Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1954 (6.4.1962)
- Date
- 1962-04-06
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/9616703-9612947-9613138--2019-9613141- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Vier«««, f 4e Abril de IMS LA SEMANA ISRAELITA Añ» XXUI. — No. 1954 — S Sowjetunion röstet zum Oelkrieg Die Arbeiten an der rund 4 500 Kilometer langen Leitung, die sowjetisches Erdöl auf dem Wolga-Ural-Gebiet nach den Ostblockstaaten und unmittelbar an die treibstoffhungrigen Märkte des Westens heranftihren soll, werden mit grossem Nachdruck vorangetrieben. Auf allen Durchgangsstrekken werden mächtige Leitungsrohre verlegt, Pumpstationen errichtet, neue Raffinerien und petrochemische Anlagen gebaut. So ent steht im Süden von Budapest Ungarns grösste Benzinraffinerie „Duna”; in diesem Betrieb sollen auch die meisten Grundprodukte für die ungarische Kunststoffindustrie erzeugt werden. Mit ihrer riesigen neuen Pipeline, „der grössten der Welt”, wie Moskau in gewohnter Bescheidenheit verkündet, werden die Russen zweifellos ein gewichtiges Kampfmittel im Wirtschaftskrieg gegen den Westen gewinnen. Obwohl ein erheblicher Teil ihrer Selbstkosten mit hohen Transportspesen belastet ist, sind sie schon heute in der Lage, ihren Abnehmern das Erdöl zu bedeutend niedrigeren Preisen zu liefern, als es von den grossen internationalen Kartellen und den weniger leistungsfähigen selbständigen Produzenten angeboten wird. Die „grossen Sieben” des Westens sehen sich dadurch einem zunehmenden Konkurrenzdruck ausgesetzt; von westlicher Seite ist es , Oelkönig” Mattei, der Herr des verstaatlichen italienischen Petroleumkonzerns ENI, der ihnen die meisten Sorgen bereitet; von östlicher Seite sind es die Sowjets, die ihrerseits grosse Anstrengungen machen, um auf den westlichen Märkten festen Fuss zu fassen und nebenbei auch erfolgreich mit Mattei Zusammenarbeiten. Zur Zeit ist der Anteil des Ostblocks an der Weltproduktion und dem Verkauf des Erdöls noch Verhältnis massig bescheiden; er bekasusgebiet (Baku I) mit 22 Millionen und Sibirien mit 13 Millionen Tonnen werden dagegen nur eine zweitrangige Rolle spielen. Bei einem jährlichen Erdöl-Eigenbedarf von schätzungsweise 100 Millionen Tonnen (gegen fast 500 Millionen der USA) wird den Russen ein von Jahr zu Rückfragen an Eichmann Hamburg. — Wie der Leiter des Zentralbüros für die Untersuchung der Nazi-Verbrechen, Staatsanwalt Erwin Schüle, mitteilt, wird die westdeutsche Regierung nach Abschluss der Berufung Eichmanns, an diesen möglicherweise einige Fragen in der Angele genheit einiger hundert „schwerer” Nazis und „Berufsverbrecher” richten. In einem Interview in , Die Zeit” erklärte Schüle, „dass Eichmann, wenn er keine Hoffnung mehr hat. vielleicht die Wahrheit in einigen Fällen sagt, die für uns von grösstem Interesse sind und die so vervollständigt werden könnten.” (ITA) trägt 166 Millionen von insgesamt 1.050 Millionen Tonnen. Dieser Anteil steigert sich aber von Jahr zu Jahr, und zwar in dem Masse wie in der Sowjetunion die neu entdeckten grossen Oelfelder erschlossen werden. Im Jahre 1940 betrug die gesamte Oelproduktion der Sowjets 31 Millionen Tonnen, im vergangenen Jahr erreichte sie bereits 147 Millionen. Das Tempo ihrer Produktion steigerte sich besonders seit 1954, mit der Ausbeutung der reichen Oelfelder im Wolga-Ural-Gebiet („Baku II”), mit den Zentren Ufa, Saratow und Kuibyschew. Dieses Revier soll bis 1965 auf eine jährliche Förderung von 198 Millionen Tonnen gebracht werden; clas bekannte alte Kau- MALERARBEITEN Günter Stern, H. Rosenhain LEANDRO N. ALEM 2530 T. E.: 795 8710 und 740 1925 MUNRO; ♦ t Teppichhaus - M. Hochberg < < * * ♦ {unerreichte AUSWAHL AN HANDGEKruPFTEN 4 * TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN i * *TJER JEDES GEMUETLICHE HEIM, 4 J Eigen« Fabrikation — Unverbindliche Vorfiihruno 1 | Auf Wunsch Zahlungserleichternngen { | MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND J I GROESSEN AUSLEGEN VON APPARTEMENTS 1 f MIT REIN WOLLENEM VELOUR. ♦ * Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag 4 1 von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus 4 l Calle ANDONAEGUI 2083 4 Quader vor Station Urquiza w > ♦ ♦ ♦ ♦ w ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ i : Muebles Wateminr, MODERNE WOHN- EINRICHTUNGEN UND SCHLAFZIMMER - SESSELGARNITUREN | SARMIENTO H47 CABILDO 774 i V AUTO - REPARATUR . WERKSTATT! „BEÑO” BEÑO HUTSCHNECKER * Avda. CONSTITUYENTES 