Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1962-03-19 · 1951 (19.3.1962) · p. Seite 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1951 (19.3.1962)
Date
1962-03-19
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
92% known words query
IRI
…/9616703-9612947-9613099--1985-9613107
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

7 entity mentions

; — Vierr.es, IG cíe Marzo Je 12G2 JU SX ¡3 l!c ¿W rX XN I iï IV ,‘l £/ L 1 1 ¿X Aña XXIII. — No. 1951 fi S* f f (Tl i. -i N J 3f firt W';:? ci p UÍ ïiM " es H H-, et fj ► U & R> n 91. L J Die 14. Weltkonfarenz der Y.Ve, die im Februar in Is iv. ei iagte, beschloss c!i$ Fusion der V/elt-Leitung mit der israelischen Lanclesleitiuig. Das neue Organisaticmspncgrainm, das von Dora Goldstein, Milglied der Welccxekutlve aus England, v. .rg '.schlagen worden war, wurde von den 185 Delegirrtinne.i aus 20 Ländern einstimmig angenommen. Die Konferenz beschloss fcr.-.cr eine weitgthende Reorganisation der gemeinsamen Welt- und Landesleitung, die lolgendermassen zusammengesetzt ist: Priisid :r.tin < bleibt)- Rebecca Sieff; Vizepräsidentin ist Rosa Ginossar; die Abteilung für Arbeit in der Diaspora, Propaganda und Aufklärung leitet Toni Hauser- Zeisler. die praktische Arbeit in Israel und die sozialen Institutionen Rava Jaglom, und die Vorsitzende des israelischen Landesver bandes ist Channa Levin, Finanzreferentin Mirjam Ben- Forath. Die Gesamtleitung besteht aus 23 -Vertreterinnen der Diaspora (bisher waren es 22) ur.d aus 23 Vertreterinnen Israels (bisher 21). zusammen also aus 50 Mit* gliedern. Die Delegationen aus 22 lateinamerikanischen Ländern hielten am 15. und IS. Februar eine Vorkonferenz unter Vorsitz von Estclla Schapiro aus Buenos Aires ab. Da diese Weitkonferenz vor allem Organisationsfra* gen gewidmet war, konn'e die Präsidentin der argentinischen Föderation, Frau Dr. Iiadassah Grinberg. die gute Verarbeit für den Verfassungsentwurf geleistet hatte, einen bedeutenden Beitrag zu den Entscheidungen liefern, der allgemein anerkannt wurde KAMPF GEGEN ASSIMILATION Am 21. Februar wurde die Wellkonfei enz der Wizo in Anwesenheit vor. dreitausend Gästen, Delegierten und des diplomatischen Korps im grössten Saal Tel j Avivs, im Koi.zerthaus, eröffnet. Ministerpräsident Ben Gurion'rief die Frauen auf, besonders für die Wahrung der Werte des Judentums in ihren Familien und ihrem weiteren Einflusskreis zu sorgen. Er skizzierte die Aufgaben der Frauen in der Geschichte des jüdischen Volkes seit de.r biblischen Zeit und forderte die Delegierter, der Konferenz auf zu veranlassen, dass ihre Kinder und Enkel Hebräisch lernen ur.ci sich mit der jüdischen Geschichte vertraut machen. Von den Frauen und Müttern hänge es heute ab, ob die jüdischen Werte in der Galut hochgehalen werden und der Kontakt mit dem Staat Israel gewahrt bleibt. „Lehrt eure Kinder Hebräisch und schickt die Jugend nach Israel’”, schloss B. G. siine Ansprache. DIE ERÖFFNUNGSFEIER Die Eröffnungsfeier der Konferenz war ausserordentlich eindruc-ksvolll. Zog linge von Landwirtschafts¬ und Berufsschulen zogen mit den Fahnen der Länder, die durch Delegationen vertreten waren, zu den Klängen eines Militärorchesters auf die Bühne, wo sie Aufstellung nahmen. Die Festversammlung wurde mit.der Nationalhymne, der Hatikwa, eröffnet, worauf die Präsidentin,. Frau Sieff, die Errungenschafteil der Wizo während der 42 Jahre ihres Bestehens kuz darstellte und 'erwähnte, dass gelegentlich dieser Konferenz ein Tagesheim in der Einwandererstadt Kirjat Gat eingeweiht wird, das die 500. Institution der Wizo ist. Sie begrüsste. dass die Föderaton Hadas- .