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Jüdische Wochenschau · 1961-10-24 · 1918 (24.10.1961) · p. Seite 6

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1918 (24.10.1961)
Date
1961-10-24
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German, Spanish
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JÜDISCHE WOCHENSCHAU Aöo XXII. — No. 1918 6 — Martes, 21 de Octubre dz l.lii Gemeinden und Vereine 17 BET ISRAEL j Tonde 1315 Tel. 7G-G823 IIUCULO MATRIMONIOS i 10VENES l Am Mittwoch, den 25 10. 1 981 treffen wir uns um 21 I Jhr piinktl. in Pampa 3335 ‘ ■ur Begriissung von Her- •ert und Doris van Geli lern. J. Meyer-Keyt zeigt! lulturfilm?. Einführende Vorte von Dr. M. Rosen- ' >erg.! Haure 2325 T. E. 77-8905-6 GROSSER ASADO IN JLIVOP AM KOMMEN¬ TEN SONNTAG Ist Ihr Tisch reserviert? j laben Sie al?e Eintrittskar- | :en die Sie brauchen? Machen Sie eine Anmerkung in Ihr Notizbuch: Aeiba aurufen (77-3305 G) we,ren Eintrittskar en und für kommenden Sonntag 'mit ganz grossen Buchstaben): ASA¬ DO DER ACIBA in Olivos. OMNIBUS-DIENST ZUM ASADO Fiir unseren Omnibus (nur Sitzplatze) werden noch bis Donnerstag, den 26. Okto her, Reservierungen vorgjnommen. Sichern Sie sich Ihren Platz durch Beste) Jung unter 77-8905 G. Abfahrt: Entre Ríos und San j Juan. Haltes'etlen Entre ■ Rfos—Betgrano, Plaza Con-, greso (gegenüber Kongressj gebäude). Callao—Lavaile Cailao—Santa Fe, Santa Fe . und Pueyrredön, Santa Fe— j Cnel. Díaz, Santa Fe—Aráoz, Santa Fe—Oro Cabi!— j do—Dorrego, Cabildo—Ollej Ereignisse der Woche ASOCIACION FILANTROPICA ISRAELITA FERIENKOLONIE IN VICENTE LOPEZ für Jungen und Maedchen über 5 Jahre Von Montag bis Freitag von 8—18 Uhr (Drei Mahlzeiten einbegriffen) Turnen. Baden, Spiel u. Sport unter fachm. Anleitung Omnibusdienst ab Plaza Once Anmeldungen: Vidal 2945 Mittwoch 15.30—16.30 Uhr Cangallo 1479 Dienstag 9—11 Uhr, Freitag 14—17 Uhr Telefonische Auskünfte: 70-5527 Zesv Scherf in I Buenos Aires Auf Einladung der Ver-! einten Nationen, die zur | Zeit in Buenos Aires einen i Kongress über ..Steuern und I Steuerzahlung“ abhalten, I traf Herr Zeev Scherf als | Delegierter Israels ein. um I als Beobachter an dieser ■ Konferenz teilzunehmen. Der j Israel-Bote hafter, General I Awidar, lud die jüdische Presse ein, um Herrn Scherf auch die Möglichkeit zu geben. zu der jüdischen Kollektivität zu sprechen. Die ros, Cabildo — Echeverria. Cabildo—Ccngreso. Puente Saavedra (Seite Provinz). Die Abfahrtszeiten we-den noch in den nächsten Tagen bekanntgegeben werden. HAUSUMBAU IN DER ARAOZ Bei unserem letzten Besuch des Baues haben wir festgestellt, dass der Bau rasch wächst. Man kann bereits in den grossen Saal hineingchen und die Freitreppe zu den oberen Stockwerken empo: steigen. Der Bau geht also sehr gut vorwärts. und wenn die Gelder der Umbauquoten weiter so gut eingehen, werden wir alle geplanten Fristen einhalten können. Bitte fahren Sie gelegentlich einmal in der Aräoz vorbei und überzeugen sich selbst vom Fortschritt der Konstruktion. Tagung der UN erfasst als ■ kontinentale Konferenz nur j die amerikanischen Länder, doch wurde Israel speziell! eingeladen und entsandte j einen seiner bewährtesten i Fachleute auf dem Gebiet, j welches das Thema der Be-' ratungen bildet.! Herr Scherf sprach über | das Steuerwesen, die grundlegende und wichtigste Ein- : nahmequelle eines jeden! Staates, sowie über die , Schwierigkeit, die Bürger j im allgemeinen von der Be-! doutung der Erfüllung ihrer j steuerlichen Verpflichtungen ' dem Staat gegenüber zu ■ überzeugen. In Israel leij sten die Bürger zufrieden- ■ stellend ihre Steuern, da sie j wissen, dass diese Gelder I für den Aufbau, das Sanitätswesen. für Verteidigung | und Volksbildung notwendig sind. Man ist dort sogar daj zu übergegangen, die Steuern zu senken; z. B. machten die Einkommensteuern vor acht Jahren 8 Prozent der nationalen Einkünfte aus. und heute betragen sie trotz einer erheblichen Mehrbevölkerung nur 10 %. Das Pioblsm der Steuern und der Steuererhöhung ist ein sehr heikles, wie Herr Scherf betonte. Es ist undankbar, und bisher hat noch keine de>- politischen Parteien bei Wahlen dieses Thema auch nur berührt oder irgendwelche hierauf bezüglichen Versprechungen in ihr Wahiprogramm aufgenommen. Aber die Israelis wissen, was die Steuern bedeuten, und Israe) besitzt genügend Fachleute, die die Probleme der Steuerzahler kennen. So kann j man sagen, dass zwischen ' j Steuerbeamten und Zahlern; ' ein freundschaftliches