Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1941 (23.1.1962)
- Date
- 1962-01-23
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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Aber die schönste Ueberraschung erwartete mich bei dem anschliessenden Besuch auf dem Sportplatz ..Hebraica”, der unserem ‘‘Estadio Israelita” recht ähnlich ist. und fiir eine um vieles kleinere Gemeinschaft ein schönes Zeichen ihrer Opferbereitschaft darstellt. Am Nachmittag unterhielt ich mich mit Jugendlichen über ihre lokalen Fragen. Erfreulicherweise werden in diesem Jahr zwei Jugendliche am Campamento Rama in Laguna de los Padres (Argentinien) teilnehmen. Wir vereinbarten auch, dass zwei weitere Jugendliche am Seminar der Centra für Jugendführer, das dieses Jahr in Teresöpolis (Brasilien) stattfindet, teilnehmen werden. Diese vier Jugendlichen werden — so hoffen wir — nach ihrer Rückkehr in der Lage sein, eine neue Jugendorganisation in Lima zu schaffen. Hoffentlich wird auch eine Gruppe junger Ehepaare — de habla espa¬ ñola — wieder neu belebt werden und an dieser Jugendarbeit aktiven Anteil nehmen. Schon der erste Besuch einer Gemeinde, die noch nicht zu den Trägern der Centra gehört, gab mir einen Einblick in ihre Probleme. Am Montag früh geht es weiter nach La Paz. ‘Wie viele Menschen, die Mitglieder dieser Gemeinde waren, haben wir im Laufe der Jahre kennen gelernt. Jetzt wurde mir klar, warum die Abwanderung in Bolivien so überaus stark ist. Ich habe die Höhe von 3.600 Metern nicht sehr empfunden, aber ich spüre, dass es nicht leicht ist, in so dünnet- Luft zu leben. Alle, die ich kennenlernte, zeigten sich an meinem Gesundheitszustand interessiert. Das Stadtbild von La Paz zeigt sofort starke Unterschiede mit dem in Chile gewohnten. Hier herrscht das Eingeborenenelement. Es ist nicht leicht, sich fortzubewegen. Die Bautätigkeit ist relativ gering, man beobachtet. viele ärmliche Häuser. In der Stadt selbst wie auch in der Umgebung gibt es verhältnismässig wenig Grün. Fährt, man mit dem Auto nur 5 Minuten hinaus in die Umgebung, sieht man schon die wildromantische Sandwüste. Sie erinnert uns an den Weg von Beer Schewa nach Sdom am Toten Meer oder an eine Mondlandschaft. Nun zur Gemeinde selbst. Auch hier wurde ich sehr freundschaftlich empfangen. Ich hatte Gelegenheit, die Federación Sionista, das Instituto Boliviano - Israelí usw. kennenzulernen. An einem Teeabend begrüssten die Institutionen den Delegierten der Centra. Mit dem Vorstand wurden Probleme der Gemeinde behandelt, und am letzten Abend — damit ich Zeit habe, mich an die Höhe von La Paz zu gewöhnen — fand in der Synagoge eine Gemeindeversammlung statt. Selbstverständlich besichtigte ich auch die schöne jüdische Schule und den jüdischen Friedhof, in dessen Mitte ein sehr imposantes Monument zu Ehren unserer 6 Millionen Märtyrer errichtet worden ist. Das wesentliche Problem dieser Gemeinde ist ihr Mangel an Stabilität. Das Jugendproblem z. B. ist hier sehr schwer lösbar, da die meisten Jugendlichen nach Absolvierung der Schule die Stadt verlassen. Sie nehmen in anderen Ländern ihre Studien auf. Viele ziehen selbstverständlich ihre Eltern nach sich. Ich weiss nicht, ob es richtig ist, wie einer der Gemeindemitglieder es formulierte: „Hier gibt es nur zwei Gruppen von Menschen. Die eine, die so reich ist, dass sie sich nicht loslösen und die andere, die so arm ist, dass sie nicht an Auswanderung denken kann.” Wie dem auch sei, ist es unter diesen Umständen besonders schwer, jüdisches Leben zu erhalten. Aber auch darüber