-a-V/lzo Kanada ihre Lardesko:;f, reiz i;i Is.t.el abhält und teil e mit, dass in Tel Aviv eia r.eu.:s, grosses Wizo-Zentrum gebaut wird, da das alte Cobäurie den zunehmend ca Erfordernissen nicht mehr entspreche. Begvüssur.gen der Gattin des Staatspräsidenten, Rachel Janait Ben Zwi, und des Präsidenten der Zionistischen Organisation, Dr. chum Gcldmann, wurden verlesen, und hierauf folgten kurze Ansprachen der Vorsitzenden der gross’en Delegationen, darumer auch namens der Delegationen von einem Sonderkorrespondenten Arbeit i:i Israel, wo die Wizo auf gewisser, Gebie.cn der Ec-ziai- und Erziehungs- Arbeit eine anerkannte Sonderstellung einnimmt. Die F i n a n z r.e i e r e n t i n e r s t a 1 te t e den Kassenbericht über die letzten viereinhalb Jahre seit der vorigen Weltkonferenz. In dieser Zeit hat die Wizo 41 Millionen IL aufgebracht, davon 47 Prozent in der Diaspora und 53 Prozent in Israel. Davon wurden für die Fürsorge von Mutter und Kind 30 Prozent, für landwirtschaftliche Erziechen liesse. Dadurch werden die ausländischen Wizo-Verbände direkten Einfluss auf die Tätigkeit in Israel gewinnen. In der Debatte gab es anfangs manche ELnwiinde, u. a. wurde eine Uebergangszeit vorgeschlageh, aber schliesslich wirkten doch die Argumente für die Fusion des Präsidiums überzeugend, und der prinzipielle Beschluss für eine ein heitiiehe Weltleitung wurde einstimmig gefasst. Dem Konstitutions-Comité wurde Agency Zwi Lurje, Erzlehungs- und Kulturminister Abba Eban, der Vorsitzende des KKL-Direkforiums Jaakow Tsur, Vize Sicherheitsminister Schimon Peres und Aussenminister Golda Meir. GESELLSCHAFTLICHE VERANSTALTUNGEN Freitag und Schab'bab waren für gesellschaftliche Ereignisse reserviert. Es fand eine israelische Modeschau statt, eine Oneg-Sehabbat Feier und eine Cocktail-Party, die die Präsidentin Frau Rebecca Sieff für die Delegierten im Aecadia-Hotel veranstaltete, und an der *«Í8¡ p#4 ‘ «•-»TO Miifisiekpräsident David Ben G«non begrüsst die latein-i Buenos Aires und Mitglied der Exekutive der Welt-WIZO amerikanische Delegation zur 14. Weitkonferenz der in-J in Argentinien, Frau Gemma Camerino, Mitpräsidemin terriatiOiialen Zionistischen Frauen-Organisa.ion in Tel der WIZO-Föderation Brasiliens, Frau Dr. Hadassa Aviv. — Von links nach recijts: Fräulein Estela Schapi- ' Grinberg. Präsidentin der argentinischen WIZO (OSFA), ra, dis Leiterin der lateinamerikanischen Abteilung in' I ran Sofia de Nisser.son von der argentinischen Wizo und Mitglied der Exekutive der W’elt-WIZO. geben,^ die einen Ueberblick über die Bedeutung der Wizo-Arbeit bieten: Die Weltföderation hat in 52 Ländern 220.000 Mitglieder. In Israel bestehen 161 Zweigstellen mit zusammen 60.000 Mitgliedern. Für Kinder gibt es in Israel 112 Institutionen, die sich mit der Fürsorge für 5.020 Kinder befassen, ferner 57 Kinder-Klübs und Spielplätze für Schulkinder, zum Grossteil ir> Zusammenarbeit mH den Stadtverwaltungen, die von 8.600 Kindern besucht werden- 13 Nachmittags-Klubs für Mädchen in Maabarot (Ueber gangslagern) und