Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1962-03-19 · 1951 (19.3.1962) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1951 (19.3.1962)
Date
1962-03-19
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
95% known words query
IRI
…/9616703-9612947-9613099--1983-9613105
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

9 entity mentions

An Martin Bube.s Wort: „Die Jugend ist die ewige Glückschance der Menschheit” wurde man kürzlich erinnert, als man den Bericht des Vorsitzenden der Jugend- und Hechaluzatteilvr.g der Sochnut hörte, Elijahu Dobkin, der an den grossen Regional-Konferen zen jüdischer Jugend in Montevideo (Lateinamerika) und Paris (Europa) teilgenommen hat. Was Ben Gurion für die ältere Generation vergeblich gefordert hat, das hat die Jugend des jüdischen Volkes nun von sich aus geschaffen: eine ahiüdische Gesamtorganisatiun, die sich um Israel schart. Das ist nicht zu verwechseln mit der alten Zionistischen Organisation, die ja nur einen Bruchteil der Juden erfasst und auch nur eine Minderheit der jüdischen Jugend. von SCHALOM BEN-CHORIN Die jüdische Jugend ist heute nicht mehr zionistisch im alten Sinne des Wortes.. Sie ist desinteressiert an den zionistischen Parteien, die auf den Kongressen um Macht und scheinbare Macht ringen; sie geht auch nui in ganz kleinen Gruppen auf Hachschara und zur Chaluziut, aber sie erkennt in Israel ein lebendiges Zentrum des eigenen Volkes und eine Aufgabe für sich selbst. Man ist zwar weit davon entfernt, im Sinnt des alten deutschen Zionismus „Palästina in das persönliche Lebens-Programm aufzunehmen”, einfach gesprochen: man denkt nicht an Alija, a; er man ist bereit, für Israel zu arbeiten. Ein leeres politisches Bekenntnis ist für diese Jugend nicht mehr relevant: Judentum soll wieder einen Inhalt gewinnen. Und deshalb wird heute in allen diesen jüdischen Jugend verbänden, von den Orthodoxen im „Esra” bis zur NIFTI der Reform-Gemeinden, von dm Studenten - Verbindungen bis zur bundistischen Hemschech-Jugend der Akzent auf Jüdisches Lernen geiegt. Dazu gehört natürlich auch die hebräische Sprache. Ein junger französischer Jude, der aus ganz assimiliertem Milieu kommt, erklärte auf der Konferenz ir. Paris: „In den Sprüchen der Väter heisst es, dass die Welt auf drei Dingen steht: auf Thora, Awoda und Gemillut Chassadim Wie kann ich diese Grundlage ohne Hebräisch verstehen? Thora ist nicht nur Gesetz, Awoda äst nicht nur Arbeit oder Gottesdienst, Gemillut Chassadim ist nicht ..Wohltätigkeit” im Sinne der europäischen Karitas. Lim das Judentum zu erfassen, muss man seine Sprache beherrschen: und so lerr.e ich bereits seit fünf Jahren... diese drei Wörter.” Der junge Mann gab damit einem Gefühl Ausdruck, das gerade die Besten unter unserer Jugend heute beherrscht: Judentum leicht gemacht — ist nicht mehr gefragt. Man wilhierüber hinaus kommen und sich selbst wieder eine Welt der jüdischen Ideen erobern. Ideologie, so lange vernachlässigt, steigt wieder im Wert: in Europa ist das Niveau derjenigen jüdischen Jugend, die sich überhaupt mit Fragen ihrer jüdischen Existenz befasst, ausserordentlich hoch. Darin liegt andererseits auch eine Gefahr und Anfechtung, denn dem rufgeschlosstnen. geistig bewegten jungen Juden bieten sich heute in Europa geistige Wirklichkeiten an, die von der katholischen Kirche bis zum Existentialismus reichen und viele in ihren Bann schlagen. Wenn wir da nur „zionistische