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Jüdische Wochenschau · 1962-02-09 · 1946 (9.2.1962) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1946 (9.2.1962)
Date
1962-02-09
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — Viernes. 8 de Febrera de 1962 JÜDISCHE HOC II ENSCH A U In regen Beziehungen Añe XXIII. — No. 1941 (Schluss von Seite 1) ’ Jias Millionen Menschen ein gewaltiges Kapital dar. Der ungeh-eure. ungeahnte industrielle Anstieg, die unvor-; stellbar schnelle Entwicklung der Wirtschaft Chinas unter russischer Führung konnten ihre Wirkung auf die westliche Welt nicht verfehlen. Russland wuchs durch Chink- Wenn die Amerikaner den Chinesen den Zutritt in die UN verwehrten. so wollten sie die Rus-j sen schwächen. Doch sollten sich die Verhältnisse schnell ändern. Denn mit dem Erstarken der chinesischen In- ' dustrie und ihrer Konkur-; ronzfähigkeit mit der westli-! chen Welt, mit dem Aufblühen der Wirtschaft, des Han- 1 clels. der Landwirtschaft und der Wissenschaften, erstarkte auch das chinesische Selbstbewusstsein. China.' cei getreue Gefolgsmann beginnt, das — wahrsch Moskaus, wurde zum Partr,e •.; Bei dem schnellen Tempo, 1 mit dem sich heute Entwicklungen vollziehen, wurde all-: mählich aus dem Partner! China für die Russen der Konkurrent. Diese Umstellung ging, nicht von einem : zum nächsten Tage vor sich. Man konnte sie aber an den internationalen Verhandlungen verfolgen, die sich sowohl vor den UN wie in der \ kommunistischen Internationale abspi?lten. Die Chinesen vertraten andere Theo-! rien. so hiess es für die 1 übrige Welt. Sie wollten den Marxismus - Leninismus in j seiner Reinheit erhalten und lehnten jeden Kompromiss mit dein Westen ab. Die | Krutsehew-Formel von der : Koexistenz der beiden Wel-; Dr. FREY ABOGADO! PUEYRREDON 1’ izo. 2190 nachm. 16—19 Uhr REAL PENj Füllhalter ♦ REPARATUREN ♦ Spezialgeschäft? CORRIENTES 569 * T. E. 49-5850 ♦ #- ♦ ♦ ♦♦ ♦ ♦ ♦ 4-4 ♦ ' f.:.\ i Jaime Liebling? 1 S. A. '5 t SPERRHOELZER ♦! HOELZERÎ I DÍAZ VELEZ 5224 | t Tel.: 89 9349. 33-9305* len wurde von den Chinesen verworfen. Krutschew. gestützt auf seine Atom-Bomben. plädierte für Frieden. Die Chinesen halten einen baldigen Krieg mit der kapitalistischen Welt für die richtige Entscheidung, denn nur der Krieg werde zum Untergang des Kapitalismus führen, dessen Existenz die freie Entfaltung des Kommunismus und die Herstellung des Friedens verhindern würde. Dass es sich bei diesen Dispulen zwischen Russen und Chinesen nicht um die Austragung theoretischer Meinungsverschiedenheiten sondern um reichlich nüchterne und reale Fragen handeln müsse, war allen Einsichtigen längst klar. Dis letzten Streitigkeiten um Albanien haben gezeigt, dass aus einer Partnerschaft längst Rivalität geworden ist. China inlich schon saturierte — Russland zu bedrängen, auszusehalten. anzugreifen. Der Kreml bemerkt, dass eine n-cue Front eröffnet wurde, eine dritte Front, die mitten durch die kommunistische Welt läuft, aber nicht nur durch diese. Rotchina ist nicht nur ein politischer Faktor geworden, sondern ein geistiger und, was sicherlich alle am meisten stören wird, ein wirtschaftlicher. Die rotchinesische Konkurrenz macht sich auf dem Weltmarkt mit erstaunlich guten Produkten bemerkbar, auch in Lateinamerika .. Die Differenzen zwischen der Sowjetunion und Rotch:- na, bei denen die Chinesen den aktiven Teil bestreiten. j traten auf der letzten Taj gung in Moskau stärker als bisher hervor. Albanien spielte hierbei äusserlich j sichtbar die Rolle des Zanki apfels. In Wahrheit ging es den Chinesen darum, in Euj ropa Fuss zu fassen. Diese i Lage ist den Russen unbe-; quem. Sie haben jetzt schon j zwei unabhängige kommuni- I : tische Opponenten in Euro- I pa: die rechten Kommunij sten sind die Jugoslawen,! die linken die Albanier. Da-! zwischen stehen die Sowjets. I Noch mag die Gefahr unbedeutend sein. Die Tatsache dieser Opposition allein; muss eine Diktatur bedenkj lieh stimmen. Wie also wird; der Kreml