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Jüdische Wochenschau · 1961-10-13 · 1915 (13.10.1961) · p. Seite 5

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1915 (13.10.1961)
Date
1961-10-13
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German, Spanish
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VtenM», 13 de Octubre de JMftî S ■% ■ J LA SEMANA ISRAELITA Afilo XXI*. — N». n**l5 — 5 PROFESSOR Dr. HIRSCH S. Â. Ton Dr. E. G. LOWENTHAL! Anfang Januar 1956 erschien in der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung" ein bemerkenswerter Artikel .„Vor dem Ende des Proletariats", eine kluge, lebendig geschriebene Untersuchung über grundlegende Wandlungen in der Welt der Wirtschaft — wie alles was der Wirtsebafts - Wissenschaftler Julius Hirsch, in Deutschland, Amerika und anderswo geschrieben hat (darunter 1926 sein Buch „Das amerikanische Wirtschaftswunder"), weitausholend, kennt- 3iis- und erfahrungsgeladen, kritisch, anregend. Die Nachricht von Professor Hirschs kürzlicbem Ableben in New York wird dankbares Gedenken hervorruten hüben wie drüben; denn dieser Mann hat nicht allein Gedrucktes, Bücher und Aufsätze, hinterlassen, sondern viele Schüler und Freunde. Er gehörte zu den akademischen Lehrern, die auch "Vorgängen innerhalb des jüdischen Lebenskreises waches Interesse entgegenbiachien. Schon 1912 legte er „Gedanken zur jüdischen Berufsstalistik" nieder. Vier Jahre danach zeigte er in einer in den „Süddeutschen Monatsheften“ erschienenen Arbeit über „Die wirtschaftliche Lage der Juden in Polen", wie schwer die Grundlagen der Existenz dieser Gruppe durch den Ersten Weltkrieg erschüttert waren. Viele Jahre gehörte er dem Hauptvorstand des Central- Vereins an. Im Preussisehen Landesverband jüdischer Gemeinden (Berlin) in dessen Wirtschaftsausschuss er vor 1933 eine massgebende Rolle spielte, nahm er zu jüdischen Sonderproblemen im Rahmen der damaligen allgemeinen Wirtschaftskrise häufiger Slellung; dabei ging es um Fragen des jüdischen Miitelsiandes und der jüdischen Arbeitnehmer. Während des Zweiten Weltkrieges hat sich Hirsch zu Fragen der wirtschaftlichen Eingliederung jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland und Oesterreich in das Leben der USA fachmännisch geäussert. Um den nicht gewöhnlichen Lebensweg des Verstorbenen kurz zu skizzieren: Julius Hirsch wurde am 30. Oktober 1882 in Mandel bei Bad Kreuznach geboren. Er besuchte das Gymnasium in Aachen nicht bis zu Ende, sondern erhielt kaufmännische Lehre und praktischwirtschaftliche Ausbildung in Betrieben verschiedener Branchen. Verhältnismässig spät begann er, nach abgelegtem Abitur, zu studieren, in Aachen und in Bonn. 29 Jahre alt, liess er sich als Privaidozent für praktische Nationalökonomie an der Handelshochschule Köln nieder, wo er es 1911 zum Professor brachte. 1916H8 sah man ihn als Referenten im Kriegsernährungsamt, und als er 1919|23 als Staatssekretär jm Reichwirtschaftsministerium wirkte, entwikkelie er u. a. Pläne zur Erfassung der Sachwerte und zur Sanierung der Währung. In diese Zeit fällt auch seine Teilnahme an den Konferenzen von Paris, Cannes und Genf. Von 1926 bis 1932 arbeitete er in den dem Reichswirtscbalisrat beigeordneten Enquete Ausschuss zur Untersuchung der Produklions- und Absatzbedingungen der deutschen Wirtschalt mit, 1927 fungierte er als Gutachter auf der Genfer Konferenz des Internationalen Arbeitsamtes. Von 1924 an war er als Honorarprofessor an der Berliner. Handelshochschule, ab 1926 auch an der Universität Berlin tätig. Nachdem ihn der „Umbruch.