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Jüdische Wochenschau · 1961-10-17 · 1916 (17.10.1961) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1916 (17.10.1961)
Date
1961-10-17
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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Der internationale Bibelwettbewerb An dem vor «.»ei Jahren etatlyelunöenen ink-rnationalen Bibelwett be-verb nahmen Verlret€r von zwölf Staaten teil; d.eses Jahr waren bereits J? Staaten ■vertreten, und zwar Argentinien (Sisskilli Belgien Frau Degelle), Brasilien (de Silva), Chile (Richarde), England iL). G. Da- ■vies) Finnland <Onsi Laine), Frankreich Pere Guy le Paso), Italien 'Eide Buonimjni), Kanada (L. Jalovs- Vi), Malta (Carmtlo Atredl, Neuseeland (Edn.ond R<*;d), Oesterreich (Prof Gerhard Wolf), Schweiz (Johannes •von Martinezl, Südafrika (Jacobus Johonnes-Kom- Tvrinen), Uruguay (Garbi- <lian) und die USA (Tovja Goldman). Die Bibelwettoewerbe haben nas Lerne * der Heiligen Schrift rn Israel und im Ausland noc.i populärer gemacht, als es vorher bereits gewesen war. Eine "Verflachung der Einstellung y.ur Bibel oder < ine Profayon MEIR FAERBER nieruvrg ist nicht zu beidrehten, da die Beschäftigung mit der Bibel den Geist nur heben kann und sich nie Veranstaltung der Wettbewerbe in seriösen Händen befindec Im Zusammenhang mit dem Bibelwotlbewerb semieb kürzlich eine Zeitung in England: „Man kann über Israel sagen, was man will, aber klar ist, dcSs es das Volk c’er Bibel ist.” Dem Redakti '.i.s - Comtie des Preisausschreibens wurden Fragen von vielen führenden Facüleuier vorgeschJagen, aber auch von oifizieJlen Persönlichkeiten. Scstammte die letzte Frage des internatie-aien Wettbewerbs vom Staatspräsidenten Israels Ben Zwi, und die vorletzt« von Ministerpräsident Be-i Gurion. Die Vorbereitungen waren diesmal viel uir iasseud.er als in früheren Jahren, und auch das "Wissens-Niveau der Teilnehmer v ar höher. Die nationale Fluggesellschaft El Al mit ihren Auslandsvertref unge-i. die Radio- und TVSenceStationen der verschiedenen Länder im Einvernehmen mit Kol Israel” und auch die is-aelischen diplomatischen und konsularischen Vertretungen arbeiteten zusammen, um möglichst viel« bibelfeste Konkurrenten zur Teilnahme an den Ausscheidungskämpfen in jedem Lande zu veranlassen, und z. B. in Frank-cieh nahmen tatsächlich ¡500 Personen an der ersten Phase des Wettoewerbs f*il. Schon diese Zahl allein beweist, wie der Bibel Wettbewerb in der Welt berrifs an Popularität gewonnen hat. Für das. nächste Mal. in drei Jahren, erhoffen die Veranstalter eine noen weit regere Beteiligung und die Er- I Das Leo Baeck Institut sucht folgende Jahrgänge der ZEITSCHRIFT IM DEUTSCHEN REICH 4. Jahrgang. . 1898 5. Jahrgang. . 1899 6. Jahrgang. . 1900 18. Jahrgang. .. .. .. 1912 28, Jahrgang. . 1922 Wer diese Jahrgänge besitzt oder wer auch nur einen der genannten Bände hat, wird gebeten, der Redaktion der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU hiervon Mitteilung zu machen (Buenos Aires, Pueyrredön 2190, Tel.: 83-2613) PUBLIKATIONEN DES IEO BAECK INSTITUTES SCHRIFTENREIHE WISSENSCHAFTLICHER ABHANDLUNGEN DES LEO BAECK INSTITUTES J. C. B. MOHR (PAUL SIEBECK) TUEBINGEN SOEBEN ERSCHIENEN: Tear Book V I960 — VOM LB.-IHSTITUT HERAUSGEGEBEN: BY THE EAST AND WEST LIBRARY, LONDON mit einer Fülle hervorragender Beitrage in englischer und deutscher Sprache, <416 Seiten) WERDE AUCH DU MiTGLILB des Leo Baeck-Instituts AB»«ldu*sen im Biiio der JUEDISCHEN WOCHENSCHAU. Puerrrwdön 2190, 14 isq. (83 2S13) fassung einer noch grosseren Zahl von Staaten. ln Israel wurde der Bibelweltbewerb von der staa'lichen Radio-Behörde Kol Israel und der Aufklärungszentrale, die der Kanzlei des Minibierpräsidenten unterstehen. gemeinsam mit der Bibalforschungs-Gesellschaft. in givsserr Stile veranstaltet. Nach dem Vorstadium der schriftlichen Prüfungen fanden die Bezirkswettkämpfe in erusalem, Tel Aviv, Haifa und Reehowot statt, eieren zwölf Sieger zum Kampf um den Landes-Meisterfitel