reagieren? Krutj sehew wartet noch ab. Je- I denfalls hat er eine gewisse Zurückhaltung bewiesen, um | zunächst die weiteren Schriti 1e seiner Gegenspieler ab-; zuwarten. I Dagegen hat Rotchina eine neue Kampagne eingeleitet, deren Zielscheibe die Amerikaner, vor allem Präsident Kennedy ist, den die chinesischen Zeitungen als einen wüsten Kriegshetzer bezeichnen. Auf den er«ten Blick findet man gar keinen Gru.id für diese unmotivierten Attacken. Die Amerika-;; PROPIEDADES i FRANKENBERG Í berät Sie kostenlos und .inverbindlich beim Kauf , J oder Verkauf von; •I GESCHAEFTEN < WOHNUNGEN > HAEUSERN *1 Manuela Pedraza 253« ,* pl. b. Dp. B •J T. E. 70-7244 MARTHA ner haben ihre Stellung zu > den roten Chinesen nicht geändert. Der Angriff gegen j Kennedy kam anscheinend . aus heiterem Himmel, wenn! auch die Spannungen zwi- 1 s-chen den USA und China ] durchaus nicht heiter sind. , Offensichtlich sind die Chij nesen nervös geworden.! Nehru sprach von einer chinesischen Gefahr, durch 1 welche die Grenzen Indiens erneut bedroht seien. Neh- ‘ ru erklärte, dass Indien vorbereitet sei und jeden Ansturm mit der gleichen Waf-; fe Zurückschlagen werde. \ Bei näherer Betrachtung . wird man aber erkennen | können, dass die heftigen Ausfälle gegen die Amerikai ner einen anderen, viel ernsteren Grund haben als die , Spannungen mit Indien. 1 Krutschews These von der . Koexistenz der beiden feind-1 liehen Erdhälften wider- : spricht der chinesischen i Auffassung. Die westliche Welt hört diese Doktrin der friedlichen Koexistenz der beiden grossen Wirtschafts- | Systeme unserer Zeit mit einer gewissen Genugtuung j und Sympathie, da hier-; durch ein mörderischer Krieg vermieden werden könnte. Natürlich hat man j kein grosses Vertrauen in die Worte Krutschews. der bisher alles tat, um die ' Spannungen aufrecht zu erhalten und eine Atmosphäre 1 gegenseitigen Vertrauens zu verhindern. Immerhin, so sa-' gen sich die Chinesen, bietet diese gefährliche Theorie1 Krutschews die Möglichkeit, in Verhandlungen darüber 1 einzutreten, wie man eine friedliche Koexistenz zustan-' de bringen kann. Mit anderen Worten gesagt, Peking befürchtet eine Annäherung zwischen Moskau und Wa- 1 shington, die mit einer Di- , stanzierung zu Peking paral ' lei laufen könnte. Jetzt wurde auch der ame- 1 rikanische Justizminister Robert F. Kennedy, der Bru- ' der des Präsidenten, nach : Moskau eingeladen. Dieser j Besuch könnte einen ernsten { politischen Hintergrund haben, die gegenseitige Anna- ( herung fördern und einen ersten Schritt zur Verständigung über die Koexistenz bedeuten. In Anbetracht die- ' ser, sich allmählich anbahnenden neuen Konstellation , hätten die Chinesen von ih- ' rem Standort aus durchaus j eine Veranlassung, mit einer gewissen Nervosität den kommenden Ereignissen ent-' gegenzublicken. Sicherlich ist es verfrüht, ' von einem Stellungswechsel ■ zu sprechen. Immerhin soll man nicht verkennen, dass * es zum ersten Mal nach lan- I gen, schweren Jahren mög- 1 lieh ist, von einer ernsten Pariser Politiker in London London. — Patrice Brocas, Führer der demokratischen Linken im französischen Parlament, sprach im Unterhaus über den Frieden im Mitteloslen. Seiner Meinung nach, so führte er aus, habe der israelische Sieg in Sinai dem jüdischen Staat bis ungefähr 1966 den Frieden gesichert, wobei Israel natürlich nich] seine Verteidigung vernachlässigen diirte. Als grössles Hindernis für den Frieden in dieser Region betrachtet Brocas das Vorhandensein einer panara bischen Bewegung, die von Nasser und den Sowjets gegen den Westen ausgebeutet wird, da die USA fürchten, der ägyptische Diktator werde sich an Moskau wenden, wenn die Amerikaner seine Forderung nach Waffen abschiagen. Der Redner machte Angaben über die Neonazis, die heute für die Arabische Liga in London und anderen westlichen Hauptstädten arbeiten. Brocas. der Präsident des A'erbandes für französisch-englische Freundschaft in der Nationalversammlung Frankreichs und Vizepräsident der