Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1951 (19.3.1962)
- Date
- 1962-03-19
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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pinchas;>¿5l 1«SENBLUETH J[f “twickl, Sft'SÍ «¿t”“ Pendes $ r Und nnge!“■ >»5 t5is «rneinung Hissten. Es h "«W um 'e¿ “Äoffe sta“ en °ä« positivi. lnKsondert er zu Erzählende it eingeleitet wurde, und nach einem Referat über die Geschichtsdarstellung der Französischen Revolution, hielt Prof. R. Mahler einen umfassenden Vortrag über die Geschichtseltgesehichüidia Schreibung S. Dubnows, anvon dieser univer lässlich der Wiederkehr seisutung her title nes 10°- Geburtstages. 'ff aus und werte. Als ester jüdischer Histogenstand. riker stellte Dubnow die Jtonung des.% wissenschaftliche Erforie auch die Verde schunS des jüdischen Zen- 5 Einzelgescheiei trams in Osteuropa in den tlich von einer % Mittelpunkt. Im Gegensatz sen 'tragen, die Tis 'sein des Götti. Geschehen ahnte, mehr und gewiss )gmatisches daragen konnte, Pr» uon sprach auch die Auswirkungen ichichtsschretag isserhaib Deutsch Israel sei es vor F. J, Baer, der im kes die universationale Verfiochr Geschichte leh- LTERL1CHE H. ben Sasa» ler jüdischen miten Chronik eigemg, die. von der n damaligen Gereibung beei»- i von ihr vor & :r Herausstellung lösen untwsebfl- ¡t von de® I*- (gensatz zur Davon der Gelingdes von dieser ¡ugn Glaub® nd bemüht sieh I ¿er eigenen uffl iösen Auftrag» Issenden und si® herauszusteüea iligen N -- de zu heilig® JESCHICHTS SG Etiinger beb»1' zu Graetz und anderen wies er auf das Bedeutsame der messianischen Bewegungen und des Chassidismus hin, und lehnte jede metaphysische Erklärung der jüdischen Geschieht« ab. Er wollte sie vielmehr in positivistischem Sinne aus sich heraus, aus der Tatsache ihrer Existenz verstanden wissen. Alles Geschehene, vor allem die Tatsache, dass das Volk nicht mit dem Staate unterging, betrachtete er als Ringen um den Kampf ums Dasein und als Anpassung an die jeweilige Situation mit den entsprechenden Mitteln. Die Geschieh te der Galut bedeutete für ihn die Auflegung einer Zwangsordnung, gleichsam einen „Winterschlaf” des Genius des jüdischen Volkes, bis die neueste Zeit ein Erwachen herbeiführte. Zugleich zeigte er, von J. Mill beeinflusst, die — allerdings notwendigerweise vergebliche, daher tragische — Auflehnung mancher Einzelpersönlichkeiten gegen die Zwangsdisziplin des Rabbinismus. Bei aller Bedeutsamkeit von Dubnows Werk und der von ihm herbeigeführten Säkularisierung der Geschichtsauffassung wies Professor Mahler auf die unzulängliche Darstellung der wirtschaftlichen und sozialen Faktoren hin, die das Gesamtverständnis der Epoche, vor allem auch der Gemeinde-Institutionen, beeinträchtige. Dubnow blieb bis zuletzt seiner aufkläreri- Seschichtsscl® sehen Haltung treu. Noch im j. in ihre»» Sommer 1939 wandte er v mit der da®* sich in seinem wohl letzten nsebaft des £ Artikel gegen eine Rückkehr ein urspr^ Ins Ghetto; wir müssten iaies den Idealen der Französisch,en Revolution die Treue i seinen jef1? wahren, 1940 gestand er al- Briefen lerdings Hillel Zeitlin, dass später z« elf.