Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1955 (13.4.1962)
- Date
- 1962-04-13
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Viene«, U de AW de 1MÎ LA SEMANA ISRAELITA A3« xxm. — Ne. 1955 — 3 Fluchtaus dem Reich Nassers Allwöchentlich treffen Schiffe aus Aegypten in Griechenland ein, auf denen Griechen aus Aegypten nach Athen kommen. Manche sind Rückkehrer. Viele sind jedoch in Aegypten geboren und haben Griechenland nie gesehen. Die eigentümliche Struktur Aegyptens hatte es jedoch möglich gemacht, dass die Griechen in Aegypten ihre Sprache und ihre Kultur bewahren konnten. Der Mitarbeiter der athener Zeitung ..Akropolis“ der Aegypten 1948 besucht hatte, berichtete kürzlich, er hätte sich damals in einem Stadtteil Alexandriens wie in Griechenland gefühlt. „Alle sprachen griechisch, die Schilder waren griechisch, und die ganze Umgebung wirkte wie Athen“ — das waren die Eindrücke des griechischen Journalisten. In den dreissiger Jahren lebten noch etwa 150.000 Griechen in Aegypten, und im Nil-Staat erschienen viele griechische Zeitungen. Die Griechen spielen eine nicht unwesentliche wirtschaftliche Rolle in Aegypten, und sie gaben sieh alle Mühe, treue und loyale Einwohner zu sein. Im letzten Jahrzehnt traten sie immer wieder offen auf die Seite des arabischen Nationalismus, und griechische Delegationen drängten die Regierung von Athen, für die Sache der Araber Palästinas einzutreten und im Suez- Konflikt Nasser zu unterstützen. NUTZLOSE FREUND¬ SCHAFT Die Regierung von Athen nahm auch auf die Wünsche der griechischen Gemeinschaft in Aegypten weitgehend Rücksicht. Sie hielt sich in den Beziehungen zu Israel sehr zurück und erkannte den neuen Staat nur de facto an. In den UN stimmte Griechenland im allgemeinen mit den Arabern, und die Regierung von Athen liess es sich nicht an Freundschaftsbeweisen für Nassers Regime fehlen. Als der ägyptische Präsident Griechenland besuchte, wurde er wie ein König aufgenommen, und der König und die Regierung taten alles nur Erdenkliche, um den „Stern vom Nil“ bei guter Laune zu halten. Die ägyptische Regierung revanchierte sich und versprach mehrmals, dass die fremdenfeindlichen Massnahmen sich nicht gegen die Griechen auswirken würden, die die Machthaber von Kairo ausdrücklich als staatstreue und loyale“ Minderheit anerkannten. Aber die einmal angelaufene Welle der Massnahmen gegen Ausländer und Minderheiten •jyhat auch vor den Griechen nicht haltgemacht. Noch unter König Faruk erschien im Jahre 1949 ein Gesetz, dass in allen Firmen Direktoren und Angestellte 75 Prozent Aegypter sein müssen. Diese Vorschrift, wenn sie auch nicht sofort in vollem Umfang angewandt wurde, war ein schwerer Schlag gegen die Griechen, die viele Import-Firmen geschaffen hatten. Die einsichtigen Elemente in der griechischen Gemeinschaft verstanden, in welche Richtung die Entwicklung ging, und trotz aller offiziellen Freundschaftsbekundungen setzte eine immer stärker werdende Auswanderung der Griechen in alle Teile der Welt ein. Die Zahl der griechischen Einwohner Aegyptens ging bis 1960 von 150.000 auf etwa 50.000 zurück, und jetzt ist Athen Zeuge einer schnellen Liquidierung der griechischen Kolonie. Der griechische Aussenminister Averoff hatte vor einigen Monaten den Versuch gemacht, zu retten, was zu retten war, aber er hatte nur wenig erreichen können. Die Behörden in Kairo hatten erklärt, dass die Griechen sich als Arbeiter und Angestellte in die neue Gesellschaft eingliedern könnten. Darüber hinaus hatten sie versprochen, dass jeder auswandernde Grieche 1000 ägyptische Pfunde mitnehmen könne. Heute beklagen sich die Auswanderer bitter darüber, dass Nassers Regierung ihre Versprechungen gebrochen habe. Die Auswanderer dürfen nur persönliches Gepäck mitnehmen, an Bargeld nur 20 Pfund, und ihr gesamtes unbewegliches Eigentum wurde auf Grund der Nationalisierungs-Gesetze beschlagnahmt. Unter