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Jüdische Wochenschau · 1962-04-06 · 1954 (6.4.1962) · p. Seite 8

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1954 (6.4.1962)
Date
1962-04-06
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German, Spanish
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8 — Viernes, fi de Abril de 1962 LA SEMANA ISRAELITA Ado XXIII. No: 1954 SYRISCHE ANGRIFFE ron einem Sonderkorrespondenten Es geht auch anders Es herrscht Ruhe auf dem Tib.-riassee. Zum ersten Mal seit vi:*r Wochen fahren die Fischer aus und können ungestört ihre Netze werfen. Die Ruhe kam nach einem Monat ununterbrochener, systematischer Ruhestörung durch die Syrer, die den israelischen Fischfang zum Stillstand zu bringen drohte und die polizeiliche Routinebewachung des Gebiets stark erschwerte. Die Rune ist das Ergebnis der unvermeidlich?n Reaktion Israels auf eine Folge von Angriffen. Am 15. Februar wurde eine israelische Grenzstreife von syrischen Soldaten beschossen. die in israelisches Gebiet eingedrungen waren. Am 7. März, kurz nach Mitternacht, richteten die syrischen Stellungen Scheinwerfer auf ein Boot der Grenzwache und erhellten das Seegebiet mit Leuchtraketen. Am 8. März wurden zwei israelische Grenzpolizisten schwer verwundet, als syrische Stellungen ein Polizeiboot nahe dem östlichen Ufer des Sees bombardierten. Seit dem 9- März wurden die schweren Maschinengewehre und Mörser zum ersten Mal durch Geschütze ohne Rückstoss verstärkt, die israelische Patrouillen auf dem See beschossen. Fortgesetzte Uebergriffe auf fremdes Gebiet sind eine alte militärische Strategie, die in Wüstenkämpfen und bei Rivalitäts - Streitigkeiten im Vorderen Orient üblich ist. Doch ist dieses System eist jetzt von den Syrern mit Hilte importierter Waffen modernisiert worden. Der israelische Vertreter bei der Waffenstillstands- Kommission, der in den letzten Wochen wiederholt Beschwerden wegen syrischer Uebergriffe einreichte, verlangte, dass der Vorsitzende der Kommission eine Untersuchung einleite und die Syrer veranlasse, ein für allemal ihre Angriffe einzustellen. Es wurde auch vorgeschlagen, dass die Vereinten Nationen einen Beobachterposten auf dem Ostufer des Sees einrichten sollten, von wo es möglich ist, dis Angriffsstellungen der Syrer festzustellen. Man war der Meinung, dass auf diese Weise die syrischen Angriffe unterbunden werden könnten. Am 9. März wurde durch das UN-Comite für die Kon trolle der Waffenstillstände in Jerusalem eine Warnung übermittelt, dass die Syrer mit dem Feuer spielten. Diese Warnung wurde auch durch Michael Comay, Israels Vertreter bei den UN, an das Hauptbüro der Vereinten Nationen weitergeleitet. Die Beschwerden der Israel-Regierung hatten jedoch keinerlei Erfolg. Am 16. März brachte ein weiterer Angriff von den Hügeln oberhalb des Sees den Fall zur Entscheidung. In der gleichen Nacht zerstörte eine israelische Kommandotruppe die befestigten syrischen Stellungen nördlich von Nukeib auf den Ber gen oberhalb des Sees; einige von diesen Positionen befanden sich in der entmilitarisierten Zone, in der sich, nach den Satzungen des Waffenstillstands - Abkommens. keinerlei bewaffnete Trupen aufhalten dürfen. Obgleich nach einer verhältnismässig ruhigen Periode von zwei Jahren einige Bestürzung über den Zeitpunkt dieses plötzlichen Wiederauflebens syrischer Angriffe an den Grenzen herrschte. bestand wenig Zweifel über die politischen Hintergründe dieser Aktionen. Der ganze See, einschliesslich eines zehn Meter breiten Landstreifens am nordöstlichen Ufer, befindet sich in israelischem Gebiet. Diese Grenzlinie, die im israelisch-syrischen Waffenstillstands-Abkommen von 1949 festgelegt wurde, is^ de facto eine Bestätigung der Gebietsteilung, die in einem französisch-englischen Abkommen vor vierzig Jahren vorgenommen wurde. Da die Grenzziehung voll- ' * ■'* ïî? * -vB. JK-t í Eine Verbrüderungtfeier »wischen Israelis und Arabern in dem Dorfe Yarka in Galilaea (Israel/ HOTEL DAPHNE IHR HOTEL IN HAIFA - Israel VORHERIGE BESTELLUNGEN RATSAM HAIFA. Hadar Hakarmel, Nordausfr. ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦»»♦♦♦♦»»♦♦♦♦♦♦< HOTEL ARMON ISRAELS SCHOENES TOURISTENHOTEL :Die beste Küche Angenehmer Aufenthalt Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 2371 1 (Vorherige Zimmerbestellung ist unbedingt erforderlich) it: Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanz« geschaefte in Israel— Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV, Israel — 18, George Elliot Str. kommen geklärt ist, scheinen Syriens Absichten auf anderem Gebiet zu liegen. Die neue, unabhängige Regierung in Damaskus will anscheinend ihre Stärke demonstrieren, um, das Abkommen mit Irak zum Abschluss zu bringen. Radio Kairo hat seit einigen Wochen durchblicken lassen, dass Syrien, das nicht mehr mit Aegypten verbunden ist, sich Israel gegenüber schwach zeigen würde. Um solche Behauptungen zu widerlegen, verkündete Abdel-Karim Zahar Ed-Din, der syrische Oberbefehlshaber, am 17. Februar: „Wir bereiten uns weiterhin militärisch und moralisch vor, unsere Pflicht zu erfüllen, um die den palästinensischen Arabern geraubten Rechte wiederzugewinnen.” Aber Reden allein wurden anscheinend als ungenügend betrachtet. Nur Maschinengewehr- und Kanonenfeuer auf unbewaffnete Fischer gerichtet, Belästigung von Polizeibooten und Traktoren und die Beschiessung von Kinderhäusern in landwirtschaftlichen Siedlungen konnte Syriens Loyalität für di« arabische Sache beweisen. Dass die Syrer beabsichtigten. Israel zu provozieren, wurde durch ihre gründlichen Vorbereitungen bewiesen. Ihre bewafneten Stellungen wurden in allerletzter Zeit beträchtlich verslärkt — einschliesslich durch Tankabwehrgeschützen ohne Rückstoss, die nach den Bestimmungen des Waffenstillstands - Abkom mens in diesem Gebiet verboten sind — in der Hoffnung. dass ihre durch die Gebirgsstellungen begründete taktische Ueberlegenheit ihnen einen leichten Sieg ermöglichen oder, falls Israel sich passiv verhalten sollte, ihnen in dem interarabischen Propagandawettstreit billige Lorbeeren einbringen würde. Für Isael ist das Leben von Fischern und Polizisten keine Prestigeangelegenheit. Ein kleines Land, das zur Hälfte noch unentwickelt ist, kann sich nicht leisten, einen Tropfen seiner Gewässer und einen Zoll seines Bodeus preiszugeben. Aber kein unabhängiges Land darf seinen Nachbarn erlauben, seine Polizeistreifen anzugreifen und seine friedlichen Bürger zu beschiessen. „Die Aktion bezweckte, unsere Sicherheit zu gewährleisten und die Stellungen der Syrer zu zerstören, von denen aus sie ihre kürzlichen Angriffe organisierten”, sagte Aussenminister Golda Meir in Jerusalem. „Trotz aller Bemühungen Israels, die gespannte Lage in diesem Gebiet zu beheben, wurden grundlose und unprovozierte Angriffe ungestraft auf Fischer und Polizeistreifen gerichtet. Wir werden auch weiterhin jede Anstrengung machen, den Frieden aufrechzuerhalten, aber wenn wir keine andere Möglichkeit haben, das Leben unserer Bürger zu schützen und die Unabhängigkeit unseres Gebiets zu wahren, so werden wir Gewalt anwenden müssen.” Verkauf der Israel-Anleihe Brüssel. — Im vergangenen Jahr sind in Belgien 420.000 Dollar für die Entwicklungsanleihe der israelischen Regierung gezeichnet worden. Das sind 60 % mehr als im Vorjahr. (ITA) Wagenfaehre für Israel Antwerpen. — Die belgische Werft Cockerill Ougree in Hoboken wird für Israel eine Wagenfähre bauen, die im Mittelmeerdienst zwischen Italien und Israel eingesetzt werden und Plätze für über 600 Passagiere und 100 Wagen haben soll. Der Bauvertrag wurde kürzlich in Genf zwischen der Werft uDd den Käufern, ei ner israelisch - schweizerischen Gesellschaft, abgeschlossen. Die Fähre soll in zwei Jahren geliefert werden. (ITA) Der Film „Exedus” Tel Aviv. — Der Film „Exodus” hat alle israelischen Rekorde geschlagen, was in einem Lande viel besagt, das, wie Israel der Filmkunst zugetan ist. Mehr als 250.000 Zuschauer haben den Film Exodus in TeL Aviv und 140.000 den Film in Haifa gesehen, der 33 Wochen hindurch auf dem Programm stand. Die Erträgnisse aus diesen Aufführungen waren für das Weizmann-Institut bestimmt das — wie man annimmt — hieraus einen Betrag von mehr als 250.000 israelischen Pfunden erhalten hat. Einweihung einer Sy nagege Paris. — Der Grossrabbiner Frankreichs, Rabbi Kaplan weihte die neue sephardisebe Synagoge in Paris ein, die zu den modernsten Synagogen Europas gehört. Industrial & Comercial Bank (ISRAEL - LATIN AMERICA) Ltd. T E L A V I V 65, Allenby Road NEUE BUEROS IN BUENOS AIRES Av. CORRIENTES II45 (GALERIA DEL OBELISCO) T. E. 35-346* INCOBA INVESTMENT & TRUST Cia.' A». CORRIENTES 1145 T. E. 35-3453

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