Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1947 (16.2.1962)
- Date
- 1962-02-16
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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4 — Viernes. JO de Febrero de m2 LA SEMA K A ISRAELITA AH* XXIII. — N*. 1*47 Israels Opernstar Friedl Teller Die Israel-Oper in Tel Aviv hat dieses Jahr eine besonders zugkräftige Attraktion in der hier gastierenden Friedl Teller, die sich nach ihrem ersten Gastspiel, in dem sie sich höchst erfolgreich als Madame Butterfly vorstellte der Israel-Oper für den Grossfeil der Saison 1961'62 zur Verfügung hielt, was der Direktorin der Oper, Frau Eddis de Phillipe, zu verdanken ist, die in dieser Künstlerin eine glückliche Mahl getroffen hat. Friedl Teller, die aus Wien stammt aber in Amerika herangewachsen ist. war 1956/57 Mitgied der Wiener Volksoper und Gast der W?iener Kammer-Oper und der Sommersplele der Central Park Mall, New Vork; in der Saison 1957 58 Mitglied der Städtischen Bühnen. Münster (Westfalen i. und Gast der N'ederlandsche Opera. Amsterdam. und der Forum Opera, Haarlem. Auch nachher , blieb sie mit Münster und Amsterdam in Verbindung, und jetzt hofft das kunstlie-; bende Publikum Israels, diese erstklassige Sängerin auch weiterhin im Lande behalten zu können. Vorläufig bleibt sie bis Ende März in Tel Aviv und will dann in Erfüllung einiger Vertrags - Verpflichtungen zu Gastspielen nach Europa reisen, wo sie in drei oder vier Ländern in Opern und ‘ in Konzerten zu hören sein wird. j In der Israel-Oper trat sie mit durchschlagendem Erfolg als Madame Butterfly, in ..Hoffmanns Erzählungen ’, als Gretchen in Gounods ,.Faust'’, als Violetta in .Traviata” und in ande-{ reu tragenden Rollen auf. und es wurde von der Oef- ' fentlichkeit allgemein mit , grosser Anerkennung aufgej nommen, dass sie sich trotz! ihrer Erfolge im Ausland I hier dem Hebräiseh-Studium! unterzogen hat und nach ei-1 nigen Monaten bereits in he-; britischer Sprache singen ' konnte. Friedl Teller ist überhaupt neben ihrem muj sikalischen und Schauspiele- \ rischen auch ein Sprachenj Genie, denn sie singt in den 1 über vierzig Rollen, in denen sie sich bisher ausgezeichnet hat. in fünf Spra-! chen, englisch, französisch, italienisch, deutsch und hebräisch. beherrscht manche Rolle sogar in vier Sprachen, und bringt in Konzerten auch Lieder in spanischer Sprache. So sang sie j z. B. in ./Boheme" in Mün- ' 1'- Oas Leo Baeck Institut sucht folgende Jahrgänge der ZEITSCHRIFT IM DEUTSCHEN REICH 4. Jahrgang. 1898 5. Jahrgang. 1899 6. Jahrgang.. 1900 18. Jahrgang. 1912 28. Jahrgang. 1922 Wer diese Jahrgänge besitzt oder wer auch nur einen der genannten Bände hat, wird gebeten, der Redaktion der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU hiervon Mitteilung zu machen (Buenos Aires, Pueyrredon 2190, Tel.: 83-2613) PUBLIKATIONEN DES IEO BAECK INSTITUTE« SCHRIFTENREIHE WISSENSCHAFTLICHER ABHANDLUNGEN DES LEO BAECK INSTITUTES J. C. B. MOHR (PAUL SIEBECK) TUEBINGKW SOEBEN ERSCHIENEN: ¥ear Bools V I960 — VOM L.B.