Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1946 (9.2.1962)
- Date
- 1962-02-09
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Viera««, 9 de Febrero de 1962 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 194« — S Ostafrikaner wuenschen Foederation Im vergangenen Dezember wurde Tanganjika, das ehemalige Deutsch-Ostafrika. unabhängig. Damit ist die erste Bresche in den letzten grossen geographischen Kolonialblock unserer Zeit, Britisch-Ostafrika, geschlagen. Im Herbst 1962 folgt Uganda. Und Kenia, das auf Grund der vielen weissen Siedler den schwierigsten Weg in die Freiheit vor sich hat, dürfte auch nicht mehr lange auf sich warten lassen. Bisher hat die Unabhängigkeit ehemaliger Kolonialgebiete fast überall eine staatliche Aufsplitterung nach sich gezogen. Grosse, früher gemeinsam verwal- Eichntann- Ausstellung in Poton Wien. — Eine Ausstellung über den Eichmannmann-Prozess wurde in den Räumen der israelischen Legation in Warschau eröffnet. Die Schau zeigt die Leiden der jüdischen Bevölkerungen in den von den Nazis besetzten Ländern und die Rolle, die Eichmann bei der Massen - Ausrottung der Juden gespielt hat. Bei der Eröffnung der Ausstellung, der Prof. Tyotarbinski, der Präsident der polnischen Akademie der Wissenschaften, beiwohnte, nahm Dr. Konkol, der Chefredakteur der polnischen Zeitung „Recht und Leben”, das Wort und berichtete über seine Eindrücke, die er als einer der Berichterstatter, die den Verhandlungen in Jerusalem beiwohnten, gewonnen hat. (ITA) tete Gebiete sind trotz gemeinsamer Sprache und Verwaltungs - Gewohnheiten in kleine Staaten verfallen. Der Nationalismus hat triumphiert. Die zahlreichen Staaten des ehemaligen Französisch-Westafrika sind ein typisches Beispiel dafür. Und der Preis für die politische Unabhängigkeit war fast überall eine wirtschaftliche Armut in den kleinen nur mühsam lebensfähigen neuen Staatsgebieten. In Ostafrika besteht Hoffnung, dass hier die Entwicklung anders verläuft, dass hier der Ruf nach einem „grösseren Afrika”, nach einem Zusammenschluss selbständiger afrikanischer Staaten ein positiveres Echo findet als in j anderen Teilen des Schwarzen Kontinents. Denn hier j besteht nicht nur eine gemeinsame Eisenbahnverwaltung, eine „Hohe Kommission” zur Vereinheitlichung der Verwaltung. (Aehnliche Einrichtungen gab es auch in Französisch- Westafrika, aber sie haben dort nichts genützt). Sondern hier scheinen auch die Afrikaner bereit, den bisher nur von England geförderten Zusammenschluss fortzusetzen. Das Zentrum dieser Föderations - Tendenzen ist die Hauptstadt Tankanjikas, Daressalam. Hier hat sich vor einiger Zeit eine Anzahl führender afrikanischer Politiker zusammengesetzt, um die politische Entwicklung ihrer Länder zu diskutieren und Richtlinien für ihr weiteres Vorgehen auszuarbeiten. Zu den wichtigsten Richtlinien ihrer zukünftigen Politik gehört der „Zusammenschluss” der bei den Besprechungen vertretenen Gebiete nach ihrer Selbständigkeit. MALERARBEITEN Günter Stern, H. Rotenhain LEANDRO N. ALEM 2530 T. E.: 795-8710 und 740 1925 MUNRO Teppkhhaus - M. Höchberg UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKTUPFTEN ♦ TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN j EUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. X ’ Ei*««« Fabrik «Ron — Unverbindlich« Vcrflikniay z Auf Wunsch Zahluitgserleichternngen I MASCHINEMTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND f GR OES SEM. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS 2 MIT REIN WOLLENEM VELOUR. f Verkauf an Private nur Samota* und Somata* 1 von 9—19 Uhr im Ausstcllungshau*? Calle ANDONAEGUI 2083 { 4 Quadar vor Station Urquina x : MüCtUS WaWuminnj MODERNE WOHN- UND SCHLAFZIMMER EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN SARMIENTO 1147 CABILDO 774 AUTQ - REPARATUR . WERKSTATT „BENO” BEÑO HÜTSCHNECKEB Avd*. CONSTITUYENTES 4002 T. E. 51 - saos (Ecke Monroe) An diesen Besprechungen nahmen nicht nur Julius Nyerere, der Ministerpräsident Tanganjikas, Jomo Kenyatta, der Repräsentant der Afrikaner Kenias (der auch in London verhandelte), ein Vertreter Ugandas und ein Delegierter aus Sansibar teil, sondern auch die führenden afrikanischen Politiker Nord- und Südrhodesiens sowie Njassalands, darunter Kenneth Kaunda und Dr. Banda, waren anwesend und bekannten sich offiziell zu den Richtlinien von Daressalam. Njassaland und Nordrhodesien gehören heute gar nicht zu Ostafrika, sondern zur Zentralafrikanischen Föderation, die vor acht Jahren von der britischen Regierung gegründet wurde und die von den afrikanischen Bewohnern dieser Gebiete von Jahr zu Jahr heftiger bekämpft wird. Bisher verfolgte dieser Kampf der Schwarzen ein rein negatives Ziel, nämlich die Auflösung der Föderation. Da aber in Njassaland und Nordrhodesien insgesamt keine sechs Millionen Afri-1 kaner leben und da Njassa- . land auf sieh gestellt au- | sserdem wirtschaftlich nicht ' lebensfähig ist, war der j Druck der hinter der Forde- [ rung auf Auflösung der Fö j deration stand, nicht allzu stark. Sir Roy Welenskys Sied 1erregierung in Salisbury konnte die Föderation bisher gegen alle schwarze Opposition Zusammenhalten. Die Unabhängigkeit Tanganjikas ändert diese Situation von Grund auf. Denn nun fordern nicht nur die afrikanischen Bewohner zweier Länder der Zentralafrikanischen Föderation ihre Auflösung, sondern jetzt LA SEMANA ISRAELITA BIS EM AN ARIO INDEPENDIENTE So. Air*« — PUEYRREDON 219«, 1* loq. — T. E. 83-Mla 5. Adar I 5722 9. Februar 1962 Ein Vermoegen wurde gefunden Ibn Sand besucht Washington Washington. — Das Weisse Haus kündigte an, dass König Ibn Saud von Saudi Arabien am 13. Februar ankommen und bis zum 14. Februar als Gast des Präsidenten Kennedy in Washington bleiben wird. Der Präsident wird am 13. Ibn Saud zu Ehren ein Bankett veranstalten an dem nur Männer teilnehmen werden. (ITA) Ihr Kleiderberater haeif sein Wori d. h. Sie können zu den Preisen de« Vorjahres kaufen, wenn Sie uns Ihren Auftrag für Herbst und Winter bis Ende Februar erteilen. Die ganze Bekleidung» . Linie wird teurer — der bereits festfrei« ete Tarif bedeutet eine sofortige Lohnerhöhung von 20 Prozent und ein« weitere ab 30. Juni dieses Jahres von 10 Prozent. Sie laufen keine Ge fahr, dass die Preise fallen, vom Hemd bis zum Anzug, wird alle« was Bekleidung anbetrifft von diese« neuen Tarifen betreffen. Wir bieten Ihnen ein grosses Lager an Fertigkleidung aller Art und Stoffen für M assVerarbeitung. Auch akzeptieren wir von Ihnen gelieferte Stoffe zur Verarbeitung. CarHon - Kleidung ist KMdüng guten Stils, sio ist meisterhaft gearbeitet nnd aicM teurer als gewöhnüehe Kleidung. Auch Junioren kaufen gerne bei Carlton. Ständige Passformkontrolle. Kaufen Sic wm G«tec, kaufen Sic bei CarHa*. wird diese Forderung von aussen unterstützt. Ganz j Britisch-Ostafrika hat sich : ^ouzei hinter die schwarzen Nachbern in Nordrhodesien und Njassaland mit seinen fast zwanzig Millionen Einwohnern gestellt. Und die zukünftige ostafrikanische Union bietet für die südlichen Nachbargebiete eine politische und wirtschaftliche Attraktion. Für Ostafrika bedeutet diese Entwicklung eine grosse politische und wirtschaftliche Chance. Der Zentralafrikanischen Föderation dagegen kann sie leicht den Todesstoss versetzen. Denn solange Sir Roy