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Jüdische Wochenschau · 1961-12-12 · 1931 (12.12.1961) · p. Seite 2

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1931 (12.12.1961)
Date
1961-12-12
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German, Spanish
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2 — M»rl+í. 12 dt llititir.!».<> dt 1%1 J Í It I? f N E WOCREKSCHAU A fie XXII. _ No. i«v;u (Schluss von Seite 1> junge Leute mit. die sich dann als Handelsvertreter aus Linz auswiesen. De' verletzte Albrecht wurde au! die Unfallstation gebracht, wo ihm ein Bein in Gips gelegt werden musste. Mit dieser Angelegenheit befasst sich nun die Linzer Kriminalpolizei wie auch die Staatspolizei. Bedauernswerter- oder bezeichnenderweise wurden die beiden Täter am gleichen Abend 118. November), also unmittelbar nach ihrer Einvernahme, auf freien Fuss gesetzt.” So sieht also der Polizei Schutz des österreichischen Innenministers aus, dem wohl auch die Polizeikräfte unterstehen. Jedenfalls wurden die beiden Nazis, die einen Juden niedergeschlagen haben, auf freien Fuss gesetzt. Dass dieses polizeiliche Vorgehen einem rechts staatlichen Prinzip entsprechen würde, haben die Oesterreicher selbst nicht behauptet. Dass es sich hierbei nicht um einen Einzelfall handelt, bei welchem unverantwortliche Polizeiorgane einen Fehler gemacht haben, geht aus der nunmehr folgenden Berichterstattung über den Razesberger Prozess hervor: Der Freispruch des Polizeirates Dr. Razesberger war sogar der österreichischen Regierung peinlich. Da hat ein deutsches Gericht einen Polizeioffizier der Erschiessung von 300 Juden in Barditschew schuldig gesprochen und ihm einen Milderungs - Grund zugebilligt — dass er sich mit seinen Bedenken gegen den ihm Vorgesetzten Dr. Razesberger nicht durchsetzen konnte. Aber Dr. Razesberger wurde von einem österreichischen Gericht freigesprochen und dann gefeiert Eine skandinavische Zeitung bemerkte, dass Oesterreich nicht viel Sympathie in der ’Veit in der Südtirolfrage erwarten könne, wenn man zulasse, dass iiberföhr- <e Judenmörder in der;; Dr. FREY A B 0 G A D 0 PUEYRREDON 219« 1’ »4, nachm. 16—19 Uhr ► ee♦♦♦ 1 Jaime Liebling! s. a. : SPERRHOELZER HOELZER DIAZ VELEZ 5224 J Tel.: 89-9349. 33-9305* ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦♦♦♦■♦ [reaITénI Füllhalter * REPARATUREN * Spezialgeschäft « CORRIENTES 569 * T. E. 49-5850 l ♦ ♦ ♦ ♦ e-*-* ■*■*■**■*-* *-* *' staatlichen Verwaltung Oej sterreichs einflussreiche Stellen besetzen. Einer der Entlastungs/.eu- * ger, oes Dr. Razesberger . war sein Berufskollege Dr. I Erich Wallaschek. Kommandant der Sicherheitsw ache i Meidling und Lehrer an der Wiener Polizeischule. Er i war zugleich mit Dr. Razes- ' beiger als Beamter der Ordnungspolizei ir. Schitomit eingesetzt gewesen. Er sagte aus: ..Ich kann be-; zeugen, dass ich von Judett- ‘ erschiessungen nichts gehört ■ habe.” Er will jetzt zum; ersten Mal gehört haben. 1 dass die Polizei in Schito- ■ mir und Braditschew Massenerschiessungen von Ju- I den durchgeführt habe, i Vorsichtigerweise ergänzte er seine Aussage: ..Ich war j damals so ausserordentlich j beschäftigt, das ich nicht ' viel von der Aussenw<elt er- 1 ahnen konnte.’ Es bleibt 1 die Frage: Womit hat sich! ein Polizeioffizier in Sehito- I mir beschäftigt, wenn ihm! die ..Aussenwelt" verschios-! sen blieb? j Schliesslich führte Dr. | W'allaschek aus: ..Hütte je- I doch Dr. Razesberger Be- , fehl zu Judenerschiessungen : erhalten, so wäre es ihm 1 ganz unmöglich gewesen, sich zu widersetzen.” Bekanntlich stand im deut- ■ sehen Militärstrafrecht aus.; driicklich, dass bei Befehlen zu verbrecherischen Hand- : hingen der Gehorsam zu ¡ verweigern ist. Hoffentlich j weiss der Lehrer der Wiener Polizeischule zumindest, dass nach geltendem öster-; reichischem Recht. Befehle! zu strafbaren Handlungen ( nicht befolgt w'erden müssen. | Als Dr. Wallaschek sich \ als Zeuge für seinen Kriegsj kameraden und Kollegen so : wacker einsetzte, war er , noch Major. Heute, einige : Wochen später, ist er schon i Oberstleutnant...! Diese Vorgänge haben an- ' sserhalb Oesterreichs gröj ssere Unruhe hervorgerufen J als in Oestereich selbst. Und | das ist ein bedenkliches Zeichen für... Oesterreich. Die Bluttaten von Schitomir gehören zu den schändlichsten, die von den Nazis begangen worden sind. Aber ein Ver- } MOHEL K. PLAKSIN } •: •:!; Superi 2719!;!'I T. E. 76-6784 u. 76-2312 ’’ i f I r%V.