wird diskutiert. Man sucht Wege, um die Gemeinde weiterzuführen und die Jugend als Juden zu erziehen. Man sucht Lehrer und Jugendführer. Erfreulich sind die engen Beziehungen zwischen den verschiedenen Sektoren des Jischuw. Der Tag dürfte nicht fern sein, an dem in La Paz eine Einheitsgemeinde bestehen wird. Interessant ist es auch, von den ausgezeichneten Beziehungen zu den bolivianischen Autoritäten zu hören. Leider gelang es mir nicht, für dieses Jahr eine Teilnahme von Jugendlichen am Jugendführerseminar der Centra in Teresöpolis zu erreichen, da L»»1 egio'" ' Israelila, La Paz (Bolivia) k*f*«hend aus Kindergarten, primaria u. Abitur) sucht mit Beginn des neuen 1962 frinen «eigneten spanisch spce- D® EKTOR. der evtl, auch Predigerfunktionen in sp»»k<**der ausüben könnte, nra« aber nicht Gehalt «gesichert. Bewerbungen mU und Lebenslauf an HEKTIUI&RAEUTA — La Paz (Balivia) — Casilta 371 ta»l - l€,i „¡¡freuender — Neuigkeiten ~ “Tentaticos *• VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEN- M,T BAND — KOMPLETtE BOGEN (planchns) — ¡¿V^NGEN - WERTVOLLE AUSGABEN —-C ERSTE l0v!oRHANßEN ~ VERTRAUE NS WU ERDIGE BERATUNG Gu»»»cach4> 2351. dem. 2 •«|. CABILDO * EIN RABBINER-SEMINAR die Schulferien schon am 15. Januar beendet sein werden und die Gemeinde schon anderweitige Dispositionen getroffen hat- Am Freitag früh ging es weiter nach Cochabamba, eine kleine Stadt mit einer schönen Umgebung. Dort hatte die Gemeinde ein intensives Programm vorbereitet. Gottesdienst, eine Besprechung des Vorstands, Makkabi, Altersheim, Gemeindeversammlung und schliesslich eine Chanukkafeier der Bene Berit Loge. Auf den Kongressen der Centra war immer die Gemeinde von Cochabamba als das Vorbild eines Jischuws hervorgehoben worden, der sich um die Aufrechterhaltung jüdischen Lebens bemüht. Ich habe dies weitestgehend bestätigt gefunden. Vor kurzem haben sich die beiden Sektoren zu einer Einheitsgemeinde zusammengeschlossen, und sie arbeiten in schöner Harmonie zusammen. In der Synagoge, die eine der schönsten ist, die ich auf meinen Reisen gesehen habe, fand am Schabbat ein feierlicher Gottesdienst statt mit einem guten Chasan, den sich die Gemeinde aus Israel kommen Hess. Im Makkabi erlebte ich eine sehr schöne Aufführung, in der Kinder des Kindergartens die Feste des jüdischen Jahres darstellten. Aber das wichtigste Problem dieser Gemeinde ist wiederum die Frage der dauernden Abwanderung. Es fehlt ein jüdischer Lehrer und Jugendführer. Der Vorstand bemüht sich, eine jüdische Schule zu schaffen, da die bestehenden Schulen entweder nicht ausreichend sind oder unter nichtjüdischem religiösem Einfluss stehen. Die Forderung nach Hilfe wurde sehr energisch ausgesprochen. Es ist das gleiche Lied, das wir auch in unseren Kleingemeinden in Chile hören. Nur handelt es sich bei diesen Gemeinden doch um wesentlich grössere Jischuwim, die das Pech haben, etwas abseits von den. grossen Reiserouten zu liegen. Wir haben uns zu sehr daran gewöhnt, unser Augenmerk auf die grossen Zentren jüdischen Lebens in Südamerika zu richten. Dabei kann kein Zweifel darüber bestehen, dass unsere Möglichkeiten wesentlich grösser sind als die dieser Gemeinden in Lima, La Paz und Cochabamba. Und so wie diese gibt es noch viele versprengte jüdische Gemeinden auf diesem Kontinent. Wenn diese Jischuwim nicht das Schicksal der Sociedad Israelita de Beneficencia de 1870 erleiden sollen, werden wir sehr energisch an eine Organisierung jüdischen Lebens im grossen Masstab herangehen müssen. Es bedarf dazu einer Programmierung unserer