Einwanderer-Zentren. die 870 Mädchen erfassen, und 65 Sommerlager für Kindergärten und Schulkinder, an denen 6.000 Kinder teilnehmen. Unter den 14 Landwirtschafts- und Berufsschulen aller Art tauch zusammen mit anderen Institutionen), in denen es 3.494 Schüler gibt, figuriert auch die von der Wizo Argentinien erhaltene Landwirtschaftsschule in Afule mit ihren 180 Schülern. Ferner unterhält die Wizo Frauen-Heime, Werkstätten, beschäftigt in Heimindustrie 600 Frauen, gibt Haushalts- und Kiichen-Kurse, unterhält Klubs für ältere Leute, Leihbibliotheken, Beratungsstellen, Kleiderkammern usw. der ■ lateinamerikanischen Staaten von’Frau Dr. Iladassah Grinbeig. Zum Absehlus der feierlichen Versammlung führten Schüler des Instituts „Ha- Ziehung 22 Prozent und für Berufsausbildung anderer Art 11 Prozent aufgewandt. 8,5 Prozent des Budgets kostete die Administration. Die Abwertung gereichte dassim” israelische Volksi der Wizo zum Segen, da sie tänze vor. Während de. darauf folgenden Arbeitstagung erleichterte die Simultajj-Uebersetzung, die durch Hörgeräte übertragen wurde, _ den Delegierten den Ver- ’ höht werder handiungen zu folgen. Argentinien war durch zwanzig Delegierte vertreten und j erhielt drei Sitze im Präsi dium der Tagung. nun statt 1,80 pro Dollar 3 IL bekommt. Zur Zeit der Konferenz hatte die Wizo auf ihrem Bankkonto 800.000 IL gut. Das neue Jahresbudget soll um 250 000 Dollar er¬ DIE ARBEITS-SITZUNGEN Die Vizepräsidentin Rosa Ginossar gab einen Ueberblick über die Erfolge der Tags darauf stand die Konferenz im Zeichen ihrer Hauptaufgabe, der Organisationsreform. Dora Goldstein (England) betonte die ge. Notwendigkeit, die leitenden Instanzen' der Weit-Föderation und der Israel-Wizo zu koordinieren, was sich am besten durch Fusion erreiaufgetragen, die personellen Wahlvorschläge vorzubereiten. Im Permanenzausschuss war Argentinien durch Frau Sofia Nissemson vertreten. Der Ausschuss schlug die Einsetzung von Sonder-Kommissionen vor, und zwar für Finanzen und Geldaufbringung, Organisation, Erziehung, Publikationen und Aufklärung, Touristik, Kinder- und Jugendfürsorge, Landwirtschafts- und Berufs-Ausbildung, Dienstleistungen für Frauen. Statuten und Resolutions-Anträ- Die Eichmann- Memoiren Jerusalem —Dem Obersten Gerichtshof wurde der Antrag unterbreitet, das von Eichmann im Gefängnis geschriebene Buch als Beweis für die „wahren Gefühle” des Kriegsverbrechers zuzulassen, der für seine Schandtaten zum Tode verurteilt worden ist. auch die Botschafter und Gesandten von Argentinien, Australien, Brasilien, England, Belgien und der Schweiz teilnahmen. Besonders eindrucksvoll i wirkte ein feierliches Ban-1 kett, das unter Vorsitz von i Rosa Ginossar den in Israel' akkreditierten Diplomaten ‘ aus einigen afrikanischen j Staaten gegeben wurde, die mit ihren Damen erschienen waren, so den .Vertretern , von Ghana, Liberia und der ' Elfenbeinküste. Das Aussen- ■ ministerium war durch sei-' * ejm e nzu Dr ne n. nen Vize - Generaldirektor Ehud Awriel vertreten. . Friedrich Ebert-Stiftung Tel Aviv. — Eine Delegation der Friedrich Ebert- Stiftung in der Bundesrepublik hielt sich zehn Tage lang auf Einladung der israelischen Regierung, in Israel auf, um Einrichtungen der Erwachsenenbildung, vor allem Ausbildungsstät. ten der Entwicklungshilfe, Die Streikbewegung in Israel Tel Aviv. — Alle Apparate