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Jüdische Wochenschau · 1961-10-13 · 1915 (13.10.1961) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1915 (13.10.1961)
Date
1961-10-13
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German, Spanish
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FRANQUEO PAGADO gflû O M Concesión 908 *4 5 "Z . r°v S* S W L. MJ TARIFA REDUCIDA Concesión 1629 Año XXII. BUENOS AIRES, VIERNES 13 DE OCTUBRE DE 1961 No. 1915 E L en toda EJEMPLAR ^_ la República PUEYRREDON 219« 1» b.q. T. E. 83 2613 Buenos Aires AppeU a^ die Voeiker jujjen aus Deutschland isi USA Vereinte Nationen. — Frau Golda Meir nielt eine 90 Minuten währende Rede vor der Generalversammlung der UN. der viele Delegationen. darunter die der afroasiatischen Länder, Befall! zollten. Sie enthielt sich ,.kriegerischer” Anspielungen. jeglicher Propaganda, sowie rednerischer Angriffe auf irgendein anderes Land. Israels Aussenminister appellierte in erster Reihe an die Versammlung, grundsätzlich das Prinzip der Verhandlungen über internationale Fragen erneut anzuerkennen, denn ,,alle Fragen, die die arabischen Länder | von Israel trennen, können ’ durch Verhandlungen gelöst j werden.” Sie erklärte die! Bereitschaft Israels, mit; den Araberstaaten über je- I den einzelnen Konfliktstoff1 zu verhandeln, weil „Verhandlungen die einzige Alternative des Krieges sind.” In Erwartung eines definitiven Friedens, den die Araber abzuschxiessen bereit wären, müssten die vorhandenen Möglichkeiten erschöpft werden, um die Spannungen aufzulockern, so führte Frau Meir aus. Auf diese Weise könnte die Furcht voreinander gemindert und der Weg für den Frieden geebnet werden. In diesem Zusammenhang, schlug sie einen „arabischisraelischen Nichtangriffspakt” vor, durch den sich die Parteien verpflichten würden, gegenseitig ihre territoriale Integrität und politische Unabhängigkeit zu respektieren, sieh jeder I feindseligen Handlung mi-1 Iitärischen, ökonomischen oder politischen Charakters zu enthalten, und die Propaganda der Aufreizung einzustellen. Sie warnte die Versammlung, die Gefahren der arabischen Kriegsbereitschaft zu unterschätzen, die nicht nur für Israel sondern auch für den Weltfrieden eine Bedrohung darstellen. Sie wies darauf hin, dass das heikle Problem der arabischen Flüchtlinge — eine der wichtigsten Fragen, die zur Debatte stehen — ein „gefährliches Terrain” sei, weil es den Arabern dazu diener soll, neue Angriffe gegen Is~ael vom Stapel zu lassen. Die israelische Delegation werde zu dieser Frage Stellung nehmen, wenn sie im einzelnen debattiert wird, so erklärte Frau Meir, doch wolle sie schon jetzt feststeilen, dass „die Zahl der Araber, die auf Aufforderung ihrer Führer das Gebiet /erliessen welches heute Israel ist, ungefähr der Zahl der jüdischen Flüchtlinge gleichkomme, die aus arabischen Ländern nach Israel wanderten. „Wir haben diese jüdischen Flüchtlinge wie Brüder aufgenommen”. sagte sie, „wir haben für sie gesorgt und sie rehabilitiert. Hätten die Araberstaaten ebenso gehandelt, so gäbe es heute kein Problem der arabischen Fütcatlinge.” DIE PFLICHT KLEINER VOELKER „Die kleinen Nationen”, führte Frau Meir aus, „sollen nicht nur die Grossmächte zu Verhandlungen auffordern, sondern sie müssen denselben Weg begehreiten, den sie den