Chat an Hat’nach 1961 antraten. Sie hatten am Vormittag vor dem Richterkoilegium und 300 geladenen Gästen im Hause des Journalistenverbandes ..Bet Sokolcw” die erste Runde zu bestehen und dann am Abend im Konzerthaus „Hc-chal Hatharbut” in Anwesenheit von etwa 3.000 Zeugen ihre Meisterschattsprüfung abzuiegen. Die Kandidaten stammten aus den verschiedensten Orten, Alters- und Berufsschichten und Stämmen des jüdischen Volkes. Der Bibelmeister 1961 hatte sich dann noch mit dem vorjährigen Bibeimeister Dr. J. Jewin zu messen, .und der Sieger dieses Kampfe* hatte Israel, das Land der Bibel, auf der Weltmeisterschaft zu vertreten. Da in Israel der Bioel-Wettbewerb alljährlich .stattfindet, der .internationale Wettkampf aber nur jedes dritte Jahr, und Israel auf dem Welt-Wettbewerb nur durch einen Repräsentanten vertreten sein kam, muss dieser den Kampf gegen seine Kollegen der anderen Jahre auch noch bestehen. Die erste Phase bestand aus zwei Runden, nach deren Ergebnis die Zahl der Teilnehmer auf sieben beschränkt wurde, die zweite Phase bestand ebenfalls aus zwei Runden, aus denen die Träger der meisten Gutpunkte in die dritte und letzte Phase aufstiegen, in der allen identische Fragen. . gestellt wurden. ,,Kol Israel” und El Al sorgten dafür, dass die Radio- und Fernseh-Stationen der Länder, deren Vertreter sieh am Wettbewerb beteiligten, das Material für die Sendungen unverzüglich erhielten, so dass der internationale Bibelwettbewerb auch Millionen Ausländern durch Radio und TV nahegebracht wurden. Als erster Preis waren 1.000 IL, als zweiter 750 IL und als dritter 500 IL ausgesetzt. In dem Masse in dem das Niveau der Teilnehmer . zunimmt und sich die Praxis der Wettbewerbe durch die Erfahrungen erweitert und vertieft, weiden auch die Fragen senwieriger und interessanter Im aiigemei- LITERATO Das Buch der von Rabb. E. 1. Fedas Nach den Tagen des stes öffnen wii wieder Buch, das nicht seinesgleichen hat unter den Büchern der Welt. Es beginnt mit der Schöpfung des Universums und endet mit dem Exil unseres Volkes nach Babylonien, das für die Galutgeschichte grundlegend wurde. Es umfasst, einen kleinen Ausschnitt aus der Geschichte der Menschheit und wurde doch zum Buch der Bücher der Synagoge und der Kirche und wichtig für die Moschee. Kein anderes Literaturwerk ist so oft kommentiert worden und so über alle Weit verbreitet. Bis auf unsere Tage ist es der ..Baum des Lebens” für alle diejenigen, die noch nicht verlernt haben, sich in seine Botschaft zu vertiefen. Auch für .unsere Zeit enthält das Buch unsere Bibel-Antworten auf Fragen, die die Menschheit beschäftigen. Wir müssen sie nur zu lesen verstehen. Warum — so wird seit uralten Zeiten gefragt — beginnt dieses Buch mit dem Schönfungsberieht? Warum erzählt es uns von Adam und Eva. Kain und Abel und dem Turmbau zu Babel? Warum beginnt es nicht, mit dem Auszug aus Aegypten, dem Bericht über die Geburt Israels als Volk? Darin wird eine bewusste Absicht gesehen. Die Thora ist kein Textbuch der jüdischen Geschichte, kein Lehrbuch der Geologie oder Bio- LOEWENtfÄSan izas«)* logie vom Menschen. Sie will uns fundamentale Ideen über Gott, Mensch und Welt mitteilen. In diesen erslen Kapiteln veroinmen wir die Grundlagen jüdischer Welt anschauung. Von Philo, dem Alexandriner, nis Franz Rosenzweig, Mar in Buber und Abraham I. Besehe] in unseren Tagen schöpft die jüdische Gedankenwelt aus ihnen. Nachdem sie uns über Gott, seine Schöpfung und den Menschen Grundlegendes mitgeteilt hat wird uns berichtet, wie ein Volk auserwählt und zum „heiligen Volke” wurde. Nur unter diesem Gesichtspunkt behandelt sie die Geschichte der Väter. Die Auswahl wird unter denen getroffen, die dem Idealbild des Menschen am nächsten kommen. Welches ist das Idealbild? Der Bericht über die Erschaffung des Menschen ist verschieden von dem aller anderen Schöpfungen in den fünf vorangehenden Tagen. Es sprach Gott: ..Machen wir einen Menschen in unserem Bild nach unserem Gleichnis”. Mit Recht erläutert der spanisch-jüdische