Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1953 (30.3.1962)
- Date
- 1962-03-30
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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DAN HOTEL - Tri AHr ■ KING DAVID ’HOTEL Jtmalen « ACCAQIA GRANO HOTEU- Herzfij SHAAR LANEGUEV HOTEL - Bersten Viernes, 30 de Marzo de 19(52 LA SEMANA ISRAELITA Ano XXIII. — No. 1953 ) Vorteile der offenen Diplomatie Für den denkenden und mit seiner Umwelt in Kontakt bleibenden Menschen! gibt es seit der weitgehen- \ den den Aufgabe der sogenannten „Geheimdiplomatie” weitaus weniger unangenehme Ueberraschungen als zu jener Zeit, da nur eine Handvoll von Menschen in jedem Staat wusste, was wirklich vorging. Die überwiegende Masse sah sich oft piötzlich — fremden Uniformen gegenüber. Diese Zeit ist vorbei, viele Komponenten haben dazu beigetragen. Die Demokratisierung, die Ueberzeugung, dass die Macht in einem Staat vom Volk ausgeht, hat weit grössere Fortschritte gemacht als der durchschnittliche Kritikaster und Raunzer (wer weiss sich hier frei von jeder Schuld,) wahrhaben will. Schon die Tatsache, dass man kritisieren und raunzen darf, ist ein Beweis für den Fortschritt der Demokratisierung. Damit sind wir schon bei einem wichtigen Unterscheidungsmittel zwischen Demokratie und Diktatur. Denn, dort wo der Mensch wenig oder gar kein Recht zur Kritik an der Lenkung des Staates hat, dort beginnt die Geheimdiplomatie, die Geheimpolitik. die Diktatur. Dort sieht sich die Oeffentlichkeit plötzlich unangenehmen Ueberraschungen gegenüber. Nachher weiss man dann nie „wie es gekommen ist”. Dem eingangs zitierten „denkenden und mit seiner Umwelt in Kontakt bleibenvon GEORG KUENSTLESGER, Wien Menschen” muss es doch auffallen, dass er nur dann von Ereignissen in einem Land überrascht wird, wenn er von dort zu wenige Informationen hat, um sich ein eigenes Bild machen zu können. Das sind dann die Länder, die wir ruhig als Diktaturen bezeichnen können, selbst dann, wenn sie nicht-kommunistische, ja sogar zur westlichen Allianz zählende sind. Denken wir da an Aegypten, an die Türkei, an Spanien und Portugal. In diesen Ländern sowie in den Staaten mit kommunistischer Herrschaft wird heute noch eine Geheimdiplomatie und eine Geheim- Politik gemacht, deren unj angenehme Auswirkungen j ganz plötzlich kommenuns also überraschen. Es ist das gleiche wie in der Diktatur hitlerischer Prägung, bei der sich z. B. Oesterreicher, Tschechen, Belgier, Hollän der und Polen plötzlich — j ebenfalls wie eingangs erwähnt — vor fremden Uniformen befanden! Die Be-! griffsgebung hat sich ver-! wischt, wir müssten zu viel j einfacheren Benennungen zurückkehren als uns heute Psychologie Experten vor-1 setzen. * Man muss die Dinge beim Namen nennen. Sonst gerät man in die Gefahr, den Gegner eines Nationalsozialisten, den eines Kommunisten oder den eines „Faschi- CADENA ISRAELI DE HOTELES DE PRESTIGIO se complace en comunicar a los Agentes de Viajes y al público en general que, a fin dé subsanar inconvenientes y asegurar automáticamente los pedidos de reserva, ha abierto una Oficina en Buenos Aires, que atenderá todo lo reía* cionado con los mencionados h óteles israelíes, que se cuentan entre los más modernos y confortables del Medio Oriente. Asimismo, hace saber que todas las plazas en dichos hoteles están ocupadas hasta el 15 de Junio del año en curso y se aceptan reservas a partir de esa fecha. Además, deben efectuar ya sus reservas de