Kommission für eine französisch-israelische Allianz ist, betonte die Wichtigkeit, die der Zugang zum Gemeinsamen Europäischen Markt für Israel habe, das auf diese Weise seine Ausfuhr nach Europa steigern könnte und uner einem Ausschluss schwer leiden würde. riTA) LA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — »parece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Vürantwortlieh: Dr. Hardi Swarsensky Pueyrredón 2190, 1? izq. T. E. 83-2633 80-6930 Abono-Preise: Argentinien: í 100,— pro Quartal Ausland $ 600 — jährl. Kooperation Russlands mit den westlichen Ländern zu sprechen. Diese Ueberlegungen entbehren nicht eines Fundaments, auch wenn es noch rieht ratsam sein dürfte. bereits jetzt spekulative Betrachtungen hieran zu knüpfen. Dass eine solche Entwicklung zu einer entscheidenden Umwälzung der politischen Kräfteverhältnisse führen würde, ist wohl nicht zweifelhaft. Es eröffnen sieh Perspektiven auf einen Frieden, wenn die Ein heitsfront gegen China zustande käme, und die Chinesen sieh gezwungen sähen, von ihren Kriegsplänen Abstand zu nehmen und die Theorie des unvermeidbaren Kampfes zwischen Kapitalismus und Kommunismus aufzugeben. Das mag Zukunftsmusik sein. aber hier handelt es sich nicht um weltfremde Kombinationen. sondern um reale Möglichkeiten für eine langsame Entwicklung, die allein die Welt aus ihrer ständigen Krise und permanenten Kriegsbedrohung herausführen kann. diesem Wege auch die Befriedung des Mittleren Ostens erreicht werden. Hierdurch würde sich röcht allein die Situation Israels in der Weltpolitik testigen, auch die Lage des jüdischen Volkes würde eine erhebliche Verbesserung erfahren. Wenn wir heute noch nicht von diesen Folgeerscheinungen sprechen können, sind auch sie mit dieser neuen, revolutionären, die Welllage völlig umwälzenden Entwicklung in das Blickfeld der Betrachtungen gerückt. Die Entscheidungen hierüber liegen im Osten. Viel wird auch davon abhängen. ob es den Amerikanern gelingt, endlich eine Politik zu finden, durch welche die grossen Chancen dieses Augenblicks zum Segen der ganzen Menschheit ausgenutzt w'erden. Um die Militaerverwaltung Jerusalem. — Ben Gurion legte dem Kabinelt eine Reihe von Emplehlungen für die Lockerung des Militärregimes in den von Arabern bewohnten Grenzzonen vor. Diese Vorschläge sollen in einer Sitzung der Knesset zur Diskussion ge. langen, um einem Antrag auf völlige Aufhebung der militärischen Verwaltung zuvorzukommen und seine Annahipe zu verhüten. Das neue Projekt sieht auch die Bildung von zivilen Kommissionen aus Bewohnern dieser Gebiete vor, ITA) Die Administration der Jüdischen Wochenschau bittet Herrn German Brummer in Banfield um Angabe seiner neuen Adresse unter T. E. 83 2613 oder 80-6930 zw'ecks weiterer Zustellung der Zeitung. ******#*****-V**************************;j: S MALERARBEITEN § * FACHMAENNISCHE AUSFUEHRUNG, SAUBER, * * PREISWERT. SCHNELLSTENS f S ALFREDO STERN Virrey del Pin« 2639 f * T. E. 76-7281 y 76-9088 * Die Konsequenzen einer %*************************************> Annäherung zwischen Amerika und Russland, die nun endlich wenigstens in den Bereich der Ueberlegungen getreten ist. sind nicht abzusehen. Vielleicht kann auf l Dr' ]; B. Schwär«; t ZAHNARZT Í * ESTOMBA 2283 52-8214 ♦ RAYOS X i PARADENTOSE } : VERREIST I! BIS 26. FEBRUAR T I Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO Verreist vem 7. Februar bis 10. Maerz Vertreten Dr. A. SANGUINETTI Cabildo 2464 T. E. 76-2406 Sprechstunden täglich von 15 Uhr 36 bis 18 Uhr JACOB LAPIDUS ■! dipl. Mohel ÿ NEUE ADRESSE;! VIAMONTE 2637, 4j. B. ¡¡ 46-1716 und 48-2124 NERVEN u. GEMÜTS¬ KRANKHEITEN Dr. M. J. KUHN prov. RIVADAVIA 2625 III Tel. 48-7524 VERREIST BIS 12. MAERZ i; iri/l/H ixxl r;• M-hit und M-zt-ti j f * - j *, __ •* t-,-.-,-.-.-.".-.-.-,-.-,-.-.-.------1 t CHAPEAUX $- •! i ¿e *******************•##**•*•*•••••••••% B E HUTSALON Jetzt in LGRA N 0 ■ MOLDES 256; T. E. 73 9229; 73-9155 H. 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