Mannheim
Compact Memory

Jüdische Wochenschau · 1961-12-29 · 1935 (29.12.1961) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1935 (29.12.1961)
Date
1961-12-29
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
Belongs to
journal issue
OCR quality
94% known words query
IRI
…/9616703-9612115-9612936--1821-9612943
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

6 entity mentions

VifiMS. 2Í df IMcien-.hr« d* liMH REMANA S * A E L 1 T A für Jung •mit. di« ¿ser wuredin- Im (o er »dien aerik«- ffafarts- Yflrk, f*vig*- nordntiaeat eal eia ur« er- Jacob chäftsnannt. w kurisraelimpferi allge* tosst. dieser Hoffdiesen “triebtlen st*. ’ Jahr« im ergänze iebigei ien bi Kupfer- VM Km* nad ¡rl’vÄw COMITE CEHTHOEUROPEO ConientM 2294 — VI. Stack — T. E. 4S-369&, 4* 5*8* DAS JUBILAEUM Das Wort „Jowei” sebliessi de« Begriff der Freiheit in ».ich. das Jahr der Freiheit ihr den Knecht. Das Jubiläum des KKL. der 60. Jahrestag seiner Begründung am 29. Dezember, ist im volle« Sinne des Wortes ein Jubiläum der Freiheit: Befreiung aus der Knechtschaft des ruhelosen l'mherwanderns. Der Keren Kajemeth Lejisrael, der Jüdische Nationaltonds hat sein eigentliches. ursprüngliches. Ziel erreicht: Fast alle Böden im Lande Israels sind in jüdischer Hand. Die Verwaltung der nationalen Bodenflächen lieg! nunmehr in der Hand der Regierung, des israelischen Landwirtschaftsministers. dem Staats- und KKL- Böden unterstehen, und diese Vereinheitlichung der Bodenpolitik wird dem Nätio- »albesitz an Grund und Boden grosse Vorteile bringen. .Nunmehr ist der KKL zum ausschliesslichen Träger der Podenentwickiung geworden. Urbarmachung von mehr als 70 Prozent der Gesamtfläche Israels — denn nur mäximo 30 Prozent sind kolonisiert —, Aufforstung. Entsumpfung und Entsteinung, Bewässerung, all dies obliegt dem Keren Kajemeth, der. im engsten Zusammenwirken mit der israelischen Regierung, eine autonome Institution der zionistischen Bewegung bleibt. Im letzten Grunde liegt die Aufgabe des KKL in den kommenden Jahren darin, das Antlitz des Landes grundlegend zu verwandeln und die Vorbedingungen für die Aufnahme von rund 100.000 Familien oder 500.000 jüdischen Einwanderern im kommenden Jahrzehnt zu schaffen. Wahrlich eine grandiose, in der modernen Geschichte einzig dastehende Aufgabe, für deren Durchführung alle Juden in der Welt eine hohe moralische Verantwortung zu tragen haben. Zum Tage, da auf dem 5. Zionistischen Weltkongress Verletzung der Menschenrechte Montreal. — Unter den Auspizien der jüdischen sozialistischen Kreise wurde hier eine Gedenkfeier abgehalfen. Die Versamnrung ersuchte die Regiert.ng Kanadas vor den UN Protest gegen die Verletzung der Menschenrechte in Sowjetmssland einzulegen, wo den Jude« die religiöse und kulturelle Freiheit verwehrt wird. Die Teilnehmer an diesem Akt ehrten das Andenken von Henryk Erlich und Victor Alter, Führer de* polnischen Bund und der jüdischen sozialistischen Bewegung, die vor 20 Jah;en in der Sowjetunion hingerichtet wurden. (ITA) vor sechzig Jahren zu Basel der KKL geschaffen worden ist — dank der energischen Bemühungen Theodor Herzls — darf das jüdische Volk sich selbst, vor allem jedoch die Zionistische Weltorganisation. beglückwünschen und die Männer und Frauen, die unermüdlich für die Realisierung des Ideals arbeiteten. Zwei Menschen aus unserem Spracbkreise haben mit ganz besonderer Hingabe und ungewöhnlicher Tatkraft hierfür gewirkt: Dr. Max