Propaganda ’ als Gegengewicht zu bieten haben, werden wir gewogen und zu leicht befunden. Es muss hier der wahre Gehalt des Judentums dargeboten werden. Diese Jugend ist aufgebrochen, um die letzten Fragen zu stellen. Die sentimentale Rückbeziehung zur „Jüdischiteit” ihrer Vorfahren ist nicht mehr tragfähig. Auf der Konferenz von Paris, an der NEUERSCHEINUNGEN DES VERLAGES rr rr ISRAEL 0LAMENU TEL AVIV POB 3002 Prof. Dr. H. Sternberg: Zur Geschichte der Juden in Czernowitz Reich illustriert Kart. 3 - Prof. Kamilo Landmann: Israel und die Juden der Welt Kart. 2 — SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG: GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN Herausgegeben von HUGO GOLD Gewidmet dem Andenken von Prof. Dr. Zwi Perez Chajes Unter Mitarbeit der hervorragendsten Kenner der Geschichte der Wiener Juden. ERMAESSIGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: VOR Erscheinen.$ 15. Nach Erscheinen ....... $ 20.— Alle Zuschriften u. Anfragen sind ausschliesslich an den Verlag, Tel Aviv, P.O.B. 3002 (Israel zu richten. Die Preise sind in U$A-Dollar angegeben. 14U Delegierte aus 13 Ländern teilnahmen — praktisch alle Länder des freien Europa —, gab es nur einen jungen Mann, der noch Jiddisch sprach. Di? Sprache der aschkenasischen Gola hat damit praktisch aufgehirt, für diese Jugend zu ex stieren, und nur das Hebräische kann als einigendes Band in sprachlicher Hinsicht angesehen werden: so sprach z. B. di? gesamte Delegation aus Holland, die freilich eine rühmliche Ausnahme machte, be.eits Hebräisch. Der Ernst unserer Jugend, die zu den Quellen des Judentums zurückkehren will, darf aber nicht allzu’optimist sch stimmen, wenn man ■bedenkt, dass es sich hier um eine verschwindende Minorität handelt. D.e Zahlen- Wirklichkeir sieht ganz anders aus: Nur 20 Prozent der jüdischen Kinder in Lateinamerika erhalten jüdischen Unterricht. In Europa liegen die Dinge ähnlich: in Frankreich z. B. sind 93 % der jüdischen Jugend ohne jüdische Unterweisung. In den USA ist es besser, aber auch dort hört der jüdische Unterricht meist mit der Bar - Mizwa - Feier auf. so dass sich manche Reformgtmeinden genötigt sahen, das Mizwa-Alter von 13 auf 16 zu erhöhen, um die Jug« ndlichen länger in der Sonntags-Schule zu halten und ihnen ein Minimum an Judentums-Kunde beizubringen. Eine jüdische Elite der Jugend, vereint in den Jugendbünden, strebt nach1 Vertiefung des jüdischen Bewusstseins, aber die Masse bleibt völlig unberührt, g-=ht unaufhaltsam den Weg der Assimilation und Auflösung, des Indifferentismus und der Erfolgshascherei. In Lateinamerika gibt es eir.e neue Gefahr den Fideli;mus, so genannt nach Fidel Castro, dem Diktator von Cuba. Er hat die Form "von Kommunismus gefunden, die für Lateinamerika offenbar attraktiver ist als der Ur-Kommunismus Moskaus. Und jüdische Jugend wild von dieser Zeitströmung erfasst. In den fidelistischen Kreisen dominieren jüdische ,Edel - Kommunisten’ Wir kennen diese Erscheinung aus der Weimarer Republik und erinnern uns an liebenswerte, oft weltfremde jüdische Gestalten wie Gustav Landauer, Ernst Toller, Erj^h Mühsam... die alle ihren Weg der Hingabe an fremdes Volkstum mit dem Leben bezahlten und den Hass derer ernteten, denen ihre ganze Liebe galt. Aber wer lernt aus der Vergangenheit? In Lateinamerika macht sich heute Antisemitismus geltend, und die Anti-Castro - Leute weisen darauf hin, dass Juden führend