Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1918 (24.10.1961)
- Date
- 1961-10-24
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 93% known words query
- IRI
…/9616703-9612115-9612819--1700-9612822- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Martes, 24 de Octubre de 1961 LA SEMANA ISRAELITA Die Wahrheit ueber das Judentum Anlässlich des internationalen judaistischen Kongresses besuchte Dr. Kurt Schubert, Professor am Orientalischen Institut der Wiener Universität, Israel rum dritten Male. Nicht nur weit er das Hebräische vollkommen beherrscht, sondern auch weil er ein aufrichtiger Freund des israelischen Aufbauwerkes ist, fühlt sich Prof. Schubert in Israel wie zuhause. Er kennt nicht nur die jüdische Geschichte seit der biblischen Zeit, sondern auch die verscbiedentlichen Probleme Israels ausgezeichnet, was er u. a. in seinen Büchern ..Die Religion des nachbiblischen Judentums" (1955), „Israel, Staat der Hoffnung“ (1957) und „Die Gemeinde vom To- > ten Meer“ (1958) bewiesen; hat. Von seiner Lehrkanzel aus führte er jüdische und 1 nichtjüdische Studenten in die Fragen des Judentums! Werke, vor dem Zugriff der in Vergangenheit und Gegenwart, in jüdisches Schrifttum und Gedankengut ein und ist nebenbei auch der Fachberater für Judaica bei Abfassung der 2. Auflage des „Lexikons für Theologie und Kirche“. Als der Nazi-Sturm über Oesterreich hereinbrach, war Kurt Schubert ein 15jähriger Mittelschüler und fühlte sich von der „braunen Flut“ derart abgestossen, dass er sich vornahm, dem Studium des Judentums und der Aufklärung über den wahren Charakter des jüdischen Volkes in seiner Umwelt sein Leben zu widmen. Dieser Aufgabe hat er als katholischer Christ unter schwierigsten Verhältnissen die Treue gewahrt. Er konnte einen Teil der wertvollen Bibliothek des Wiener Rabbinerseminars, insgesamt etwa 3000 INDUSTRIAS YUVENA S. A Fábrica de calzado y zapatillas PSSCAMsgr. ANDON AEG UI 1270 T. E.: 51 Buenos Aires 4810 I MALER Ä-R BEITEN § * Günter Stern, H. Rosenhain * LEANDRO N. ALEM 2530 MUNRo| i T. E.: 795 8710 u. 740-1925 *; * i Teppichhaus - H. Hochbergj UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKrüPFTEN 4 TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN ♦ FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. 4 Eigen« Fabrikation — Unverbindlich« Vorführung * Auf Wunsch Zahlungserleichterungen f MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND ♦ GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS 4 MIT REIN WOLLENEM VELOUR. ♦ Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag 4 von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus J Calle ANDONAEGUI 2083 j /WufBLfS f f._WctlptlfMinn; MODERNE WOHN- UND SCHLAFZIMMER EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN SARMIENTO 1147 CABILDO 774 AUTO - REPARATUR - WERKSTATT „BENO” BEÑO HUTSCHNECKER Avda. CONSTITUYENTES 4902 .(Ecke Monroe). T. E. 51 . 2205. ‘ Nazis retten und stellte sie nach dem Zusammenbruch des „tausendjährigen Reiches“ der Wiener Israelitischen Kultusgemeinde zur Verfügung, die ihn dann mit der ehrenvollen Aufgabe betraute, die Schenkungsurkunde über etwa 20.000 Bände jüdischer Bibliotheken der Hebräischen Universität Jerusalems zu überbringen. Anlässlich seines damaligen Israel-Besuches, im Jahre 1949, hielt er einen vkdbemerkten Vortrag in hebräischer Sprache ,,Hamurabi nach neuen Entdeckungen“. Während seines zweiten Besuches im Lande sprach er 1955 über „Die Bergpredigt in den Rollen vom Toten Meer“ und über „Das Menschenbild im Judentum“. Während seines letzten Israel- Besuches hielt er Vorträge über „Geschichte und Weltbild der Pharisäer im Lichte der Rollen vom Toten Meer“ in Jerusalem, Haifa, Tel Aviv und in einigen Kibbuzim. Noch interessanter aber ist für Israel die vielschichtige Aufklärungsarbeit, die Prof. Schubert in Oesterreich in seiner Eigenschaft als Vorsitztnder des Katholischen Akademiker-Verbandes der Erzdiözese Wien durch eigene Charakter, ihre Tarnung und ihre Methoden), im Juni 1961 einen Vortrag des evangelischen Pfarrers Wolfgang Wirth „Der ökumenische Aspekt der christlich-jüdischen Begegnung“. Die Vorträge wurden auf Tonband aufgenommen und stehen im Lande zur Verfügung. Im Rahmen der katholischen Hochschuljugend hielt Prof. Schubert 1960/61 Vorträge über die Themen „Die religiösen Grundlagen des Judentums“, „Zionismus und Israel, eine geistige und politische Realität“ und „Der Eichmann- Prozess und das Wesen des Antisemitismus“. Ferner referierte Prof. Schubert als