Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1921 (3.11.1961)
- Date
- 1961-11-03
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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^IIBWW<HWW LA SEMANA ISRAELITA 5 3 df Notlmbft de 19W. AS« XXII. — No. 1921 Ernst Berent s.A. Die Weimarer Republik brachte den deutschen Juden die Erfüllung ihrer volle« Emanzipation, um die sie mehr als ein Jahrhundert gekämpft hatten. Eines der wesentlichen Symbole dafür, dass den deutschen Juden endlich ihr Recht ohne Einschränkung gewährt wurde, war die Ernennung «»getaufter Juden 2u Beamten des höheren Verwaltungsdienstes. „Der erste Jude, den wir ernennen”, schrieb der letzte Königllch- Preussische Innenminister von Drews an den verstorbenen Berliner Polizei-Vizepräsidenten Dr. Bernhard Weis«, „muss auch der beste sein!” Jeder der jüdischen Beamten, die in die ihnen bis dahin verschlösse, nen Karriere eintrat, wurde von Vorgesetzten, Kollegen und Untergebenen aufmerksam beobachtet, ob er den ungeschriebenen Gesetzen entsprach, die sich in der langen Tradition der höheren Beamtenschaft als Imponderabilia gebildet hatten. Der jüdische Jurist Ernst Berent, der einer alten Danziger. Familie entstammte und nach dem ersten Weltkrieg in den Verwaltungsdienst seiner Vaterstadt trat, war im Sinn der Drew- »chen Worte „der erste und beste Jude”. Er wurde Dezernent der Grundstücks- Verwaltung der Stadt, die als Freistaat eine weit höhere Bedeutung erlangte als ihrer Grösse entsprach. In seinem Amt wurde er wegen seiner Sachkunde, seines Pflichtbewusstsein, seiner unbedingten Zuverlässigkeit und Integrität, wegen seine« Takts und seiner vornehmen Bescheidenheit hoch geschätzt. Als Senats rat der Freien Stadt genoss er bei der Bürgerschaft und seinen Vorgesetzten hohes Ansehen. Das Jahr 19S3 war für ihn zunächst nicht das Ende der Karriere. Danzig stand unter dem Schutz des Völkerbunds, und die Nationalsozialisten hatten dort, wenig stens für eine Uebergangszeit, nicht das leichte Spiel wie im übrigen Deutschland. Gleichwohl war für einen Juden kein Platz mehr in der von den Nationalsozialisten dominierten Verwaltung. Ernst Berent wurde pensioniert. Von jeher dem Geschick seiner jüdischen Gemeinde eng verbunden, stellte er sieh ihr nun ganz zur Verfügung; In den schwierigen und gefahrvollen Jahren vor dem Ausbruch des zweiten Weltkriegs führte Ernst Berent die jüdische Gemeinde Danzig Er war ihr letzter Vorsitzender. An Zahl war die Gemeinde durch die Einwanderung polnisch-jüdischer Bürger weit über ihre frühere Grösse hinausgewachsen. So galt es, als die Position trotz des Völkerbunds-Schutzes ständig unhaltbarer wurde, die Auswanderung von vielen Tau- ¡1 Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen und Finanz* geschaefte in Israel — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art - TEL AVIV, Israel — 18, George Elliot Str. -4-4 4 4 4 4 4 ♦ ♦ < ►■4 44444444 »-< HOTEL ARMON ISRAELS BEKANNTESTES TOURISTENHOTEL ELEGANTE ZIMMER — ALLE MIT KUEHLLUFT ANLAGE — ERSTKLASSIGE KUEiilE — ANGE¬ NEHMER AUFENTHALT — LUFTIGE TERRASSE AM MEER — ZIMMER AUCH MIT VOLLPENSION Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 23711 (Vorherige Zimmerbestellung Ist unbedingt erforderlich) RAFFIA* PLASTICOS* LAMINADOS HILADOS METALICOS EUGENIO BLAU **H*I*US MAÍIOMAUÍ I ItUDtlAtKW fAAA 14 HHMMttA LAVALLE 2166-68 49-4480-0827 f MALER A"R BEITEN 1 Günter Stern, H. Rosenhain; LEANDRO N. ALEM 2530 T. E.: 795 8710 u. 740-1925 MUNRO* _ * Restaurant »Paso* isso* Paso 452 (al fondo) — T. 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Er wanderte nach England aus und fand eine bescheidene Büro-Tätigkeit. Auch in der neuen Umgebung bewährte er sein Solidaritäts-Empfinden mit seinen Schicksalsgenossen. Er schloss sich der Association of Jewish Refugees an und hier wurde die Sozial arbeit das Feld seines Wirkens. 