-INSTITUT HERAUSGEGEBEN: BY THE EAST AND WEST LIBRARY, LONDON mit einer Fülle hervorragender Beitrage in englischer und deutscher Sprache. (416 Seit«n) WERDE AUCH DU MITGLIED des Leo Baeck-Instituts Amulduists im Büro der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU, Pueyrredon 219f, 1* i»<J. (83 2613) ster in deutscher Sprache, in Haarlem in italienischer und in New York in englischer Sprache, und die Violetta sang sie bereits in italienischer, deutscher und hebräischer Sprache. Die Kritik der Fachleute in der israelischen Presse hebt die Anmut und die charmante Erscheinung der •jungen Sängerin hervor, deren Stimme glanzvoll und rein klingt, am schönsten in der dramatischen Hönenlage. die aber auch in der Mittellage Wärme und Volumen hat. Ihr Bühnenspiel zeigt, dass sie ihre ausgezeichnete Schulung sehr effektvoll zu verwerten weiss. Frl. Teler ist auf der Bühne eine erquickliche Erscheinung '..Yediot Chadashot”). bietet musikalisch wie schauspielerisch glänzende Interpretationen auch der anspruchsvollsten .Rollen. Sie hat eine weiche,' in allen Lagen gleichmäs.ige Stimme, die auch im Piano in hoher Lage leicht anspricht. Mit reicher Nuancierung in Farbe und Dynamik. und mit seiner Agogik passt sie ihren Gesang Wort für Wort genau dem Text an („Jediot Hayom”). Der Sopran Friedl Tellers gehört zu jener Art Stimmen. die einen vollen Abend Die Chagall-Fenster Jerusalem. — In kurzen und bewegten Worten bei j der Einweihung seiner Bunt- I glasfenster in der Synagoge des Medizinischen Zentrums j Hadassa in der Hebräischen I Universität erklärte Marc Chagall, er fühle, dass der tragische und heroische Wij derstand des Warschauer Ghetto und des israelischen Unabhängigkeits-Krieges in j seinen Fenstern einen Ausdruck gefunden habe. Im Namen der Regierung . sprach Erziehungs-Minister j Abba Eban. Zugegen waren Oberrabbiner Jizehak Nis- ( sim, Mitglieder des Diploj mafen-Korps. der Knesset und anderer Institutionen. Sämtliche Redner wiesen j darauf hin, dass Chagalls Fenster in der Kunst weit als .kostbare Juwelen in der j Krone des modernen Jeru-! salem” Berühmtheit erlangt haben. Der Künstler dankte der Hadassa, dass sie ihm! die Möglichkeit geboten habe, diese Fenster auszuführen (ITA) j Ausstellung in Daenemark j Kopenhagen. — In einem Museum wurde hier eine Ausstellung der Wider-! slands-Bewegung unter dem Namen ..Das Ghetto von Warschau-’ eröffnet. Es wer-1 den Fotografien und Dia-' gramme von Künstlern und Malern gezeigt. Die Ausstellung steht unter dem Schutz des dänischen Ministeriums für Kultur und des Botschafters | Polens in Dänemark. Verschiedene Mitglieder der dänischen Regierung wohnten i der Eröffnung bei. <ITA) Jüdische Bücher für Afghanistan Jerusalem. — Die Jewish Agency teilte mit, dass sie auf Wunsch des Verbandes afghanischer Juden in Israel an die jüdische Gemeinde von Kabul eine Sendung jüdischer Gebetbücher auf den Weg gebracht habe. (ITA) Neuer Rollenfund New Haven. — Der Sachverständige für Orientforsehting an der nordamerikanischen Universität von Yale, Dr. Frank K. Brown, teilte mit. dass eine neue Rolle am Toten Meer gefunden worden sei, die aus dem 1. Jahrhundert stammt. Diese Rolle enthält nach Aussage des Gelehrten biblische Psalmen und andere hebräi- •i.lu' Ttipktiinopn (TTA) Seltene Manuskriplsammlung j New York. — Eine Sammlung von seltenen Manuskripten auf Mikrofilm, die aus hebräischen und judaistischen Texten aus der Orientalischen Bibliothek