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Jüdische Wochenschau · 1962-01-09 · 1937 (9.1.1962) · p. Seite 6

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
23 (1962)
Issue
1937 (9.1.1962)
Date
1962-01-09
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Spanish
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Martes, 9 de Enero de 1962 LA SEMANA ISRAELITA Allo XXIII. — No. An die kürzliche Wiederkehr des Geburtstages von Ludwig Philippson zu denken, sollte eine wirkliche Ehrenpflicht sein, denn dieser Gelehrte gehörte zu den grossartigsten Erscheinungen des Judentums des 19. Jahrhunderts. Unter dem Vater des ,, alten DeiÄauer” durfte sich in Dessau (Anhalt) gegen Ausgang des 17. Jahrhunderts wiederum eine jüdische Gemeinde bilden, die bald dar auf der jüdischen Welt einen Grossen, den geistigen Vater der Emanzipation des deutschen Judentmus, geschenkt hatte: Moses Mendelssohn, der 17-29 zur Welt kam. Etwas mehr als acht Jahrzehnte danach, am 22. Dezember 1811, wurde in dieser Stadt Ludwig Philippson geboren, der das geistige Erbe Moses Mendelssohns vertiefen und erneuern sollte. Seine eigentliche Lebensarbeit führte dieser Mann in Magdeburg durch, wo er ungefähr drei Jahrzehnte als Gemeinderabbiner wirkte. Er war ein grosser Kanzelredner und schuf als erster in Deutschland einen Gottesdienst mit regelmässiger Predigt und eine besondere jüdische Religionsschule. Aber Philippson wurde auch zum „Vater des jüdischen Journalismus”, als er 1837 die „Allgemeine Zeitung des Judentums” begründete die ein hohes Niveau erreichte, bis in den Ersten Weltkrieg hinein existierte, aber in der letzten Zeit einen mehr und mehr assimilatorischen und antizionistischen Charakter hatte. Ferner stiftete er eine „Israelitische Bibelanstalt”, die es sich zur Aufgabe machte, aus den jüdischen Kreisen die damals beliebten Bibeln der Missionsanstalten zu verdrängen. Er selbst schuf zwischen den Jahren 1841—1854 die .Israelitische Bibel”, eine Uebertragung, die lange im Gebrauch war. Selbst ein Ver- Glückwunsch-, Blumen-, Geschenk- und Beileid- ABLOESUNGEN zu Gunsten der Asoc. Filantrópica Israelita Cangallo 147S 1’ 40-4900 — 40.9535 ISRAEL - BRIEFMARKEN j A;* WIEDERVERKAETTFER _ ALLE NEUAÜSGA-! BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS J Agencia Filatélica oficia! I del Estado de Israel, l VLAMONTE 550, I/B — Bu««o, Air««, R«p ArgentiM * LUACH — (KALENDER Dienstag, den 9. Januar 4. Mittwoch, den 10. Januar 5. Donnerstag, den 11. Januar 6. Freitag, den 12. Januar 7. Sonnabend, den 13. Januar 8. Parschat BO 2. B. M. X 1 — XIII 16 Haftara Yirmeyahu XLVI 13 — 28 Sonntag, den 14. Januar 9. Montag, den 15. Januar 10. Dienstag, den 16. Januar H. Mittwoch, den 17. Januar J2. Donnnerstag, den 18. Januar 13. Freitag, den 19. Januar 14. Sonnabend, den 20. Januar 15. Parschat BESCHALLACH 2. B. M XIII 17 — Haftara Richter IV 4 — V 31 Schabat SCHIRA Chamischa assar bifichwat — Neujahr der Sonntag, den 21. Januar 1®- Montag, den 22. Januar 17. Dienstag, den 23. Januar Mittwoch, den 24. Januar 19. Donnerstag, den 25. Januar f - Freitag, den 26. Januar . _ Sehwat Schwat Schwat Schwat Schwat Schwat Schwat Schwat Schwat Schwat Schwat Schwat XVII 16 Bäume Schwat Schwat Schwat Schwat Schwat Schwat treter „gemässigter Reform”, hütete sich Philippson vor radikalen Lösungen auf diesem heiklen Gebiet. Als Kämpfer für die Gleichberechtigung der deutschen Juden trat er bei König Friedrich Wilhelm IV. von Preussen mit Nachdruck und Würde auf, ebenso gegenüber der urreaktionären .Landratskammer”. Er hatte entscheidend dazu beigetragen, dass im Jahre 1869 ein Gesetz in Preussen herauskam, das einen