%V«"-%V.%V.V.Wr-? Jacobe M. LA Pt DUC < dipl. Mobil \ ¡¡J NEUE ADRESSE!; 1' VIA MONTE 2037, 4o. B. > i 46 1716 und 48-2124 J 1 MARTHA \ \CHAPEAUX\ i _ i I anfwörtlicher w ird fieigelasj sen, weil ein arideier Ver-; antwörtlicher ihn entlastet, i Dass ein deutsches Gericht! die Schuld des Polizeirates j festgestellt hatie. spielte dai bei keine Rolle. Man nahm | das in Oesterreich nicht zur Kenntnis. Die Beförderung der Verdächtigten, um die Situation vornehm zu umschreiben. stellt schon mehr als eine Herausforderung dar: es ist ein schwerer politischer Fehler, der auf Oesterreich zurückfallen wird. Unwillkürlich wird man an die Schandurteile einer schwächlichen Uebergangsepoche erinnert, in der die Justiz sich zum Handlanger polifischer Zielsetzungen machte. Hier liegt die echte Gefahr für eine erneute Demoralisierung. Die Erschütterung des Rechtsgefühls und des Rechtsbew«sstseins der Bevölkerung ist die Voraussetzung fiir jeden neuen faschistischen Umsturz. Man braucht nicht zu übersehen, dass vielleicht im Augenblick in dieser Hinsicht. Befürchtungen unangebracht sind. Aber die politischen Konstellationen ändern sich mitunter über Nacht. Die Nazis hätten auch in Oesterreich nicht so schnell und so gründlich die Macht ergreifen können, wenn nicht die Zahl derjenigen, die für das Staatsschicksal verantwortlich waren und die insgeheim schon längst ihr Parteibuch besassen, so gross gewesen wäre. Die Serie der jetzigen Zwischenfälle und die alarmierenden Zustände deuten darauf hin, dass man bereits im Stadium einer progressiven Durchsetzung mit antidemokratischen Ideen angelangt ist. Hierfüj. werden wir in einem zweiten Artikel weitere Beweismittel vcilegen.— Das „Testament" Eichmanns München. — Eine mi.nchener Zeitung berichtete, dass der ehemalige Obersturmbannführer Adolf Eichmann in seiner Gefängniszelle in Chalame sich zum Kommunismus bekehrt nabe. Der Anwalt Dieter Wechienbruch. welcher dem Angeklagten als zweiter Verteidiger beigegeben ist, lehnte ab. einen Kommentar zu «Leser Nachricht zu machen. Teile des politischen Testaments, das Eichmann in seiner Zeile verfasst hai. sollen der Zeitung zufolge durch Vermittlung d>s ägyptischen Geheimdienstes nach Westdeutschland gelangt sein. Aus den gleichen Quellen stammt die Behauptung, Eichmann habe geschrieben, seiner Ansicht nach sei ,für die Sicherheit und den Frieden der nächsten Generation nichts geeigneter als die Durchführung der Doktrin von Marx und len n.' An einer anderen Stelle sagt Eichmann, dass „HiHer und die anderen Naziführcr nur Schachfiguren in einem Spiel des internationalen Fatalismus waren.” (ITA i LA SEMANA ISRAELITA j^iemonarjo —• aparece ¿os Martes y Viernes. . Eünado por Estrellas Editorial Ltda Verantwortlich: Dr. H. Swarsensky PueyrreJón 2190, 1? izq. T. E. 83-2613 80.6830 . Aoono-Preis: |! Argentinien: ¡ ¡ $?fv.