Bodenheimer (Köln' und Prof. Otto Warburg i Berlin'. Ihrer zu gedenken muss eine Ehrenpflicht sein. Auch in Argentinien gab und gibt es Juden, die jede freie Stunde ihres I,ebens dem KKL in wunderbarer Weise dienen: ihnen allen voran, seit sechs Jahrzehnten, der greise, ehrwürdige, jugendlich eitrige, wenn es um den KKL geht. Ehrenpräsident des Landesdirektoriums. Don Jizchak Ka. pia-n. für den der 29. Dezember ein echter Festtag sein wird. Aus unserer Arbeit Anlässlich der Vorlobungsfeier von Herrn Enrique Wolff mrj Frl. Anny Kleinfeld wurde durch die wertvolle Mitarbeit der Damen Frau Margot Scharf und Frl. Trixi Griinebaum der Betrag von * 10.500.— zu Gunsten des KKL gesammelt; das Brautpaar, sowie ihre Eltern werden in das „Goldene Buch " des KKL eingetragen. Frau Maria P. de Adler spendete, im eigenen, wie im Namen ihrer Kinder. Enkel und Urenkel, den Betrag von t 4.950.— zum Pflanzen von 99 Bäumen anlässlich des 99. Geburtstages ihrer Mutter. Frau Luise Pressei, geb. Birnbaum, welches sie dieser Tage bei voller körperlicher und geistiger Frische in New York begehen wird. Harry, Martha. Nmf, Norbert«. Leonardo. Graciela und Miriam Fligler spendeten den Betrag von S 2.500.— zum Pflanzen von 50 Bäumen anlässlich der Goldedenen Hochzeit ihrer Gross - | eitern, des Ehepaare« Elias und Bertha Gottlieb, geb. Kupferberg. Die Freunde vo« Frau Eva Weil s. A. spendeten een Betrag von i 2.300.— zum Pflanzen von Bäumen zu ihrem Andenken, i Anlässlich der Britto Milah | des Sühnchens des Ehepaa- 1 les Gurt und Lotte Mayer, . geb. Siesel ergab die unter I den anwesenden Gästen veranstaltete Sammlung die Summe von * 2.775.—:.das | Kind. Roberto Carlos, wird im „Sefer Hajeled'’ eingetragen und ausserdem wer- I den Bäume auf den Namen der Eltern gepflanzt. ] Wir danken allen unsere« Spendern und Mitarbeitern. Rabbi Akiifc Eger dessen 200. Geburtslag kürzlich begangen wurde, war in Eisenstadt «Burgenland) j zur Welt gekommen und der Abkömmling einer in j Deutschland hochangesehenen Familie; ein Urahn ist Rabbiner in Halberstadt! gewesen. Seine Jugendjah-| re verbrachte er in Breslau ' wo er bei seinem Onkel talmudischen Studien ob-; lag. Mit ungemein schar-; fern Verstand begabt und mit nie versagendem Gedächtnis scharte er in jun- | gen Jahren schon. nach-! dem er sich in Lissa 1 Posen) niedergelassen und . sich dort verheiratet hatte. . einen grossen„ Kreis von Schülern um sich. Er hatte ursprünglich nicht, den; Ehrgeiz, ein offizielles Rab- . bineramt zu bekleiden, da behagliche Vermögensverhältnisse. bei bescheidenen j Lebensansprüchen, es ihm 1 erlaubten, ganz seinen Studien und dem Lehramt zu j leben. Erst später, als wi-! drige Schicksa.lsschläge sein Vermögen stark reduj ziert hatten, musste er. um j den Lebensunterhalt der Familie bestreiten zu können, ein rabbinisches Amt 1 übernehmen: ein solches! bot sieh ihm 1791 in Mär- ' kisch-Friedland dar. j Die reine Menschlichkeit. I die Akiba ben Mosche Eger auszeichnete. warb ihm auch im neuen Wirkungskreis viele Anhänger, denn er war ein Menschenfreund in des Wortes schönster Bedeutung. Mit materiellen Mitteln, mit persönlicher Mildtätigkeit, mit eingehenden Interesse für öle Nöte seiner Brüder, t ■ at er für jede Form der Nächstenliebe ein. Er weilte an vielen Krankenbetten, leistete unbequeme Nachtwachen, handelte nach den „Sprüchen der A'äter“. ..alle Menschen mit Freundlichkeit zu empfangen“. Nachdem er durch 24 Jahre