sind bei der Ausbreitung der neuen „Heiislehre”, die von Cuba ausgeht. Während Dobkin in Südamerika weilte, wurden dort vier jüdische Fabriken in Brand gesetzt, vier jüdische Jugend-Klubs überfallen und ein führender Rabbiner verprügelt. Die argentinische Organisation Täcuara hat offen den Judenhass auf ihr Panier geschrieben. Lateinamerika erwacht zu einem kulturellen Purismus: man will nur die rein-spanische und portugiesische Kultur gelten * lassen, und dabei sind die Juden, die ihre Eigenart erhalten wollen, ein störender Faktor. Auf die Länge der Zeit gibt es unter diesen Umständen nur zwei Möglichkeiten, für die jüdische Jugend: Alija oder Assimilation ... aber man ist noch nicht bereit, diese Alternative in ihrer ganzen Schwere zu erkennen. Von den 132 Delegierten, die 90 Organisationen aus 12 Ländern in Montevideo ve> tr-aten. waren'nur 50 Prozent zionistisch - chaiuzisch. Und dieser Prozentsatz entspricht spricht auch nicht der Wirklichkeit, sondern wird von der Sochnut künstlich aufrechterhalten. Allein di.- Hebt aica-Jugend-Klubs der jüdischen Gemeinden, die weit davon entfernt sind, zionistisch zu sein, mächen über die Hälfte aus. Nur 18 Prozent der jüdischen Jugend Lateinamerikas sind überhaupt in Jugend-Gruppen erfasst. vorwiegend eben in al'gemein-jüdisehen Jugendverbänden. Aber es ist ein erfreuliches Kriterium, dass 40 Prozent der Delegierten Südamerikas Hebräisch verstanden, so dass dies« Jugend, wenn sie zum bevorstehenden Jüdischen Weit- Jigend-Treffen nach Israel kommt, mit. der Sabre Jugend wenigstens philosophisch eine gemeinsame Sprache hat. Hebräisch muss die zweite Sprache je des jungen Juder werden! — das ist die allgemeine Forderung dieser jüdischeil Jugend. Auch in Europa sind von der organisierten Minderheit 70 Prozent in allgemein-jüdischen Bünden und Vereinen zusammengelasst Nur 30 Prozent bekennen sich zum Zionismus, also eine Minderheit innerhalb der Minderheit. Die vorjährige israelische Historikertagung, die in Jerusalem stattfand, war den grossen Historikern Israels und der Welt und ihren Geschichtsauffas'-vngen gewidmet. Referate wurden gehalten über Thukydides (Prof.'1 Fuchs), über Josephus (Dr. Ste.n', über Tacitus (Prof. vVirschonski) und über Mommsen (Prof. Schalit. DEUTUNG DES MAKKA- BAER AUFSTANDES Obwohl in Frankreich heute. dank dem israelischfranzösischen Kulturabkommen, Hebräisch als eine der sechs Fremdsprachen zugelassen worden ist (Deutsch, Engliscn, Spanisch, Italienisch, Russisch und Hebräisch), wobei Iwrit nicht zu den toten klassischen Sprachen wie Griechisch und Latein gerechnet wird, gibt es erst sehr wenige jüdische Jugendliche, die von dieser Möglichkeit Gebrauch machen. Nachdem die jüdisch-bewusste Jugend sich nunmehr in drei Rcgionaikonferenzen — in USA, Lateinamerika und Europa — zusammengeschlossen hat und einen 12köpfigen Aktions- Ausschuss bildete, kann man damit rechnen, dass im kommenden Sommer die Zweite Jüdische Welt-Jugend-Konferenz in Jerusalem zu einem echten Ausdruck des jüdischen Lebensgefühls der kommenden Generation wird. Merkwürdigerweise bildet die akademische Jugend nicht die Avantgarde .. obwohl heute ein Grossteil jüdischer Jugend, in den USA bis 80 %, Universitäten besucht. Israel wird vor einer schweren Bewährungsprobe stehen, die eine Lebensfrage ur seres Volkes darstellt: Wird die Jugend der Diaspora, die nach einer tieferen Sinngebung ihres Judentums sucht, mit der israelischen Jugend, die in selbstbewusst - unbewusster Weise ihr Judentum als Selbstverständlichkeit uninterpretiert lässt, eine gemeinsame Sprache finden? Das ist die Frage, von der die Einheit Israels in der kommenden Generation abhängt. Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722? Montag, den 19. März Dienstag, den 20 März Mittwoch, den 21 März Mittwoch, den 18. April Donnerstag, den 19. April Freitag, den 20. April Sonabend, den 21 April Mittwoch, den 25. April Donnerstag den 26. April- Dienstag, den 1 Mai Mittwoch, den 9. Mai Donnerstag, den 7. Juni Freitag, den 8. Juni Sonnabend, den 9. Juni Donnerstag, den 19. Juli Mittwoch, den 8. August Donnerstag, den 9. August Freitag, den 28. September Fasten Ester Purim Schuschan Purim Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach Schabbat Chol hamoed 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach — Acharon schel Pessach Gedenken des Aufstandes im Ghetto von Warschau Yom Haazmaut Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Schiwa assar be Tamus Erew Tischa be Aw Tischa be Aw Erew Rosch Haschana von PINCHAS ROSENBLlE Der junge Historiker Dr. J. Efron sprach über den Makkabäer-Aufstand in der modernen Geschichtsschreibung. Er gab einen umfassenden Ueberblick über die Deutung des Aufstandes, von der feindlichen Stellungnahme der römischen Historiker über das christliche Mittelalter hinweg bis -zur — ebenfalls meist negativen — Darstellung moderner Geschichtsschreiber. Besonders bemühte er sich aber, die völlige Unhaltbarkeit der Theorie zu zeigen, wonach ein Innerer Zwiespalt zwischen den Makkabäern und den Chassidim bestand, den Vorläufern der Pharisäer, die nach dem Ende der Verfolgungen kein Interesse an dem weiteren Ringen um die politische Unabhängigkeit hatten, wie sie überhaupt dem Königtum der Hasmonäer und dem eigenen Staate gegenüber gleichgültig gegenüberstanden. Diese von Geiger und Wellhausen stammende Deutung wurde von den meisten nichtjüdischen Historikern bis in unsere Zeit1 übernommen. Man berief sich dabei auch auf die fast völlige Verschweigung dfer Heldentaten der Makkabäer im Talmud. Schliesslich konstruierte man einen Gegensatz zwischen den beiden Makkabäerbüchern. Dr. Efron betonte, dass al- 'le diese Deutungen von einer Trennung zwischen Religion und Staat und vor allem von einer nach innen gekehrten Auffassung der Religion ausgehen, die für das Judentum der Makkabäer-Zeit nicht zutrifft. In den Quellen erwähnte Differenzen sind nicht grundsätzlich, sondern taktisch zu verstehen. Diese stark von Gedalja Alon beeinflussten Ausführungen können uns zur Vorsicht gegenüber unzureichend begründeten Gegensätzen in der Darstellung des Makkabäer-Aufstandes veranlassen. Der Referent schoss jedoch über sein Ziel hinaus, wenn er auch den in der Zeit der späteren Makkabäer zweifellos vorhandenen Gegensätzen keine grundsätzliche Bedeutung beimass und den wissenschaftlichen Charakter aller anderen Deutungen, auch bedeutender Gelehrter, negierte. Prof. Ernst Simon sprach in einem grossangelegten und bedeutsamen Referat über die Bedeutung Rankes für die Entwicklung der Geschichtsschreibung. Ais erster gründete Rankeseine Geschichtsschraibung auf ein umfassendes Studium gedruckter und ungedruckter Quellen. Sein Bemühen war vor allem auf die Objektivität der Darstellung und die Verneinung von aussen hereingetragene.