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Jüdische Wochenschau · 1962-01-19 · 1940 (19.1.1962) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1940 (19.1.1962)
Date
1962-01-19
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Tieettt-s. IS áe Fnr-'ro 4« -m LA SEMANA ISRAELITA XXIII. — No. 194« — 5 Stellt Meer und Sonne in euren Dienst Kürzlich wurde in der Hafenstadt Elat am Roten Meer der Grurdstcin der ersten Anlage der Welt zur Entsalzung des Muerwassers durch Einfrieruug gelegt. Dies Verfahren wurde von dem israelischen Wissenschaftler Alexander Zarchin ausgearbeitet Durch diese Erfindung ist es möglich Meerwasser bei einem Kostenaufwand von weniger als einem Cent pro 4.540 Liter zu entsalzen, also etwa zur Hüfte cer Kosten des billigsten all« r anderen Verfahren. Sobald sich diese Erfindung als wirtschaftlich rentabel erwiesen hat, wird ihre Anwendung in trockenen Landstrichen der ganzen We t unermesslichen Segen für die Menschheit bedeuten. Sie wird die Produktion wasserloser Gebiete wie der von Elat erhöhen, und billiges Wasser wird in viele Bezirke geleitet werden können, die unter hohen Bewässerungskosten leiden. BRENNSTOFFFRSATZ Wo die Na.nr geizig ist, wie in Israel, muss die Wissenschaft eingreif»m. Initiative, Erfindungen, Intelligenz und harte Arbeit müssen die karge Natur ausbcuten und aus ihr herausholtn, was sie zu geben vermag. Für Brennstoff muss billiger Ersatz gefunden und der geringe Wasservorrat sorgfältig verwaltet und in die öden, sonnenverbrannte) , windigen Landstriche die die Hälfte dieses winzigen Landes darstellen, geleitet werden. „Stellt die Sonn<- in Euren Dienst und macht das Meer trinkbar“ — war der Aufruf des Ministerpiäsidenten David Ben Gurion an die Wissenschaftler Israels, und die Anlage in Elat ist eines seiner Resultate — die Frucht des Zusammenwirkens reiner Forschung und .NEU EROEFFNET in MAR DEL PLATA HOTEL CONCORDIA Inh. JOSEPH u. MEYERHEIM 9 DE JULIO 3241 casi esq. INDEPENDENCIA T. E. 3-5221 Alle Zimmer mit Privatbad, Telefon und Fahrstuhl. Beste europ. Küche — auf Wunsch Koscher u. 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LAPIDE der Forderung nach der Lösung täglich neu ai Rauchender Probleme Bisher werden 2fl % des bebauten Bodens in Israel bewässert (ve-g'ichen mit 10% bei Staatsgründung). Selbst wenn alle Wa-serquellen. die schätzungsweise zwei Millionen Kubikmeter pro Jahr liefern, ausgebeutet werden sollten, werden 1 sie nur zur Bewässerung von 60 % des bestellten Bodens ausreichen. Das lebensspendende Element muss darum nicht nur in Quellen, Flüssen und unterirdischen Wasseradern gesucht werden. Die Wissenschaft Is-aels muss einen Weg finden, das Meer und die unterirdischen Salzwasser ,n Süsewasser zu i verwandeln. In Israel wurde bisher weder Kohle gefunden noch gej nügend Petroleum, um den Landesbedarf zu decken. Daher werden kostbare Devisen benötigt, um diesen Mangel zu ersetzen, während die Sonne ein Uebermass an ungenützter Energie über das Land ausschüttet. ERFORSCHUNG OER SONNENENERGIE Der israelische Fersehungsausschuss 'ordert die sich mit der Ausnutzung der Sonnenenergie und Entsalzung des Meerw_ssers befassende Forschung. Haupts-ächlich für die-e Zwecke ■wurde das von UNESCO unterstützte Institut zur Erforschung der P -obleme oder Gebiete in Beer Schewa gegründet. Beer Schewa isc die wichtigste Stadt des Negew: dort ist Wasser knapp, dagegen herrscht Ueberfluss an Sonnenschein, und es gibt