in Mär-1 kisch-Friediand gewirkt! hatte, wurde er im Jahre 1815 als Oberiandesrabbiner nach Posen berufen, wo ihm weitere 22 glückliche Schaffensjahre beschieden waren. Als dort 't'rl Jahre 1.831 eine furchtbare C'holeraepidemie ausbrach, organisierte er eine grossartige Hilfsaktion. die ihm die Bewunderung der Landesbehörden und eine schmeichelhafte Kabinettsordc-r des Königs Friedrich Wilhelm 111. von Preussen eintrug. All diese umfangreiche seelsorgerische Tätigkeit hinderte Rabbi Eger nicht daran, seine Lehrkurse auf das gewissenhafteste auszuüben. und man sagt von ihm. dass er niemals einen angekündigten Lehr vor trag habe ausfallen lassen. Gross ist die Zahl der Schüler, die aus seiner Schule hervorsingen. Seine Autorität in talmudisch-rabbinischen Fragen war so bedeutend, dass bei Meinungsverschieden heiten seine Anschauung als massgebend angesehen wurde. Anfragen aus aller Welt w urden an ihn gerichtet, und seine Korrespondenz w-ar von so gewaltiger Ausdehnung, dass sie. ihn fast zu erdrücken drohte. Dies bestärkte noch die Hochachtung, die seine Gemeinde ihm zollW. Man sagmeinde ihm zollte. Man sagt, dass es in dcr Gemeinde Posen kein Haus gegeben habe. in dem nicht das Bild des „Vaters der Gemeinde“ zu finden war. Sein Wesen strahlte eine solche Menschenliebe und Güte ans. dass die Legende sein lieben noch mehr verklärte. Seine religionsgesetzlichen Entscheidungen gelten als ..Perlen der Halaeha“, und seine Zeitgenossen verliehen ihm den höchsten Ehrentitel eines „Gaon“. womit er in die Reihe der grössten Lehrer der Diaspora aufrückte, der geistigen Führer in Babylonien des, 9.—11. Jahrhunderts. Die Bescheidenheit des grossen Weisen zeigt sich auch in der Grabschrift, die er für sich bestimmt hatte: ^CONFITERIA „Hier ruht Rabbi Eger, ein Ditmer der Diener des Ewigen in Märkisch-Friedland und Posen“. Als Akiba Eger am 12. Oktober 1837 starb, 76 Jahie alt, war die Trauer um ihn ganz allgemein; sein Sohn Salomo folgte ihm im Amt ln Berlin gab es eine Akiba Eger-Loge des Ordens Bne Brit, und er lebte fort im Gedächtnis seines Volkes. Ein direkter Nachkomme von ihm war der vor einigen Jahren verstorbene Dr. Frankfurter in Montevi deo. Auch in Buenos Aires leben Juden, die stolz auf ihre Abstammung von dem grossen Gelehrten hin weisen. denn sein Name bedeutet ein Programm für Menschenliebe. Verantwortungsbewusstsein und Charaktergrösse. Curt Wilk PA M PA T E. 73 2447/ 4025 í SERVICIO DE LUNCH Nach einem arbeitsreichen Leben entschlief am Samstag, den 23. Dezember, nach kurzem Leiden in Montevideo unser lieber Vater Schwieger- und Grossvater. Herr ALBERT BASCH im 89. Lebensjahr. Um ihn trauern: GERHARD BASCH u. Fra« ESTHER, geb. MARKUS (USA) WERNER BASCH u. Frau INGE. geh. ROSENSTEIN MIRIAM, CLARA. RICARDO und NOEMI BASCH. Enkel Buenos Aires. Areos 3659. Judith Ann Dve.. Mount Prospect, lli.. USA. Wir wollen unsere Arbeit schnell abschliessen a*J*ä»iäiS!igIS3BMM*ai9aa***a3#S9S*M=SSS-,i!iS»!ia#S'}S»*al ISüaiSäliirtäiüi-ä6il9»a=*B*3*iai3ISäa»sB5SSSSeBeM*äSS3S Deswegen erledigt SOFORT Eure Beisteuerung für die DIE DREI GROSSEN AUFGABEN DIESES JAHRES: HILFE FÜHL OIE NEUEINWANDERER AUFBAU NEUER WOHNSIEDLUNGEN ERSCHLIESSUNG NEUER BOEDEN ANNAHMESTELLEN: CAMPANA UNIDA PRO ISRAEL, COMITÉ CENTROEUROPEO Sarmiento 2376, 3?, T. E. 47-3820 und saemtliche Sekretariate der aiigeschlossenen Organisationen und Gemeinden

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.