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Jüdische Wochenschau · 1962-01-16 · 1939 (16.1.1962) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1939 (16.1.1962)
Date
1962-01-16
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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1 K" Martes, 16 de Enero de 1962 LA SEMANA ISRAELITA Año XXIII. — No. 193a DER BIBLISCHE ZOO IN JERUSALEM Ein Elefant war uns nicht vergönnt: Jerusalems Biblischer Zoo muss bis auf weiteres auf einen Elefanten verzichten. Zwei Elefanten durchbrachen zwar die ägyptische Blockade im Suezkanal und kamen wohlbehalten in Neapel an. Einer der Elefanten aber hatte sich offenbar des geflügelten Wortes: „Neapel sehen und — sterben” erinnert und ging dort schlicht ein. Da die beiden Elefanten von einem Treuhänder des telaviver Zoos in Neapel in Empfang genommen wur den, kabelte dieser wackere Patriot nach Israel: „Jerusalemer Elefant eingegangen, telaviver Elefant wohlauf.” Nun, es war eigentlich, nicht klar, welcher Elefant für Jerusalem und welcher für Tel Aviv bestimmt war; aber der telaviver Beamte entschied einfach: der tote- Elefant ist für Jerusalem, der lebende für Tel Aviv. Später befragt, soll der Beamte — wir leben ja im Zeitalter der Bibelwettbewerbe — geantwortet haben, dass Jerusalem eigentlich, gar keinen Elefanten im Biblischen Zoo (Gan Hachar jot ha-Thenachi) benötigt, weil der Elefant in der Bivon SCHALOM BEN-CHORIN tur, sondern klimatischer und stammt von Dr. Sehuloff, dem Direktor des je-, rusalemer Biblischen Zoos: der sachkundige Zoologe meinte, dass ein jerusalemer Winter für einen indischen Elefanten ohnedies kaum zuträglich gewesen wäre. Es wäre viel besser, wenn ein Elefant für den Zoo im Frühling käme, sich langsam, wie andere neue Olim auch, hier einordne und dann bereits akklimatisiert dem strengen Winter Jerusalems entgegenwandeln würde. Wenn wir also nun auch zum Schmerz der Kinder Jerusalems bis auf weiteres ohne Elefanten auskommen müssen — man schränkt sich eben ein —, so haben wir dafür einen ganz besonderen Affen in unserem Zoo, der ja ohnedies an Affen reich ist, da diese Tiere> fern aller Geburtenkontrolle, sich ganz ungeheuerlich vermehren. ■ Sie nehmen daher im Biblischen Zoon einen Raum ein, der ihnen streng exegetisch genommen garnicht zusteht*; denn, soweit ich sehe, springt der Affe nur bei; nicht Vorkomme und| zwei Mal in der Bibel herersfc in den, apokryphen: Büj um: im 1 Buch der Könige ehern, der Makkabäer, undj 1(1:22* anlässlich der märdort noch dazu überaus ehenhaften Beschreibung feindlich, sozusagen, als antiker ,Tank’, auftauehel Manche politischen Kommentatoren meinen darüber hinaus, dass nachder Rede Ben, Gurions über die arabischen- Flüchtlinge in. der Knesset zu Jerusalem ein. weiterer Elefant (im Por zellanladen) nicht mehr nötig. sei .. Das hat auch efr was für sich. Das einleuchtendste Argument ist aber weder biblischer noch politischer Nar von Salomos Reichtum und Herrlichkeit, die er Gina Lollobrigida, der Königin von Saba vorgeführt hat. Sozusagen als Parallel-Affetaucht er dann aus selbigem Anlass im 2. Buch der Chroi ik 9:21 auf, aber — wie gesagt — es ist dies derselbe Affe. Doch sehen sie sich ja wirkiiehso ähnlich, die Affen, dass wir diese Parallei- Erscheinur.g sehr wohl verstehen können. Ganz vertreiben liess sich MALERARBEITEN Günter Stern,. H. Rosenhain LEANDRO N. ALEM 2530 MUNRO T. E.: 795 8710 und 740-1925 if Teppichhaus - M. Hochberg j lUNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKruPFTEN f TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN t FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. 