Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1921 (3.11.1961)
- Date
- 1961-11-03
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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Mentioned entities
- Alfred Adler 2× ep/1003352
- Arnold Paucker 1× ep/1028423
- Buenos Aires 1× ep/1047860
- Emanuel Lasker 1× ep/1004358
- Friedrich Gundolf 1× ep/1025075
- Heinz Galinski 1× ep/1023331
- Josephus 1× ep/1005469
- Ludwig Geiger 1× ep/1027219
- Margarete Susman 1× ep/1025668
- Martin Buber 1× ep/1009258
- Robert Weltsch 1× ep/1000026
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* — Vi*>rwe*’ 3 d« Noviembre dt 1961 ■;--^ - ■ , ■■ 1. Á SEMANA I f»"ft A fjb I.U|t A ".' Aus juedischenZ eitschriften "X MM. - N». MN ’ ' r % „---^ Musik in Buenos Aires DEUTSCHE LITERATUR IN JIDDISCH ron Dr. E. G. LOWENTHAL Im Lodoner „Journal of Jewish Studios“ <10. Jahrgang, No. 3 und 4) berichtet der 1921 in Berlin geborene englische Germanist Arnold Paucker, M. A., gegenwärtig der Sekretär des Londoner Arbeitszweiges des Leo Baeck-Instituts, in gedrängter Form über die von ihm er- und durchforschten jiddischen Fassungen frühneuhochdeutscher Prosa, der sog. Volksbücher. Gemeint sind, in erster Reihe Prosadichtungen wie „Kaiser Oktavian“, „Fortunatus“, „Die Sieben Weisen Meister” „Die schöne Magelona”, „Till Eulenspiegel“ und — „Schildbürger”, während andere, von denen man wejss, dass auch sie in jiddischer Form vorliegen, aber als verloren gelten müssen, nur gestreift werden. Bisher war die Existenz der jiddischen Texte bekannt, aber man war sich der Bedeutung dieser Art Säkularliterätur für die jüdischen Gemeinden des 16. Jahrhunderts nicht bewusst. Paucker hat mit seinen gründlichen philologischen Studien eine Bresche in ein neues Fcrschungs gebiet geschlagen. VOM JUEDISCHEN KULTURBEITRAG Die drei Jahrzehnte (von 1914 bis 1933) umfassende Entwicklung der Berliner Lessing-Hochsehule. die im deutschen Volksbildungswesen eine bemerkenswerte Rolle' gespielt hat, ist ein kleiner, sichtbarer Teiibeweis für den Beitrag gewesen, den Juden zur deutschen Kultur geleistet ha¬ ARNOLD ZWEIG Bilanz der deutschen Judenheil HANS JOHN: MARTIN BUBER Sein Werk und seine Zeit 2te um ein Geleitwort des Verfassers und ein Nachwort vjn Dr. Robert Weltsch vermehrte Auflage ca. 500 S gr. 8?, Leinen gebunden DM 24.80. MARGARETE SUSMAN 1 mm ¡tllÉS äässla H&UZZK VffU.AG Frauen der Romantik 3. veränderte und erweiterte Ausgabe 178 S. mit 16 Bildnissen auf Kunstdruckpapier, m Leinen gebunden 12,80 DM. FLAVIUS JOSEPHUS / Geschichte des jüdischen Krieges Uebersetzt und mit Einleitung und Anmerkungen versehen vön Dr. H. CLEMENTZ Kl. 8*. 695 Seiten, 2 Karten aul holzir. Papiei in Leinen geb. DM 25.— Joseph Melzer Verlag, Koeln MOZARTSTRASSE 13 ben. Der ehemalige, jetzt ir. New Vork lebende Leiter dieser sehr gehobenen Volksbildungsstätte. Dr. Ludwig Lewin, hat es auf Anregung dos Berliner Senators für Volksbildung unternommen, die Geschichte „seines“. Instituts niederzulegen (in „Berliner Arbeitsblätter für die deutsche Volkshochschule“, I960, Heft XI.) Was. da alles geboten wurde,, auch von jüdischen Wissenschaftlern und Künstlern! Allein die Namen der mitarbeitenden Kräfte, des Stabes und der gelegentlichen Vortragenden lassen eine ganze,' lange, blühende und, dann, im Schatten der Krisen zwischen den beiden Kriegen ‘ vergehende Epoche Wiedererstehen Schon vor dem Ersten Weltkrieg findet man die Namen der