- Massstäbe gerichtet, gerade weil er um die Grenzen wusste, die dieser Objektivität zwangsläufig gesetzt sind. Hierbei geriet er in Gegen, satz zu vielen seiner Schüler, die das „Patriotische” und die Wärme in seinem Werk vermissten. Es ging ihm jedoch nicht um eine Deutung des Stoffes im naturalistischen oder positivistischen Sinne, sondern er stellte das zu Erzählende in seinen weltgeschichtlichen Rahmen; von dieser universalen Bedeutung her wählte er den Stoff aus und wertete den Gegenstand. Diese Betonung des Allgemeinen, wie auch die Vertiefung in das Einzelgeschehen, waren letztlich von einer tiefen religiösen Ueberzeugung Rankes getragen, die das Vorhandensein des Göttlichen im Geschehen ahnte, doch nicht mehr und gewiss nichts Dogmatisches darüber aussagen konnte. Professor Simon sprach auch kurz über die Auswirkungen der Geschichtsschreibung Rankes ausserhalb Deutschlands. In Israel sei es vor allem Prof. J. Baer, der im Sinne Rankes die universale und nationale Verflochtenheit der Geschichte lehre. len erstrebten, - Graetz schon mantis'*“ «■.rS HinbUck ■ EntwicWun®. sehen Histon te Dr. Ettui; - Rationale, So: den jüdischer te Werte za' ¿er jüdischen Gegensatz zu lern Eigene SIMON DIB! MITTELALTERLICHE CHRONIK Dr. Ch. H. ben Sasson zeigte die der jüdischen mittelalterlichen Chronik eigene Bedeutung, die. von der allgemeinen damaligen Geschichtsschreibung beeinflusst, sich von ihr vor allem in der Herausstellung des Religiösen unterscheidet. Sie ist von dem bewussten Gegensatz zur Umgebung, ja von der Geringschätzung des von dieser hochgehaltenen Glaubens getragen, und bemüht sich, das Vorbild der eigenen um ihren religiösen Auftrag in der Welt wissenden und sich im Leben bewährenden Führerschaft herauszustellen, die den Heiligen Namen im eigenen Tode zu heiligen wusste. GRAETZ’ GESCHICHTS¬ SCHREIBUNG Nach einei über den Wert der im Geschichte von Dr. N. So Toury eingel and nach ei über die Gesi lang der Frau: volution, hielt ler einen umf< trag über di« Schreibung S. lässlich der W aes 100. Gehn Als ester jüi riler stellte wissenschaftlic setog des ji traans in Oste1 Mittelpunkt. 1 in Graetz und er auf das Bei messiaischen nid des Chas and lehnte jed sehe Erklär™ sehen Geschie wollte sie vielnr visäschem Sini heraus, aus dei rerEhstenz ve sei. Alles Ges idem die Ta du Volk nid Staate untergii te er als Rin Kampf ums D; Anpassung an Situation mit theuden Mitte schichte der G te für ihn ¿je. w Zwangsord sam einen „I des Genius di Wes, Ms die ein Erwachen ätgieich zeigte «ü beeinflusst daher ma itei ¡asmas, aller B von ihm t« Sikularisig, tfassi '1er te Da: > Kaktoren ) “^“tverstäm frailen) Dr. Sch. Ettinger behandelte die Geschichtsschreibung Graetz’ in ihrem Zusammenhang mit der damaligen Wissenschaft des Judentums. Sein ursprünglich stark nationales Geschichtsbild verblasste — wie dies vor allem in seinen jetzt zugänglichen Briefen erkennbar ist — später zu einem rationalistisch gestimmten, allgemeinen Sendungsbewusstsein des jüdischen Volkes, das allerdings stark gegen das Christentum gekehrt war. Meist jedoch betonte er den ethnischen, ja fast biologischen Charakter des jüdischen Volkes im Sinne Jehuda Halevis als Grundlage jüdischer Geschichte. Dr. Ettinger wies auf die Nähe hin, die zwischen Graetz und Mendelssohn bestand, die beide eine Synthese zwischen dem Rationalen und dem Traditionel- »letzt stitut '• Dubt A Sfrm. leutu: hielt r>Si tes s¡, %

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.