Bibelkommemator David Kimchi <1160—12351: „Um der Würde des Menschen willen und zu seiner Ehre w’urde er als letzter geschaffen, um kund zu tun, dass alle Schöpfung auf der Erde um seinetwillen wurde, um ihn zum Herrn über alles e® . ia selb^ uMe Auffassung später: r1*0 Menschen w im Bild* Go ihn, m ännlicl schuf er sie wird -Jei«! ben in SW i Meise - ® ¿er Mensch - de. Damit « schied zwisc den anderen lerslriehen - im Ebenbild; schaffen "'oro Von hier au: wichtige und Aufschlüsse ul be des Mens Schöpfung. Mi die «hm dur< lang im Kos nen genügt die Kenntnis einer Bibeisteile nicht, mehr zur Beantwortung einer Frage, sondern dem Antwortenden müssen stets zwei oder mehrere Bibelstellen gegenwärtig sei», die sich auf die Frage beziehen. Auch werden in zunehmendem Masse gerade die weniger bekannten Bücher der Bibel herangezogen. DREI FRAGEN ALS BEISPIELE;>v- Wir bringen hier als Beispiele drei Fragen mit den Antworten, wie sie im israelischen Bibelwettbewerb zu beantworten waren. Frage: Zwei Könige wurden durch das Volk des Landes gewählt. Welche? Antwort: Joschijahu. Ben Amon und Jahoachas, Sohn des Joschijahu. 1.) Buch der Könige II Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722? Sonnabend dtn 2. Dezember Erew Chanuka Sonntag, den 3. Montag, aen 4. Sonnabend der 9. Sonntag den 10. Sot Sonntag, den 10. Dezember Sonnabend, 2. Januar 1962 Montag, den 19, März Dienstag, den 20. März Mittwoch, den 21 März Mittwoch, den 18. April Donnerstag, den 19. April Freitag, den 20. April Sonabend, den 21 April Mittwoch, den 25. April Donnerstag, den 26. April Dienstag, den 1. Mai Mittwoch, den 9. Mai Donnerstag, den 7. Juni Freitag, den 8. Juni Sonnabend, den 9. Juni Donnerstag, den 19. Juli Mittwoch, den 8. August Donnerstag, den 9. August Freitag, den 28. September 1. Tag Chanuka 2. Tag Chanuka Schabbat Chanuka 8. Tag Chanuka — Chanuka Fasten Assara betewet Schabbat Schira — Chamischa assar bischwat Neujahr der Bäume Fasten Ester Purim Schuschan Purim Erew Pessaeh 1. Tag Psssach 2. Tag Pessaeh Schabbat Chol hamoed 7. Tag Pessaeh 8. Tag Pessaeh — Acharon schel Pessaeh Gedenken des Aufstandes im Ghetto von Warschau Yom Haazmaut Erew Schawuot , 1. Tag Schawuot 2. Tag Schawuot Fasten Schiwa assar be Tamus Erew Tischa be Aw Tischa be Aw Erew Roseh Kaschana <21, 24): .... Ja schlug das gemeine Volk alle die wider den König Amon Verschworenen, und das gemeine Volk machte zum König Joschijahu, seinen Sohn, an seiner Statt.” 2.) Könige II (23. 30): „... und das gemeine Volk nahm Jehoacbas, den Sohn Joschijahus, und salbte ihn, und machte ihn zum König an seines Vaters Statt.” Frage: „Bezeichne Orte oder Familie von Handwerkern und Kunstgewerblern in Israel zur biblischen Zeit.” Antwort: Schreiber, Z:mmerleute und Byssus-Arbeiter. 1. ) Chronik I <2, 55): „... und die Geschlechter der Schreiber. Bewohner von Jawez, Tiratim, Schinnatim. Suchaiim.” 2. ) Chronik I (4. 14): . and Serajah zeugte Jo ab. den Vater vom Tale der Zimmerleute, denn Zimmerleute waren sie.” 3. ) Chronik I (4. 21): „... .und die Geschlechter des Hauses der Byssus-Arbeiter aus dem Hause Aschbea.” Frage: „Nenne verschiedene Arten von Kupier, die in der Bibel erwähnt sind!” Antwort: 1.) Könige I (7, 45): „... und all diese Geräte, die Chiram gefertigt für den König Salomo für das Haus des Ewigen waren aus poliertem Kupfer.” 2. ) Ezechiel <1.7): „...und funkelten wie der Anblick feinen Kupfers.” 3. ) Daniel (30. 6): „...und seine Arme und seine Beine wie der Anblick des feinen Kupfers . 4. ) Chronik II (4. 16): „... und all die Geräte dazu mäehte Churam Abiw für König Salomo für das Haus des Ewigen aus geglättetem Kupfer.” 5. ) Esra <8, 27): „... und zwei Geräte von glänzendem, feinem Kupfer, kostbar wie Gold ” Bekanntlich war der Gewinner des Bibeiwettbewerbs Rabbiner Jeschie Alschcieh. wird, ergibt d Verantwortung Pflicht. Er i antwortung i' fung Gottes, ist es, sich d ebenbildlichke sein. Er soll, ’ geben wurde, betrachten. 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