4 Eigen* Fabrikation — Unverbindlich« Vorführung, j Auf Wunsch Zahlungserleichter’ingen « MASCHINE»TEPPICHE IN ALLEN FARBE» UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. 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Wer in dieser Uebersetzung j nach dem hievorts gemeldeten biblischen Affen fahn-1 det. dem geh„ es wie dem Frager im „Riesen - Spielzeug” von Adalbert von Chamisso: „Und fragst du nach den Riesen, du findest sie nicht mehr.” AbgewandeP möchte man hier sagen: ,Und fragst du nach den Affm, du findest sie nicht mehr... Sie sind philologischer Akribie zum Opfer gefallen. Hierzu bemerkt Prof. N H. Tur-Sinai: „In L Regum 10,22 (= II. Ghr. 9, 21‘) wird erzählt, dass das Silber zu König Scheiomos Zeit keinen- Wert hatte, weil die Tarschisch- Schiffe so viel Gold, Silber, Elfenbein, sowiekofim und tukkijim heimbrachten. Die letzteren Wortesind seltsamerweise meist als seltene Tiere (etwa: Affen, aber auch anders), bzw. Vögel (etwa Fasane oder Papageien) verstanden worden, obgleich dies in keiner Weise zum Sinn der Stelle passt, die ausschliesslich von Schätzen spricht, die das Silber wertlos erscheinen Hessen.. Viel sinnvoller hat die alte griechische Uebersetzung die Worte an dieser Stelle als verschiedenartige Edelsteine wiedergegeben, und ihr folgt die Ueberset- und Mufßiss Walenmamv MODERNE WOHN- UND SCHLAFZIMMER EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN SARMIENTO II47 CABILDO 774; AUTO - REPARATUR . WERKSTATT : „beno" BENO HUTSCHNECKEI» » Avda. CONSTITUYENTES 4002 f (Ecke Monroe) T . E. H - 2m ww HERREN¬ BEKLEIDUNG Modisch* richtig — Elegant — Hervorragende Verarbeitung — Erstklassige Stoffe der beste» Weber Argentiniens und Europas. FERTIG KLEI DONG MASSX LEIDUNG Anfertigung aus mitgebrachten Stoffen. Ständige Passformkontrolle. Auch Junioren kaufen gern bei CARLTON Spezialangebot bereits für Herbst: Lodenmantel ‘TIROL” nach Mass $ 5.800.— Kleider und Wäsche für Herren und Ihre Söhne Herrenbekleidung Mcripü 484 L TE. 31-7845 Hevre*MMstftttu»g Mcrfpü 992 TE. 31-0357 zung: „Kostbarkeiten Kleinodien”. Da wäre der Affe nun also hinauskompiimentiert aus der Bibel. Uni was tun wir mit einem ganzen Haus voller Affen in unserem biblischen Zoo? „Kofim” sind keine Affen und „Tukijim” sind keine Papageien... und gerade an Affen und Papageien ist der jedes Elefanten bare Biblische Zoo, so reich. Es gibt natürlich immer den fauler Trick unter Bezugnahme auf die Arche Noas von Tieren, die nicht namentlich in der Bibel genannt sind, Einlass in den Biblischen Zoo zu garantieren; zi^ diesem Zweck isf ein altes Schiffs-Wrack billig erstanden worden und wird als Abbild der Arche Noas im Zoo gezeigt. Aber auf diese Global-Lösung will ich nicht eingehen. denn es bietet sich mir eine bessere Kostbarkeit oder Affe, das ist hier die Frage! Es ist dies aber durchaus kein Gegensatz, denn ein Affe kann eine Kostbarkeit sein, und das Beweisen nicht die vielen gewöhnlichen Affen, die sich so äffisch in ihren Käfigen betragen, sondern der Edel-Affe Sinas, der ganz allein in einem Seoarat-Käfig sein stolzes Dasein in Gefangenschaft führt An den Feiertagen jedoch besucht ihn sein getreuer Herr, bringt ihm Leckerbissen von zuhausemit und unterhält sich mit* Sinas, dem Strafgefangenen, Sinas kam nach Jerusalem im Zuge des Sinai-Feldzuges. Er ist sozusagen ein Infiltrant oder Kriegsgefangener. Er kam aus Gaza und wurde dort irgendwie von Soldaten den Israel-Armee erbeutet die ihn für 60 IL an einen Tierfreund in Jerusalem verkauften. (Affe — Kostbarkeit; ich sagte es ja). Tch weiss