ungeheuren Fortschritt in der bürgerlichen Gleichberechtigung brachte. Auch für die entrechteten Juden in der Welt trat Philippson ein, in Russland, Ungarn, Damaskus (1840) etc. Seine „Israelitische Religionslehre” sollte der Wiedergeburt des Judentums auf historischer Grundlage dienen, und die „Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums” (1872), die liberale Rabbiner - Hochschule, verdankt ihm zum erheblichen Teil ihre Entstehung. Ludwig Philippson war ein vornehmer Mensch, erfüllt von tiefster Gläubigkeit. Sein „vaterländisches Bekenntnis” sollte um alles in der Welt niemals seine' Treue zur jüdischen Gemeinschaft beeinträchtigen; aus der Zeit heraus ist sein Glaube an eine Synthese Deutschtum - Judentum ererklärlich. Die grossen Menschheitsideale schwebten ihm zeitlebens vor; in den B’ne Brith-Logen sah er einen Teil ihrer Verwirklichung. In seinem Geiste ist einmal in Bonn eine „Ludwig Philipfjson-Loge” geschaffen worden. Die grossen und ewigen Gedanken der Propheten Israels begleiteten diesen grossen Ju- ' den durch sein ganzes Le ben. Sein Tod, am 29. Dezember 1889, wurde damals in der jüdischen Welt allgemein tief beklagt. Curt Wilk Maure 2325 T. E. 77-8905-6 FERIENLAGER SIERRAS DE LA VENTANA: Heute, Dienstag, den 9. Januar, fährt unser erstes Kontingent nach Sierras de la Ventana. Abfahrt 20 Uhr ab Heim, Maure 2325, die Teilnehmer treffen sich um 19 Uhr daselbst. TORNEO INTERNO “COPA JANUCA Habiendo finalizado dicho Torneo el domingo pasado, consignamos a continuación los resultados finales del mismo, dejando constancia que el equipo ganador se hará acreedor a sendas medallas: 1) Menorah 234 puntos; 2) Macabeo 318 puntos; 3) 7 Brazos 240 puntos. Por su parte los siguientes jóvenes se harán acreedores a banderines por haberse destacados en sus respectivas categorías: Verónica Samet, Roberto Grätz y Mario Lehmann. ie Minen Koenigs Salomo Jüdische Schulen in USA New York. — Elf neue jüdische Schulen wureen in sieben verschiedenen Staaten zu Beginn des neuen Schuljahres eröffnet, womit die Gesamtzahl dieser Schulen nunmehr 274 erreicht hat, wie Samuel Feuerstein, der Präsident der Tora Umesora - Gesellschaft für hebräische Tagesschulen mitteilte. Feuerstein, der auf dem 18. Bankett der Gesellschaft sprach, teilte mit, dass die neuen Schulen in Dayton, PortLnd (Ohio), Nebraska, WM '* *j Inmitten der Neg-ew-Wüste, unweit der Hafenstadt Elat, liegen die Kupferwerke von Tunnn. deren Produktion sich auf jährlich 50.000 Tonnen belaufen wird. Illinois, Tucson, Newark, Cleveland, Bronx und drei Anstalten in Brooklyn, N.Y. eröffnet wurden. Der Redner setzte den 500 jüdischen Erziehern und Führern, die dem Bankett beiwohnten, auseinander, dass die 274 Gemeindeschulen und Gymnasien über 27 Staaten verteilt sind und die Tora Umesora - Bewegung seit ihrer Gründung im Jahre 1944 aktiv an der Errich. tung dieser Schulen in 70 Gemeinden beteiligt gewesen ist. (ITA) Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in Israel — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV, Israel — 18, fiaorge Elliot Sfr. Wir wollen unsere Arbeit schnell abschliessen *SSIiSSiiSSiI133SS3Mi3iSi83Eä*i3ia3a3BSS3*S3SSagiiS6EE;Si3BSg£S3S3BSMSSg3M*WS«SBW*MISS*iMaSIi*SI*SBB**iS»än Deswegen erledigt SOFORT Eure Beisteuerung für die Einheitskampagne für ISRAEL DIE DREI GROSSEN AUFGABEN DIESES JAHRES: HILFE FITER DIE NEUEINWANDERER AUFBAU NEUER WOHNSIEDLUNGEN ERSCHLIESSUNG NEUER BOEDEN ANNAHMESTELLEN: CAMPANA UNIDA PRO ISRAEL COMITÉ CENTROEUROPEO Sarmiento 2376,39, T. E. 47-3820 und saemtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden

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