mächtigen Völkern zeigen. Kei ner von uns darf die Pflicht zu Verhandlungen anderen predigen, Wenn er selbst nicht geneigt ist. sie bei seinen eigenen Konflikten zu erfüllen.” Sie verlangte von allen Mitgiiedstaaten, diese Pflicht zur Erfülung gewisser grundsätzlicher Prinzipien formell anzuerkennen. Hierauf ging Frau Meir zur Frage einer allgemeinen und vollständigen Aoriistung über, die auf der Tagesordnung der jetzigen Versammlung steht, und ersuchte um die Findung eines allgemeinen Abrüstungs- Abkommens und die Suche nach einer Uebereinkunft über gegenseitige Kontrollen der Abrüstung für besondere Zonen oder internationale Spannungsgebiete. Sie oetonte. dass der Mittelosten bei weitem nicht nur eine arabische Zone sei, denn dort gibt es eine grosse Zahl nichtarabischer als arabischer Bewohner. — „Israel unterhält freundschaftliche Beziehungen mit allen Völkern des Mittelostens ausser denen, die der Arabischen Liga angehören'’ stellte sie fest. Sie erinnerte daran, dass ..die arabisch-israelischen Konflikte nicht die einzige Quelle der Spannungen in diesem Gebiet darstelltn” und ohne den Abfall Syriens von der Vereinten Arabiscnen Republik zu erwähnen, unterstrich sie dass „die ständigen Krisen das Bild der arabischen Einheit verzerrt haben, „wie man es zumindest ausdriieken dürfe, und die Feindseligkeit der arabischen Führer gegen Israel zum Teil ein Versuch sei, die Aufmerksamkeit ihrer Völker von ihren eigenen ungelösten Problemen abzulenken.” DIE POLITISCHEN ZIELE Mit dem Hinweis, dass die „Entkolonisierung” der Welt in der diesjährigen Generalversammlung einen grossen Raum einnehmen wird, verband Frau Meir den W’unsch nach einer baldigen Unabhängigkeit für Angola. Sie stellte fest, dass die israelische Politik gegenüber dem Kongo den Grundsatz „Der Kongo den Kongolesen” befolgt habe und stets für die Selbstbestimmung der Völker eintrete. Hieran schloss sie dre Hoffnung, dass rassische und religiöse Diskriminierung verschwinden möge, und bezog sich auf den in Israel geführten Prozess gegen den einstigen Obenturmbannführer Adolf Eichmann. Golda Meir beklagte den tragischen Tod Dag Hammarskjolds und lenkte die Aufmerksamkeit ihrer Zuhörer auf die Notwendigkeit. die entstandene Lücke auszufüllen. Ohne Sowjetrussiand zu nennen, führte sie aus, dass „ein einziger Generalsekretär vonnöten sei und der ,Troika’-Vorschlag für Israel unannehmbar” sei. Israel teile nicht die Ansicht, dass die Welt in drei Blöcke gespalten sei. Jede Nation müsse ihren eigenen Platz bestimmen und dürfte sich nicht von anderen Völkern ein „Etikett aufkleben” lassen. „Ich stelle klar, dass Israel nicht die Ernennung von Mongi Slim zulasoea wird”, fügte sie hinzu, ohne den Namen zu nenoe«. Absctalieesead erwähnte! Zum siebenten Male befand sich Rabb. Dr. Max , Grünewald, geistlicher Fiih- ' rer einer konservativen Gemeinde in Millburn, New : Jersey (USA> in Israel. 