comodidades los interesados en participar de los festejos con motivo de la inauguración del DAN CARMEL HOTEL en llaifa, que se efectuarán en los meses de Julio y Agosto de 1962. CADENA ISRAELI DE HOTELES DE PRESTIGIO CORRKNTES 202 5¡- 3» T. E. 45-3094 y 49-2253 . »UENOS AIRES _. sten” (schon da ist nicht mehr eindeutig, was das ist) iür einen guten, anständigen Menschen zu halten. Nun, die Erfahrung lehrt, dass das sicherlich nicht wahr ist! Deshalb bleibt derjenige ein Terrorist, ein Diktator, wenn er auch, vielleicht gerade weil er andere Terroristen und Diktatoren bekämpft. Nach dem Zusammenbruch der Diktatur hitlerischer Prägung hat die Methode der Geheimdiplomatie immer mehr an Boden verloren. Die Verhandlungen zwischen Staaten und Staatengruppen finden nur mehr selten in den geheimen Kämmerchen von Berufsdi-i plomaten statt. Sie werden j lange vorher angekündigt und stehen zu einem grossen Teil unter der Beobj achtung der Presse, des Rundfunks und des Fernsehens. Für die Oeffentiich-' keit gibt es nur einen ganz beschränkten Raum zur Ueberraschung. Diese Methode gibt den Völkern tatsächlich die Möglichkeit, irgendwie teilzunehmen. Bereits in der Vorbereitung kann das Volk durch die Presse und die anderen Massen - Informationsmittel seiner Meinung Ausdruck geben, fördernd und brem send wirken. Diese Art'der offenen Besprechungen, wie sie vor einigen Jahrzehnten zwischen Staatslenkern unbekannt und unmöglich waren, hat. wie alles, was übertrieben wird, gewiss auch ihre Nachteile. Die Völker erhoffen sieh von den sogenannten .Gipfedkonferenzen’ viel zu viel und sind demgemäss vom Ausgang solcher Zusammenkünfte enttäuscht. Um es populär auszudrükken: es ist doch nicht so, dass der Präsident der Vereinigten Staaten zum Regierungschef der Sowjetunion CARLTON- KLEIDUNG zum Herbst; Strassenanzüge, Sport-! anzüge, Gesellschafts- | anzüge, Sport-Sakkos, j Kombi - Hosen, Regenmaen'rel, Gabardinmaentel," Uebergangs- und Wintermaentel j Und wenn Sie Masskleidung I wünschen, erst recht zu uns!! 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Demgemäss sind es die tausenden, j kleinen Rädchen, die die < Weit im Gleichgewicht halten und nicht der nach aussen gestellte „Gipfelmensch”. Wir begrüssen aber, dass j anstelle von geheimen Verhandlungen offene Besprechungen stattfinden. Eine solche offene Besprechung zum Beispiel war die letzte Wiener Konferenz zwischen Kennedy und Krutschew. In der Oeffentlichkeit wurde sie sehr abträglich kritisiert" Warum? Weil sie nicht anschliessend das „Paradies auf Erden” brachte. Diese offene Aussprache erbrachte aber ganz real, dass jeder Gesprächspartner die Gren zen seiner Macht und die dies anderen erkannte. Das war etwas sehr Positives. Das sieht man schon daraus, dass in der Zwischenzeit der so oft angekündigte „Heisse Krieg” nicht ausgebrochen ist Das war eben einer der wenigen Fälle, wo ein „Gipfelmensch” den gleich hohen Gipfel des anderen zur Kenntnis nahm und anerkannte. Es ist auch sehr begriissenswert, wenn führende Politiker eines Staates als „Botschafter in eigener Sache mit denen anderer Länder konferieren. Wir in Oesterreich haben gerade in letzter Zeit auf diesem Gebiet sehr gute Erfahrungen gemacht. Bundeskanzler Dr Gorbach hat, wie bekannt. eine mehrtägige R?iSe in die Schweiz gemacht. Es wurde, auf einen Nenner gebracht, die Haltung dieser beiden neutralen Staaten auf dem Gebiet der Zusammenarbeit mit der EWG besprochen. Ein ausgezeichnetes