weite, unfruchtbare Gebiete Der Negew muss sich mit einer durchschnittlichen jährlichen Regenmenge von 200 mm in det- Gegend von Beer Schewa und in Eilat mit nur 25 mm begnügen. Aber ausser der typischen Wiistenstenpe ha’ der Negew auch Strecken besten Bodens, der niK Wasser. Düngemittel und sorgsame Bearbeitung braucht, um fruchtbar gemacht zu werden. Die Forschurg ha’ ergeben, dass der Negew ir, der Antike bewoh; t war und seine Bevölkert ng sich durch extensive Landwirtschaft ernährte Eine neue Erfindung wird es vielleicht ermöglichen, Sanddünen zu bewässern, da das Salz sich unterhalb der Pflanzenwurzeln abiagert und wieder in die See zurückgespült wird Die Erforschung der Einwirkung des Taus durch israelische Wissenschaftler hat grosses Inte"esse hervorgerufen Dr. Duvdevani entwickelte eine neue Methode, um die Finwirkung des Taus zu studieren und zu messen. Der , Ouvdevanische Taumessapnarat“, der für alle unfruchtbaren Gebiete von g-osser Bedeuiung ist. wurde auf Empfehlung der Internationalen Organisation für Meteorologie in der ganzen Welt emgefährt. RUECKKEHR ZU DEN ANTIKEN MF (HODEN Das rom-j.• tischste Projekt ist sicherlich das Rückgreifen auf lan?vergcssene Sy- . steme zur Konservierung des j Wassers — einige von ihnen sind über 2000 J bre alt — deren Spuren über den gan-1 zen Negew vers'reut sind. ■ Auf diesem Gebiet arbeiten Archäologen gemeinsam mit I Geographen, Forschern der t Bodenkunde, Botanikern. Chemikern, Wasserfachleu-; ten und Ingenieuren, um die Geheimnisse der Vergangen- I heit zu ergründen. 1 Vierzig Kilometer süd- ‘ westlich v>n Betr .Schewa befinden srnh die Ruinen «on Sjbeite (Schivta / — eine der fünf von den liabatäern ilOO Jahre v d g. Z. bis 200 Jahre unsere; Zeit» errichteten Städ e — dio ein weites Geb'et ödesier Wildnis überblicken Subeita besass eine kunstvolle Wassera late mit einer riesigen :,en lalen Zisterne und extensive Landwirtschaft. Se’bst in einem guten Regenjahr f-llen hier nur 10 cm Wassel die zur Erhaltung der Vegetation nicht ausreichen. Der Regen dringt jecocb nicht in das harte Erdreich, sondern fliessi glückliche-, weise in die die Gegend durchziehenden Regenrinnen (Wadis) und von dort in die offene Ebene. Die Nabe ca er verstanden es. '’en Zustrom durch verschiedene Methoden zu erhöhen indem sie die SchweJlwr.ssir auffingen und sie in Zisternen und terrassiert- Felder leiteten. EIN GUTSHOF DER NABATAEER Von diesen Entdeckungen fasziniert, bezug Prof Michael Even.ri Pr« fessor für Botanik an der Hebräischen Universität von Jerusalem, mit seiner Gattin einer.- der restaurierten nalatäischen Gutsnöfe. Sie Veilten im vorigen Jahr einige der antiken Wasse leit'-ngtn wieder her mit dem E-gebnis, dass das Wasser «tuen der Dämme überfiute’o und sich in die Felder ergoss. Daher steht in diesen Jahr eine reiche Kornen-te in Aussicht. Dr. Hugo Bovkc. Direktor der Abteilung?ür Oeko’ogie der landwirtschaftlichen Versuchsstation in Rec-howot, hat gemebsa.m mit seiner Gattin, Fr-:u Dr. Elisabeth Boyko, eit, weniger romantisches. doch zwc-ckmässigeres Vr-rfai ren ausgearbeitet. S1-. nehaupten. dass Riesenfiäcttn ödes oder felsiges Land als Weideland benutzt we-den können, wenn sie mi* Meer- oder Brackwasser b. wässert werden. Dr. Boyko begiesst Pflanzen mit Meerwasser. das die EivsaW nach unten treib.. W u n die Wurzeln nicht zu tic-f düngen. kön nen ..ui diese Weise viele Arten gezüchtet werden, z B. Guawa, Di’teln. Johannisbrotbäume. rügenbäume. Granatäpfel, Baumwolle Zuckerrüben, Kohl und Alfalfa; auch kennen grosse Schaf- und R;nlerherden in mit Meerwasser bewässerten, bisher cc>n Landitri i-lien Weideland finden. Dr. Boyko mehlt auch, dass wenn das W.’je; der Re genrinnen (Wais des Negew, die gr-s.