Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1953 (30.3.1962)
- Date
- 1962-03-30
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Schnee über he l’nzulängdes Erzbi- Jn sagt: „Uni Kurköln mit ’aderborn zu ,o der Hoffakn Wunder ist. lerücksichtigt August nicht ksiiehtig und var als sei® d Oheim; er is in Stola und geistlichen gehen, um am ausgelassener - Maske und volie Feste zu lern besass er Freundinnen, rein Wüstling Mind schöner ■ her^ itischef licher gehörte, eine Predigt in deutscher Sprache. Orgeltöne erfüllten den Raum; dem Gotte Israels huldigte man in deutschsprachigen Gebeten, deren letztes den Dank an den erhabenen König Jerome für die gewährte Emanzipation in sich schloss. Heinrich Grätz weiss zu berichten, dass unter den Gästen auch die Schwester des Herzogs von Braunschweig. die Aebtissin von Gandersheim (südlich von Hildesheim) gewesen sei. Andere Forscher bezweifeln dies; es müsse sich um eine Feier gehandelt haben, die. vor dem Zusammenbruch des Herzogtums Braunschweig stattgefunden habe. Wir erfahren hierüber Näheres aus einem Bericht des Abteirates von Strombeck, in dem leider die Angabe des Jahres fehlt. (Es liegt kein Grund zu dieser Anzweiflung vor, denn die Aebtissin spricht selbst von dem zu ehrenden Tempelstifter.) Es heisst darin u. a.: ..Das ganze war auf ein Schauspiel berechnet und endete mit einem splenditen Gastmahle, zu dem auch die Fürstin die Einladung wohlwollend angenommen hatte. Sie schätzte Jacobsons mannigfache Verdienste und ehrte vorzüglich sein Bestreben, seine Nation aufzuklären und den Christen möglichst gleichzustellen. .. Ich musste in meinem Namen (weil die Fürstin wegen des Todes des Erbprinzen in tiefer Trauer war, um Feste geben zu können) alles, v/as Gandersheim und die Umgegend an ausgezeichneten Männern und Frauen besass, zu einem glänzenden Frühstück einladen. Der grosse Kaisersaal war hierzu ausgeräumt, und die fürstliche Küche hatte etwas Ausgezeichnetes geleistet. ,.Die Fürstin erschien denn doch zu einem kurzen Besuch und liess die beiden schönen Töchter ihres Hofpredigers eine aus Eichenlaub von der Aebtissin selbst geflochtene Bürgerkrone aufs Haupt setzen. Dazu sagte die ältere ein W’dmungsgedicht auf. Jacobson nahm die Ehrung unter Kniebeugen tief gerührt entgegen und drückte den Kranz mit den Worten an seine Brust: ..Der Kranz soll einst auf mein Grab.” Die Chronik meldet nichts darüber, welche klingende Gegendienste der Kammeragent hat leisten müssen. Im Jahre 1804 wurde dem Herzog ein Enkel geboren. Aus diesem Anlass hielt Jacobson einen Festgottesdienst in Seesen ab. Die Festrede, sowie auch die Worte eines Zöglings und die deutschen Gebetstexte und Gesänge liess Jacobson bei Vieweg in Braunschweig in Druck erscheinen. Drei Jahre später gab es eine fiir jene Zeiten seltene Ehrung des ehrgeizigen und eitlen Mannes. Die Landesuniversität zu Helmstadt verlieh ihm den Dr. h. c. Ein Mitglied der philosophischen Fakultät hatte den Antrag gestellt. Man promovierte Jacobson feierlich zum Ehrendoktor der Philo Sophie. Das war die Anerkennung ,.für besondere Leistungen in der hebräischen Literatur und den anderen Wissenschaften, sowie für die Wohltaten, die den Studierenden und anderen Hilfsbedürftigen durch den Menschenfreund Jacobson erwiesen wurden.” In dem in deutscher Sprache abgefassten Dankschreiben bestimmte der Dr. h. e., e* »olle hinfort ein christliches Kind in seiner Seesener Schule aufgenommen werden, welches jeweils von der Universität vorzuschlagen sei: Es darf angenommen werden, dass auch diese Auszeichnung des Kammeragenten erhebliche Zuwendungen. sowohl an die Hochschule als auch an eine Reihe von Professoren verlangt hat. Als im Jahre 1806 Napopeons Bruder Jerome die Regierung über das Königreich Westfalen übernahm, begann für Jasobson eine Zeit rührigster Tätigkeit als Hofbankier in Kassel, der Hauptstadt. Es mussten riesige Summen beschafft werden, um die Bedürfnisse des königlichen Hofes und der Beamtenschaft zu befriedigen. Einer der Hofleute, der in Konflikt mit dem König geriet, gab in späterer Zeit ein