der, EL AL-Fluggesellschaft stiegen nicht auf, nachdem es zwischen der Gesellschaft und den Piloten zu einem Streit kam,, den die EL AL als „Streik” und die Piloten ais „Aussperrung” bezeichneten. Die Passagiere wurden mit anderen Linien gehörigen Flugzeugen befördert. Auf Ersuchen der EL AL schickten u. a. die belgische Gesellschaft Sabena und die British Airways ihre Apparate nach Lod um die Fluggaste an Bord zu nehmen, so dass niemand am Abflug gehindert wurde. Die Histadrut lehnte es ab, mit den Vertretern der Piloten zu verhandeln, denn sie stellte .sich auf den Standpunkt, die Piloten sollten erst die Arbeit wieder aufnehmen, bevor sie Forderungen stellten. Nach Aussage der Gesellschaft verweigern die Piloten, mehr als acht Stunden pro Reise zu fliegen, obzwar der Vertrag 12 Flugstunden ohne Unterbrechung vorsieht. Jerusalem. — Die Arbeiter der Müllabfuhr von Jerusalem streikten mehrere Tage, um höhere Löhne und andere Vergünstigungen durchzusetzen Die Stadtverwaltung hatte die Bevölkerung auffordern müssen, den Müll zu verbrennen oder zu vergraben, um Krankheiten vorzubeugen. , Dig nunmehr gewährten Lohnerhöhungen sind rückwirkend vom April vergangenen Jahres. Die Mitarbeiter haben ein Anrecht auf längere Ferien eder die Bezahlung ihrer Arbeit ,an *FeteTfagen ur.d Nachtarbeit während der letzten drei Jahre. (ITA) Auf der Sitzung nach Schabbat-Ausgang, der Frau Dr. Hadassah Grinberg präsidierte, wurde der Arbeitsplan für die nächsten vier Jahre vorgeschiagen und I besprochen. Referentin ivar Rosa Ginossar, die beson-1 ders betonte, dass es Jahre 1 dauere, bis sich Einwande-; rer wirklich eingeordnet haj ben können, und dass die , Wizo speziell den Frauen j und Kindern dabei helfen j müsse. In der weiteren Ausj spräche wurde auf alle Ge- 1 biete der Wizo-Arbeit Bezug ■ genommen, besonders. auch unter Betonung der jung- ' sten Erfordernisse. Die rej ge Debatte beschädigte auch die Sonntag-Vormittag- Sitzung. Nachmi’tr.gs und Montag Vormittag standen Probleme der Föderation zur Debatte.! Wie dies auf den IConfe-, renzan der Wizo üblich ist, I hielten auch diesmal pro- \ minente Persönlichk.iten ( Vorträge über die verachte-j denen Arbeitsgebiete. 'o"eit| sie für die Wizo im Lande und in der Diaspora ven uo-1 mittelbarer Bedeutung sUd:; Der Finanzreferent der j Jewish Agency Avj' Pi ikus,; der Lei er der Ör.gan'.sa-• Uonsabuilaiig der Jewis’.i, WAS DIE WIZO LEISTET Aus den umfangreichen Tätigkeitsberichten, die der Weltkonferenz Vorlagen, seien hier einige Einzelheiten zusammengefasst wiederge- Die Delegation wurde vom Geschäftsführenden Vorsitzen der Stiftung, Alfred Nau, und von Willy Eichler, Vorstandsmitglied der SPD, geleilet. Sie wurde unter anderem von Aus&enminisfer Golda Meir. und Erziehungsminister Abba Eban empfangen. (AWZ) findet s. 9 Uhr in statt. Die BARMIZWAH unseres Sohnes RAUL G. w. am Samstag, den 24. März 1962, um der Chaim Weizmann-Synagoge, Arcos 2319, Egon Kollmann und Frau Lizri, geb. Loewy Empfang, Samstag, d'en 24. März, Araoz 2755, 4. St. von 17—19 Uhr, Die BAR MIZV/A unseres Sohnes JORGE R1GABD9 fii'.o'ct s. C. w. am Sonnabend, den 17. d. M., um 9 Uhr früh im Tempel der Congregación Israelita in der Libertad 735 statt. SIGFRIDO RECK und Frau RUTH geh. SCHON Pasteur 550 — piso 4 dp. C.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.