Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1949 (2.3.1962)
- Date
- 1962-03-02
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Wo sind die Tempelschaetze? I ITER ATUR n den letzten Jahren hat voll Dr 1O^tTOV LLDW I(r HA't'O seiner berühmten Weihere- «m In den letzten Jahren hat die israelische Erde eine ungeahnte, ganz erstaunliche Fülle von arehäologischen Schätzen preisgegeben. Diese reiche Ernte ergab die Briefe des Feldherrn Bar Kochba aus der Zeit des Aufstand?s gegen die Römer, die Trümmer von Chazor, dieser einst grössten Stadt des Mittleren Ostens, weiterhin Caesarea, diese von Merodes erbaute römisch griechische Metropole mit ihrem Amphitheadischen Kollegen mitunter tatkräftig unterstützt werden, ist es nicht zu verwundern, dass in der Oeffentlichkeit immer wieder die Frage auftaucht: Wo befinden sich die Schätze des Jerusalemer Tempels? Die Frage ist nicht neu. Es ist bekannt, dass das Volk das Verschwunden der Tempelgeräte im Laufe der Jahrhunderte mit allerhand phantastischen Legenden der Fürst anordnete, die Höhlen mit Erde auszufüllen. Ich selbst sah vor einigen Jahren ein in Polen vor dem zweiten Weltkrieg erschienenes Biichiein. worin der Verfasser erzählt, dass im 16. Jahrhundert die britische Flotte die in Nordafrika befindlichen Tempelschätze erobert und nach London gebracht habe, wo sie heute noch im Britischen seiner berühmten Weiherede so ergreifend betonte. „Aber auch den Fremden — heisst es darin — wenn er kommt und nach diesem Hause hin betet, dann höre Du ihn im Himmel an der Stätte Deines Sitzes und tu nach allem, was der Fremde zu Dir ruft... ” Es wallfahrteten jedoch nicht nur fromme Pilger nach Jerusalem, die meistens die Schätze des Tempels bereicherten, kamen sie doch nicht mit leeren Händen. auch geldgierige Feld¬ Hie Darstellung der Tempelschätze auf dem Titusbogen ist durch die Abbröckelung des Reliefs zum grossen Teil verwitter*. Zum Glück wurde der Triumphzug mit den Tempelschätzen im 17. Jahrhundert, als der Bogen noch weit besser erhalten war, vom römischen Künstler Pietro Santo Bertoli mit grosser Sorgfalt naehgezeichnet, neben anderem ist die Menorah deutlich zu sehen. .-er. in dem Pablo Casals vor kurzem ein Konzert veranstaltete, ferner in der Nähe von Jerusalem den Palast des Königs Usija, der vor rund 2700 Jahren regierte, und noch viele andere, auch künstlerisch überaus wertvolle Funde. Bei dieser erfolgreichen Arbeit der israelischen Archäologen, die von auslänausgeschmiickt hat. So erzählt Rabbi David ibn Zimra, der im 16. Jahrhundert lebte, dass einmal ein Herrscher seinen Dienern befohlen habe, in den Höhlen am Fusse des Jerusalemer Tem pelberges nach der Bundeslade Umschau zu halten. Diese fanden jedoch alle ihren Tod, da plötzlich giftige Gase ausströmten, worauf ►-♦♦♦♦ ♦ r NEUERSCHEINUNGEN DES VERLAGES rr 0 L AM E NU » TEL AVIV POB 3002 ISRAEL Prof. Dr. H. Sternberg: Zur Geschichte der Juden in Czernowitz Kart. 3,—< Kart. 2,- Reich illustriert Prof. Kamilo Landmann: Israel und die Juden der Welt SUBSKRIPTIONS-EINLADUNG: GESCHICHTE DER JUDEN IN WIEN Herausgegeben von HUGO GOLD Gewidmet dem Andenken von Prof. Dr. Zwi Perez Chajes Unter Mitarbeit der hervorragendsten Kenner der Geschichte der Wiener Juden. ERMAESSIGTER SUBSKRIPTIONSPREIS: VOR Erscheinen $ 15. Nach Erscheinen ....... $ 20. Alle Zuschriften u. Anfragen sind ausschliesslich an den Verlag, Tel Aviv, P.O.B. 3002 (Israel) zu richten. Die Preise sind in U$A-Dollar angegeben. Museum zu sehen seiend) Uebrigens taucht noch heutzutage wieder von Zeit zu Zeit die Vermutung auf, dass in der Kirche San Marco in Venedig — nach anderen in der römischen Sankt Peter-Kirche — die Säulen Jacliin und Boas des Jerusalemer Tempels aufgestellt seien. Erst vor kurzer Zeit brachten verschiedene Zeitungen die Nachricht, dass die Schätze des Tempels im Schlammbett des Tiber- Flusses in Rom etliche Meter unter dem gegenwärtigen Flussbett ruhen. Im Jahre 410, als die Goten vor den Toren Roms erschienen und die Römer kopflos die Stadt verliessen — so heisst es — erstürmten die römischen Juden den Palatin, ergriffen die aus dem Tempel geraubten Schätze und warfen sie in den Tiber, damit sie nicht in die Hände der Goten fallen sollten. So erzähle eine uralte jüdische Ueberlieferung, berichteten die Zeitungen. Nun sollen die Schätze aus dem Flussschlamm gehoben und nach Jerusalem