Buch heraus, in welchem i ber die Verderbtheit am Hofe und über die Auspowerung des Volkes berichtet wurde. Gunsterweise auf der einen und Liebedienerei auf der andersn Seite sind das Charakteristische auch hier. 1809 unternahmen der König und seine Gattin Katharina, eine Tochter des Königs von Württemberg, eine Reise nach Braunschweig. Die Fahrt ging über Seesen, wo das Königspaar bei dem Hofbankier abstieg. Die von dem Dessauer Lehrer David Frankel redigierte Zeitung „Sumamit” berichtet hierüber: „Eine Menge Fremder war herzugeströmt, und ein jubelndes vive le Roi, vive la Reine jauchzte ihnen entgegen. indem niedlich gekleidete junge Mädchen Blumen streuten. Der Konsistorialpräsident Jacobson bewillkommnets die Majestäten mit einer kurzen Ansprache und wurde mit Allergnädigstem Beifall geehrt. Nachdem am anderen Morgen das Frühstück eingenommen-, erfolgte gegen Mittag die Abfahrt nach Braunschweig. Daselbst haben Seine Majestät durch den Herrn Kronoberstallmeister Dalbignak dem Präsidenten Jacobson eine sehr schöne Dose mit Brillanten zustellen lassen.” Es sind hier aus dem vielbewegten Leben Israel Jacobsons nur einige Episoden Hierausgegriffen worden, die uns zeigen, zu welch einflussreicher Stellung eine gewisse Schicht von J“uden ln jener Zeit gelangen konnte. Aller Glanz und alle Pracht aber können nicht Dem Feinde gegenüber: Tatsachenberichte und Dokumente des jüdischen Widerstandes gegen die Deutschen im 2. Weltkrieg. Herausgegeben vom Verband der jüdischer Kriegsinvaliden und Widerstandskämpfer gegen die Nazis. Tel Aviv 1962. Der Verband der jüdischen Kriegsinvaliden übergibt der Oeffentlichkeit eine grosse Sammlung von Tatsachenberichten und Dokumenten in allen Sprachen, die von dem heldenhaften Widerstand jüdischer Partisanen und Untergrundkämpfer gegen die deutschen Mörderbanden berichten, die das europäische Judentum vernichtet und fast total ausgerottet-haben. Aus den vielen Tatsachenberichten und Kriegsaufzeichnungen von jüdischen Invaliden, die diese schändliche Epoche überleben konnten, ersehen wir mit wieviel Mut und Todesverachtung jüdische Partisanen unter den entsetzlichsten Umständen, halb tot vor Hunger und Kälte, sich darüber hinwegtäuschen, dass auch sie gleich den „niederen Klassen der mosaischen Nation” Objekte der Verachtung blieben. Als Jerome seinem Bruder Napoleon Bericht über eine feierliche Audienz erstattete, die er den Mitgliedern des Konsistoriums gewährt hatte. verwies der Kaiser ihn ärgerlich, indem er die Juden als ,,die verachtungswürdigste Klasse dsr Menschen” bezeichnefe. Und als später Jacobson als Geheimer Finanzi'at in Mecklenburg Fuss fassen wollte, sticss er auf heftigen Widerstand der Ritterschaft, die es nicht wünschte, dass ein Jude Landgüter sein eigen l.enne und damit gleichkam in ihre Reihen gehöre. Es war also nicht so, dass die Arrivierten sich einer wahrhaft von Herzen kommenden Schätzung seitens der Nichtjuden erfreuen durften. Sie blieben nach wie vor Fremdlinge gleich den Brüdern, die auf der Schattenseite des Daseins, in der Abgeschlossenheit der vom Talmud her bestimmten Atmosphäre lebten. Ihr Verdienst um die Herbeiführung der Befreiung aus dem Bereich menschlicher Unwürde bleibt trotz aller uns heute oft abwegig erscheinenden Reform - Versuche dennoch ungeschmälert. Zum Abschluss mag auf die ausgezeichnete Studie hingewiesen werden, welche F. L. Carsten unter der Ueber.Schrift: „The Court Jews. A Prelude to Emaneipation” im Jahrbuch 1958 des Leo Baeck Instituts hat erscheinen lassen. Der Autor untersucht u. a. die oft gestellte Frage, wie es möglich gewesen sei, dass in so kurzer Frist eine so grosse Anzahl von Hofjuden zu Macht und Ehre emporsteigen konnten. I " 2 Aifonso Schreiber Leonardo Loewenstein und Frau Ilse und Frau Regina geb. Grünspan geh. Truskolaski geben die VERLOBUNG ihrer Kinder JENNY und JOHNNY bekannt, die s. G. w. am 1. April d. J. statfindei. Quilmes FCGR Munro FCGBM Galdoz 1021 Martin Rodrfguez 5093 Ernesto Mendel u. Frau Isak Katz und Rukh geb- Wessolowski Frau Elke Buenos Aires Haifa geben hiermit die VERMAEHLUNG