den Rückkehrern befand sich ein Lotse der Suezkanal-Gesellschaft, der, 1956 während der Suez-Krise Nasser treu gedient hatte. Zum Dank dafür wurden seine Untergebenen später seine Vorgesetzten, und sie machten ihm das Leben zur Hölle. Daraufhin beschloss er, Aegypten zu verlassen, ...und immer richtig angezogen 1 MALERARBEITEN Günter Stern, H. Rosenhain STABILOFORM LEANDRO N. ALEM 2530 T. E.: 795-8710 und 740 1925 Teppichhaus - M. Hochberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKI'UPFTfeN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eig*n* Fabrikation — Unverbindlich* Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINEN TEPPICHE IH ALLEN FARBEN UND GROESSEN AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. 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Sie hoffen vielleicht auch noch auf nachträgliche Zahlung von Entschädigungen durch Nasser, und daher tun sie alles, um der Flüchtlingsbewegung möglichst wenig Publizität zu geben. Die Zeitungen von Athen wurden aufgefordert, wenig zu berichten und von Angriffen auf Nasser möglichst Abstand zu nehmen; aber bittere Reaktionen Hessen sich nicht vermeiden. Die Regierung von Athen ändert nicht ihre Politik gegenüber Isra el, weil sie Nasser nicht weiter verärgern will; aber die Gewerkschafts - Delegierten aus Griechenland und der Bürgermeister von Athen, die nach Israel kamen, ha- Lob für israelische Gewerkschaft Jerusalem. — Das israelische Gewerkschaftssystem könne den afrikanischen Ländern eher als Vorbild dienen als dasbritische, weil es für die Wirtschaftsstruktur in den jungen Entwicklungsländern in grösserem Masse geeignet sei. erklärte der Generalsekretär der Afrikanischen Nationalen Union von Kenia, Tom Mbaya, während seines Aufenthaltes in Jerusalem. Er sagte eine enge Zusammenarbeit zwischen der israelischen Histadrut und der Arbeiterföderation von Kenia voraus. (ITA) LA SEMANA ISRAELITA BISEM AN ARIO INDEPENDIENTE S«. Air«* - PUETRREDON 21W. 1* nq. - T. E. M-M13 13. April 1962 9. Nissan 5722 ben schon ihre Konsequenzen gezogen. Griechenland, das die Flüchtlinge aus der Türkenzeit aus Kleinasien noch nicht völlig verdaut hat und von der EWG Unterstützung bekomme:; musste, sieht sich einem neuen schwieri gen Flüchtlingsproblem gegenüber. Wenn auch ein Tril der Ankömmlinge weiter wandern wird, so sind doch sicher mehr als 50.000 Zuwanderer unterzubringen, und die Chancen für ihre Eingliederung sind gering. Das Schicksal der Griechen wird jedenfalls allen Minderheiten im moslemi sehen Orient als warnendes Beispiel dienen, und Nasser, der sich mit seiner Enteignungspolitik genügend Gegner schuf, hat sich mit Massnahmen gegen die Griechen auch eine Gemeinschaft zum Feind gemacht, die bisher bereit war, ihn loyal zu unterstützen. Illegale Grenzgaenger erschossen Tel Aviv. — Drei illegale arabische Grenzgänger sind nach Mitteilung der israelischen Armee kürzlich von einer israelischen Militärstreife im Negew erschossen worden. Eine Gruppe von Infiltranten hatte das Feuer auf die Streife eröffnet-, — 1- Beliebte Reiseziele * Bariloche, Mendoza * M. del Plata, Iguazú * Río Hondo, Córdoba * Norden Argentiniens * ti. Nachbarlaender: Interessante Zusammenstellung. VIAJES GLOBUS ALSINA 1418, Bs. Aires Tel. 37-2660/9242 y 38-1447/5860 IORMAR Agencia do viajes y turismo FLUGZEUG- UND SCHIFFPASSAGEN Verpackung und Gepäckbeförderung . Versicherungen CORRIENTES 2537/47 I? of. 18 INDUSTRIAS YUVENA S. A Fábrica de calzado y zapatillas DESCAWsgr^ ANDONAEGUI 1270 Buenos Aires T. E.: 51 - 4810 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE SPRECHSTUNDEN: Dionstag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr 30 (Telef. Auskünfte werden NICHT erteiltJ -★- Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen — Vertraege — Verwaltungen - Miets-# Zivil- und Handelssachen. PUEYRRED0N 2190 c*q Av. LAS HERAS — T. E. 83-2613