Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1933 (19.12.1961)
- Date
- 1961-12-19
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9616703-9612115-9612918--1799-9612921- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Beirut 1× ep/1047833
OCR text
Martes, 19 de Diciembñ de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1933 — 3 SYRIEN UND DIE ARABISCHE LIGA „Nach wie vor gehorcht Abdel Chalek Chassouna ausschliesslich den Befehlen eines einzigen Mannes in der arabischen Welt und dient damit nicht den Interessen der Arabischen Liga. deren Generalsekretär er ist, sondern nur den Interessen eines Landes der Liga.” Diesen scharfen Angriff auf Chassouna richtete die tunesische Tageszeitung „El Amal”, das offizielle Organ der tunesischen Regierungspartei. Der Artikei dieser Zeitung erschien als Folge der Versuche Chas. sounas, die Sitzung des Liga-Ministerates, welche Tunesien sofort nach der Revolte in Syrien verlangt hatte, zu verschieben. Der Generalsekretär der Arabischen Liga konnte zwar, da ein Mitgliedstaat eine Beratung verlangt hatte, einer Sitzung der Liga nicht vollständig ausweichen, rief jedoch zuerst nur die in Kairo akkreditierten arabischen Botschafter zusammen. Chassounas Manöver zur Vermeidung eines Treffens des Ministerrates der Liga sind keineswegs unbegründet. Der Generalsekretär weiss sehr gut, dass eine solche Beratung bei dem gegenwärtigen Stand der Beziehungen zwischen den arabischen Staaten nicht nur für den Fortbestand der Arabischen Liga schädlich wäre; er ist sich vollkommen darüber klar, dass die Sitzung garnicht stattfinden kann, wenn man von der eigentlich selbstverständlichen Voraussetzung ausgehen will, alle Mitgliedstaaten der Liga sollten an dieser Beratung teilnehmen. Die Regierung in Kairo hat gleich nach der transjordanischen Anerkennung für das neue Regime in Damaskus die diplomatischen Beziehungen mit Transjordanien abgebrochen. Die Anerkennung, welche inzwischen auch Irak und Saudi Arabien für die Regierung des Dr. El Kusbari ausgesprochen haben, trägt nicht dazu bei, die ohnehin recht gespannten Beziehungen zwischen Kairo und Bagdad zu verbessern, und auch das Verständnis, das man in HOTEL ARMON ISRAELS BEKANNTESTES TOURISTENHOTElj ELEGANTE ZIMMER — AIXE MIT KUEHLLUFT- ANLAGE — ERSTKLASSIGE KUEUflE — ANGE¬ NEHMER AUFENTHALT — LUFTIGE TERRASSE AM MEER - ZIMMER AUCH MIT VOLLPENSION Tri Aviv, Jarkonstr. 90 Tri. 23T11 (Vorherig* Zimmerbeate Jung «abedinet erforderlich) j;'•******•*#•**********************«***«*' MALERARBEITEN Günter Stem, H. Rosenhain LEANDRO N. ALEM 2530 T. E.: 795-8719 «. 740.1*2$ * * * « * MUNRO * TepiscUiaus - M. Höchberg! | UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKlTüPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN EUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. | Etfeae Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserlcichter*ingen;; MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND <' GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS " MIT REIN WOLLENEM VELO UN. Verkauf an Private anr Semete« nnd «-r-ntag va« 9—19 Uhr im Auaftelluafaheu* Calle ANDONAEGUI 2083 4 Quader rer Station Ur<tuie« Murn«, _ jf - ^WglfiUrnnnni MODERNE WOHN- UND SCHLAFZIMMER; EINRICHTUNGEN - SKSSELGARNITUREN SARMIENTO 1147 OAMLDO 774 AUTQ - REPARATUR . WERKSTATT „BENOV BENQ HHT9CHMBCCEX Avd». CONSTITUYE NTES 4009 XKcfct Monro*) 7 UR'WIk i > Riad, der Hauptstadt Saudi- Arabiens, früher einmal für Nasser und seine Pläne hatte, ist inzwischen erheblich abgekühlt. Die einzige arabische Regierung, die sich bisher eine Position gesichert hatte, welche ihr ermöglichen