zurückgebracht werden. Es erübrigt sich hinzuzufügen, dass es weder in Rom, noch andersw'O eine jüdische Ueberlieferung über die Versenkung der Schätze im Tiber gibt. Kein einziges historisches Buch verzeichnet sie. * Was sagt nun die Geschichte? Als König Salomo vor etwa 2.900 Jahren den Tempel erbaute, strömten selbst die Fremden aus fernen Ländern herbei, um ihn zu bewundern, denn er stand einzig da unter allen Heiligtümern der antiken Welt. Abgesehen von seiner imposanten, prachtvollen Architektur, unterschied er sich in zw'ei Dingen von allen anderen Tempeln der Welt: er war die Stätte des Monotheismus, in der jegliches Bildwerk fehlte, und der Fremde, der noch viel später in der griechischen und römischen Welt als Feind galt, wurde hier herzlich willkommen geheissen, wie dies König Salomo selbst in herren fremder Armeen, die die Tempelschätze brandschatzten, machten hier ihre Aufwartung. Etwa vierhundert Jahre bestand der Tempel Salomos, den Nebukadnezar, der König von Babel, im Jahre 597 in Trümmer legte und aller seiner Schätze, auch der herrlichen ehernen Säulen Jachin und Boas beraubte. Ob es ihm gelang, aller Schätze habhaft zu werden, wissen wir nicht, allein im Talmud heisst es, dass König Joschija angesichts der herannahenden Gefahr, die mit den Cherubim geschmückte Bundeslade samt den zwei Steintafeln der Zehngebote in einer Höhle unter dem Tempel vergraben Hess. Im Buch Daniel erhalten wir bald Nachricht von den geraubten Tempelgeräten. Wir sind Zeugen einer — übrigens auch von Heine besungenen — Orgie am Hofe von Babel, die der Sohn und Nachfolger Nebukadnezars, Belschazar, zu Ehren der Grossen des Reiches veranstaltete und bei der der Wein in Strömen floss. „In der Weinlaune befahl Belschazar — sagt die Heilige Schrift — die goldenen und silbernen Gefässe, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem genommen hatte, herbeizu¬ Weltverband juedischer Trotz Schwierigkeiten und Hindernissen fand die erste Weltkonferenz der jüdischen Journalisten statt. Allein die Tatsache, dass Journalisten aus zwanzig Ländern dem Ruf folgten und zum ersten Male zu einer zweitägigen Konferenz kamen, um ihre Probleme, Interessen und die Schaffung eines Weltverbandes zu besprechen, ist für den jüdischen Journalismus ein historisches Ereignis. Die Daten des 25. und 26. Dezember 1960 in Jerusalem werden oft zitiert werden. Nicht so sehr eine Idee, wie ihre Realisierung stösst gewöhnlich auf Gegner. Der Plan, eine Weitkonferenz einzuberufen, wurde schon während des ersten Zionistenkongresses in Basel erwogen. Seit 1897 wurde die. ser Gedanke immer wieder propagiert, Versuche einer Zusammenkunft unternommen, aber niemals erhob sich dagegen eine Opposition. Auch nicht in Stockholm im August 1959, wo etwa 70 Journalisten hierüber diskutierten. Alle waren dafür. Die Opposition meldete sich erst, als das Verbereitungs-Comité. das in Stockholm gewählt wurde, die Sache ernst nahm und die Beschlüsse verwirklichen wollte. Einige Bundisten meldeten ihre Gegnerschaft an. Sie stellten eine Forderung: Kommunisten sollten zur Weltkonferenz nicht eingeladen werden. Das Stockholmer Comité lehnte eine derartige Bedingung ab. Eine Weltkonferenz müsse für alle Journalisten, gleichgültig welcher Parteizugehörigkeit, offen sein, und in einem Weltverband muss Gleichberechtigung für alle Mitglieder herrschen. Nebenbei soll festgeh alten werden, dass auch ein Sprecher der Bundisten sich aktiv an der Weltkonferenz in Jerusalem beteiligt hat. Wir interessierten uns nicht für die Parteizugehörigkeit der Journalisten und "wissen auch nicht, welcher Richtung sie angehörten., denn von JOSEF FR.4ENkEL sie sprachen für die Journalisten ihrer Länder und nicht für Parteien. Dann gab es Stimmen, die gegen eine Konferenz in Israel, aber für eine Tagung in der Diaspora waren, wo die Mehrheit der Journalisten tätig ist. Auch erscheinen mehr jüdische Zeituntungen in der Diaspora (64 Prozent) als in Israel (36 Prozent). Da Stockholm beschlossen hatte, dass die Weltkonferenz zur Zeit des 25. Zionistenkongresses in Jerusalem tagen sollte, lehnten wir vom Stockholmer Comité alle Gegenvorschläge ab. Die Betonung lag auf „zur Zeit des Zionistenkongresses” — und wäre der Zionistenkongress in Basel oder anderswo zusammengetreten. so hätte auch die Weltkonferenz der Journalisten in Basel oder anderswo stattgefunden. Für