1 Erstmalig besuchte er Erez; Israel 1931, als er noch Gemeinderabbiner und zugleich , Vorsitzender der jüdischen ' Gemeinde Mannheim war.! dann wohnte er 1938 kurze Zeit in Jerusalem-Katamon, j wurde aber vom Jewish; Theological Seminary nach New York für ein Jahr be- I rufen .. und aus diesem 1 Jahr wurden sechs Kriegsjahre, denn der Ausbruch; des zweiten Weltkrieges hatte Dr. Grünewald den Riick-; weg nach Jerusalem abge- : schnitten. ■ Damals übernahm Dr : Grünewald die Gemeinde in Millbrun. deren Rabbiner als j „Feld-Kaplan” eingezogen war; und aus der Vertretung ' wurde schliesslich ein dau- | erndes Amt. Zugleich aber trat Dr. Grünewald an die; Spitze des Verbandes der in I den USA lebenden Juden aus Deutschland „American Fej deration of Jews from Ger-; many“, in der vierzig Ortsgruppen zusammengefasst sind. Diese Föderation bildet sozusagen eine Paralleloiga- , nisation zum Irgun Olej I Merkas Europa, ist aber , entsprechend grösser.; Man schätzt die Zahl der i nach 1933 nach den USA eingewanderten Juden aus | Deutschland auf ca. 120.000 Seelen. Natürlich hat sich die Zahl heute, 28 Jahre nach j Ausbruch des Dritten Reiches entsprechend verrin- , gort. Viele der damaligen I Emigranten sind heute nicht; mehr am Leben und ihre j Kinder bereits so amerikani- I siert, dass sie nicht mehr als : Teil einer erkennbaren Sonj dergruppe in Erscheinung treten. Ein Problem der Rückwanderung aus den USA nach Deutschland gibt es nicht, — erklärte Dr. Grünewald (.. und der Fragesteller aus Israel hörte diese Bemerkung nicht ganz neidlos). Die USA-Behörden sind : den Entschädigungsempfün- ' gern aus Deutschland durchaus entgegengekommen: alle Wiedergutmachungs-Zahlungen und Renten sind völlig steuerfrei, und ein Problem des Umrechnungs-Kurses besteht „selbstverständlich“ nicht. Von diesen mehr äusseren Fragen kommen wir sehr rasch zum wahren Anliegen Dr. Grünewalds, dem kulturellen Leben ehemals deutj scher Juden in den USA. Frau Meir den kürzlichen Grenzzwischenfall, bei dem fünf Araber von israelischen Soldaten getötet wurden, als sie versuchten, die Gazagrenze zu überschreiten. Sie bezeichnet^ diesen Vorfall als „eine andere beklagenswerte Folge des „Grenzkrieges, der Teil der feindseligen Praxis der Araberstaaten gegen Israel ist.” — „Kein arabisches Land”, setzte sie hinzu, „kommt uns gleich in der obligatorischen Schulerziehung, den Gesundheitsdiensten, der ökonomischen Wohlfahrt, den Arbeits- und Anstellungs Mgiichkeiten, dem Lebensstandard, der Stellung der Frau, die wir unseren arabischen Bürgern biete»” (ITA) von SCHALOM BEN-CHORIN j Und da kann er mit Stolz auf I die grossartige Entwicklung j des Leo Baeck-Instituts in! New York hinweisen. Aus i dem Nachlass eines reichen , Juden, aus Mannheim, Gu- | stav Würzweiler, der kinder- 1 los in den USA verstarb, konnte Dr. Grünewald die Würzweiler Foundation schaffen, die auch kulturelle Institutionen in Israel unterstützt. Aus diesem Fonds wurde ein fünfstöckiges Haus in New York für das Baeck-Institut zur Wahrung des deutsch-jüdischen Kultur-Erbes erworben. Eine umfassende Bibliothek, die die Leistungen des untergegangenen deutschen Judentums vereinigt, steht hier Interessenten zur Verfügung, und ein stets wachsendes Archiv, das einerseits den Nachlass des grossen jüdischen Religions-Philosophen Franz Rosenzweig birgt. Zugleich ermöglichen wertvolle Dokumente zur , Wirtschaftsgeschichte der! Juden in Deutschland, wie! die Akten der Bankhäuser l und ferner das Familienari chiv der Mendelssohns, Forschern hier produktive Ar-! beit. MEHR INTERESSE FUER JUDENTUM Das amerikanische Leo Baeck-Institut, an dessen Spitze ebenfalls Dr. Max I Grünewald steht, kommt einem allgemeinen Zug im USA-Judentum