Erziehungspolitik auf lange Sicht. SUEDAMER IRANISCHES RABBINERSEMINAR, Mit diesen neugewonnenen Erfahrungen fuhr ich abschliessend nach Buenos Aires. Die Centra hatte zu einer Beratung über die Gründung eines Rabbinerseminars eingeladen. Dielnitiative ging von der Congregación Israelita de la República Argentina (Synagoge Libertad' und ihren beiden Rabbinern, Herrn Dr. G. Schlesinger und Marshall T. Meyer aus. Nach lahgen Vorbereitungen, die in Verhandlungen mit der United Synagógué of America und Dozenten des Jewish Theological Seminai| in New York ausgearbeitet wurden, konnte uns ein -ausgezeichneter Plan vorgelegt werden. Anwesend waren die Exekutive der Centra, Repräsentanten der Arbeitsgemeinschaft lateinamerikanischer Rabbiner. Delegierte des Consejo Mundial de Sinagogas und der Congregación Israelita. Von Mittwoch, den 13. Dezember, bis Freitag Mittag wurden die religiös-ideologischen Grundlagen, der Lehrplan, die Frage der Dozenten und schliesslich in gemeinsamer Sitzung aller beteiligten Körperschaften die Finanzierungsprobleme behandelt. Die religiöse Linie dieses Seminars wird ähnlich der der einstigen Seminare in Breslau und Wien oder Budapest und des Jewish Theological Seminary in New York sein. Die Leiter und Dozenten des Letzteren haben diesem Projekt ihre wärmste Unterstützung zugesagt. Wir «erden s.G.w. nach Purim mit. 8 Hörern beginnen. Es ist auch vorgesehen, den Lehrplan durch ein Studienjahr in USA und in Israel zu ergänzen. Beides ist notwendig. Ein moderner Rabbiner muss die Methoden der Arbeit, wie sie heute in USA im jüdischen Leben angewandt werden, kennen und auch mindestens ein Jahr mit der lebenden Quelle unseres jüdischen Lebens in Israel verbunden werden. Dieses Projekt ist. von historischer Bedeutung und kann einen wesentlichen Beitrag für die Entwicklung jüdischen Lebens in Lateinamerika leisten. Die Absolventen des Seminars werden zugleich auf dei Universitäi von Buenos Aires eine akademische Ausbildung erhalten. So hoffen wir. in diesem „Seminario Rabinico Latino-amerieano” die Anstalt zu schaffen, in der die religiösen Führer unserer grossen und kleineren Jischuwim ihre Formung erhalten. Es soll die Brücke zum positiv historischen Judentum und zum jüdischen Menschen der Gegenwart auf diesem Kontinent geschlagen werden. In der Vergagenheit blieb von einer Gemeinde der „Friedbofsschlüssel”. Wir suchen den Schlüssel zur Zukunft, des lateinamerikanischen Judentums. njnyp K ]x tf’xjnnyn iii-i r® nay .3 86 T T ‘pVpTTI tfOO .3 81 T ' ü~)«rms?p> niin .3 87 BTKIW’S T . “* ■ pys .3 82 etPïs 'î';nBE yniî .3 88 .p'R 'JT nyio -3 83 p«3-)KB mox .3 89 T x T * DÏS .3 84 mia .390 pr»ï »nvV *TSPD .3 85 ...nnay nsnP nxntf n - i ,nnnv ,nin nana nnx - ...nns Pax .HD’ mas» tfaa I T T TT * S T “ Tpx nnay fns - ib1?1? aioi nnay nanP .Pxnfrn ...nnay t : :; Pia' nnx nnnax ninn - T T “ T T i “ nmn dx .atfiaa ns miP v; T T ...nn nn 'P niiaP Paix - nnixn nnn min ,xP - * t v; * /inna nuP Pan ,iiPtf nnay nnPn oy na 10 ...ans atfiaa I T T ,näyp ans asnaa - - I t t “ onns atfian nan - . . j t “ *•; - ïjnniay - nnx Pa$ ,nayP naPx nv Paa - - : v t : Dy nann nv Paa - " ~ i t : fnatfai nnay onPn t - « : * t : - ...naPn ,nna uPatfa - . . •- T \ V * naPx xP natfa ,nan ,xP - : V T - t T “ - nnay nanx xPi nnay .nayp nnx natfa - *5jns - nsii* D'pyya .anyDb nyio nnx t : v t - v nnay nan1? nsn ^x - nan*? nns ^x ,nria3 ...bia' ^rx *?ax ,nnas t -v ** T s nx liai nnax cyan - V 1 T T; ” T - - “ .D^yen t : -*• nx nix na’? ,nin - în^xn D^yen ..... 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