alle, unverhofft und unerwartet, tauchte eine Opposition von Herrn Moshe Ron aus Tel Aviv auf. Sie wirkte störend und beschä. mend. Was er wollte und will, ist eigentlich schwer zu erklären und noch schwerer zu verstehen. Erfreulicherweise beschloss der Verband der Journalisten Israels nicht nur teilzunehmen, sondern auch aktiv bei den Vorbereitungen mitzuwirken. Die Konferenz vom 25. und 26. Dezember 1960 war ein Erfolg. Es zeigte sich, dass zwei Tage nicht genügen, um alle journalistischen Probleme, die sich seit Jahrzehnten angehäuft hatten, zu besprechen. Wichtige Fragen der jüdischen Presse und der Journalisten in Israel und der Diaspora wurden hervorgehoben. Viel Zeit widmete man der Definition, was ein „Berufs” - Journalist bedeute und ob der Weltverband auch nicht lOOprozentige Berufsjournalisten aufnehmen sollte. Hier wurde ein Kompromiss erreicht. Die Aussprache über „Hebräisch rfrs s *■* w« $ Eisige wandten - Konferenz “> 0 Sprache, und nicht' •er protestierte Toleranz wter Jo“ ist eine Selbstverkwf. Dutzende Pläne v Jerusalem vorgebri schlage, auch prog scher und organis; Katur, wurden be Es war nicht leich Fragen, die in den sionen und im Pie geworfen wurden, guns zu erzielen, die TU Seiten de kolis der ersten i renz lesen wird, staunt sein, dass r vielen praktischen gen für die komm tigkeii einen gen Weg gefunden Schaffung eines bandes der jüdisi naiisten wurde vi rtum Goldmann von David Ben G eine positive E begrübt. Beide v Ansicht, dass ei band viel zur St Einheit des jüd kes beitragen ki In keiner dei den jüdischen W tion konnte die e menkunft alle I Probleme lösen, tere Zusammenk te neue Resultat! Konferenz in Jer heu wir das erst angezündet, aber sen weitere habe ''feg der Arbeit i ten. Das Welt-Büro sehen Journalist! bringen, damit der König und seine Grossen, seine Kebsen und Buhlen daraus tränken.” Von dem grossen Gelage ist hier die Rede, das damit schloss, dass eine geheimnisvolle Schrift auf der Wand erschien, die das Ende Babels verkündete: „Mene, mene, tekel ufarsin!” Bald darauf eroberte der persische Herrscher Cyrus das Land Babel und erlaubte hochherzig den Juden, in ihre Heimat zurückzukehren und den Tempel wieder aufzubauen. In seiner Grosszü. gigkeit gab er den Juden die vom König Nebukadnezar geraubten Tempelschätze zurück, die im zweiten Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722? Montag, den 19. März Dienstag, den 20. März Mittwoch, den 21 März Mittwoch, den 18. April Donnerstag, den 19. April Freitag, den 20. April Sonabend, den 21 April Mittwoch, den 25. April Donnerstag den 26. April Dienstag, den 1 Mai Mittwoch, den 9. Mai Donnerstag, den 7, Juni Freitag, den 8. Juni Sonnabend, den 9. Juni Donnerstag, den 19. Juli Mittwoch, den 8. August Donnerstag, den 9. August Freitag, den 28. September Fasten Ester Purim Schuschan Purim Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach Schabbat Cho! hamoed 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach — Acharon schel Pessach Gedenken des Aufstandes im Ghetto von Warschau Yom Haazmaut Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Schiwa assar be Tamus Erew Tischa be Aw Tiseha be Aw Erew Rösch Haschana Tempel, der um vieles bescheidener war als der von König Salomo errichtete Prachtbau, Platz fanden. Allein die Schätze kamen Land und nahm alle Schätze des Tempels mit. Vergebens siegten nachher die Makkabäer, die geraubte Beute vermochten sie nicht wieder in ihren Besitz zu bringen. und so waren sie gezwungen, das Heiligtum mit neuen Geräten auszustatten. Der Tempel, der inzwischen ausgeschmückt und nachher von König Herodes vollständig umgebaut wurde. sodass seine Pracht sprichwörtlich ward, wurde mit dem Sturz des zweiten jüdischen -Staates ein Opfer der Flammen, und die Römer raubten alle Tempelschätze makkabäischen Ur Sprungs, Zur Erinnerung an den grossen Sieg über Judäa wurde in Rom der bis zum heutigen Tag erhaltene Triumphbogen des Titus errichtet, dessen Relief den Einzug der Sieger in Rom darstellt. Hier ist die Kriegsbeute zu sehen: die siebenarmige Menora, der goldene Tisch, auf dem die Schaubrote lagen, zwei silberne Trompeten und zwei vasenförmige Behälter. Der Historiker Josephus Fiavius erwähnt noch eine Thornroile, während nach der Mischna auch der Mörar für die Zubereitung des Weihrauchs und der Bn»U Schild des H ohepries te«, das Urim und Tuixysi» jte*V