4902 T. E. 51 - 2205 (Ecke Monroe) *"**' « 11 »'»■«'« i »■»"» ■ •» ■« u inj , miiui i iii i i r,i jahr steigender Exportüberschuss zur Verfügung stehen. Im vergangenen Jahr, führten sie nach den westeuropäischen Ländern 18 Millionen Tonnen Erdöl und Erdölprodukte aus,- 15 Millionen Tonnen gingen nach den Satellitenstaaten. Vielfach wird der Erlös dieser Ausfuhren direkt zum Ankauf von Maschinen und Rohren für die neue Pipeline verwendet. Vor allem mit Italien und mit Westdeutschland werden solche Geschäf- ...und immer richtig angezogen { STABILOFORM bedeutet für Herrenkleidung „perfekt durch das was drinnen steckt”! Es gibt viel Herrenkleidung, die äusserlich nach „etwas aussieht”, innerlich aber sehr wenig Festigkeit aufweist. Solche Kleidung wurde bei Carlton nie verkauft. Carlton-Kleidung hat äussere Eleganz und inneren Gehalt. Davon können Sie sich überzeugen, wenn Sie mit einem der vielen Carlton-Kunden über Herrenkleidung sprechen. Carlton-Kleidung nach Mass oder die vielbewahrte Fertigkleidung ist Kleidung guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer als gewoehnliche Kleidung. Aach Junioren kaufen rem bei CARLTON Ständige Passformkontrolle. Ernst Koppel Herrenbekleidung Mcripü 484 L TE. 31-7845 Herrenausstattung Mcdpü 982 TE. 31-0357 te getätigt. Ausser der ENI ist es die Deutsche Bundesrepublik, die aufgrund der Handelsverträge den Sowjets Rohre für ihre Oelleitung und Präzisionseinrichtungen für ihre Erdölindustrie liefert. Dis vom Revier „Baku II” ausgehende Ueberlandleitung wird im Westen in drei Abzweigungen verlaufen. Der südliche Teil wird nach Bratislava (Pressburg) und mit einer kleineren Abzweigung nach Ungarn geführt. Der mittlere Teil verlässt in Mosyr, 200 Kilometer südlich von Minsk, die Hauptleitung und verläuft über Mitte’osten nach Plock, wo eine Raffinerie und ein petrochemisches Kombinat gebaut werden. Aehnliche Anlagen entstehen auch in Schwedt an der Oder, der Endlinie des in die DDR geleiteten Rohrstranges. Die nördlichste Abzweigung der Pipeline wird in Memel münden; dort wird ein grosser, besonders für den Erdölumschlag eingerichteter Hafen gebaut. Von Ungarn und der Tschechoslowakei aus hoffen die Russen mit billigen Donautransporten auch Oesterreich und Jugoslawien leicht beliefern zu können. Memel hingegen ist als Sprungbrett nach Skandinavien und einem Teil Mitteleuropas gedacht. Wenn man bedenkt, dass LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO INDEPENDIENTE Sa. Airee — PUEYRREDON 119«. 1* m«|. — T. E. W-Ml 6. April 1962 2. Nissan 5722 die Sowjets zur Lieferung von 15 Millionen Tonnen nach Mitteleuropa im Vorjahr täglich im Durchschnitt dreiunddreissig Eisenbahnzüge zu je fünfzig Tankwaggons gebraucht haben, so kann man sich vorstellen, welche Ersparnis für sie die Fertigstellung der Oelleitung bedeuten wird. Auch auf den überseeischen Märkten werden sie dadurch konkurrenzfähiger. Nach Angaben des warschauer katholischen Wochenblattes .Tygodnik Powszechny” könnte sowjetisches Erdöl im Prinzip zu einem um die Hälfte niedrigeren Preis als gegenwärtig .in den Westen verkauft werden. Derzeit werde z. B. in der Deutschen Bundesrepublik die Tonne sowjetischen Oels mit 54.88 Mark verkauft, während eine Tonne Erdöl aus Venezuela auf 79,95 Mark, aus dem Irak auf 86 36, aus dem Iran auf 88,76, aus Saudi Arabien auf 87,97 und aus der Sahara auf 93,54 Mark zu stehen kommt. Die Nachfrage nach sowjetischem Erdöl sei wegen seiner Billigkeit im Westen sehr gross. Angesichts dieser Sachlage ist es kein Wunder, wenn die westlichen Lieferanten der zu erwartenden verstärkten Oeloffensive der Russen mit offensichtlicher Nervosität entgegensehen. Die Zukunft wird zeigen, ob die Spekulation der Sowjets, mit handfesten wirtschaftli. chen Vorteilen die politischen Bedenken ihrer westlichen Kunden überrollen zu können, auch in Erfüllung gehen wird- Agencia de viajes y turismo JORMÄR t FLUGZEUG- UND SCHIFFPASSAGEN I ¿Verpackung und Gepäckbeförderung . Versicherungen I t CORRIENTES 2537/47 1? of. 18 ' * *.-.—.4 LA ro»tsh DI ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL! Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE SPRECHSTUNDEN: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr 30 (Telef. Auskünfte werden NICHT erteilt,) -★- Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen — Vertraege - Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. PUEYRRED0N 2190 esq Av. LAS HERAS — T. E. 83-2613 Í »«♦*404 »64« *444*44*4*4444444444444*444