Welensky sieh nur mit den unbotmässigen Bewohnern seiner eigenen Bundesländer auseinanderzusetzen hatte, war ihre Niederhaltung nicht allzu schwierig. Wenn aber ein vereinigtes unabhängiges Ostafrika die Forderung der schwarzen Bewohner von Njassaland auf Auflösung der Föderation unterstützt, ist die Zentralafrikanische Föderation auch mit Gewalt nicht mehr zu halten. Dann ist auch das grosse briti- Zwei junge Männer, die in Cholet. in Frankreich, dabei waren, den Schornstein einer Modewerkstatt zu reinigen, hatten ein ungewöhnliches Erlebni$. Hinter dem Schornstein fanden I sie einen kleinen Kinder- I handkoffer aus Pappe, in! dem sich eine halbe Million! Bankoten befanden. Die Untersuchung, die die durchführte, hatte ein unerwartetes Resultat Im Jahre 1940, kurz nach dem Einmarsch der Hitlertruppen in Frankreich, hatte sich ein vermögender Jude, der Pferdehändler Felix Levy, mit seiner Frau und seinen drei Kindern in dieses Haus geflüchtet. Die Unglücklichen hielten sich, wie die Franks in Amsterdam, lange versteckt, aber am frühen Morgen des 17. Juli 1942 drang die Gestapo in sehe Experiment der Partnerschaftin Afrika endgültig gescheitert. Und 'Sann werden die letzten Herrschaftsgebiete der Weissen im Süden Afrikas immer mehr zu kleinen Inseln in einem riesigen schwarzen Meer. („Die Welt”) das Haus ein und bemächtigte sich der Lévis. Feiix Lévy, seine Frau, seine beiden Mädchen und der erst 9jährige Roger Lévy wurden in die Gaskammern der Todeslager geschleppt und umgebracht. Die Gestapo hatte sieh des Geldes der Verschleppten nicht bemächtigen können, und ihr Besitz, der 1942 einen Gegenwert von 144 Millionen neuer Franken repräsentierte, ist heute sehr stark entwertet, aber noch immer beträchtlich und bat in seinem Versteck mehr als 19 Jahre überdauert. Zwei Vettern Lévys, die wussten, dass ihr Verwandter sein Vermögen bei der Deportation zurückgelassen hatte und die als rechtmässige Erben gelten, hatten nach der Befreiung Frankreichs Nachforschungen über den Verbleib des Geldes verlangt. Das Haus, das zu der Zeit von einer Frau Borthouncau bewohnt wurde, wurde gründlich untersucht, doch die Polizei fand nichts. Inzwischen sind die Vettern unbekannt verzogen und dis Polizei sucht die Erben des Vermögens Felix Lévtys. ISRAEL - BRIEFMARKEN A-4 WIEDERVERKAEUFER — ALLE NEUAUSGA- BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS Spende des Joint New York. — Der Joint kündigte an, dass er für die Rehabilitierung von Juden in verschiedenen Ländern den Betrag von 1.850.000 Dollar gespendet habe. Die ORT plant, 7.700.000 Dollar zu verausgaben, um 40.000 I Juden in Europa, Nordafrika, in Israel, Iran und Indien zu helfen. Es ist das 60. Mal. dass der Joint der ORT alljährlieh eine Spende für ihr Hilfsprogramm zukommen lässt. Die früheren Spenden beliefen sich insgesamt auf 21.743.000 Dollar. (ITA) Agencia Filatélica oficial del Estado de Israel, VIAMONTE 550, l/B — Buoao« Air««, Rop Arpen ti na Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in Israel — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV« Israel — 18, George Elliot Str. Herrenbekleidung Matjrá 4t4 l TL $1-7845. Herreaansstattung M«lr& Nt TE. M49S9 [ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL ♦ »♦ » ♦ A« 4-4-4 + 4 4 4 4-4 Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE Waahrand der Monat« Jamar md Februar Sprechstunden nur Bienetag nnd Mfttwaeh van 18 bit 18 Ubr. (Telef. Auskünfte werden NICHT erteilt) Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen — Vertraege — Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. -★- PUEYRREDON 2180 eeq Av. LAS MERAS — T. E. 83-2613 4,-