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Jüdische Wochenschau · 1961-10-13 · 1915 (13.10.1961) · p. Seite 7

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1915 (13.10.1961)
Date
1961-10-13
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German, Spanish
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L A SEMANA ISRAELITA VtermMi 13 4* Ontubr» ém 19*1 Aii« XRII. — No.?955 — 7 WIR TSCHAFTSNA CHRICHTEN ZUSAMMENGESTELLT NACH INFORMATIONEN ¡ )ER INCOBA, INVESTMENT » TRUST C.. LtdJ mouGÍes Jahr bogíiaioc.. Dio vorgesehene Produktion «nr/í mil 1!UVI Tftnnf*n íííhrnehmen den Histadrut Haowdim. übertragen worden. Diese Gesellschaft gewann die Ausschreibung, an der sich vier Unternehmen 'be- HANDEDSABKOMMEN Der Industrie- und Handeisminister Israels. Herr Pinchas Sapir, und der Minister für Handel. Industrie, Wirtschaft und Planung Togos, Dr. Hospice Coco. Unterzeichneten in Jerusalem ein Handelsabkommen, das zwischen den beiden Ländern geschlossen wurde. Beide Länder sagten sich die Meist'begünstigungsklausei zu, auigrund deren Israel an Togo u. a. folgende Produkte liefern wird: Zement, Baumateriahen, ehemisehe Produkte, elektrische Artikel, Lebensmittelhonserven, während Togo Kaffee, Kakao, verschiedene Früchte und Holz nach Israel lieterf. — ERZEUGUNG VON ZÍTRUSSAEURE Finanzminister Levi EshkoJ. leitete die Feier der Grundsteinlegung für die Fabrik der Gesellschaft Miles Chemicals Israel Ltd., die Zitrussäure erzeugen wild. Die Anlagen werden gegenüber den Raffinerien in Haifa errichtet. Die Gestehungskosten der Fabrik werden sich auf 2 Millionen Dollar belaufen. Die Zitrussäure, eine Substanz von grosser Bedeutung für die Herstellung von Nahrungsmitteln, die pharmazeutische und plastische Industrie, wird im komiich beziffert, von denen die Hälfte für den Export bestimmt sein wird. Eigentümerin der Fabrik ist die Miies Laboratories Inc., eine nordamerikanische Geseisehaft der die Regierung eine Anleihe von einer Million Dollar gewährt hat. Die gleiche Gesellschaft pianf jetzt, eine zweite Investition in Israel vorzunehmen, und beabsichtigt, eine Fabrik für Antibiotika zu erstellen, die in Futtermitteln Verwendung finden sollen. KEINE BESCH R.AENKUNGEN In den Bauunternehmen nahestehenden Kreisen wurde darauf hingewiesen, dass die Verwaltung für Wohnungswesen mitgeteiit hat., es besiehe keine Absicht, die private Bautätigkeit, in Israe] zu beschränken, obwohl ein ausgesprochener Mangel an Handwerkern auf diesem Gebiet herrscht. Man beabsichtigt, diesen Mangel durch eine gesteigerte Mechanisierung in dieser Industrie zu beheben. DAS NEUE GEBAEUDE DER: KNESSET Die Arbeiten für den Bau des neuen Gebäudes der Knesset sind der Solei Bone, Wie bekannt gegeben wurde, hat die Tochter-Gesellschaft der Solei Bone für Bauten und Brücken im Ausland im Jahre I960 in folgenden Ländern Arbeiten für insgesamt 27 Millionen Dollar ausgeiiibrt: in Birmanien. Ghana, Aethiopien, der Türkei, West-Nigeria, Ost-Nigeria, Sierra Leone, Iran und Zypern. Der Wert, der von dieser Gesellschaft in Israel durebgeführien Arbeiten belief sich auf insgesamt 35 Millionen IL. AUSSTELLUNG DER KOOK IN TEL AVIV Im zentralen Sitz der „Koor” in Tel Aviv ist eine ständige Ausstellung der 32 Fabriken eröffnet, worden, die das Konsortium ,,Koor” und „Sol - Koor”, die Exportge-seiisebaft dieses Unternehmens, bilden. Die Ausstellung wurde mit einer Feier eingeieitet, bei der Handels- und Industrieminister Pinchas Sapir und Herr 1- Eilam, der Präsident des Direktoriums der Koor, das Wort nahmen. OMNIBUSSE FUER AETIHOPTEN Die Gesellschaft Consolited Near East Co. in Tel Aviv verkaufie 75 Passagieromnibusse nach Aethio- Aus aller eil plec. Die Karosserien wurden. von der israelischen Gesellschaft HaaTgaz, Ltd. Tel Aviv hergesteilt und geliefert. Fenster, Sitze und andere Teile der Wagen sind, mit Ausnahme der Motoren, in Israel hergestellt worden. Die israelische Verkehrsgeseilschait EGGED entsandte zwei Experten nach Aethiopien, um dort als Ratgeber für das Verkehrswesen, insbesonoere für den städtischen und vorstädtischen Verkehr tätig zu sein. ENTWICKLUNG DER WIRTSCHAFT Der Industrie- und Han delsminister. Pinchas Sapir, bat enthüllt, dass die israelische Industrie in den nächsten vier Jahren sich derart entwickelt haben wird, dass sie für 50.000 neue Arbeiter Platz bieten dürfte. In den kommenden 18 Monaten wird die Industrie hiervon zwischen 18.000 und 20.000 aufnehmen können, von denen ein Grossteil Neueinwanderer sind. Der Minister teilte