Gast des Institutes für Wissenschaft und Kunst in Wien über „Die geistesgeschichtlichen Grundlagen des Zionismus“ usw. Für das nächste Jahr bereitet er einen Vortrag für das Erzbischöfliche Seelsorge-Institut Wien über „Die Behandlung des Judentums im Religionsunterricht der Karwoche’’ vor, um gegen antisemitisch wirkende Deutungen einiger Religionslehrer und Prediger durch überzeugende, wissenschaftliche Belehrung Stellung zu nehmen. Um die generelle Einstellung zur Judenfrage in Oe Nobefpreistraeger erwartet New York. — Der Präsident der Lateinamerikanischen Exekutive des Jüdischen Weltkongresses in! Buenos Aires, Herr Moises j Goldman, hat iibei den Bej such zweier Nobelpreisträger in Argentinien und anderen südamerikanischen Ländern Verhandlungen geführt. Die beiden Wissenschaftler, die erwartet werden, sind Prof. Selman Waksman aus New York, der Entdecker des Streptomicyns, und Prof. Boris Chain, der wissenschaftliche Direktor des Internationalen Zentrums für mikrobiologische Forschung in Rom, der zusammen mit Fleming und Florsy den Nobelpreis für Chemie teilte. Die beiden Nobelpreisträ- Afio XXII. — No. 1918 — 3 ger werden nie lateinamerikanischen Universitäten besuchen und mit den sanitären Behörden in den verschiedenen Ländern den Kontakt aufnehmen. (ITA) ,j Zwei Monate GefaengnTs * Kaiserslautern. — Wegen Beleidigung eines Juden wurde der 42jährige Franz Josef Roth aus München vom Schöffengericht Kaiserslautern zu zwei Monaten Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Roth hatte bei einem Streit in Otterbach (Kreis Kaiserslautern) einen deutschen Staatsbürger jüdischen Glaubens ,,Dreckjude’’ genannt und erklärt, „man habe vergessen, ihn zu vergasen.’; Israel-Marken SPEZIAL-SAMMLUNG zu verkaufen T. E. 764157 von 19—21 Uhr RESTAURANT KOSHER SUCHT TEILHABER Per*. Angebote an Paso 452 Vorträge und durch Veránsterreich und in den breitestaltungen von Vorträgen Gleichgesinnter leistet. So organisierte er im vorigen Jahre durch den Katholischen Akademikerverband u. a. einen Vortrag von Ing. Simon Wiesenthal in Linz über „Neonazismus, eine akute Gefahr?“ (Ueberblick über die Organisationen mit neonazistischem Synthetische Stoffe machen den Sommer angenehm! Anzüge aus synthetischen Stoffen, wie Dacron mit Mohair oder Terylene mit 45 Prozent Schnurwolle mit der Carlton - Spezial - Verarbeitung tragen sich wunderbar. Sie sind formbeständig, temperaturausgleichend und knitterarm. Die Bügelfalten stehen wie eine „Ein«” — und bleiben so, Sitzknitter verschwinden von selbst. Tag für Tag ist man gut angezogen! Ein Fleck? Mit Seifenlauge und Schwamm einfach randlos wegwischen. So leicht ist die Pflege dieser Anzüge. Es gibt Qualität« - Faktoren auch bei diesen Stoffen. Die Mischungen sind der Preisfaktor. Bei Carlton finden Sie wie dies immer war, nur die Spitzenfabrikate, C-j-*-. ,'WwS^3 T _f Herrenbekleidung Maipü 484 l TE. 31-7845 Herrenausstattung Mcdpü 982 TE. 31-0357 ren Volksmassen befragt, weist Prof. Schubert darauf hin,, dass Wien die erste Universität im deutschsprachigen Raum ist, die eine , Lehrkanzel füj- Judaistik; { gegründet hat. Dort werden j * ausser Oesterreichern auch I £ Deutsche und Amerikaner «. ausgebildet. Vorträge über das Judentum, über Israel und gegen den Antisemitismus finden in Oesterreich, wie Prof. Schubert bezeugt, ein zahlreiches und interessiertes Publikum; die Debatten und Aussprachen sind rege, und es kommt kaum je vor, dass solche Veranstaltungen von unbelehrbaren Immernoch-Nazis gestört werden. Prof. Schubert gründete auch — bereits im Herbst 1948 — die .Oesterreich-Israelische Kulturgesellschaft’ und ist sowohl in der .Gesellschaft der Freunde der Hebräischen Universität Jerusalem’ als auch in der ,Aktion gegen den Antisemitismus’ in Oesterreich tätig. M. F. Dr. MAX FLESCH j Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in Israel — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV, Israel — 18, George Elliot Sfr. HOTEL ARMON ISRAELS BEKANNTESTES TOURISTENHOTEL ELEGANTE ZIMMER — ALLE MIT KUEHLLUFT ANLAGE — ERSTKLASSIGE KUEfilE — ANGE¬ NEHMER AUFENTHALT — LUFTIGE TERRASSE AM MEER — ZIMMER AUCH MIT VOLLPENSION Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 2371 1 (Vorherige Zimmerbest«*Jung ist unbedingt erforderlich) ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hard! Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 15—18 Uhr Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN BUEROZEIT: 16—19 Uhr PUEYRRE00N 2190 esq. Av. LAS HERAS — T. E. 83-2613