— pro Quartal í Ausland S 450,— jährl ¡ Sonnenenorgio-Apparat EIN EHRENGAST IN ISRAEL Staatspräsident Ben Zwi und Gemahlin veranstalteteur ist. Dieser hatte die i Versorgung Ankunft der brasilianischen Orten Familie seif langem vorbereitet und Radiokontakt mit Rio de Janeiro aufgenomj men. Die Töchter Kubit-' scheks konnten nun bei ihrem Besuch, in der .Terusalemer Wohnung des Studen-1 ten mit ihren Freunden in! Rio sprechen und auch de-, ren Stimme hören. j Die jungen Damen z.eigten j sich über diese Ueberra- ' schung. die man ihnen bereitet hatte, sehr erfreut, Staatonloson- Konvention New York. — Im Hauptquartier der Vereinten Nationen haben nunmehr die Vertreter Israels, der Niederlande und G^ossbritanniens eine internationale Konvention über Probleme der Staatenlosen unterzeichnet. Die Konvention, die in Kraft tritt, sobald sie von sechs Staaten ratifiziert worden ist, zielt in erster Linie daraut ab. die Fälle zu verringern, in denen Personen infolge unterschiedlicher Bürgergesetze staatenlos werden. (ITA) merkte man sen, das zu Ehren ten ein Festessen zu Ehren ‘ milie Kubitsehek des früheren brasiliani- Hauptstadt veranstaltet wur sehen Präsidenten Dr. Kude. Es wurden unverzüglich bitschek und Familie, die! besuchsweise in Israel weilen.! Zu dem Essen waren u.a.! Ministerpräsident, und Sicherheitsminister Ben Gu. rion und Gemahlin geladen : sowie Knessetpräsident Kadisch Lus und der Generaldirektor des Aussenministeriums Dr. Jachil. Der brasilianische Ex-Präsident ist Gast, der Israelj Regierung. Es fand eine j freundschaftliche Aussprache mit Ben Gurion statt. ' Kubitsehek wird ausser von seiner Gemahlin und seinen I beiden Töchtern noch von einem Sekretär, einem Leib-! arzt und einem Vertreter der brasilianischen Presse begleitet. Kubitsehek stattete in Begleitung seiner Familie der Hebräischen Universität einen Besuch ab und wurde von Rektor Rakac-h empfangen. Im Gedenk werk Jad Waschern wurde Dr. Kubiti schek durch Direktor Kubovi begrüsst. und im Kubit-! scheck-Wald des KKL wurden anlässlich des 18. Geburtstages der Tochter Kubitscheks IS junge Bäume gepflanzt. Der Ex-Präsidenf wurde feierlich vom Tel Aviver Bürgermeister Namir bei ei ner festlichen Veranstaltung im Ramat Aviv-Hotel empfangen. BEIDE TOEOHTER MAREN VERSCHWUNDEN Die beiden Töchter des brasilianischen Ex-Präsidenten w’aren plötzlich verschwunden, und dies be- Jerusalem. — Ein Modell einer Kraftstation, welche mit Sonnenenergie betrieben wird, wurde von der Forschungsstelle, der Dr. Har- . i ry Tabor, früher London, bei einem Es- , yorsteht. dem Ministerpräder Fasi^nten und anderen Mitin der gliedern des Kabinetts vorgefühlt. Israel interessiert , sich insbesondere für die Nachforschungen angestellt, Ausnützung der Sonnen- und schliesslich wurde be- , energie zur Herstellung von kannt, dass die beiden junj elektrischer Energie in grogen Damen sich in die Wohssen Mengen, um damit die nung eines Studenten hege- Umwandlung des Meerwasben hatten, der gleichzeitig sers in süsswaSser zu beein begeisterter Radioama- , treiben, und für die Stromentlegenen Die Kraftstation in ihrer bisherigen Form kann 50 Lampen und Radioempfänger betreiben, dazu Wasserpumpen und 10 Eisschränke. sodass sie gerade für kleine isolierte Ortschaften in unterentwickelten Ländern von Nutzen sein könnte. In Australien, Afrika und Indien bestehen aufnahmefähige Märkte für diese Einheit. — Israel ist ein Land. und auch der Privatsekrej in dem Sonnenenergie mehr tär ihres Vaters, der sie zu j als anderswo genützt würd. dem Studenten begleitet hat-! Bereits werden 10.000 Waste, sprach diesem seinen sererbilzungs-Einheiten be- Dank aus. i nützt. ▼ t Dr. B.Schwarcz ZAHNARZT : ESTOMBA 2283 52 8214 RAYOS X : PARADENTOSE; TELEF. VORANMELDUNG ♦ 4 4 4 : 4 i E. NERVEN v. GEMÜTSj! \ KRANKHEITEN f,! Dr. M. J. KUHN \ | > pro»-- ji |< RIVADAVIA 2625 HI .• Tel. 48-7524 ¡¡Mont., Mittwoch, Freitag¡t % 17—20 Uhr. Tel. Anmel- V düng erbeten. % V0K DER REISE ZURUECK Dr. BERNARDO GOLDSTEIN MEDICO Carditlogia — Hospital Ftrnandoz Radi« X — Dttrehleuchtung; — Electroeardioffranune CUBA 2141 — T. E. 73-B782 k. 73-6817 Consultas: Montag bis Freitag: 15—18 Uhr Sonnabend: 14—16 Uhr ♦ J ■»lSiSg£lS*SilSe*S*Sií-£ÍiiSSií*tS**KSSSBSl»*?s**l£<S*i*SSi¡ a ¡Í B HUTSALON Jetzt in E L G R A N MOLDES 25 T. E. 73 9229 93-9155 6 1 e# ♦ ♦ « f t OPTICA DIPL. OPTIKER ♦ Sarmiento 829 j T. E. 35 - PROPiEDADES FRANKENBERG Restaurant »Paso' Paso 452 (al fondo) — T. 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