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Jüdische Wochenschau · 1961-10-17 · 1916 (17.10.1961) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1916 (17.10.1961)
Date
1961-10-17
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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Damit, wird der Unter- . schied zwischen ihm und den anderen Geschöpfen unterstrichen, — denn er ist im Ebenbilde Gottes geschaffen worden. Von hier auj ergeben sich wichtigte und bedeutsame Aufschlüsse über die Aufgabe des Menschen in der Schöpfung. Mit der Würde, die ihm durch seine Stellung im Kosmos verliehen wird, ergibt sich auch seine Verantwortung und seine Pflicht. Er ¡ragt die Verantwortung für die Schöpfung Gottes. Seine Pflicht ist es, sich dieser Gottesebenbildlichkeit bewusst au sein. Er soll, was ihm übergeben wurde, als Aufgabe betrachten. Von hier bis zu der Auffassung des Judentums vom unendlichen Wert des Individuums führt kein weiter Weg. Unsere Weisen können Jahrhunderte später bindend für alle Zeiten formulieren, dass jeder, der eine Seele vernichtet, angesehen wird, als ob er eine Welt zu Grunde gerichtet habe, und jeder, aer eine Seele redet, betrachtet wird, als ob er eine Welt bewahrt. Um oieser Lehre willen, wurde di« Menschheit aus einem Paar von Individuen geschaffen.” Für unsere Weisen ergibt sich aus dem Schöpfungsbericht des Menschen eine fundamentale Konsequenz. Jeder Mensch ist eine Welt für sich, die vorher nicht war und nachher nicht mehr sein wird. In jedem Individuum sehen sie die Einmaligkeit and Einzigkeit der Persönlichkeit verkörpert. Sie darf für sich Respekt fordern. Er muss aber auch den Nebenmenschen achten. Das Judentum hat in vielen Epochen, Ländern und Situationen diese Grundauffassung formuliert. So berichte* in unseren Tagen Raw Jehuda Leib Hakohen Maimon von einem seiner Lehrer den Ausspruch: ,,Unsere Weisen sagen, dass wir bei unseren Propheten keine Uebereinstimmung in Stil und Ausdrueksweise finden. Aber so ist es nicht nur bei unseren Propheten, sondern bei r Byssus Hau se Ascße verscliie- Kupter, di« ahnt sindinnige I ,7' 1 Oe m g«fert;?' Salomo wr vigen waren upf«r- , 17); .up er Anblick heitliehe Auffassung vom Menschen sichtbar. Judentum fordert die Anerkennung des unendlichen Wertes des Individuums, der» Respekt vor dem Nebenmenschen und vor seiner Anschauung. Als Juoen glauben wir an den Menschen, an seine Grösse und Würde. Er kann — wenn er will — aufsteigen. Aber wir wissen auch, dass er fallen kann, wenn er vergisst, dass er im Ebenbilde Gottes geschaffen worden ist, um — jeder auf seine Weise — dem Höchsten zu dienen. Die Menscnheit blickt staunend auf die Entdekkung des äusseren Raumes, der die Erde umgibt. Dabei vergisst sie, in den inneren Raum zu schauen. Darum droht uns die Gefahr, in den Abgrund zu stürzen. Wir Juden beginnen wiederum, im Buch der Bücher zu lesen. Aber es genügt nicht, die Zeilen zu überfliegen. Wir müssen sie wieder lesen lernen, um sie als Botschaft des Judentums an unsere Zeit :>eu zu formulieren. Neue Bücher iratim, Scbi- 1’’14. h zeugt« ft r0m Ta!e der denn Z*m‘ 'ft. 21b _ .i,„hier lc,i iiopneien. soiiuern oei GeDSe“ ,Arallen unseren Weisen in allen Geschlechtern. Ob im Lernen, oder im Dienst, ob in der Ethik oder in ihrem Zugang zu Gott und zu den Menschen — jeder geht seinen Weg, jeder lernt und dient auf seine Weise. Wichtig ist nur, dass sie alle einen gemeinsamen Blick haben — l’sehem Schamajim, den Wunsch und den Willen dem Höchsten zu dienen. So wird vo:i der Schöpfungsgeschichte an bis auf unsere Gegenwart eine ein- Musik in Buenos ,©ER KOSE VK AVAL! ER” eine glanzvol singend« und IM COLON keineswegs schüchterne, sondern eher kapriziöse So- .