nicht, ob diese Transaktion im Sinne des Völkerrechts und des Kriegsrechts ganz legal war, aber der jerusalemer Tierfreund kennte dem flehenden Blick des Edel-Affen nicht standhalten und lösteden Gefangenen aus, brachte ihn nach Hause in die King - George - Avenue, und Sinas lebte einträchtig mit der Familie über einem bekannten jerusalemer Café, dessen Stammgäcte den Affen oft aus dem Fenster blicken sahen und ihn wie einen alten Bekannten grüssten. Man soll aber dem Feind nicht trauen: obwohl Sinas von seinem Herrn nur Gutes erfahren hatte, erwachte eines Tages völligunmotiviert der antiisraelische , Aff-ekt” des Affen aus dem Gaza-Streifen und er biss seinen Herrn so kräftig in die wohltuende Hand, dass der arme Mar.n sich in der Hadassa einer längeren Behandlung unterziehen musste. Man mochte meinen, dass der Tier*reund nun genug gehabt hättevon seiner Affen-Kostbarkeit, aber weit gefehlt. Er sprach in echter Feindes- oder Affenliebe freundlich zu Sinas und wollte ihn davon überzeugen, dass zu aggressiven Akten kein An ass vorliege. Das ging auca eine Zeitlang ganz gut, bis Sinas einmal auskniff, sich persönlich auf einen Baum der King-George-Avenueschwang, von dort aus auf einen mit dem Spritzenschlauch säubernden Angestellten des Cafés kampflustig herabstiess und den Domestiken in die Hand biss. Und damit war das Schicksal Sines, des Edel- Affen, besiegelt. Feuerwehr und Polizei tiflen sich zusammen, um den Ungebärdigen einzufangen und der Vernichtung anheim zu geben. Der Inf-ltrant war lebensgefährlich geworden. Aber sein Herr kämpfte um seinen Liebling; zahlte dem Gebissenen eine nicht geringe Sehmerzensbusse (Affe — Kostbarkeit, ich sagtees ja) und erwirkte einen Freiplatz für seinen Israels Wegenetz Washington. — Der Gouverneur der Israel-Bank, David Horowitz, äusserte zu Journalisten, er hege grosse Hoffnungen, dass seine Verhandlungen von Erfolg gekrönt sein werden. Auf eine Frage gab er die Auskunft, dass der 30 Millionen Dollar- Kredit, um den Israel die Weltbank für die Finanzierung der Erweiterung seines Wegenetzes ersucht habe; nur die Hälfite der gesamten Investitionen in dieses Projekt darstellt. (ITA) Zögling im jerusalemer Biblischen Zoo. Sinas zog ins Affenhaus und tat auch dort nicht gut. Sein Herr erzählt mir, dass die anderen Affen das edle Tier nicht dulden wollten und es blutig zurichteten. Aber er, der Herr, ist Partei: die Liebe spricht aus ihm... es ist durchaus möglich, dass die .zooffizielle’ Version die richtige ist, dergemäss Sinas die anderen Affen belästigte. Gleichviel — er wohnt jetzt allein, in Einzelhaft, aber er ist nicht vergessen. Sein Herr kommt jeden Schabbat zu ihm und sitzt neben dem Käfig, mit Trauben und Bananen reich versehen, und führt lange Gespräche mit Sinas: „Siehst du”, sagt er zu ihm, „dahin musste es kommen, denn du warst unverträglich. Hättest du den Hausfrieden gewahrt, ich hätte dich gehegt, wie mein eigen Kind. Du aber hast es nicht gewollt .” INDUSTRIAS YUVENA S. A Fábrica de calzado y zapatilla« ’PESCANSgr^ ANDONAEGUI 1270 Buenos Aire» T. E.: 51 - 4810 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL I Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE Waehrend der Monate Januar und Februar Sprechstunden nur Dienstag und Mittwoch von 16 bis 18 Uhr. (Telef. Auskünfte werden NICHT erteilt) Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen — Vertraege — Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. VERREIST BIS 21. JANUAR -★- PUEYRRED0N 2190 os* Av. LAS MERAS — T. E. 83-2GI0 i .. 'r r »<7» »

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