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Jüdische Wochenschau · 1962-03-30 · 1953 (30.3.1962) · p. Seite 4

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1953 (30.3.1962)
Date
1962-03-30
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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- -- .-5 ¿ A%'f: Viernes. 30 «le Marzo lie 1062 LA SEMANA ISRAELITA Añ# XXIII. — No. 1853 I#:: Spanisches Judentum —heute NEUE BRIEFMARKEN Seit der Vertreibung der I «luden aus Spanien 1492. die in der jüdischen Geschichts-1 Schreibung häufig zu isoliert I ohne Zusammenhang mit; der katholischer. Rückeroberung Spaniens und der i gleichzeitigen Vertreibung j der Mauren und aller An-; dersgläubigen betrachtet wird, zeigten sich die ersten Spuren des Wiederauf-1 tauchens von .Juden in Spa-; nien zu Anfang unseres ’ Jahrhunderts. 1914 zählte man dort etwv 400 Juden, I die hauptsächlich in Baree-J lona ansässig und ais Han-; deisleute tätig waren. Eine; öffentliche Reiigionsausj üoung war ihnen nicht erj laubt, sie mussten ihren Got-! tesdienst in ihren Wohnungen abhalten. Bis 1933 stieg; die Zahl der Junen auf unj getähr 1000 an. von BRUNO KLTTNER Barcelona entwickelte sich dann weiter zu dem heute , stärksten jüdischen Zentrum Spaniens und wird von ca. | 2000 Juden bewohnt, die so-, Wohl aus Europa als auch 1 aus Afrika, besonders Mai rokko. stammen Die Stadt | hat eine sefardische und ei-; ne aschkenasische Gemeinde, an Mitgliederzahl ungei fähr gleich, mit dort ansässigen Rabbinern. Die jüdischen Kinder erhalten einen organisierten Religionsunterricht, und ein Lehrer für Hebräisch macht sie mit der Sprache Israels vertraut. In Madrid leben heute ca. 800 Juden. sic haben zwei Betsäle, die man stolz Synagogen nennt. Die Gemeinde ist gemischt, bisher ohne ständigen Rabbiner. Wie in Barcelona, herrscht auch hier eine israelfreundliche Atmosphäre Der Vize- Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Meyer-Morgenthau, der aus Stuttgart stammt; 1933 nach Paris auswanderte und dort die französische Staatsbürgerschaft annahm, ist seit fünf Jahren in Madrid ansässig. Seine Frau, eine französische Jüdin aus Paris, stellte mir fünf ihrer sechs Kinder vor, die religiös erzogen werden und auch modernes Hebräisch lernen. Die älteste Tochter war tags zuvor nach Israel abgereisl um bei der Hadassa als Säuglingsschwester ausgebildet zu werden. Das Leo Baeck Institut sucht DOKUMENTE-URKUNDEN CHRONIKEN-BILDER über die Geschichte des ehemaligen deutschen Judentums sammelt das LEO BAECK-INSTITUT durch d e Redaktion der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU (Buenos Aires, Pueyrredon 2190, Tel«: 83-2613) PUBLIKATIONEN DES I.E0 BAECK INSTITUTES SCHRIFTENREIHE WISSENSCHAFTLICHER ABHANDLUNGEN DES LEO BAECK INSTITUTES C B. MOHR (PAUL SIEBECK) TUEBINGEN Ycar Book V I960 — VOM L.B.-INSTITUT KERAUSGEGEBEN: BY THE EAST AND WEST LIBRARY, LONDON mit einer Fülle hervorragender Beitrage in englischer und deutscher Sprache. (416 Seiten) WERDE AUCH DU MITGLIED des Leo Baeck-Instituts Anmeldungen bei Herrn CURT W1LK, Moreno 2256« und un Büro der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU. Pueyrredon 2190, 1. izq. (83/2613) (-**♦♦♦'»«****+«*#*«< (•* *■*■***•** ÍWW: i . WMX &■ | Heute erscheint die israe-! lische Gedenkmarke zur Feij er des. Tages das Unabhän-i , gigkeits - Erklärung, deren | | Abbildung wir veröffentlij eben. ( Ebenfalls heute werden * Ein Sabre - Ehepaar aus Tel Aviv hat in einem der modernsten Hochhäuser Madrids, das 27 Stockwerke hoch ist. und von dessen Dach aus man die stark an die Negewlandsehaft erinnernde Umgebung Madrids überblickt, dem Torre de Madrid - Haus, ein Informationsbüro für Israel-Reisen eingerichtet und macht für El Al-Flüge Propaganda. Die Inhaberin, Frau Gidron berichtete, dass eine von ihr ins Leben gerufene Tätigkeit für die WIZO wegen der verschiedenartigen Zusammensetzung der jüdischen Frauen sich nicht aufrechterhalten liess. Ausser den in den beiden Millionenstädten Madrid