Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 23 (1962)
- Issue
- 1940 (19.1.1962)
- Date
- 1962-01-19
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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A — Vien»»*, Iff d« En*r« dc 1562 LA SEMANA ISRAELITA AS« XXIII. — So. 1*« Es sfuermt im Blaetterwaid Fest der Baeume Neulich rief einer der Re- , dakteure des Presseamtes der Regierung in Jerusalem beim Keren Kayemeth an und fragte, ziemlich aufge-! bracht: „Ist es wahr, dass die Wälder im Lande abge holzt werden soilen? Ein Kol- ■ lege hat mir gerade erj zählt, dass die Fachleute behaupten, Bäume brauchen zuviel Wasser, was wir uns nicht leisten können,! und dass sie gefällt werden müssen.” Wie vieles andere, hat wahrscheinlich auch die Ge- I schichte der Bäume mit Eva begonnen als seinerzeit 1 der „Baum der Erkenntnis” j zum ersten Konflikt des | Menschen führte. In unserem Falle hat es genauer, genommen erst mit Theo- | dor Herzl begonnen, denn er war es, der den Anfang der , Wiederauforstung machte, i als er einen Baum bei Motza pflanzte. Herzl gehört natürlich zu jenen unverbesserlichen Zionisten. die in die gleiche Ka : tegorie wie die alten Pro- , pheten und die ersten Cha-! luzim fallen und die von Is- , rael als einem Lande träumten. dessen Berge von Wäl- | dein gekrönt, und dessen Hänge und Täler grün waj ren. In den Worten Jesaias: j ..Ich will in der Wüste ge-1 ben Zedern, Akazien, Myrten und Kiefern: ich will auf j dem Gefilde geben Tannen, : Buchen und den Buchsbaum miteinander.” j Die Zeit der Träume ist! vorbei, statt ihrer haben wir den Vorschlag von Wasserj ingenieuren, nach dem die 1 Hügel kahl, öd und leer bleiben sollen. Sie behaupj ten. dass lebenswichtige ' Wasservorkommen vergeuoet werden, wenn der KKL , mit seinem Aufforstungspro- | gramm fortfährt — dass vieles, was der Fonds getan hat. falsch war, dass man I Steine und Sand. Felsen und Wüste hätte liegen lassen sollen, und dass die bibli- | sehe Forderung , Wenn Du ins Land kommst, sollst Du alle Sorten von von HERBERT FREEDEN von Tahal, Israels nationa- , ler Wassergesellschaft, dass ein Waldbestand von 1 Mil- ■ lion Dunsm jedes Jahr zwi-; sehen 80 und 100 Millionen i Kubikmeter Wasser auf I saugt, und dass Israel sich solchen „Luxus” nicht erlauben kann. Nehmen wür für einen Augenblick an, dass die Zahlen stimmen, die Berechnungen richtig sind und die Be hauptungen korrekt... obwohl andere Fachleute bezweifeln, dass die Folgerun-! Wälder? ten. Ueber all im Negew werden Felder vodem Wüstenwind durch Bäume geschützt. In vielen Fällen sind es Wälder, die einer neuen Siedlung die Existenzmöglichkeit geben. An anderen Plätzen wiederum wären die Lebensbedingunj gen ohne den kühlenden Schatten von Bäumen unerträglich. Und wo würde die! „Kupat Cholim” ihre Erho- . lungsheime und Sanatorien j hinstellen, wenn nicht in die; gen einer angemessenen Wertung der Tatsache entsprechen. Forstwirtschaft kann nicht als ein isolierter Faktor betrachtet werden, sie ist Teil des grossen Planes der Wie- Wiehtiger vielleicht noch als ihr Nutzwert ist ihr pstj' chologischsr Effekt: sie tun dem Auge wohl, sie schaffen Schönheit, sie sind Ausdruck der Zivilisation, wie Gärten, Rasen, Häuser. Es 80 Millionen Kubikmeter Wasser. Die gegenwärtige bewaldete Fläche beträgt 250.000 Dunam, konsumiert also 20 Millionen Kubikmeter Wasser — weniger als I Prozent der WTasserreserven des Landes. Aber selbst das ist noch keineswegs bewiesen. Wie so oft, können auch hierbei die Fachleute sich nicht untereinander einiger,. Es gibt Wissenschaftler, die da sagen, dass in der dünnen Bodenschicht, in der Bäume gepflanzt werden, das Wasser von den Regenfällen für ihre Wurzeln genügt, und dass ohne die Walddekke das Regenwasser evaporieren und sowieso verloren gehen würde. In anderen Worten: die Bäume beanspruchen überhaupt garnicht die unterirdischen einw«? tm dde?3 hd Jemeniten in Israel pflanzen Bäume am Tu biSchwat AM FEST DER BAEUME IN JERUSALEM derbelebung des Bodens, eine seiner vie'en Erscheinungsformen. von denen andere Landwirtschaft und _Siedlung sind. Landwirt- Bäumen I Schaft und Forstwirtschaft pflanzen” offenbar mit modernen Methoden der Wasser-Ersparnis nicht vereinbar ist. Tatsächlich entbehren diese Behauptungen nicht der Pikanterie, und die hebräische Presse war geschickt genug, sie zu erkennen. So ergab sich eine animierte gehen Hand in Hand, je nach der-Beschaffenheit des Bodens und den topographischen Bedingungen. Es gibt Täler, die jeden Winter überflutet würden, wenn nicht Wälder aut d?n sie umschliessenden Hängen ständen; es gibt Berge, deren Erdschicht heruntergeöffenfliehe Diskussion. Ihr I waschen würde, wenn nicht zugrunde lag die Warnung i Baumwurzeln ihn verankerist kein Zufall, dass Bäume ein Symbol der Wiedergeburt unseres Landes geworden sind, sie sind wirklich Wegweiser der Zivilisation. Aber wie alle Instrumente, die den Lebensstandard heben, sind sie teuer. Zivilisation ist etwas, wofür man zahlen muss. Was ist der Preis? Nach der Meinung der Experten beträgt Israels Wasservorkommen zwischen 2 und 3 Milliarden Kubikmeter. Wie gesagt. 1 Million Dunam W'aldland braucht ihrer Schätzung nach ca. ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL! ♦♦♦♦♦♦♦♦« ► ♦ ♦ ♦♦♦♦♦♦♦ ♦ ♦ ♦ < ►♦♦♦♦♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦ ♦♦ 4 < Br. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE Waebrand der Monate Januar und Februar Sprechstunden nur Dienstag und Mittwoch von 16 bis 18 Uhr. (Telef. Auskünfte werden NICHT erteilt) Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen - Vertraege - Verwaltun gen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. VERREIST BIS 21. JANUAR PUEYRRED0N 2190 esq Av. LAS HERAS — T. E. 83-2613 «entliehen Wasservorkommen. Andere Fachleute haben gefunden, dass Wälder den Boden feucht halten, und dass Bodenfeuchtigkeit in Waldgebieten unvergleichlich grösser ist ais die von Strecken, die schutzlos der Sonne ausgesetzt sind. Darüber hinaus bildet sich Tau auf den Bäumen, der nachher von den Blättern tropft und auf den Boden fällt, von dem er absorbiert wird, somit also eine zusätzliche Bewässerung schafft. Allerdings hören die Fragen, die die ganze Diskussion aufgeworfen hat, nicht bei der Bewaldung auf. Wer! würde daran denken, Rasen | zu entfernen, weil er Was-! ser braucht, sogar in grossen Mengen — man spricht von über 40 Millionen Ku- : bikmeter pro Jahr? Rasen 1 hat seinen soziologischen Wert, er gibt einem Dorf eij ne idyllische und kultivierte; Atmosphäre. Trotz des Wasj sers, das er konsumiert, hat; niemand darum eisucht, alj le Rasenflächen eingehen : zu lassen. Und was auf Rasen zutrifft, trifft noch in j viel grösserem Masse auf Waldbäume