® Bedeutung Erez Isra- 5? —♦tnunte». eis früher nicht richtig eingeschätzt habe. In der Diskussion zu die- .. ^e^erat wies der Schreiber dieses Berichtes auf die Beschränktheit des Dubnowschen Geschichtsbildes hin, das sich von seiner an die naturwissenschaftliche Auffassung nicht befreien konnte und die Eigengesetzlichkeit geisteswissenschaftlicher und geschichtlicher Darstellung ■chtverstand. Daher haben dubnow geistige jüdi- Wfrte — jedenfalls in der Galut — keine eigene * arg? \£$i s ¡¡**s jüdisebef « wtoj* B»t«r len erstrebten, wenn auch Graetz schon stark von romantischen Gedankengängen beeinflusst war. Im Hinblick auf eine ähnliche Entwicklung in der deutschen Historiographie warnte Dr. Ettinger davor, das Nationale, Soziale oder auch den jüdischen Staat als letztem äuHTÜ11 Werte zu deuten und das der jüdischen Geschichte im - Gegensatz zu anderen Völngetrageje-™ kern E*gene zu verkennen. Ä-?erade Hä SIMON DUBNOW Gren»n % esir Obipirti.ju, Nach einer Aussprache über den erzieherischen ff? gesetzt m - — - er in Ge„a Wert der .Quellenbenutzung l€*en seiner ¿j. im Geschichtsunterricht, die a5 .'Patriotische” von Dr. N. Sonn und Dr. J. Wrme « seinen Toury .~J~ Bedeutung, sondern sind funktional zu verstehen als Mittel im Kampf um die Erhaltung der Existenz des Volkes, eine Auffassung, die sich erzieherisch unheilvoll auf die von ihr beeinflussten Gelehrten und Lehrer wie auf die heute heranwachsende Jugend aus wir kt. Aufgrund der Ergebnisse moderner Geschichtsforschung wissen wir auch, dass die Grundlagen des Talmud — also die nach Dubnow für die Galut spezifische Leistung — zur Zeit des zweiten Staates in Erez Israel gelegt wurden. Die Freude der Gesetzeserfüllung, der propagandistische Eifer und die Hingabe des Lebens um des Heiligen Namens willen bleiben bei Dubnow unverständlich. Zugleich wurde Dubnow trotz des Titels seines grossen Werkes — „Weltgeschichte des Jüdischen Volkes” — nicht den Zusammenhängen zwischen allgemeiner und jüdischer Geschichte gerecht. In zwei weiteren Referaten wurden Fragen der ame-' rikanischen Historiographie und das neue Heldenbild Ivans des Schrecklichen in der sowjetischen Geschichtsschreibung behandelt Die Tagung war ein deutlicher Beweis für die Fruchtbarkeit und Dynamik der Geschichtsbetrachtung in unserer Zeit, die bereit ist, sich von dogmatischen Haltungen vergangener Tage zu lösen. fo ■ Am 15. Dezember 1961 hat man Dr. Nadja Slein zu Grabe getragen, nach einem in unendlicher Geduld und s'ets von neuen Hoffnungen erfüllten monat Hangen Leiden. Wie sehr der Geist Herrscher über den Körper ist, hat sich bei Nadja Stein zur Bewunderung aller ihrer Freunde erwiesen. Biä zum letzten Tage vor ihrem Tode hat sie von ihrem Krankenlager aus mit unvermindarter Energie die beiden von ihr gegründeten Klubs geleitet: den Klub des Goldenen Alters auf dem Karmel und das Moadon l’Gwuret in der Allenby Strasse in Haifa. Nadja Stein, 1891 in Russland geboren, hat den grössten Teil ihrer Jugend in Wien verbracht. In ihrer ausserordentlich warmherzigen lebenstüchtigen und fürsorglichen Mutter hatte sie das Vorbild für ihr späteres soziales Interesse. Ungewöhnlich frühzeitig bezog sie die Universität und unterrichtete während ihres Studiums Geschichte und Erdkunde. Während des Ersten Weltkrieges wurde sie kriegsgetraut Für ihr Doktorat ging sie anschliessend nach Zürich, weil es in Wien