und Barcelona ansässigen Juden gibt es noch kleine jüdische Restgemeinden in Toledo. Cordova. Granada und Sevilla, sodass die Gesamtzahl der heute in Spanien lebenden Juden auf etwa 3.000 geschätzt, wird. Die Zahl der Marranen im heutigen Spanien wird auf eine Million geschätzt. In den kleinen Städten, in denen nur kleine Judenheiten leben, geben die ge Schichthöhen Erinnerungen einen umso deutlicheren Eihbück in das früher dort blühende Leben. So vor allem die im Mudejar-Mischstil erbaute Synagoge Del Transito von Toledo, von dem ehrgeizigen königlichen Schatzmeister Samuel JLevy im 14. Jahrhundert gestiftet, von den Mauren, der. damaligen Beherrschern der Baukunst, ausgeführt. Das Innere is. überaus1 ornamentenreich an den Wän-, d förmcll erst bgi der den von elfenbeinerner Fi- \ ^__ „__ ligranarbeit umrahmte vom Postministerium die folgenden neuen Marken herausgegeben: eine Briefmarke, die dem Kampf gegen die Malaria gewidmet ist. eine Briefmarke zur Feier der Gründung von Rosch Pinna und eine Serie von zwei Briefmarken zum Andenken an jüdische Helden und Märtyrer. Die So« rie .-Jüdische Helden und Märtyrer” soll an die Opfer der Naziverfolgungen erinnern. Die 12 Agorot-Marke zeigt symbolisch eine Flamme, die von den hebi-iiischen Worten ..Shema Israel” gebildet ist. Die 55 Agorot- Marke trägt den gelben Davidstern und sechs brennende Kerzen, die die sechs Millionen ermordeter Juden versinnbildlichen. öJD I ' * ****** *■*-**•**•* *« » * * * *.»* »W« ** ** * *”« *•*♦*#•*♦.** « •« ** 4 a-l I I rnx üi< mKisxvn or V «JX . 8» das ehemalige Privatgemach des Sultans, ist mit einem grossen Magen David ausgestattet. Die Araber nennen es „Schild Salomons“. Das Verbot der Niederlassung von Juden in Spanien aus dem Jahre 1492 hebräische Rsalmen-Pesukim. Nach der Vertreibung wurde sie in eine christliche Kirche umgebaut, heute ist sie nur Museum und ein grosser Anziehungspunkt für die Fremden aller Bekenntnisse. Die wenigen in Toledo lebenden Juden halten sich für die direkten Nachkommen der ältesten Juden der Welt, die gleich nach der Zerstörung Babylons nach Toledo auswanderten. Der Name Toledo wird mit dem hebrä-! isc-hen „Toldot“ Generation,! in Verbindung gebracht, weil man glaubt, dass die j Stadt von Angehörigen aller > 12 Stämme bevölkert war. ♦ Am zahlreichsten sind die J jüdischen Erinnerungen in ] + Cordova. Geburtsstadt von , ♦ Maimonides. In der Altstadt j gibt es einen Maimonides- | * Platz und einer Jehuda Ha- ♦ levy-Platz. In der Juderia, , . dem alten Judenviertel, wird eine uralte Synagoge gezeigt, angeblich mit Resten aus dem alten Tempel aus Jerusalem. Im Vorhof befindet sich in der Mauer eine Plakette aus dem Jahre 1935 zum Gedenken des achthundertjährigen Geburtstags des Maimonides. Die Inschrift lautet: 800 Jahre Maimonides 1135 — 30. März — 1935 Im Namen der Staatsregierung spricht Spanien dem unsterblichen Genius des Judentums seine Verehrung aus. Die Bürger der Stadt Cordova schliessen sich an. Errichtung der Spanischen Republik aufgehoben. Franco ist judenfreundlich und begünstigt die Einwandel rung. Juden spanischer Mut-! tersprache, wozu auch Ladino gerechnet wird, erhalten i sofort bei ihrer Einwande- | rung die spanische Staatsi bürgerschaft. Es gibt Kreij se. die behaupten das Fran- ' co selbst marranischer Ab- , stammung sei. Vor zwei zwei Jahren sprach eine jüdische Delegation dem Staatsführer ihren Dank für seine judenfreundliche Haltung aus. >« ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ < >♦»♦♦«*♦♦♦♦♦< MALERARBEITEN K. Rosenhain Günter Stern, LEANDRO N. ALEM 2530 T. E.: 795-8710 MUNRO und 740-1825 \ Teppichhaus - M. Hochberg ♦ UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKNUPFTEN i ♦ TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN { FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. <> ♦ J Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichterungen!! MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. 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