der ungarischen Akademie für Wissenschaften in Bu- 1 dapest stammen, wurden den Wissenschaftlern der : Hebräischen und Judaistischen Bibliothek der Universität von New York zur Verfügung gestellt. Das Mai terial ist Teil der David Kaufmann-Sammlung, die in Russland und Ungarn von Prof. Abraham I. Katsh, | dem Bibliothekar der Universität New Y’ork gekauft worden ist.! Diese den westlichen Wissenschaftlern bisher nichl zugänglichen Schriften umfassen zur Bibel gehörende Handschriften, Kommentare über hebräische Literatur. Dokumente über die Mischna und den Talmud, sowie Arbeiten über hebräische Liturgie, Mathematik, Astronomie. Medizin, Theologie und Philosophie. Die neue Sammlung ist die zweite aus Ungarn erhaltene , Sendung, denn die erste gelangte im vergangenen Juli nach New' York.! Die jetzt vervollständigte David-Kaufmann-Sammlung besteht aus 15.000 Stücken. Einige der nun eri hallenen Dokumente stammen aus dem Jahr 1021. Die Mehrzahl ist in hebräischer Sprache abgefasst, aber einige sind auf Arabisch, Aramäisch und Italienisch geschrieben. Seit 1956 ist Prof. Katsh verschiedentlich nach Ungarn und Russland {vereist, um Mikrofilme von diesen seltenen Texten herzustellen. Seine 1 Reisen wurden von der Rockefeller-Stiftung und dem USA-Ausschuss für wissenschaftliche Vereinigungen 1 finanziert. (ITA) ohne jede Müdigkeit die i Spannung halten. Ihre hübsche Figur, ihr souveränes Spiel und ihre Bühnenerfahrung geben ihrem Auftreten ästhetisch-künstlerisches Gewicht. Die Stimme selbst, die Verwachsenheit mit der Rolle und mit der besonderen exotischen Atmosphäre des herrlichen Puceini-Werkes (Butterfly) rechtfertigten absolut die Applaussalven, die nach jeder Arie 1 hervorbrachen .. In allen Phasen erreichte Friedl Tel- , ler ein hohes Niveau, ihr Gesang zeugt von reiner menschlicher Wärme und ' voller Beherrschung der Technik <„Haboker”). Die Fachleute wie das Publikum in Israel sind sich darüber einig, dass Friedl Teller für die Oper Israels, die ohne ausreichende Unterst üzung aus öffentlichen Mitteln von Saison zu Saison um ihre Existenz und um ihr Niveau zu kämpfen hat, eine äusserst wertvolle Bereicherung bildet, und daher hoffen alle Opernliebhaber, dass sie nach ihrem Europa- Besuch nach Israel zurückkehren wird, wo sie sieh grösster Beiiebtheit erfr^it. (M. F.) ROSITA COSSEN EDUARDO A. ZLATES grüssen als VERLOBTE. Bmé. Mitre 1161 Morón (F.C.D.F.S.) Zum GOLDENEN HOCHZEITSFEST gratulieren wir unseren lieben Eltern und Giosseltern, Herrn ADOLF FISCH und Frau SOFIE geb. KESTEN LEO und SENTA MELLER DADDY und ELLEN FISCH JACKIE, VIVIAN. DANNY und NORA 21. Februar 1962 Aus gesundheitlichen Gründen wird gebeten, von Gratulationsbesuchen Abstand zu nehmen. Anlaesslich der s. G. w. am 21. Februar stcltiindenden GOLDENEN HOCHZEIT unseres lieben Onkels und Tante ADOLF FISCH und Frau SOPHIE geb. Kosten gratulieren herzlichst FAMILIE KOESTEN FAMILIE ARONSOHN FAMILIE C. WOLFF FAMILIE N. FINDLING Unserem hochverehrten und lieben Chawer, Herrn ABRAHAM AD0LFÖ FISCH und seiner geschaetzten Gemahlin gratulieren wir herzlich und in tiefer Verbundenheit zum Feste ihrer GOLDENEN HOCHZEIT. Campaña Unida pro Israel Comité Centreeuropeo Dr. HARDI SWARSENSKY (Piaesident) DAVID BROSTO (Sekretaer)