zu. i Aber warum nur Rasen; und Waldbäume? Warum trocknet man nicht die zahlreichen Fischteiche aus, die viel Wasser benötigen? Warum verbietet man nicht Duschen, montiert die Badewannen ab und hört mit Wasserspülung auf den Toiletten aut? Die Möglichkeit, den Lebensstandard herabzusetzen, sind endlos. Die Frage ist nur, wie weit W'asserersparnis getrieben werden kann, ohne ein Minimum an Zivilisation zu gefährden, und zu diesem Minimum gehören zweifellos Bäume. Wälder haben nicht nur einen statischen ökonomischen Wert, sondern sie sind von wirtschaftlicher Dynamik, wie grosse Industrieunternehmen. Im Jahre 1962 werden Israels Wälder 12.000 Tonnen Nutzholz produzieren, 2965 bereits 30.000 Tonnen. Jedes Jahr werden im Aufforstungswerk 600.000 Arbeitstage für 2.500 Arbeiter geschaffen. Die Behauptungen von Tahal waren aber ernst genug, um eingehende Untersuchungen einzuleiten. Landwirtsehaftsminister Mosche Dajan setzte eine Kommission ein, die aus Vertretern von Tahal, dem Landwirtschafts - Ministerium und dem Keren Kayemeth bestand und die die Beziehung zwischen Wäldern und Wasser untersuchen sollte. Das Ergebnis war eine hundertprozentige Rechtfertigung der Bewaldungspolitik des Keren Kayemeth. Die Kommission beschloss nicht nur eine Fortsetzung des Aufforstungsprogramms sondern sogar eine beträchtliche Erweiterung — statt Milionen Setzlingen jährlich werden nunmehr 614! Milionen gepflanzt werden. Statt der 16.000 Dunam. die in jeder Saison mit Waldbäumen I i Junge Aerzfe sind notwendig New York. — Dr. Mosche Prywes, der Dekan der Aerzteschule der Hebräischen Universität, erklärte Israel besitze zwar einen hohen Prozentsatz von Aerzten im A'ergleich zu seiner Bevölkerung, doch viele von Ihnen ständen in vorgerücktem Alter und seien in gewissen Zweigen der Medizin nicht spezialisiert. Dr. Prywes bezeichnete das Problem als dringend, wenn man die „Vielfältigkeit der physischen und psychischen Fakten bedenke, die sich aus der verschiedenartigen Herkunft der israelischen Bevölkerung ergeben“. (ITA1 bedeckt werden, wird das Areal nunmehr auf fast 20.000 jährlich vergrössert werden, innerhalb eines Bewaldungsplanes, der die Aufforstung von 115.000 Dunam während der nächsten sechs Jahre vorsieht. Die BARMIZWOH unseres Sohnes J A C 0 B 0 findet s. G. w. am Schabbos Parschas Jisrau, 22. Schwat 5722, 27. Januar 1962, um 8ta Uhr in der Synagoge Achdus Jisroel, Moldes 2449, statt. Paul Fieischmann u. Frau Hilde, geh. Stoppelman Empfang: Sonntag. 28. Januar, lO'i—13 Uhr Nahuel Huapi 2504. pl. baja, dto. C. Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722? Sonnabend, 20 Januar 1962 Montag, den 19. März Dienstag, den 20. März Mittwoch, den 21 März Mittwoch, den 18. April Donnerstag, den 19. April Freitag, den 20 April Sonabend, den 21 April Mittwoch den 25. April Donnerstag den 26. April Dienstag, den 1 Mai Mittwoch, den 9. Mai Donnerstag, den 7. Juni Freitag, den 8. Juni Sonnabend, den 9. Juni Donnerstag, den 19. Juli Schabbat Schira — Chamischa assai bischwat Neujahr der Bäume Fasten Ester Purim Schuschan Purim Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach Schabbat Chol hamoed 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach — Acharon schel Pessach Gedenken des Aufstandes im Ghetto von Warschau Yom Haazmaut Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Schiwa assar be Tamus