damals noch nicht zu erlangen war. Sie promovierte bei Prof. Eugen Grossmann mit einer Arbeit „Politische Statistik von Gross-Zürich“, die — eine seltene Auszeichnung — vom Zürcher Stadtrat gedruckt und herausgegeben wurde. Ihre zionistische Tätigkeit begann in den zwanziger Jahren in Budapest. Die Jahre 1924—26 finden sie in Amerika und Kanada, wie sie in der Fürsorge für Progromflüchtlinge mitarbeitete, eine publizistische und Lehrtätigkeit entfaltete und i/®; 4P'-'-- Dr. ALFRED MARCUS s. A. Es scheint für den unlängst in Israel gestorbenen, soziologisch analysierenden Wirtschafts - Schriftsteller Dr. Alfred Marcus kennzeichnend zu sein, dass er in neueren jüdischen Nachschlagewerken, den „Who’s Who?”, wie sie in Nordamerika und Israe1 erschienen sind, mit keinem Wort erwähnt ist. Er hätte es verdient. Aber er hat nie im Licht der Oeffentlichkeit gestanden und, vermutlich, auch nicht stellen wollen, weder, bis 1933, in Berlin noch später in Palästina und Israel. Obwohl er im Mandatsland und im jungen Staat wichtige Aemter im Wirtschaftsleben in Banken, Verbänden und Ministerien, bekleide* hat — sein Leben gehörte der schreibenden und der (insbesondere) jüdisches Wirtschaftsschicksal beschreibenden Feder. 1931 erschien in Berlin im Verlag Georg Stilke eine aufsehenerregende soziologische Untersuchung, betitelt „Die wirtschaftliche Krise des deutschen Juden”. Verantwortungsbewusste Juden hatten damals begonnen, sich mit den Konsequenzen der ungünstigen beruflichen Zusammensetzung des mittelständischen jüdischen Bürgertums in Deutschland zu befassen und sich über Massnahmen zu einer Umschichtung, zu einer Umformung ernsthaft den Kopf zu zerbrechen. Es war Dr. Marcus, der diese höchst beachtliche Abhandlung verfasst hatte. Schon vorher fand man den Namen dieses Mannes, der 1921 mit einer Dissertation über „Die Ostjudenfrage als wirtschaftliches Problem” promoviert hatte, in jüdischen Zeitschriften, so in den Schriften des Arbeiter-Fürsorgeamtes der jüdischen Organisationen, Berlin (zusammen, was von Inteiesse sein mag, mit Alfred Berger, Dr. Werner Senator. Dora Strauss- Weigert und Dr. Margarete Turnows'^/-Pinner), auch in dei Zeitschrift „Jüdische Wohlfahrtspflege und Sozialpolitik” („Juder im deutschen Metallhandel”, „Juten im deutschen Bankwesen”,' „Die Familie Tietz und die deutsche Wirtschaftsentwicklur.g”, „zur Wirtschaftsgescnichte der Juden in der Provinz Posen” — um damit nur einige Hinweise aui die weiten Grenzen zu geben, innerhalb deren sich dieser Fachschriftsteller bewegte). Alfred Marcus hat auch in Israel manches publiziert; 1957 erschien aus seiner Feder eine Geschichte der Industrie in Erez Israel. Noch vor seinem Abitben hat er sich, aus reicher Kenntnis und aus gutem Material schöpfend, eines Forschungsauftrages entledigt, mit dem er vom Leo Baeck-Institut betraut worden war: er hat die erste Fassung seiner Abhandlung über „Die wirtschaftliche Tätigkeit der Juden in Deutschland (1760 bis 1933)” noch vorlegen können, eine Arbeit, die zur späteren Veröffentlichung im Rahmen eines grösseren Sammelwerkes vorgesehen ist. Dr. E. G. Lowenthal den» jri« ISRAEL - BRIEFMARKEN | A*4 WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUSGA- Z BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Agencia