1955 übernahm er das Ehrenamt des Geschäftsführers des Council of Jews from Germany. In dieser Eigenschaft bat er in täglicher Korrespondenz und bei zahlreichen Besuchen der Hilfsvereinigungen, die sieb die früheren deutschen Juden in aller Welt gegründet hatten, den Kontakt zwischen ihnen hergestellt oder aufrecht erhalten. Er hat ihre sozialen Einrichtungen, insbesondere ihre Alters¬ und Wohnheime, gefördert und ihre Rechte und Interessen innerhalb und ausserhalb der jüdischen Gemeinde vertreten. Mit grossem Einfühlungs M Je heisser Tage, desto ler die In Ferfigklesdung Anzüge aus Dacron, Leinen, Alpacca und Tropica] — Komhi-IIeten, Sporlsakkos, weisse Sakkos und Regenmäntel. 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Regisseur: T Capobianco. Director del co ro; Tullo Boni. Coreografía: Jorge Tomín, — Orquesta, coro y cuerpo de baile estables. Sobrantes de abono en venta desde el domingo. . NOTA; Para esta función es obligatorio traje de etiqueta para damals y caballeros en platea y palcos.- vermögen und seiner Wärme, die er durch einen nüchiern-sachlichen Ton zu verbergen suchte, die aber all seine soziale Arbeit leitete, suchte er die Einsamen aus dem Kreis, die stillen, alten, kranken Menschen, denen das Schicksal jede Lebensfreude versagte und die zu scheu und vornehm waren, um von ihrer Not zu sprechen. In „A.J.R. Information” appellierte er wieder und wieder an jeden deutschen Juden, ihm, Ernst Berent, als einem der Treuhänder des Leo Baeck Charitable Trust, solche „einsamen Menschen” zu nennen, und er wusste das Dunkel der Einsamkeit zu erhellen. Am 6. Oktober 1961 ist Ernst Berent in London nach längerer Krankheit im Alter von 73 Jahren gestorben. Der Council of Jews from Germany hat einen seiner rührigsten Mitarbeiter, die deutschen Juden in aller Welt haben einen ih 1er treuen Sachwalter verloren. Hans Reichmann „SCHIKUN OVDHW” BAUT 5.261 WOHNUNGEN Die Gesellschaft „Sehikun Ovdirn” wird dieses Jahr 5.263 Wohnungen für insgesamt mehr als 60 Millionen 1L bauen.. Das Bauprogramm dei Gesellschaft, das hauptsächlich Wohnungsbeschaffung für Mitglieder der Bistadrut vorsieht, umfasst 1.404 Wohnungen im Rahmen des staatlichen Wohnsparprogramms, 2.227 Wohneinheiten für die Unterbringung von Neueinwanderern und Insassen von Maabarot, 1.000 Wohneinheiten im Rahmen eines . gemeinschaftlichen Programms der Regierung und der Bistadrut zur Liquidier ung der Armenvierte] und 585 Wohnungen zum Verkauf an Privatpersonen. ANPFLANZUNGEN Die Abteilung für Bodenschutz jm Landwiitschafts- Ministeriurn wird iro kommenden Jahre 3 Millionen Pflanzen zur Verhütung der Wanderung der Sanddünen in verschiedenen Teilen des Landes pflanzen. Die Kosten dieser Aktion werden sich auf 300 000 JL belaufen und grösstenteils von den Körperschaften gedeckt werden, die um die Vornahme dieser Pflanzung ersucht haben, damit auf diese Weise die von den Dünen verursachten Schäden vermieden werden. Heute ist im Lande eine Fläche von ungefähr eineinhalb. Millionen Dunam von wandelnden Dünen bedeckt, hieivon 3.200.000 im Negew UBd der Arawa-Ebene, NEUER VORORT IN HAIFA Vor kurzem wuide in Hai-1 fa der Grundstein zu einer neuen Vorstadt gelegt, in die 150 Familien aus den Armenvierteln Wadi Salib und Sehemen-Ufer übersiedeln sollen. An der Gesellschaft, die den Bau vornimmt, ist die Stadt Haifa und das Arbeitsministerium beteiligt. Ausserdem wird die neue Vorstadt noch 350 Wohneinheiten für Neueinwanderer, altansässige Bürger Haifas und Junge Ehepaare enthalten, denn es besteht die Absicht, die ehemaligen Bewohnei der Armenviertel nicht isoliert, sondern ln Verbindung mit anderen Elementen unterzubringen. | BARILOCHE RESERVIERUNG VON HOTELS UND ' NÄSSEREN VIA WIND 1 AGENCIA DE VIAJES Y TURISMO 25 M Ml AYO 189 34-6919 33-4146 üVwswrAV.v.w.w.v/.vziWiVzAv.wvwJ 1 EC KAHM TOD Sai$«naoelÍDui]g 1, Dezember ANMELDUNG ERBETEN RIO «AHILOS Oasis!; SOLO DESDE LA PLATEAU! los lugares que desde donan, le maravillan, le " IOS, * CONOZCALOS, MISMO le emo- ", VEA- USTED J EXODO" DE VIAJES M ■ CORRIENTES 2063 - PLANTA BAJA, OF. 9, 10; 14 v 16 I. E. 149-3491 /45-4957/ 49-0433/45-7607^4£Í2¿95