Kunstwissenschaftler Max Osborn und Fritz Stahl, der Physikerin Lise Meitner, später auch den des Sehachweltmeisters Emanuel Lasker und der Literatur - Wissenschaftler Professor Dr. Ludwig Geiger und Dr. Max Herrmann In den 20er Jahren wirkten an der Lessing-Hochsehule u. a. der Berliner Architekt Paul Zucker (jetzt an der „New School for Social Research“ in New York), Kabarettkünstler wie Friedrich Holländer und Rudolf Nelson, auch der Neukantianer Professor Dr. Ernst Cassjrer (Hamburg), der Germanist Professor Dr. Fritz Strich, damals noch in München (heute in Bern ansässig). Zur Feier der 200. Wiederkehr von Lessings Geburtstag, war Friedrich Gundolf (Heidelberg) gewonnen worden. Auch der Individualpsychologe Dr. Alfred Adler (Wien), der kürzlich gestorbene P-1 ’siker Erwin Schrödinger und der Astronom Dr. Erwin Freundlich (Potsdam, jetzt Professor in Schottland) sind genannt. ISRAEL Die Tatsache, dass Presseorgane selbst de$ deutschen Bundesjugendrings Vertreter zum Eichmann- Prozess nach Jerusalem entsandt haben, verdient Beachtung. Wie sehr die deutsche Jugendpresse sich mit Fragen des Verhältnisses zu den Juden befasst, zeigte unlängst die „Jugendzeitschriftenschau” des Südwestfunks (Baden - Baden). „Israel ist heute Mode” war der Titel der Sendung, deren Manuskript Dr. Konrad Friesicke geschrieben hatte. Der „Baustein”, eine evangelische Jugendzeitschrift, will eine „Jungmänner-Freizeit”, über die sie berichtete, nicht als „Tourismus”, sondern als ein Politikum verstanden wissen; „wir wollten in Israel mithelfen — als ein Stück Wiedergutmachung“. Aebnlich äusserten sich die Studenten der Pädagogischen Akademie Kettwig in der „Studentischen Rundschau”, Jungen und Mädchen in „Ja und Nein”, der in Esslingen (Württemberg) erscheinenden „unabhängigen Zeitschrift der jungen Generation”, und die Zeitschrift „Die Grosse Fahrt”, die für die Pfadfinderschaft St. Georg bestimmt ist. Die aufschlussreiche Wiedergabe solcher ehrlich gemeinten Stimmen schloss auch Zitate aus den „Blättern des Bielefelder Jugend- Kulturringes”, aus der „Solidarität”, Zeitschrift für gewerkschaftliche Jugendarbeit, der „Pflugschar” (CVJM, YMCA) und der evangelischen Zeitschrift „Der junge Mann” ein. Mit den „Wurzeln der Vorurteile” beschäftigte sich, wie der Rundfunk berichtete, u. a. eine Artikelserie in der Zeitschrift junger Menschen, ..Die Brücke”. In diesem Zusammenhang wurde auch zitiert, was der „Aufwärts”, die Zeitung der Gewerkschaftsjugend, über den erschütternden Bildband von Gerhard Scheenberner „Der Gelbe Stern” denkt. JUED1SCHE GEMEINDE¬ ARBEIT IN EUROPA „Exchange”, das vom „Joint” (Gent) in hektographierter Form herausgegebene Organ der „Standing Conference on European Jewish Community Services”, zeigt mit dem in deutscher Sprache vorliegenden März-Heft, wie eine aus kleinen Anfängen entwickelte Zeitschrift zum Austausch (exehange) von Informationen allmählich ein Gesicht bekommt. Mannigfach Neues, wo anders bisher nicht publiziert, wird hier aus der Verwaltungstätigkeit jüdischer Gemeinden, Organisationen und Institutionen in Europa geboten, in Artikeln und „Kurzmeldungen”. Eines von „Zwei Experimenten in der Altersfürsorge” ist das zeitgemässe jüdische Wohnheim, wie es sich, von Heinz Galinski näher beschrieben, in Berlin als eine höchst brauchbare Lösung zur Behebung der Isolierung älterer Menrehen erweist. Das andere „Experiment” ist ein jüdisches Altersheim für — Blinde, das M. Vanson (London, früher Hamburg) ein „britisches Demonstrationsprojekt” nennt. Aus dem Heft erfährt man. Näheres u. a. Uber die Internationale Konferenz für Sozialarbeit (Rom, Januar 1961), an der auch zahlreiche jüdische Fachleute teilnahmen, Uber das neue Gemeindehaus in Lyon, der ostfranzösischen Stadt, die jetzt wieder 1.500 jüdische Einwohner zählt. Man wird ferner mit Erfahrungen vertraut gemacht, die man in Amerika in Bezug auf die Förderung von Gemeindestiftungen gemacht hat und die in Europa angesichts, der ab 1964 ausbleibenden Claims Conference - Mittel besonders berücksichtigt werden sollten. „Exchange” wird demnächst in einem anderen, gefälligeren Gewand erscheinen; vielleicht lässt sich damit — für die deutschsprachige Ausgabe — eine „Glättung” des Deutschen verbinden. Der religiösen, pädagogischen und kulturellen Zusammenarbeit zwischen den jüdischen Gemeinden in Europa dient die Zweimonatszeitschrift . „Community” (Gemeinde), gemeinsam von der Alliance Israélite Universelle (Paris), dem „American Jewish Committee” (New York) und der „Anglo Jewish Association” (London) herausgegeben und in Paris von Zacharias Shuster und G. Levitte gestaltet. Die Zeitschrift wendet sich an die Leiter jüdischer Organisationen, an Rabbiner und Lehrer, denen die kultnrelle Zukunft des Judentums am Herzen liegt. Aus dem Inhalt eines der letzten Hefte von „Community” ragt ein Beitrag „Ein englischer Rabbi und seine Gemeinde”, verfasst von Jonah Indech, dem Rabbiner an der Hauptsynagoge von Bournemouth, deshalb heraus, weil hier in anschaulicher Weise die tägliche Arbeit, -wie sie das geistliche Oberhaupt einer Gemeinde von etwa 1500 Seelen zu bewält-gen hat, aus der täglichen Erfahrung heraus dargestellt wird. Paul Carny schreibt Über das jüdische Jugendzentrum in Brüssel, während Bernard Lipmck zeigt, wie man Hebräisch mit Hilfe des Gebetbuches lernen kann „DAS MARIENLEBEN’* « VON PAUL HINDEMITH Als Anfangskoozert des Viererzyklus der „Música Contemporánea” boten unsere Hilde Matiauch (Sopran) und Theodor Fuchs (am Flügel, und die erschöpfenden, wissenden einleitenden Worte sprechend) den ursprünglich für Sopran und Klavier und später vom Komponisten orchestrierten Zyklus „Das Marienleben”. Wir hatten den Genuss, dieses für die zeitgenössische Musik wegweisende Opus bereits von denselben Kunst lern zu gemessen, sedass sieh ein neues Lob erübrigt, Es sei jedoch wieder dankend anerkannt, mit welchem Einsatz und Ernst sieh Hilde Mattauch und Theodor Fuchs ihrer schwierigen Aufgabe annabmen und sie bewältigten. Das atemlos lauschende und den Saal restlos füllende Auditorium bedachte Beide mit sehr langem, herzlichen Beifall. „THE TORN OE THE SCREW” VON BENJAMIN BRITTEN Als Abschlussveranstaltung ihrer diesjährigen Saison brachte die „Asociación Amigos de la Música” — von jeher Avantgardisten alles Neuen, Unbekannten und zur Diskussion Stehenden in der Musik — im „Teatro Coliseo” die Britten-Oper. Sie ist ein seltsames Gebilde. Seltsam der Inhalt — das Libretto stammt von Myfanwy Piper nach dem Henry James-Roman — und ebenso seltsame Ausführung und Durchführung. Es ist eine Geistergeschichte um die Hälfte des vergangenen Jahrhunderts, die des Irrealen und Schaurigen nicht entbehrt. Benjamin Britten bedient sieh eines aus 18 Musikern bestehenden Kammerorchesters, die sämtlich als Solisten füngieren. Die unwirklichen und transparent werdenden Bühnenbilder waren von Martin Eisler sehr originell