«»d des feine“ [I '4. 1*'; , Abiv*fur Proverbs, Sprüche Salomons von W. Gunter Plaut. Die Union of American Hebrew Congregations gibt seit einigen Jahren einen populären Bibelkommentar heraus, der in erster Linie zwar für Laien bestimmt, aber auch für Wissenschaftler von grossem Interesse ist. Rabbiner Gunter Plaut legt nun Uebersetzung und Kommentar der Sprüche Salomons vor. Der Verfasser hat, zu diesem Zweck umfangreiche Studien ange. stellt, ' die in seinem Werk verarbeitet sind. Alte und neue Kommentare hat er benutzt und daraus ein beachtenswertes Werk geschaffen. Man kann sich getrost dem Buch Rabb. Plaut-s anvertrauen, wenn man die Weisheitssprüche der Bibel verstehen will. Th» Prophets von Berryl D. Cohen. Bloch 1960. Rabbi Berryl D. Cohen hat uns in seinem Buch: ..Die Propheten” zweifellos ein höchst wertvolles Werk geschenkt. Es ist nicht leicht, die Worte und Reden der Propheten systematisch zu ordnen und sie in ihre Zeit einzugliedern Man darf sagen, dass es dem Verfasser meisterhaft gelungen ist, seinen Lesern einen Ueberblick über das Leben und die Anschauungen eines Arnos, Hosea, Isaiah, Jeremias und der anderen Propheten zu geben. Nach der Lektüre dieses Buches verstehen wir besser als früher die Ideen der grossen Got- ■ tesmänner, die das Judentum entscheidend beeinflusst haben. Faith and Reaso«, Glauben und Vernunft. Eine Einführung in das moderne jüdische Denken von H. Borg- Oer grosse Opernwurf des 20. Jahrhunderts ist die ,,Komödie für Musik in 3 Aufzügen” von H-jgo von Hofminnsthal, der Richard Sirauss die Steigbügel zu diesem Wunderwerk gehallen hat, dessen 50. Geburtstag wir begehen. So stark allein ist bereits das Libretto, dass es in unseren Tagen ohne Musik in Wien über die Bretter ging. Der Komponist hat mit seinem ..Rosenkavalier” sich se.bst erfüllt und übertroifen. sodass notwendigerweise nachher ein Rückschlag eintreten musste, wie wir sc-hon kürzlich bemerkten. Heinz Wallberg musizierte das Werk mit Enthusiasmus. Verve und genauer Kenntnis der grossartigen Partitur, und wenn es bei der Premiere einige Schmisse im Orchester gab, so war dies sicher nich: seine Schuld. Dem Wiesbadener Intendanten Dr. Friedrich Schramm, der hiermit, bei uns als Regisseur debütierte, ist es zu verdanken, dass endlich einmal mit. der traditionellen Gefühlsduselei aufgeräumt wurde, die nicht r.ur das Colön, sondern fast alle Opernhäuser der Welt traditionsgemäss aufrecht erhalten. Schramm erweist sich als gründlicher Kenner nicht nur des Hofmannsthal’schen Librettos, sondern auch der Materie selpst und des bekannten Briefwechsels zwischen Dichter und Komponist. Die Marschallin — die sich mit durchschlagendem Erfolg im Colön vorstellende Regine Crespin, eine stimmlich und darstellerisch ergreifende Marie Theres — ist nicht mehr die entsagende, alternde Frau, sonoern die unbefriedigte Dame, die sich, eben später nach Octavians Verlust einen neuen Geliebten