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Jüdische Wochenschau · 1961-11-03 · 1921 (3.11.1961) · p. Seite 3

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1921 (3.11.1961)
Date
1961-11-03
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Viente«, 3 de Noviembre de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Ado XXII. — No. 1921 — 3 Die Oelwirtschaft Israels In einigen Jahren hat Israel mit einer wichtigen Veränderung in der Oelwirtschatt und Brennstoffversorgung zu rechnen. Heute werden 18 Millionen Dollar jährlich von den Kosten durch Zahlungen nach dem Luxemburger Abkommen aufgebracht, aber diese Gelder werden spätestens 1966 fortfallen. Der Anteil dieser Beträge an unserer Brennstoff-Versorgung ist in den letzten Jahren wohl zurückgegangen, da die Importe immer mehr Zunahmen, aber ein Ausfall von 18 Millionen Dollar im Jahre macht doch gewisse Massnahmen erforderlich. DIE BRENNSTOFF- VERWALTUNG Die Regierung plant die bis jetzt im Rahmen des Finanzministeriums bestehende Oel-Abteilung durch eine Oel- und Brennsoff- Verwaltung (Minhal hadelek) zu ersetzen, die von dem Direktor der Reparationsgesellschaft Nachum Schamir geleitet werden soll. Die Verwaltung will sich nicht nur um die Importe kümmern, sondern sie soll die gesamte Brennstoffwirtschaft im Lande nach modernen Prinzipien organisieren. Sie soll für eine bessere Verteilung des Oels sorgen, sie soll Fachkräfte ausbilden, damit die Raffinerien in Haifa erfolgreich betrieben werden können, und sie soll auch die Massnahmen zur Förderung des Exports unterstützen. Der Verbrauch an Brennstoff nimmt jährlich schnell zu. Im Jahre 1958 hatte er 1,5 Millionen Tonnen betragen, im Jahre 1959 fast 1,7 Millionen Tonnen, und für 1960 können wir angesichts der Expansion der Industrie sicher mit einem Anwachsen um fast weitere 200.000 Tonnen rechnen. Die einheimischen Quellen decken vom Jahresverbrauch nur 10 Prozent, während 90 Prozent importiert werden müssen, und diese Ziffer zeigt schon, welche Bedeutung dem Oel in der Handelsbilanz zukommt und wie wichtig es ist, dass dieser Importartikel zweckentsprechend verwendet wird. DIE BILANZ VON DELEK Die Entwicklung der gesamten Oelwirtschaft spiegelt sich im Aufstieg der Gesellschaft „Delek” wieder, die zusammen mit „Paz” und „Sonoil“ die Konsumenten mit Brennstoff beliefert. Im Jahre 1960 kaufte Delek insgesamt über 820.000 Tonnen Brennstoff Bei einem Gesamtverbrauch von wahrscheinlich über 1.6 Millionen Tonnen, gingen 50 Prozent der gesamten Menge über Delek. Ueber 44.000 Tonnen kamen aus den einheimischen Oelquellen, und für das israelische Erdöl zahlte Delek den gleichen Preis wie für das importierte Oel. Die Gesellschaft weist darauf hin, dass sie im Laufe der Jahre Lieferanten an neuen Orten finden konnte und dass daraufhin der Seetransport des Oels nach Israel bequemer gestaltet werden konnte. Die Gesellschaft, die im Jahre 1952 mit einem Kapital von rund 600.000 IL gegründet wurde, hat inzwischen «in Kapital von 6 Millionen IL erreicht und hat ihr Geschäftsgebiet vielfältig ausgedehnt. Delek ist z. B. durch eine Tochtergesellschaft an der Beschaffung von Tankern beteiligt, die Oel nach Israel liefern. Es konnten langfristige Pachtverträge geschlossen werden, durch die eine geordnete Versorgung auf weitere Sicht hin möglich gemacht wurde. OEL-EXPORT Nach der Uebernahme der Raffinerien begannen die israelischen Stellen in Haifa verschiedene Oelprodukte (z. B. Asphalt) zu erzeugen, und Versuche wurden unternommen, diese Produkte zu exportieren. Die „Verei- TepcUap -1 Hochberi \ UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKNüPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigen« Fabr&ation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichterungen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. 