-e Flächen Land durc.izieV-n zur Bewässerung ver,.endet würde, hunderte -'..ren von Pflanzen für de i Verbrauch der Bevölkc ru vf und zur industriellen Vev< -b-itung ee-; zogen werden könnten, j Die Abte''un ' irr Botanik j der Hebräischer Universität und das N<-gec, Putitut stu- 1 dieren gemeinsam die Keii mungsni iy r'olosie rnd Oeke- I logie der Samen von Wüj stenpflanze i. > n.inzen aas ■ Wüs'engeb’eter öer ganzen I Welt, die sic'1 als Wc:depflanzen, Korn 'V!-»dbrecher und zur indus ~'o|-en Verarbeitung eigne.i worden hier gesammelt. Das Institut hat eigene Versu h,sf':'der und einen ökoi<,gi-.her, Garten mit Pflanzen hu«- ulen öden Gebieten de, E ^'e VERWERTUNG TER SONNENENERGfE Das einzige Problem der Sonnenenergie besteht in ihrer Verwertung. Israels W'issenschaftler sind bereits weit auf diesem Gebiet vorgedrungen.Die von Dr. Harry Tabor vom israelischen Forschungsausschuss und seinen Kollegen ausgearbeii teten „Oberflächen“ sind | auf dem Sonnenstrahlenkon-! zentrator des Instituts zu sei hen. 'Während bei der übli- Lftr Ztenisimis in Heliand Amsterdam. — Bei der 5S. Konferenz der Zionistischen Federation Hollands teilte | der Repräsentant des hol- I Jändischen Büros der Jewish! Agency mit, dass im verflos- I s-nen Kalenderjahr 85 hoij ländische Juden nach Israel ] »usgewandert sind. Er ver- | wies cUrauf, das? das In«er- | esse für Israel unter der holländischen Judenheit reg I geworden ist.! Die Einheitskampasne nat! im Jahre 1961 in Holland rund 55.000 Pfund Sterling i gesammelt, und dem Keren Kajemet flössen 16.800 Pfund Sterling zu. (ITA) eben Methode viel von der Energie durch Hitzeenlwiek-!ung verloren ging, verringert: Dr. Tabors „Oberfläche“ Strahlungsverluste, und : die Dampfentwicklung bietet! unter gewissen Bedingungen : vielversprechende Aussichten. Es besteht hierfür bereits eine Versuchsanlage in ■ Beer Schewa. I Dr Tabor und seine Miti arbeiler entwerfen zur Zeit eine kleine, einfache Turbij ne zur Erzeugung von Eiek- , trizität in Wüstengebieten, I weiche durch den Dampf ei- I ner schweren organischen, durch Sonnenenergie erj wärmten Flüssigkeit ange-! trieben wird; eine mit Son-! nenenergie geladene F.nerigieeinheit von 1—10 PS könn-! te daher billiger als ein! Dieselgenerator arbeiten. Es besteht auch ein Plan zum Bau von sonnengekiihl- : ten Häusern, die eine Klimai aniage erhalten sollen, die! nach dem gleichen Prinzip : arbeitet wie ein Absorptic-ns- I Kühlschrank. Mit Sonnen- | energie betriebene Wasserj beizer gibt es bereits in tausenden Haushalten Israels, | einschliesslich aller Häuser [ in Elat. Das betreffnd Pa-! tem steht, anderen Ländern I zur Verfügung. In Afrika I und Südamerika herrscht j lebhaftes Interesse für diese \ Erfindung. BUENA DACTILOGRAFA CON CON OCIMI EN TOS GENERALES OFICINA NECESITA HOSPITAL ISRAELITA TERRADA 1164 NO SOLO DESDE! LA PLATEA!!! Los lugares que desde la pantalla le emocionan), le maravillan, le "transportan", VEA¬ LOS, CONOZCALOS;* VIVALOS... USTED '.MISMO. EXCURSIONES '1 B VIAJES - BITTERMANN CORRIENTES 2063 - PLANTA BAJA, OF. 9, 10,14 y 16 T. E. 49-3491 / 45-4957 / 49-0433 / 45-7607 / 49-1229

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