Beispiel von dem Vor- 1 teil der offenen Diplomatie ' LA SEMANA ISRAELITA BiSEMANARlO INDEPENDIENTE ft». Aires - PUEYRRECOM 2190 1* >»q. - T E. 83 261 39. März 1962 24. Adar II 5722 Gewiss werden Detailfragen von den „kleinen Rädchen” j ausgearbeitet werden, es war aber wichtig, dass füh-1 rende Staatsmänner, einander ins Auge sehend, abmai chen konnten, jeder Staat werde unter Wahrung seiner Neutralität, zweifellos den Weg zur europäischen Zu- 1 sarpmenarbeit, zu einem gemeinsamen Europa gehen. Vizekanzler Pittermann! hat in letzter Zeit ebenfalls mehrere Reisen unternommen. Er war in Polen, Belgien und anderen Ländern. Auch hier war Sinn und Erfolg der Konferenzen eklatant. Wurden doch Wirtschaftsfragen der Aus- und der Einfuhr von Waren besprochen, die in das Ressort des Vizekanzlers, des der verstaatlichten Wirtschaft, fallen. Aehnliche Reisen und Besprechungen führten der Bundesminister für Elektri zitätswirtschaft, Dipl. Ing. Waldbrunner, Handelsminister Dr. Bock und Aussenminister Dr. Kreisky durch. In einer Zeit der Vorberei. tung der Integration Europas, die kommen wild, weil sie kommen muss, ist es wichtig, den eigenen Standpunkt zu erklären und den des Partners zu erfahren. Ebenso war es bei der Reise des Finanzministers Dr. Klaus nach Bonn, wo mit dem deutschen Finanzminister Dr. Starke Einzelheiten über die Behandlung des Finanz- und Ausgleichsabkommens von Bad Kreuznach und der Deutschen Bundesrepublik festgelegt wurden. In den obigen Zeilen wurden zahlreiche Reisen und Besprechungen einiger Regierungsmitglieder Oesterreichs erwähnt, die man also als „kleine Gipfelkonferenzen” bezeichnen könnte. Eine solche offene Diplomatie anstelle von Geheimbe- Lehrerausbäidung London. — Die beiden bisher im Iran b-stehenden Jeschiwot, die mit Mitteln des American Joint Distribution Commitee unterhalten werden, sind jetzt zusammengelegt worden. Neuer Sitz der Jeschiwa ist Shires. Sie :st von der persischen Regierung als Lehrerbildungsstätte anerkannt worden. — i JTA). Bormann verhaftet? Westberlin. — Die westberliner Polizei gab bekannt, sie habe sich an die Interpol mit dem Ersuchen gewandt, die Identität eines Mannes festzustellen, von dem man vermutet, er sei Hitlers Stellvertreter Martin Bormann. Die Polizei teilte mit, der vor ca. zwei Wochen wegen betrügerischer Manöver Verhafte te habe angegeben, Chilene zu sein. (ITA) sprechungen halten wir für gut. Sie steht auch unter einem so starken Scheinwerfe rlicht, dass nur wenige Details — falls überhaupt beabsichtigt — der Oeffentlichkeit unbekannt bleiben könnten. Es kann da kaum Ueberraschungen unangenehmer Natur geben Gerade weil alles so öffentlich geschieht und geschah, konnte auch die Kritik nicht ausbleiben. Es ist nur störend und sinnlos, die ja doch gemeinsam festgelegte und gemeinsam durchgeführte Aussenpolitik zu bekritteln, wenn sie ein bestimmtes Regierungsmitglied — das natürlich einer Partei argeliört — in die Tat umsetzt. JORMAR Agencia de viajes y turismo FLUGZEUG UND SCHIFFPASSAGEN T t; 4 T ♦ 1» Verpackung: und Gepäckbeförderung: . Versicherungen f CORRIENTES 2537/47 l*~oi. 18 f i ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE SPRECHSTUNDEN: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 15 bis 18 Uhr 30 fTelef. Auskünfte werden NICHT erteilt) Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltern gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. PUEYRREDON 2190 esq Av. LAS HER AS — T. E. 83-2613