Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1951 (19.3.1962)
- Date
- 1962-03-19
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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4 — Vitra««, 1« 4c M«nt 4c IMS Aüt BHf. - Ns. m* Uâ lEViXi IIXAKLITi UNVERGAENGLICHKEIT VON PURIM .Das* man diese Tate Immer in Erinnerung behalte und in jedem Zeitalter begehe, unter jedem Volke, in jedem Lande und in jeder Stadt, dass diese Purim läge unter den luden nicht verschwinden und ihr Andenken bei ihren Nachkoni men nicht verlösche”. «Estherrolle, 9, 28). * Es ist die besondere Wesensart von Purim, dass es uns immer aufs neue die Abhängigkeit dtr jüdischen Diaspora-Existei.z von äusseren Faktorei, von politischen oder sonstigen Zufälligkeiten vor zugen führt. Seit den Anfängen jüdischer Volksgeschichte, seit das aus Mizrajim befreite Volk dem heimtückischen Ueberfall Amaleks standhalten musste, über die wunderbare Errettung der persischen Judenheit durch Esther und Mordechai von Haman, einem Nachfahren Amaleks, über all die mittelalterlichen ,.lokalen” Purim bis in unsere Tage, erhoben sich Menschen gegen uns, um uns zu vernichten Kein Vorwand ist dumm genug, um nicht geglaubt, um nicht gegen die Judenheit eines Landes benutzt, zu ihrem Verderben herangezogen zu werden. Amalek ist e r. Volksverderber, der von Grundsätzen und Bestrebungen geleitet w:rd, die Staaten und Völker in den tiefsten Abgrund stür zen, eil; Feind Gottes naturge!..vi£.«s. weil er ein Feind oer Wahrheit, der Freiheit, der Liebe und der Gerechtigkeit ist. So muss, menschlich ausgedrückt. Gott selbst gegen die Amaleks und Hairans Krieg fühTen. „Gedenke. Ewiger, wac Amalek dir selbst getan hat,” so sprach einst ein jüdis« her Weiser. Und der Midrasch erzählt, dass damals, als Haman die persischen Juden vernichten wollte, seine engsten Ratgeber ein Rundschreiben an alle Untertanen des Königs Achaschverosch richteten, das da lautete: „Heil und Frieden mit Euch; wisset, dass der erste Würdenträger des Reiches, Haman, ans auf ein Volk aufmerksam machte, das in eurer Mitte zerstreut lebt, sich durch ein menschenfeindliches Wesen auszeichnet und treulos gegen König und Vaterland ist. Bas Leo Baeck Institut sucht DOKUMENTE-URKUNDEN CHRONIKEN-BILDER über die Geschichte des ehemaligen deutschen Judentums sammelt das LEO BAECK-INSTITUT durch d/* Redaktion der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU (Buenos Aires, Pueyrredon 2190, Tel.: 83-2613) -★- PUBLIKATIONEN DES IEO BAECK INSTITUTES! SCHRIFTENREIHE WISSENSCHAFTLICHER ABHANDLUNGEN DES LEO BAECK INSTITUTES J. C. E. MOHJt (FAUL SIEBECK) TUEBINGEN Year Book V I960 — VOM LJ.-INSTITUT HERAUS6E6EBEM: BY THE EAST AND WEST LIBRARY» L0MD0M mit einer Fülle hervorragender Beitrage in englischer und deutscher Sprache. (416 Seiten) WERDE AUCH DU MtTGLtED des Leo Baeck-Instituts Anmeldungen bei Herrn CURT WILK. Moreno 2256. und im Büro der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU. Puey/redon 2190. 1. »q. (83/2613) DIE GROSSTADT TEL AVIV Glaubt aber nie1,! etwa, dass dies eine grundlose, böswillige, Beschuldigung sei. Nein, für jede seiner Behauptungen hat Haman eine Belegstelle in den heiligen Schriften diesei Leute gefunden.” Von diesem Midrasch aus führt ein historischer Pfad, den man deutlich verfolgen kann, bis zu den angeblichen „Dokumenten” der modernen Antis emiten, bis zu den Nazis, dem „Stürmer“ und dem „Völkischen Beobachter“. Nur wenig änderte sich im Laufe der Jahrtausende. Lesen wir Juden von heute die Estherrolle, so fühlen wir, wie daj mals Angst und Entsetzen ■ die persische Judenheit be-! herrschte, die einen ersten ungeheuren Pogrom erwartete. Trauer erfüllte die Menschen, sie falteten, weinten und wehk.