entgegen,! das heute mehr Interesse für 1 jüdisches Wissen zeigt als I vor einer Generation. Es ist heute durchaus möglich geworden, dass ein Rabbiner wie Dr. Grünewald, mit einem Grossteil seiner 400 Familien umfassenden Gemeinde zu einem Lern- Week-End sich ausserhalb der Stadt in einen Erholungsort begibt und dort drei Tage lang intensiv mit ihnen studiert und sie an jüdisches Wissen heranführt. Die Formen jüdischer Erwachsenenbildung, wie sie in den dreissiger Jahren in Deutschland bekannt waren, haben so ein amerikanisches Gepräge angenommen. Bezüglich einer religiösen Renaissance im amerikanischen Judentum ist Dr. Grünewald aber eher skeptisch: die grosse Zahl der Synagogenbauten ist noch kein Beweis, da es unter wohlhabenden Juden viele „verhinderte Architekten“ gibt, Leute, die gern bauen möchten und sich dieses Vergnügen auch etwas kosten lassen. Sie wollen ihre Träume in Stein, Stahl und Glas realisiert sehen, wobei oft keinerlei Traditionsvorstellungen genommen wird. EINSTELLUNG ZUM ZIONISMUS Auf diese Gretchen-Frage antwortet Dr. Grünewald freimütig: Die Juden aus Deutschland in den USA sind meist keine organisierten Zionisten. Sie haben auch keine eigene zionistische Gruppenbildung mehr, obwohl es das einmal in Form der Theodor Herzi-Gesellschaft gegeben hat, die nur noch auf dem Papier besteht (Diesen Prozess kennen wir; so wie die Alija- Chadascba, als zionistischpolltische Gruppe der Olim i au« Deutschland in Israel von grösseren Gebilden, wie der Progressiven Partei aufgezogen wurde, so gingen auch die Zionisten aus Deutschland in Amerika in den zionistischen Gruppierungen des Landes, von der Zionist Organization of America (Z. O. A.) bis zur Hadassa auf, an deren Spitze je heute eine deutsche Jüdin als Präsidentin steht). In diesem Zusammenhang kann ich es mir natürlich nicht „verkneifen“, Dr. Grünewald nach dem Plan seines Kollegen Rabb. Dr. Joachim Prinz zu fragen, der die Z. O. A. auflösen will und an ihre Stelle eine neue volks-jiidische Organisation setzen möchte. Dr. Grünewald: Meiner Ansicht nach soll nichts Bestellendes zerschlagen werden obwohl die Z. O. A. heute sicher nur einen beschränkten Radius hat. Die amerikanisch-jüdischen Organisationen leiden aber alle darunter. dass sie nicht mehr der Wirklichkeit entsprechen. Sie sind nicht demokratisch geleitet, werden von einer autokratischen Bürokratie geführt. Das trifft auch auf den American Jewish Congress zu, an dessen Spitze Dr. Prinz steht, der übrigens den Zusammenhang gerade mit den Juden aus Deutschland mehr und mehr verloren hat. Die Organisationen haben keine wirklichen Aufgaben, stürzen sich daher alle auf “Education“ (Erziehung), ohne dafür die geeigneten Menschen und Mittel zu haben. Der empfindlichste Mangel am amerikanisch-jüdischen Leben sei der Mangel an einer unabhängigen jüdischen Presse. Es gibt, so betont Dr. Grünewald, in den USA keine jüdische Zeitung, wie es in Deutschland das , Israelitische Familienblatt“ oder die „Jüdische Rundschau“ waren. Dr. Grünewald glaubt, dass durch eine freie jüdische Presse die Stagnation der Organisationen — durch offene Kritik die in Vereinsorganen nicht möglich ist — überwunden werden könnte. WIE STEHEN SIE ZU ISRAEL? Diese Frage ist natürlich nicht mit der Stellung zum Zionismus identisch; das wird von