ihrer Kinder NOEMI und MORDECKAI bekannt, die s. G. w. am 3. April 1962 in Haifa im ,Beith Hamalaeh” stattfindet. Zapüid 286 Höschiluach Sir. S NEUE BUECHER den bis an die Zähne schwer bewaffneten Deutschen entgegengestelit haben, welche sich später nicht mehr in die Wälder in die Nähe der jüdischen Partisanen getrauten. Leider fielen sehr viele le Kampier durch den feigen Verrat der polnischen und ukrainischen Bevölkerung, die freiwillig zu den Deutschen iiberiiefen und mit ihnen zusammenarbeitelen. Die Berichte sind kurz und bündig und in ihrer gedrängten Form eine schwere Anklage gegen die freie Welt, die dies zugelassen bat. Viele dieser Freiheitskämpfer konnten nach der deutschen Niederlage nach Israel gelangen, mussten aber erst noch vorher die Leiden der. Illegalität und Deportierung in englische Lager in Deutschland durchmachenum in das jüdische Heimland auszuwandern. Wie diese Menschen in den unendlichen Wäldern Russlands und Polens unter menschenunwürdigen, unvorstellbaren Umständen, umzingelt von Verrätern und Mördern, sich verteidigen und den deutschen Vormarsch unterbrechen konnten, ist ein hehres Kapitel in der für das jüdische Volk so grausamen Vernichtungsepoche. Die Partisanen, denen es gelang, beim Vormarsch der Russen in der sowjetischen Armee als Soldaten aufgenommen zu werden, konnten jetzt an ihren Peinigern das unschuldig vergossene Blut rächen. Besonders traurig sind die Berichte über die Lage der jii. dischen Soldaten in der polnischen Armee. Ein besonderes Kapitel ist den jüdischen Kindern gewidmet, die als Verbindungsglieder zu den Partisanen in den Wäldern viele Juden aus den Ghetfi unter Einsatz ihres Lebens vor dem Tode retteten und ihr junges Leben heldenhaft hingaben. Auch von der Wiederstandsbewegung in anderen Ländern, so vor allem in Frankreich, lesen wir ausführliche Tatsachenberichte, die über die unglaublichen Gewaltakte und Rohritsdelikte der Deutschen hilflosen, unbewaffneten Mens.l.en gegenüber. welche sich nicht wie di? Schafe zur Schlachtbank treiben lassen wollten, aussagen. Die Berichte sind auf Hebräisch und Jiddisch abgefasst und ein ergreifendes Dokument dafür, dass Juden mit d:r Waffe in der Hand heroisch gegen einen ungleich stärkeren Gegner gekämpft haben und ihn besiegten. Möge ihr Blut nicht umsonst geflossen sein und diesem Buch der Jugend in Israel über die unbekannten Helden berichten. Jeechiwa-Universitaet Zum Assistenten des Präsidenten der Jeschiwa- Universität in New *ork wurde Rabbi Dr. Emanuei Rackmann, früher Präsident des Rabbinischen Rats der orthodoxen Rabbiner, ernannt. Ausser seiner akademischen Lehrtätigkeit wird er Verwaltungsaufgaben ausfüllen. Man sieht in ihm auch den Nachfolger von Rabbi Belkin, dem derzeitigen Präsidenten. Dr. Rackmann promovierte an der Columbia - Universität und wurde Rabbiner an der Jeschiwa-Universität. Er ist 51 Jahre alt. HEBREO SIN MAESTRO por AHARÓN ROSEN tarde 1HXO .4 73 programa, plan man .4 71 m'u-jar t \ : toj-nit : 7 esquina rincón nao .4 77 * campamento nano .472 pi-ná T * nm-ja-né prepara (él) pan .4 7 8 juego (rn.s.) pnó’O .473 hei-jin m sa-jek lavo (rn.s.) 0530 .479 permitido ino .474 m'ja-bés mu-lar 7* \ cocino (rn.s.) *70'aO .4 80 hasta )*75X .4 75 m va-shel a-fi-lu rrr x*? o'irani ,*?it0an o-’amio ] "a nn'i? —’*73 oor •* í 7 x'an*7 o-ans t : j n?ni 15a*? nanon - .nx*7n .*7)1211 t : t ran*7 oiría 1 . t; . . . ianax .mx : —: t *.* Tnanoa os?? *’0 - *10551 D-äop» onoi - -in nxi .nnrarn o*nran *7X n*?t?i o^iian ona .n?n * T onram 5x15 d xn - rni nanona 50551 00555 ,öDaao on1?’’ nao *700 * : - : t! t t : o^iam .nioaao •t : : ” : t :?nanaa nao "700 föw v: - “ t t : v v “ D^in rxia) nía - ,0055*7 015*71 005*7 no*?i o'xo on ,noxa ,*¡p dp*?) t ** v v: v * t : .nano*? orna nx oii*?)# oninn - .Dtf ¡7nfr*7 nano*? waoi Txi 515511 ipn^- “s?on on ,miara nnoto : * “ t t t : rana .011ro rn*1 oi?n ... lonjr o^iir I T; ]ot *?a*? rroisn niann nx .nanon lamxtf ,n5inn nx oxnnx iaa ran*? o^anx v t : t : : oiann lir?mann tt: t : : t “ nx raa »na# raí ,110*? 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