suchen wird. ln Quinquin lernten wir die Kerstin Meyer kennen, deren kultivierte Stimme ebenmässig tragend ist, und deren Verkörperung der Titelrolle glaubhaft erscheint. Anneliese Rothenbeiger ist r das Haus geglätte- ■ r und jfscl« Israel - Marken und Marken aller Laentler — Neuigkeiten — “7 emotivos” ln groesster Auswahl: u. NUMMERN — MARKEN a. VIERERBLOCKS — MARKEN MIT PLATTEN- MIT BAND — KOMPLETTE BOGEN (planchas) — VOLLSTAENDlGE SAMMLUNGEN — WERTVOLLE AUSGABEN — ERSTE SERIE VORHANDEN — VERTRAUENSWUERDIGE BERATUNG ALFO.NSO MOR1TZSOM Cuanacachf *2351, tlep. 2 «q. CABILDO phie, die sich nicht verkaufen lässt und ihrem Octsvian temperamentvoll in die Arme sinkt. Kurt Böhme iibertraf fast noch se'nen Ochs von vor acht: Jahren, als ihm das Publikum zujubelte. eine einmalige, unerhörte Leistung. Fritz Wunderlich in der Panie des Sängers brillierte wieder mit seinem reinen und warmen Tenor. Besonders heivorzuheben ist der Faninal von Heinz Friedrich, der den Frisehgoadelten stilechf darstellte und ihm auch stimmlich .nichts schuldig blieb. Unter den hiesigen Sängern in Chargenroden sind Eugenio Valori (Valzacchi), N.oemi Souza (Annira), Maria Benegas (Leiimeritzerin> und Italo Pasini (Beisl-Wirt) erwähnenswert. Alle anderen Mifwi’kenden machten ihre Sache zur Zufriedenheit. Chor (Tuilio Boni), Kinderchor (Valdo Sciamarella) und Orchesier bewänrten sich sehr. Die neuen Bühnenbilder von Dante Ortolani waren Stil- Neu errichteter Turm zur Beobachtung von Watdtarä» den in Yodfast, einem Kibbuz in MittelgabUü. getreu und passten sich der Regie an. Eine schöne Aufführung, die langen und freundliche Beifall fand. t.« mann. Bnai Hillel Foundations, Washington 1961. Die Loge Bnai Brith in den Vereinigten Staaten macht grosse Anstrengungen, um jüdisches Gedankengut, besonders auch unter der reiferen Jugend, zu verbreiten. Rabbiner D. Jospe hat das kleine Buch von Professor Bergmann. „Glaube und Vernunft”, aus dem Deutschen ins Englisch« übertragen. Professor Bergmann gibt einen Ueberblick über die Pnilosophen Herrmann Cohen, F. Rosenzweig, M. Buber, A. D. Gordon, Raw Kook und Judah L. Magnus. Bei den drei Erstgenannten handelt es sich um Denker aus dem deutschen Sprachkreis, während die drei Letztgenannten ihre Werk« zum grössten Teil auf Hebräisch schrieben. Besonders plastisch und anschaulich ist die Darstellung des Werkes von H. Cohen, der von Kant ausgehend schliesslich in hohem Alter zu einem persönlichen Gott gelangte. Aber auch die Ideen Bubers und Rosenzweigs und der anderen sind klar und verständlich dargestellt'. Wir empfehen der hiesigen Bnai Brith-Loge die Uebersetzung ins Spanische. Dr. C. Vogel HEBREO SIN MAESTRO V TOK AHARÖN ROSÉN salgo (m.s.) XUV ,2 5 6 boletería nsp .2 51 io-tzé ku-pá salió (él) xir T T boleto o^nns .252 ia-tzá car-tis corro (m.s.) raíz fn ,2 5 7 en el medio l?uax ,25 3 río (m.s.) ¡?niu .2 5 8 em-tza tzo-jek. encuentro (m.s.) Bfois ,254 rió (él) pnu po-guesh iza-jak I - T encontró(él) ligero-,pronto ma-her nna .259 pa-gash V T montaña nn .2 6 0 ya 13S .2 5 5 har c‘ var na ...n'poil umx mn | n^tfiTp naisap n^pi tprmnnx i ^x*? minnnK;n n tPjpniunxnanininns * - T i; nnafcn *733 ^ini nix ,mn t : * j - t ▼ ...n^tfrp 0*73 n*?ini .-ti - t : ...a^rr - T * i?uax3 *7öii? nnx na- - . v . .. 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