“ aus Deutschland vertrieben halte, war er von 1933 bis 1940 Professor an der Universität Kopenhagen als er 1943 dann nach Amerika übersiedelt war, stellte er alsbald seine Spezialkennlnisse dem „Office of Price Administration" zur Verfügung. Julius Hirsch hatte sich schon früh Fragen | der Kosten- und Preispolitik und der Organisation des modernen Handels ztigewandt, war während seiner berliner Zeit Direktor der , Forscbungsstelle für den Einzelhandel“ und hat auch in der Emigralion seine wirtschaftlichen Forschungen insbesondere auf dem Gebiel der Kosten- und der Preisprobleme fortgesetzt. Musik in TILA UND JOHN MONTES: „DIE KUNST DER FUGE” Jahrhunderte. lang galt das Opus, mit dem Johann Sebastian Bach sein Leben krönte, und in welchem er sieh von der Welt verabschiedet — bekanntlich diktierte das bereits erblindete, tief fromme Genie die letzten Kapitel auf dem Totenbett einem seiner Söhne — als unaufführbar, als theoretisches Werk. Erst in unseren Tagen wurde „Die Kunst der Fuge” instrumentiert, experimentiert, reinstrumentiert und orchestral aufgeführt. Die erste Version auf zwei Flügeln in Argentinien ist den Avantgardisten Tila und John Montes zu danken, die uns da® Meisterwerk 1948 brachten. Seitdem hören wir es zuweilen, denn es findet sich kein Publikum, um es zu gemessen; die Menschen, die den letzten Worten Bachs lauschen, stellen vielmehr eine Gemeinde dar, die sich in der „Asociación El Piano” versammelten, um das berufene, meisterhafte Spiel des Musikerehepaars Montes zu hören und sich darein zu versenken. Es war ein wundervoller Kunstgenuss. c-n 75. Geburtstag Kürzlich feierte Meyer Stephany, der während ‘ 25 Jahien im Woburn House. dem englischen Zentrum der Fliichtlingshille, gearbeitet hatle, seinen 75. Geburtstag. Er hatte auch anderen Organisationen, wie dem Jews College, viele Jahre gedient und ist jetzt noch in den Flüchtlingsarbeit aktiv tätig. Japaner studiert „Judentum” An der Universität ln Hollywood studiert der japanische Gelehrte Prof. M. Koboyasehi allgemeine Fragen des Judentums (Judaismus) und betreibt Forschungen übe,- das jüdische Leben in den Vereinigten Staaten. Er hat bereits ein Buch über „Israel im Aufbau” verfasst und die Biicher von Norman Bentwich „Israel und seine Nachbarn”, und „Aneienf Israel” von Hsrry Olinsky ins Japanische übersetzt. «a« M« «M « «»« «a.afe•'Si»«»««»** ÈNTERTUR >* Su Asentio de Viejos mit S. S. Anna C. Punta de! Este — Sao Paolo — Rio — Brasilia Abfahrten Dezember 1961 und Februar 1962 TOTALPREIS einseh!, Ausflüge ab $ 10,400.— TUCUMAN 978 p. 4. — TEL 35-2567 u. 35-2779 HOTEL ARMON ISRAELS BEKANNTESTES TOURISTENHOTEL ELEGANTE ZIMMER — Ai XE MIT KUEHLLUFT- ANLAGE — ERSTKLASSIGE KUEI HE — ANGE¬ NEHMER AUFENTHALT — lUI’TIGE TERRASSE AM MEER — ZIMMER AUCH MIT VOLLPENSION Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 237 t (Vorherige Zimmerbestellung Ist unbedingt erforderlich) i************************************** M A L E R Ä-R B EIT E N Günter Stern, H. Rosenhain : LEANDRO N. ALEM 2530 MUNRO T. E.: 795 8710 u. 740 1925 •»»»»■fr»*»***»»* Restaurant »Paso” "IBO Paso 452 (al fondo) — T. 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Er fügte hinzu, es sei über ein Programm für gegenseitige Unterstützung und technische Hilfe verhandelt worden, als anlässlich seines Aufenthaltes in Ninosi» Besprechungen stattfanden. — (ITA) Die nordamerikanisehen Kü»stLer Pa«) Burstein und Lilian Lux verabschieden sich von ihrem argentinischen Publikum mil der lustigen jüdischen Operette „Die Frau des Anderen’5, in der sie zusammen mit ihren Kindern, Motlele und Süsseie die Hauptrollen übernommen haben. Das Jüdische Künstlerlheater l>eendei seine diesjährige Spielzeit am 29. ds. Mts., sodass jeder noch die Gelegenheit hat, die Auffuhung zu besuchen und die Arbeit des Jüdischen Theaters kennenzulernen. Die Theaterkasse ist den ganzen Tag geöffnet. raffia' plásticos * laminados HILADOS METALICOS EUGENIO BL/AU ¿L : . '.. CCM K *WO mtnmms MiKWMifó A MrwiAMi ama «a i#wníifi4 LAVALLE 2566-68 4'9-4 4 80 - 0827 PLATEA!!! los tugares que desde la pantalla le emocionan, te maravillan, le "transportan", VEA¬ LOS, CONOZCALOS, VIVALOS... 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