindringlichen Worten darauf hinge-; wiesen hatte, dass die allge- 1 meine zionistische Diaspora-Arbeit keineswegs ausreiche, um der Jugend eine; feste jüdische Lebensbasis j zu geben, sondern dass ein inniges Zusammengehen der; nationalen mit den religioj sen Ideen hierfür nötig wä- I re, ergriff der Jugendliche Pedro Steingart das Wort, , um der Centra zu danken j und dem Chawer Amiran je-! de Unterstützung zuzusagen. | In einer längeren programmatischen Rede führte Mosche Amiran aus, dass i der Satz von der ,.Lehre, die : von Zion ausginge und dem | Gotteswort von Jerusalem” niemals als eine Phrase im jüdischen Volke gegolten habe. sondern als der Ausdruck echten nationalen Empfindens. Jeder Schaliach aus Israel habe nicht nur die Pflicht, die Bindungen zwischen Israel und der Galut zu verstärken, sondern auch ein wirklichkeitsnahes Panorama des heutigen Israel erstehen zu lassen bei gleichzeitiger lebensechter Darstllung der Lage der Juden in der Welt. Der Referent zeigte eine Reihe von : sehr aktuellen Gefahren der Gegenwart auf und vermit-! leite so einen Gesamtüber- ' blick über die besondere jüdische Situation innerhalb; der Weltpotitik. Seine Bej merkungen, gut durchdacht, : fanden starken Beifall bei allen Anwesenden. Nachdem Rodolfo Hirsch-! feld noch einen weit?ren Dank an Frau Julia Jacoby , für deren mustergültige i Vorbereitung dieser ein-! drucksvollen Veranstaltung ausgesprochen hatte, schloss der Abend, an welchem Veri treter aller der Centra an- ' geschlosenen Organisationen von Buenos Aires teilgenom- J men hatten. Juden in Italien Nach einer Mitteilung der Union der jüdischen Gemeinden gibt es in Italien 35.000 Juden. Von ihnen leben in Rom 12.000, in Mailand 6.000, 3.000 in Turin und die anderen in Triest, Florenz, Venedig und an anderen kleineren Orten. Richter Sergio Piperno, Präsident der Union, und Vizepräsident Ruggero di Segni sprachen beim Justizminister vor und übergaben ihm die am letzten Delegiertentag gefassten Resolutionen. In der Hauptsache enthalten sie einen Protest gegen die antijüdischen Zwischenfälle und verlangten einen Schutz der religiösen Minoritäten. Der Justizminister versprach, alle Massnahmen anzuordnen, um die Rechte der jüdischen Minderheit zu schützen und den Antisemitismus zu bekämpfen. In Verona waren nahe bei der Synagoge und des Gemeindehauses Hakenkreuze angebracht worden. Oberrabbiner Weiss Levi veranlasste eine polizeiliche Untersuchung. Die italienische Presse hat das Vorkommnis mit aller Schärfe verurteilt. In einer englischen Grammatik, die in den meisten Schulen und sogar in der jüdischen Schule in Rom gebraucht wird, fand sich der Satz „Die Juden hassen die Katholiken”. Das Erziehungsministerium hat aufi den Protest der Union der! jüdischen Gemeinden veranlasst, dass dieser Satz in der neuen Auflage gestrichen wird. Die Föderation der jüdischen Jugend in Italien hielt in Venedig ihre 14. Tagung ab, die drei Tage dauerte. In einer Resolution wurde betont, dass die jüdischen Jugendorganisationen mit den anderen Italiens in der Aufrechterhaltung des demokratischen Lebens Zusammenarbeiten müssen. Ferner wurde eine stärkere Mitarbrit mit der zionistischen Föderation und den zionistischen Jugendbünden verlangt, um die Auswanderung von Fachkräften nach Israel zu fördern. Wie Oberrabbiner Professor Elio Toaff in Rom berichtet, erhält er jedes Jahr einige Hundert Uebertrittsgesuche aus Süditalien. Nur die wenigsten Gesuche könnten in Betracht gezogen werden. Die Hauptgründe sind die Eingehung von Mischehen, der Wunsch, nach Israel auszuwandern oder von der jüdischen Solidarität zu profitieren. Vor der Aufnahme werden der Besuch von Unterweisungs - Kursen und eine bestimmte Probezeit verlangt, in welcher die jüdischen Gebote gehalten werden müssen. Von den mehreren Hundert Begehren werden nur etwa einem halben Prozent entsprochen. INMUEBLES^ TERRENOS Máximo la rápida Maxima posesión cil TEL Asesor legáis Or. Benjamin Rinsky^ Repres. en Latinoamérica; MAX MAZAR BARNETT Moreno 1 770, 2« piso Tel. 38-0471 7390 Buenos Aires (R. A.' NO SOLO DESDE 14 PLATEA!!! TEATRO COLON Viernes 13 a las 21.30 hs.: Función de Ballet extraordinaria; ‘‘Pedro y el lobo”, “Icaro” y “Fedra”. Toumanova-Lifar, orquesta filarmónica, director: A, Tauriello. Sábado 14, a las 18 hs.: 5’ concierto del abono a 6: Recital del Cuarteto Budapest A las 21.30 horas; Función de Ballet extraodinaria. — Repetición del programa del día anterior. Domingo 15, a las 18 hs.:. Función de Ballet extraordinaria. Repetición del programa del día viernes. Lunes 16, a las 21.30 hs.: ler Concierto del abono a 20: Concierto sinfónico de la Orquesta Sinfónica Nacional. Los lugares que desde Ja pantalla le emoj donan, le maravillan, le "transportan", VEA* LOS, CONOZCALOS, VIVALOS... USTED: MISMOJ EXCURSIONES "EXOfiO" DEV VIAJES iliilUL'iLL’i: CORRIENTES 2063 - PLANTA BAJA, OF. 9, 10,14 y 16 T. E. 49-3491 /45-4957/49-0433/45-7607/49-1229