^gten. Und hierzu bemerkte Rabbi Abba bar Kahana ein bedeutender Agadist des dritten Jahrhunderts ui.serer Zeitrechnung: „Die Tatsache, dass der König seinen Siegelring vom Firger gezogen, ihn seinem Günstling Haman übergeben habe, damit dieser den Erlass über die Ausrottung der persischen Juden mit dem königlichen Siegel versehe, c.iescs Abziehen des königlichen Siegelringes wirkte mehr als alle Propheten Israels hatten wirken und erreichen können; sie alle vermochten Israel nicht zum Guten zu be kehren, doch das Abziehen des Siegelringe s bekehrte sie zum Guten.” Was will der weise Rabbi damit sagen? Sicherlich nur dies, was uns die Geschichte bestätigt: Die Juden waren auf falschem Wege, sie gaben sich einem allzu sorglosen Leben lun, passten sich allzu willig den Sitten und Unsitten der heidnischen Umwelt an, wandten sich treulos von dem sie verpflichtenden Bunde mit Gott ab. Erst die drohende Gefahr bahnte die Umkehr und Rückkehr zu jüdischer Lebensführung an. Und dies ist die unvergängliche Lehre von Purim für alle Zeiten: Seit unser Volk in der Diaspora lebt, s,i?d wir durch das einfache Gesetz von Ursache und Das Gebäude des 7,Kros-Ausschusses in Tel Aviv. Vw hier aus werde« alle Zweige der Zftras-Indutrie de. Landes geregelt, die für Cie staatliche Wirtschaft th ausschlaggebender Bedeutung ist. Wirkung, das auch die göttliche Weltregierung leitet, durch die Zusammenfügung und durch Jas Ineinandergreifen geschichtlicher Faktoren erhalten und gerettet worden. Als Jude zu leben, nach dem Ueb* rdaitern der grössten aller Katastrophen, die der Schlimmste aller Hamans über m.s brachte, bedeutet, die verderblichen Lehren und Handlungen unserer Feinde zc bekämpfen ZEUfiEN BESUCHT Die Staatsanwaltschaft bei dem Landgericht in Dort mund führt ein Ermittlungsverfahren wegen der während des letzten Krieges gegen die jüdische Bevölke rung im Raume Tarnow/Polen durchgeführten Vernichtungsmassnahmen. Zur weiteren Aufklärung des Sachverhalts werden Zeugen, die Einzelheiten über die Vernichtungsmassnahmen bekunden können, gesucht. Sachdienliche Angaben erbeten an den: Leitenden Oberstaantsan.walt bei dem Landgericht Dortmund, Dortmund,. Kaiserstrasse 3£, unter Angabe des Aktenzeichens 45 Js 18/61. Mtska« wlMmdtt fuatl Jerusalem. — Hier wurde eine Rundfunksendung aus Moskau in arabischer Spra che aufgefangen. Darin wird behauptet, dass Israel nichts aus dem Sinai-Feldzug ge lernt habe md „einen neuen Angriffskrieg gegen die arabischen Lände«- vorbereitet”. Der moskauer Sender verkündet, Ben Gurion erwarte, dass „die Imperialisten ihn bei einem neuen Abenteuer unterstützen werden” Als Beweis für Israels angeblich aggressive Absichten wird angeführt, Israel habe das Budget für seine Verteidigung erhöht. (ITA) mit den Waffen, die uns die Vorsehung in die Hand gab, durch den Aufbau des jüdischen Staates und durch die schöpferischen Leistungen des jüdischen Geistes in der ganzen Welt, den jüdischen Anteil am Woh.trgehen der Menschheit. Das ist die Mahnung, von Purim für alle Zeiten und ai.e jüdischen Generationen. CURT WILK Tief erschüttert erhielten wir aus der Schweiz die Nachricht vom plötzlichen Ableben meines geliebten Mannes, Vaters, Grossvaters, Bruders und Schwagers, Herrn ALFONS MORITZSON im 71. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: MARGARETE MORITZON geh. BAUMGAKT FERNANDO «4 HANNELORE DIEZ geh. MORITZSON Enkelkinder «n4 Angehörige ln Schweden, In 4er - Schweis nni Holland. Buenos Aires im März 1962 Franklin D. Roosevelt 2351 STATT KARTEN Für die zahlreichen Beweise aufrichtiger Anteilnahme beim Hinscheiden unseres unvergesslichen geliebten Entschlafenen ADOLF FISCH sprechen wir allen Verwandten, Freunden und Bekannten unseren herzlichsten Dank aus. SOPHIE FISCH geh. KESTEN LEO MELLER Und Frau SENTA geh. FISCH DADDY FISCH «I Frau Buenos Aires, den 19. Februar 1962 Juramento 2678 J Herr Mein lieber Mann, unser treusorgender Vater, ISAAC RUBINSTEIN ist nach langer schwerer Krankheit von uns gegangen. ANA RUBINSTEIN geb. KICZALEF MANUEL G, RUBINSTEIN SUSANA RUBINSTEIN Beileidsbesuche dankend verbeten. Apolinario Figueroa 149, Buenos Aires, am 5. März 1962 Yierne5' Mexico C Auswifk*111jjevolutioo (jenteinäCft Nachuffl Präsident Konietenz tion. ö;e 21 gen Sitzung trat. Auf dersten dies Mexiko en sollte über Des zentri Büros bera den Teilnel u. a. Mark ter der sü Exekutive nardo Bort Rica'. Brun nikanische ■ nio Liebes Enrique Er ¡3). Matal1 Laszlo Weis Storper (Nie Mizraji 'P Dr Emanui RobI.es i.Sui Spitze der Delegation bring. Dr. Goldm dass die so; und die Ass das peberle1 heit ernstlicl die jüdiset von Lateinai rufen seien, gen diese Ge rende Rolle ßohehaft' Jerusalen Israel-Boüc lien-, Josef dem gleich Moskau v« wie jetzt ai Er wird de; Arie Harel Posten bis bekleidete. Botschaft Jahre alt t bis 1960 des israelischer den UN'. Vt der Spitze i Waffenstills sssnministe: Dr, Ezra ( i*§Urb&n : VE i w I l CHASC a Twfonis, *, Pech! V : f] l«l.‘ 4 l j ßetfao i sata, ■'MX