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BETEILIGUNG AN OEL LEITUNGEN Im Rahmen ihrer Expan-, sionspolitik beteiligte sich Delek auch an der Oelleitung Elat—Haifa mit etwa einer Million IL. Der Gesellschaft, die die Leitung betreibt, wurde von der Regierung eine jährliche Net-, toeinnahme von 8 Prozent auf ihre Invesitionen zugesichert; an diesem Gewinn partizipiert Delek entspre-, chend. Delek benützt die Leitung, um von ihr importiertes Rohöl zur Raffinierung nach Haifa zu befördern. Delek investierte ferner 666.000 IL (davon 533.000 als, Anleihe) in der im Norden Tel Avivs befindlichen Endstation der „weissen Oel- Leitung”. Durch diese Lei-j tung wird das fertige, raffinierte Oel von Haifa nach Tel Aviv gepumpt und dann von der Anlage im Norden Tel Avivs aus für den ganzen Süden verteilt. Der Bau dieser Leitung hat die gesamte Belieferung für den Süden des Landes erleichtert und verbessert. Schliesslich hat Delek sich auch an der Gaswirtschaft beteiligt. Von den Aktien der Gesellschaft zur Ausnutvon Rosch Sohar übernahm . Delek 10 Prozent, ferner ist Delek mit 30 Prozent an der Gas - Vertriebsgesellschaft „Amisragas” beteiligt. Der Bevölkerung ist Delek am besten durch die Tankstellen im ganzen Lande bekannt; heute bestehen insgesamt 51 solcher Tankstellen, und Delek bemüht sich jetzt, 'besonders den Bau von Tankstellen in den Entwieklungsbezirken zu fördern. Im letzten Jahr besass Delek Brennstoffvorräte für über 13,3 Millionen IL gegenüber 13,2 Millionen IL im Jahre 1959. Hier ist keine wesentliche Veränderung eingetreten. Dagegen trat eine Verringerung in der 'Umsatzsumme ein: sie ist darauf zurückzuführen, dass Delek im Gegensatz zu früheren Jahren nicht mehr als Einkäuferin von Rohöl für Paz fungierte. 14 PROZENT DIVIDENDE Im Jahre 1960 erreichten die Investitionen der Gesellschaft über 4,3 Millionen IL gegenüber 2,78 Millionen IL im Jahre 1959 entsprechend der Erweiterung ihrer Geschäftsinteressen. Die Dividenden für das abgelaufene Jahr sollen 14 Prollse Koch nicht tagnadigt München. — Das bayeri sehe Justizministerium hat Berichte dementiert, dass die 55jährige „Kommandeuse von Buchenwald”, Ilse Koch, 'begnadigt worden sei. Die ehemalige „Kommandeuse” des Konzentrationslagers Buchenwaud war 1951 zu lebenslänglich Zuchthaus verurteilt worden. Alle ihre Gnadengesuche wurden bisher abgelehnt. (AWZ) zent gegenüber 12 Prozent im Jahre 1959 betragen. An dieser Summe kann man die günstige Entwicklung bei Delek und in der gesamten Oelwirtschaft überhaupt ablesen. Die Aktien von Delek sind von der allgemeinen Abwärtsbewegung an der Börse nicht verschont geblieben, aber sie wurden im Juni 1961 doch mit 34 notiert — und die hohe Dividende wird ihnen sicher wieder Auftrieb geben. Delek 4st also eine sehr erfolgreiche Gesellschaft, die auf einem Gebiet arbei- LA SEMANA ISRAELITA BISEMANA1UO INDEFBNDnWT« ft«. Airee - PUEYRREDON 2190, 1* lag- — T. E. S3-2013 24. Marcheschwan 5722 3. November 1961 tet, das für die israelische Volkswirtschaft von grösster Bedeutung ist. Gerade die hohen Gewinnmöglichkeiten zeigen, wie notwendig es ist, die Mittel dieses Zweiges in produktiver Weise einzusetzen. Sie müssen für die zukünftige Entwicklung verwendet werden, und wenn Israel bereits zu 90 Prozent vom Import voni Brennstoff abhängig ist, ao| muss wenigstens alles ver*¡ sucht werden, durch Export von Fertigprodukten einen Teil der ausgegebenen Devisen wieder hereinzuholen. Hier wird die vorgeschlagel ne Brennstoffverwaltung: wichtige Arbeit zu leisten haben. 1/ ■V, / l \ KLM le ofrece: AERO CREDITO SERVICIO DE LUXE CUSE ECONOMICA FLAN DE ESCAUS MULTIPLES Visita ISRAEL en esta año memorable...' ...y asista a la celebración del 13° aniversario de la Creación del Estado. 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