Ver- I j hältnis herrscht. Ein jeder I 1 Beamter muss einen Kur-,! sus von einigen Monaten | 1 absolvieren und wird, wenn , er sich bewährt, dann einj gestellt, weil man sicher j sein will, dass alle Beamten : verantwortungsbewusst für | den Staat arbeiten.! Man ist in Israel bemüht, I das Steuerwesen so zu ge-1 stalten, dass es auf der Grundlage einer sozialen, ausgleichenden Gerechtigkeit aufgebaut ist. Die Menschen sollen dazu erzogen werden, das Gesetz zu erfüllen. und diese schwere Aufgabe soll durch Aufklärung und guten Willen gelöst werden. | Israel wurde eingeladen Die Einladung an Israel, dieser Konferenz beizuwohj nen. erfolgte hauptsächlich 1 deshalb, weil Israel ein jun-! ges Land ist. das sich aus j eigener Kraft, ohne fremde , Hilfe, zu dieser Höhe her-; aufgearbeitet hat und sich allein erhält. Herr Schert arbeitet seit der Staatsgründung als Direktor in verschiedenen staatlichen Finanzinstituten. Er sprach auf der eingangs erwähnten UN - Konferenz! über die Erfolge des Steu- ■ erwesens und der bisher. dreimal erfolgten Steuersen-! kung in Israel. ‘ Die Arbeit der ICA Jerusalem. — Zwei Drittel der Arbeit der Jewish Colon-Kation Association (ICA), die ursprünglich zur Hilfeleistung an in Südamerika eingewanderte Juden gegründet wurde, wird heute von Israel aus geleitet, wie der Präsident der Institution, Sir Henry Davigdor Goldsmid, mitteilte. Goldsmid sprach auf der ersten Versammlung der Tagung des ICA-Ausschusses, die in Israel stattfindet, um das 70jährige Jubiläum der Organisation zu feiern. Sir Henry erwähnte nicht die Flöhe des Kapitals aus der einstigen Gründung des Barons Hirsch, das die ICA gegenwärtig besitzt, aber er verwies darauf, dass mit Hilfe der ICA in den letzten Jahren in Israel sieben Kolonien erstellt wurden — (ITA) Wiederaufbau einer Synagoge Die Rekonstruktion der Raschi-Synagoge in Worms, die von der Stadtverwaltung zusammen mit der Landesregierung Rheinland - Pfalz durchgeführt wird, soll noch in diesem Herbst fertiggestellt sein. Die Wiederherstelungskosten des in der Kristallnacht zerstörten berühmten Gotteshauses wer. den auf 300.000 DM geschätzt. Viele der Ritualien der Synagoge wurden von nichtjiidischen Bewohnern der Stadt gerettet. Der im zweiten Weltkrieg zum Teil auch durch Bomben zerstörte Friedhof ist ebenfalls wieder in Ordnung gebracht worden. Israels Ein-Millionster Immigrant? Ist es dies Kind, das sich des Glücks noch nicht bewusst ist, ein Leben in Freiheit, unter seinesgleichen, vor sich zu haben? War es eine Mutter, die sich und die Ihren aus dem Druck und der Gefahr eines osteuropaeischen Landes nach Israel retten konnte? Oder war es ein Jude aus Tunis, Algier oder Marokko, der nach Jahren der Bedrohung zum ersten Mal frei atmen kann? Wir wissen es nicht. Aber wir wissen, dass der — anonym gebliebene — Ein-Millionste Einwanderer seit der Gründung Israels die Grenzen des Jüdischen Staates überschritten hat und von den Seinen aufgenommen worden ist. Zur selben Zeit und im selben Land, da ein Mann, Symbol des Judenhasses und der Judenvernichtung, seines Urteils harrt, wird die erste Million Neu-Einwanderer erreicht und überschritten, Symbole begegnen sich in Zeit und Raum: das des Hasses, und das der Rettung und der Naechstenliebe. Gerade in der gehobenen Stimmung der Hohen Feiertage und am Beginn des Neuen Jahres müssen unsere Herzen von Dankbarkeit erfüllt sein dafür, dass es uns gegeben war, durch die Vereinigte Kampagne wenigstens einen, wenn auch winzig kleinen, Anteil zu haben an der Rettung und Einordnung unserer Schwestern und Brüder — und dass es uns gegeben ist, weiterhin und in steigendem Masse unsere Rolle in dieser gewaltigen Rettungsaktion zu spielen, die vom Keren Hayessod (Campana Unida) mit zunehmender Intensitaet durchgeführt werden muss. Juden suchen eine Heimat und ein Heim, eine Zukunft für sich und ihre Kinder in Sicherheit, ein Leben frei von den Bedrohungen einer feindlichen Umwelt. Für die Flüchtlinge, die da kommen, beraubt ihrer gesamten Habe, tragen die Juden in Israel ebenso wie die Juden in allen Laendern die Verantwortung, Den Hilfebedürftigen beizustehen, im Geiste der Hohen Feiertage und des obersten jüdischen Gebotes, dem der Liebe zum Naechsten, gebt, und gebt von ganzem Herzen f ¡fe . >b CAMPANA UNIDA PRO ISRAEL. COMITÉ CENTROEUROPEO , Sarmiento 2376,3^, T. E. 47-3820 und saemtliche Sekretariate der angeschlassenen Organisationen und Gemeinden

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