könnte, zwischen all diesen Problemkomplexen zu ver rütteln, ist die Regierung des Libanon. Beirut hatte das neue Regime in Damaskus bisher nicht anerkannt. Das bedeutet nun nicht etwa, dass irgendwelche Feindschaft zwischen den beiden Nachbarländern besteht. Die Grenzen blieben offen, die Konsulate beider Länder arbeiten, die Handelsbeziehungen funktionieren bereits wieder normal. Radio Damaskus, das unaufhörlich Kommentare zur Lage sendet und genau darauf achtet wie seine Nachbarstaaten auf das neue Regime reagieren, hatte bisher nicht ein einziges Wort über die Tatsache verloren, dass gerade der Libanon noch keine Anerkennung Syriens ausgesprochen hat. Es scheint so, als ob alle Be- Praktisch denken, von Carlton schenken! Was Sie an Schönem für die männliche Jugend und reifere Jugend sich wünschen, finden Sie in der CARLTON- Boutique Maipü 982 ( 50 Meter vom San Martin-Platz). Hemden, die auch ein Geschenk für Frauen sind! Stets vorbildlich frisch nach müheloser Wäsche und ohne Bügeln immer glatt. Hemden für hohe Ansprüche, Hemden die man guten Gewissens weiter empfehlen kann: Dem Mann, der sie trägt, der Frau, die sie pflegt! Grosse Auswahl in Kravatten, Unterwäsche, Morgenröcke, Socken, Taschentücher, besonders hübsche Gürtel, und alles was zur Herrenausstattung gehört. Ein hübsches GESCHENK für Ihre Geschäftsfreunde: Unsere vollimportierte italienische Kravatte! Neu aufgenommen: der federleichte Slak für Freizeit, Urlaub und täglichen Gebrauch. In unserer Bekleidungsetage finden Sie als eiliger Käufer, die perfekte Sommer- Idealkleidung in Dacro«, Leinen, Alpaccas, Tropieal« und den neuen federleichten : 1.000 GRAMM-ANZUG. Seramerboaen in allen Arten Ms nur Leibweite 135 cm. Und eine Spezialauswahl der httgelfraten Trevirahene. Und vhi Sic Masskleidtwf wünsche«, erst recht tu uns! Carlton-Kleidung ist Kleidung guten Stils, sie ist meisterhaft gearbeitet und nicht teurer aft« gewöhnliche Kleidung. Ständige Passformkontrolle. Herrenbekleidung M<ápá 444 L TE. 31-7445 HerreRamriattuRf Mafcé Mt IE. 31-0357 teiligten daran Interessiert sind, einen arabischen Staat zu haben, der eine Vermittlerrolle übernehmen und an eien man sich wenden kann, um eine allgemeine Verständigung zu erreichen. Die Arabische Liga hat in den etwas mehr als zwei Jahrzehnten ihres Bestehens noch niemals irgendwelchen konstruktiven Zielen ge. dient. Aus dem politischen Instrument, das sie am Ende der dreissiger Jahre dieses Jahrhunderts darsteilen sollte, wurde eine Kampforganisation, die sich während der ganzen Zeit ihres Bestehens ausschliesslich damit beschäftigte, irgendetwas oder irgendjemanden zu bekämpfen. Die Liga steht gegen Israel, sie steht gegen Frankreich in der Algerienfrage, sie macht gegen die Kolonialmächte Front, hat aber bisher nicht ein einziges ,für” in ihr Programm aufgenommen. Nicht nur, dass sie es nicht fertiggebracht hat, die ihr ange hörenden Nationen zu einem einzigen gemeinsamen Aufbauprogramm zu vereinigen, waren auch die politischen Gegensätze ihrer Mitgliedstaaten stets so erheblich, dass sie sich niemals auf einen gemeinsa men Nenner bringen Hessen, es sei denn, man suchte, fand und attackierte einen gemeinsamen Gegner. Nun aber steht die Arabische Liga vor der unausweichlichen Notwendigkeit, sich mit einem feststehenden politischen Tatbestand in ihrem eigenen Raum beschäftigen zu müssen. Wenn sie als Staatenbund nicht untergehen will, wird sie dem Rufe Tunesiens zu folgen und die Wiederaufnahme Syriens in ihren Reihen zu diskutieren haben. Wie aber können sich die Vertreter von Staaten treffen, um über Probleme eines gemeinsamen Verbandes zu debattieren, wenn diese