ferner mit, dass in den letzten 18 Monaten im Lande Investitionen für insgesamt 190 Millionen Dollar zu verzeichnen waren. Diese Ziffer kommt allen Investitionen gleich, die in den vorhergehenden 10 Jahren gemacht wurden. VON DER INCOBA INCOBA, Investment <fe Trust Co. Lid., teilt mit, dass ihre neuen Büros in Buenos Aires, Corrientes 1145. VI, of 66. eröffnet wurden (Tel.: 35-3463). Jüdische Bevölkerung Frankreichs Paris. — Die jüdische Bevölkerung Frankreichs beträgt insgesamt rund 350.000 Personen, somit ungefähr dte gleiche Zahl wie vor dem Kriege. Obwohl 120 000 Juden von den Nazis deportiert oder umgebracht wurden, hat d'€ Eimeise von Juden aus Zentialeuropa, dem Orient und Nordafrika ihre Zahl wieder auf den früheren Stand erhöht. — (ITA) Bau vei^ Euphrat-Brücken London. — Die irakische Regierung will iür den Bau von drei Brücken über den Euphrat einen internationalen Wettbewerb ausschreiben. Das Projekt war von einem tschechoslowakischen Ingenieurteam entworfen worden. (AWZ). Deutsche Liga für Menschenrechte München. — Zum neuen Präsidenten der ..Deutschen Liga für Menschenrechte” wurde kürzlich einstimmig der frühere bayerische Fi nanzminister Zielsch gewählt. Neuer Vizepräsident und Generalsekretär wurde der bisherige kommissarische Präsident der Liga, F. Haugg. Die „Deutsche Liga für Menschenrechte” wurde im Jahre 1914 gegründet und ist eine Unteic.iga'.'j‘ali ui der .ntcrnalicnalcn . >'<'••*>- ralion Internationale Droits de l'Horonu” die len Sitz in Paris hat Z:> iform Mitbegi ändern ’ ><?<i Albert Einstein und Uinlith Mann. Die deutsche Lira hai es sich unter anderem >ui Aufgabe gemacht die B vv üigung der Vc> gangenii. d die Bekämpfung d s Aidi! :-milismus und des Rui/no.'des zu fördern und si'-h Di nie ■Wiedeigulmachnng nationalsozialistischen Umechis einziise1z.cn. (AWZ) Kein „Gamet de Passagts” Touristen, die mit eigenem Wagen nach Israel kommen, brauchen von jetzt ab weder Tryptk)ue noch Ca inet d® Fassages vo;./.uweisen. Ausser ihren nationalen Dokumenten und ihrer für Israel gültigen Autoversicherung benöligen sie keine werteren Zclldokumenfe. Auch die Hinterlegung einer Bar- oder Bankgal antie. wird nicht mehr verlangt. Delleäfung wird abgebaut London. — Die Oe Heilung von Khkuk nach Haifa, die seit 13 Jahren stillliegt, wird in Transjordanien jetzt abgebaut und für Bewässerungszwecke und Trinkwasserversorgung benutzt. (AWZ) Israels Einist es dies Kind, das sich des Glücks neck nickt bewusst ist, ein Leben in Freiheit, unter seinesgleichen, ver sich zu haben? War es eine Mutter, die sich und die Ihren aus dem Druck und der Gefahr eines osfeurepaeischen Landes nach Israel retten kennte? ©der war es ein Jude aus Tunis, Algier oder Marokko, der nach Jahren der Bedrohung zum ersten Mal frei atmen kann? Wir wissen es nicht. Aber wir wissen, dass der - anonym gebliebene — Ein-MPHonsfe Einwanderer seit der Gründung Israels die Grenzen des Jüdischen Staates überschritten hat und von den Seinen aufgenommen worden ist. Zur selben Zeit und im selben Land, da ein Mann, Symbol des Judenhasses und der Judenvernichtung, seines Urteils harrt, wird die erste Million Neu-Einwanderer erreicht und überschritten. Symbole begegnen sich in Zeit und Raum: das des Hasses, und das der Rettung und der Naechstenliebe. Gerade in der gehobenen Stimmung der Hohen Feiertage und am Beginn des Neuen Jahres müssen unsere Herzen von Dankbarkeit erfüllt sein dafür, dass es uns gegeben war, durch die Vereinigte Kampagne wenigstens einen, wenn auch winzig kleinen, Anteil zu haben an der Rettung und Einordnung unserer Schwestern und Brüder — und dass es uns gegeben ist, weiterhin und in steigendem Masse unsere Rolle in dieser gewaltigen Rettungsaktion zu spielen, die vom Keren Hayessod (Campania Unida) mit zunehmender In* tensitaet durchgeführt werden muss. Juden suchen eine Heimat und ein Heim, eine Zukunft für sich und ihre Kinder in Sicherheit, ein Leben frei von den Bedrohungen einer feindlichen Umwelt. Für die Flüchtlinge, die da kommen, beraubt ihrer gesamten Habe, tragen die Juden in Israel ebenso wie die Juden in allen Laendern die Verantwortung. Den Hilfebedürftigen beizustehen, im Geiste der Hohen Feiertage und des obersten jüdischen Gebetes, dom der Liebt zum Waecfasten, gebt, und gebt von ganzem Herzen* ~ pis sVA CAMPAÑA UNIDA PRO ISMAEL COMITE CENTROEUBOPEO Sarmiento 2376, 39, T. E. 47-3620 und saemtliche Sekretariate der angeschlossenen Organisationen und Gemeinden

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