entworfen worden, der auch für die äusserst schwierige und restlos gelungene Regie verantwortlich zeichnet. Das grösste Lob gebührt zweifellos dem Dirigenten Roberto Kinsky, der die diffizile und komplizierte Partitur restlos in sich aufnahm und allen Mitwirkenden der sichere und überlegene Leiter wár, als den Wir ihn längst kennen und schätzen. Unter seiner autoritären, niemals aufdringlichen Direktion konnte sich das durchweg gut verständlich englisch singende Ensemble voll entfaltén. Allen voran der Tenor Eugenio' Valori, Olga Chelavine und Ruzena Horakowa, die in den kleineren Rollen von Africa De Retes und in den grossartig aktuierenden und singenden Kindern Juan Schultis und Eugenia Castro, kongenial, restlos überzeugend und ohne das geringste „Lampenfieber”, vollendet begleitet wurden. Eine musikalische Tat, bej der man sein Bedauern darüber aussprechen muss, dass so sehr vier Arbeit für eine einzige Vorstellung geleistet wurde. TRIO MOYSE Man hätte glauben sollen, dass dieses Synonym klassischer Interpretation skunsl einen vollen Saal gehabl hätte. Es stellt dem Verständnis des bonaerense* Musikpublikums ein schlechtes Zeugnis aus, dass in dem von der „Dirección General de Cultura” im „Teatro Cómico” veranstalteten Rezital nicht ganz dreissig Zuhörer anwesend waren. Vor mehreren Jahren ehrte uns das Trio Moyse mil seinem Besuch, damals vom Vater Marcel Moyse (Flöte) geleitet, der sein Instrument nun seinem Sohn Louise übergeben hat, der es nicht minder meisterhaft handhabt. Louise, seinerzeit der Pianist des Ensembles, übergab das Klavier Denise Bidal, die es ganz im Sinn des vorbildlichen klassischen Zusammenspiels verwaltet. Und Blanche Honegger-Moyse (Violine und Bratsche) spielt genausp durchdacht und durchgeistigt wie ehedem. Um nicht alle Programmpunkte zu nennen, unübertrefflich waren die Bach’sche Trio-Sonate und die Sonate „L’Henriette” von Blavet, sowie das Flötensolo „Syrinx” von Debussy. Ob wohl die Künstle* durch die Herzlichkeit des Beifalls entschädigt wurden, die von der Handvoll 'Zuhörer gespendet wurde? c-n Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722? Sonnabend den 2. Dezember Sonntag, den 3. „ Montag, den 4. „ Sonnabend der 9. „ Sonntag den 10. „ Sonntag, den 10. Dezember Sonnabend, 2. Januar 1962 Montag, den 19. März Dienstag, den 20, März Mittwoch, den 21 März Mittwoch, den 18. April Donnerstag, den 19. April Freitag, der 20. April Sonabend, den 21. April Mittwoch, den 25. April Donnerstag, den 26. April Dienstag, den 1. Mai Mittwoch, den 9. Mal Donnerstag, den 7. Juni Freitag, den 8. Juni Sonnabend, den 9. Juni Donnerstag, den 19. Juli Mittwoch, den 8. August Donnerstag, den 9. August Freitag, den 28. September Erew Chanuka 1. Tag Chanuka 2. Tag Chanuka Schabbat Chanuka 8. Tag Chanuka — Sot Chanuka Fasten Assara betewet Schabbat Schira — Chamischa assar bischwat Neujahr der Bäume Fasten Ester Purim Schuschan Purim Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag Pessach Sehabbat Chol hamoed 7. Tag Pessach 8. Tag Pessach — Acharon schel Pessach Gedenken des Aufstandes im Ghetto von Warschau Yom Haazmaut Erew Schawuot 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Schiwa assar be Tamus Erew Tischa be Aw Tischa be Aw Erew Rosch Haschana ISRAEL - BRIEFMARKEN : AN WIEDERVERKAEUFER - ALLE NEUAUSGA- BEN ZUM OFFIZIELLEN PREIS J Agencia Filatélica oficia! del Estado de Israel, j VIAMONTE 550, I/B — Bueno* Aire*, Rep ArgenfiB* m.