Staaten untereinander keine diplomatischen Beziehungen unterhalten? Transjordanien unterhält keine diplomatischen Beziehungen mit Aegypten, Libanon und Aegypten nicht mit Syrien. Das Zögern, das Abd el Chalek Chassouna angesichts der tunesischen Forderung, den Ministerrat der Arabischen Liga einzuberufen, gezeigt hat, ist also durchaus einleuchtend. All jene Ligastaaten, die korrekte Beziehungen mit Kairo haben, begannen nun, einen Druck auf die ägyptische Regierung auszuüben, um die vielfältigen Probleme zu lösen, die aus der syrischen Revolte und der daraus resultierenden ägyptischen Haltung entstanden sind. Der stärkste Druck kam vom Libanon, der sich bemühte, einen vollkommenen Bruch zwischen den arabischen Staaten zu vermeiden. Zu diesem Komplex aber gehört auch der Versuch, Nasser dazu zu veranlassen, auf die Bezeichnung „Vereinigte Arabische Republik” zu verzichten und sein Land wieder schlicht „Aegypten” zu nennen. Bisher haben all diese Versuche keinen Erfolg gehabt, da Kairo seinem Volk noch immer nicht die volle Wahrheit gesagt hat. Die Aet^ypter wissen zwar, dass Syrien abgefallen ist, werden aber in einer Art verschwommenen Glaubens gehalten, dass eine Reaktion in Syrien wahrscheinlich ist. Ueber die Anerkennungen des neuen Regimes in Da maskus, besonders seitens der Ostblockstaaten, wissen die Aegypter auch noch nichts. Bevor sich also Nasser nicht dazu entschliessen wird, seinem Volk die ganze Wahrheit zu sagen, sind die Vermittlungsversuche zum Scheitern verurteilt. Die Arabische Liga steht vor der schwersten Krise, die sie jemals erlebte. Diese Krise, die das neue Regime in Damaskus sehr wohl erkannte, und deren Ursache man augenscheinlich nicht sein will, führte zu 3.000 Israelis studieren im Ausland Tel Aviv. — Gegenwärtig studieren 3.000 israelische Studenten an ausländischen Hochschulen, davon allein zwei Drittel in der. Vereinigten Staaten von Amerika. In England studieren 250 Israelis, in Oesterreich 200, Frankreich 150, Deutschland 150, Schweiz 120, der Rest in anderen Ländern wie der Türkei, Japan, Jugoslawien und Polen. (ITA) dem neuen Plan einer panarabischen Föderation, den die Regierung El KuSbaris bekanntgab. Diese Föderation soll eine gemeinsame Verfassung und ein gemeinsames Heer haben, aber die Souveränität jedes Staates soll dennoch voll gewahrt bleiben. Der neue syrische Plan ¡st mit dem Ziel ausgearbeitet worden, die Arabische Liga zu ersetzen. Da man sich in Damaskus vollkommen darüber klar ist, dass die Liga, deren Hauptsitz sich ja in Kairo befindet, unter starkem ägyptischen Einfluss befindet, versucht man durch diesen Alternativplan („dieselbe Braut, anders geschleiert”) dem ägyptischen Einfluss auf die allarabischen Interessen entgegenzusetzen. Der syrische Vorschlag könnte zwar dazu führen, Nasser zurückzudrängen, die Probleme aber, denen er gegenübersieht, unterscheiden sich nicht von denen der Arabischen Liga. Mit Plänen und schönen Worten allein ist die tiefe Kluft, die zwischen den einzelnen arabischen Nationen besteht, nicht zu überbrükken. Die schwere Krise in der arabischen Welt besteht weiter. SCHECKS ODER UEBERWEISÜNGEN IN D-MARK ODER DOLLAR Bevor Sie wechseln erfragen Sie unsere Preise. Man spricht deutsch CASA PIANO S.A. 347-SAN MARTIN 128 1 ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hardi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE Spr9«hstNA(Í9«: DUnstag, Mittworii and Frritag von 15—18 Ukr Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS Erbschaftssachen — Vertraege - Verwaltungen - Miets-, Zivil- und Handelssachen. BUEROZETT: 16~19 UHR PtKYRREDOM 2190 m<| kt. US MERAS — T. E. 83-2613