Dr. Grünewald sehr wohl verstanden. Es gab scharfe Kritik an den deutschen Juden in den USA, bekennt er. Man hat ihnen vorgeworfen, dass sie zu wenig für die Einhe tskampagne geben, aber ich halte diese Kritik nicht für berechtigt. Die Juden aus Deutschland stehen nicht weniger treu zu Israel als andere Gruppen, aber sie treten weniger in Erscheinung. In den ersten Jahren ihrer Emigration hatten sie alle Hände voll damit zu tun ihre eigene Existenz aufzubauen. Heute sind sie oft müde und daher weniger zu neuen jüdisch-gesellschaftlichen Impulsen geneigt. Und noch etwas: die Juden aus Osteuropa sind die Erben einer grossen jüdischen Vergangenheit. Sie haben — so fern sie heute jüdischer Tradition sein mögen — doch noch „Jüdischkeit“ mitbekommen, die in Substanz und Existenz eingegangen ist. Nicht so ein Grossteil der Juden aus Deutschland. Eine relativ kurze jüdische Blütezeit in den zwei Jahrzehnten zwischen dem Ende des Ersten Weltkrieges und dem Zusammenbruch des deutschen Judentums unter den Nazis, hat nicht ausgereicht, Kraftreserven zu schaffen die denen des Ostjudentums vergleichbar wären. Von den Gemeinden deutscher Juden in den USA haben eigentlich nur zwei das spezifische Erbe weiter bewahren können: die liberale Gemeinde „Habonim“ des Rabb. Dr. Hahn und die orthodoxe Breuer-Gemeinde in New York, die das Erbe der Samson Raphael Hirsch-Gemeinde aus Frankfurt gerettet hat. RETTUNG VON WERTEN Schliesslich berichtet Dr. Grünewald, dass er selbst nach Kriegsende zu den jüdischen Gelehrten gehörte, die sich um die Rettung von 400.000 jüdischen Büchern aus Deutschland bemühten, 40 Prozent dieser Bücherschätze gingen an die Hebräische National- und Univer sitäts-Bibliothek nach Jerusalem. Auch sechshundert Thorarollen konnten damals geborgen werden und kamen in den USA zur Verteilung, sind aber jetzt z. T. wieder auf dem Transport nach Israel, denn alle jüdischen Wege führen nach — Jerusalem. | Mengele verlor Doktor-Grad Frankfurt a. M. — Das Dekanatskonzil der frankfurther Johann-Wolfgang- Goethe-Universität hat vor kurzem dem angeblich in Brasilien lebenden ehemaligen Konzentrationslager- Arzt Dr. Dr. med. Adolf Mengele den in Frankfurt erworbenen Doktorgrad entzogen. Das Dekanatskonzil besteht aus dem Rektor und den fünf Dekanen. Mengele hatte Anfang der zwanziger Jahre in Frankfurt als Medizinstudent promoviert. Monatelang befand sich am Schwarzen Brett der Universität die Aufforderung. Dr. Mengele möge sich vor dem Dekanatskonzil verantworten. Der Arzt wird von der Staatsanwaltschaft wegen des Verdachtes auf Verbrechen in Konzentrationslagern gesucht. Im Auftrag der in Zürich, lebenden Ehefrau des verschollenen KZ - Arztes vertrat der frankfurter Rechtsanwalt Dr. Steinacker die Interessen des Beschuldigten vor dem Universitätsgericht. Das Dekanatskonzil entschied auf Grund des 1939 in Kraft getretenen Gesetzes über die Führung akademischer Grade, dass Mengele sich gegen die ärztlichen Standespflitfiiten und die Anforderungen vergangen ha4>e, die eine Universität au den Inhaber de« Doktortitels stelle. steinen zweiten rnedixtnt-! »eben Doktorgrad hat i Menge« an der Universität 1 München erworben. (AWffl Registra de 1« Propiedad Intelectual No. 6S6.4M5 tofw^M ^ïî^^PÔLIGI^TA - Rtvadavt» 8»

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