Filatélica oficial Z del Estado de Israel, Z VIAMONTE 550. I/B — Bu«ro, Aires, Rep. ArpaniiM J M 0 6 / « W tc Li Si V in New Yonk organisatorische Arbeit für die Hadassa leistete. Dann betätigte sie sich als Lehrerin am Chajesgyrr.nasium in Wien und widmete sich der Organisations- und Vortragstätigkeit für den Keren Hajessod und die Wizo. 1928—32 setzte sie ihre Arbeit in Berlin fort, ging zu Vortragsreisen nach Rumänien, Ungarn, Deutschland und Holland. Im Jahre 1932 siedelte sie nach Tel Aviv über. 1949 wird sie dann mit einem Stipendium der englischen Wizo nach Amerika und Schweden geschickt, wo sie Forschungsarbeit über das Wohnungs-Problem leistete. Nach Tel Aviv zurückgekehrt, übernahm Nadja fV ff il* Stein die Leitung der P.ofcaganda-Ab'.eilung dar Wizo und si’delte 1933 nach Haifa über. Hier gründete und leitete sie im Rahmn der Kulturabteilung der Stadt einen „Klub der Aeiteren“ unter den neuen Olim in der Allenbystrasse. Ihr nimmer müder GeHt liess bald die Idea zu einem ähnlichen Klub auf dem Karmel Wirklichkeit werden, und es entstand aus einem sehr bescheidenen Anfang der „Klub des Goldenen Alters“, der aus dem Kulturleben der Karmelstadt nicht mehr wegzudenken ist. Dieser Klub wurde unter ihrer vorbildlichen Leitung bald der Versammlungsort von circa 250 Mitgliedern und vielen Gästen, die sich im Rothschi’.d Community Centre v,teilen, lieh zusammeniindcr., um den hochstehenden kiLlui eilen Veranstaltungen des Klubs beizuwohnen. Für diesen Klub hat Nadja Stria ihre ganze Energía, unendliche Geduld und tief menschliches Interesse eingesetzt und dabei die Unterstützung des Waad Hacarmel und der Leitung der Jüdischen Gemeinde gefunden. Sie hat damit ein Werk ins Leben gerufen, das im ganzen Lande Nachahmung gefunden hat. Ihr Name und ihr Wesen werden unvergessen bleiben. IHR INSERAT in der JUEDTSCHEN WOCHENSCHAU bringt immer Erfolg Auskunft.* 83*2613 HEBREO SIN MAESTRO ros AHARÖN ROSÉN ancho, amplio ra-jav angosto izar amarillo tza-hov coso (m.s.) to-fer género bad 2m .4 5 6 T T TS .4 5 7 •* 2ñ-S .4 58 T .4 5 9 na .4 6o .nafin í)K y1? nbtín nrrtK 7i?rú - rwtfa avn nrran trraa intf’ö rrrr .rraa nvm ■na ,7? - nto nú?1? ••sin - . * t i - nn^o .»ala nsin 'ix-?nsr ,t,t ans »ate - »as nanix x1? nx ,xt?- »ate oa*? .aíre?*?na »a^a tf? riv .D*?a dh:!roarrtfxna ¡?n D-Vna Ds»ate .hd; díx »aia .*y{nn /**? pnsn -na .nnin ,x*? - oix »alai ,nrran xiax dx 101*70 .-0xn *?» inixnnn*? ,dí*?0 - napa umx njjH umx nwpjn jnx i3pn onx ID «?>: on ido -*? n-n ,npo -*? ,nn»n -*? n-nrooo -*? ¡tpp ’V nr-nn /O-noo -*? rrr .nte on ¡seguro! *X*Tp .4 5 1 b’va-dai sombrero A 5 2 co-vá hasta ía vista riixnnn*? .4 5 3 l'hi-tra-ot T 8 ‘ pena, desgracia ,454 tza-rá 1T corto nsp.455 ka-tzar TT o-ija-mana?oan¿pTa no ,oi*?0 - *?0 ]i*?na 13-xn ,oi*?0oxn .nprT n*7»0 oanun?nnixni3p*7 n»a2£ m*?o&n nan ,-x-na - »ax tea pv no^ “Knn 0-0033 -nqx ’nWn .]?{? 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Publicado por el Brit Ivrit Olamit Hebraeisch ohne Lehrer " 451 sicher, selbstverständlich 452 Hut 453 Auf Wiedersehen 454 Not, Schwierigkeit 455 kurz 456 weit 157 eng 458 gelb 459 (er) näht 460 Stoff Eemerkung: das Wort tzara bedeutet als Dingwort: Not, als Eigenschaftswort eng (fern); ebenso die Mehrzahlform