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Jüdische Wochenschau · 1961-10-13 · 1915 (13.10.1961) · p. Seite 4

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Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1915 (13.10.1961)
Date
1961-10-13
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German, Spanish
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4 — VM-rm-s, J3 de Ootîibu w 1961 LA SEMANA ISRAELITA Aff« XXII. — Nu. ms (Schluss) Es ist leider richtig, dass er noch weit davon enlfernl ist, hundertprozentig dieses Ziel eneicht zu haben. Vor allem ist er in den Vereinigten Staaten, dem Land der g Missten und wuchtigsten Judenheil der Welt, weit vom Ziel entfernt. Der Mangel jeder umfassenden, demokratischen und repräsentativen Oiganisation des amerikanischen Judentums ist eine der gi össten Schwächen des jüdischen Lebens von heute und von besonders negativer Wirkung tiir das bedeutende, vilalc und jüdisch sehr bewusste amerikanische Judentum, das noch beute in einem Zustand lebt, den ich verschiedentlich als .,das iiber-organisierie Chaos” bezeichnet habe. Es wird von diesem Gesichtspunkt aus eine der erdscheidenden Aulgaben des Weltkongresses und der Gruppen im amerikanischen Judentum, die die gleiche Konzeption haben, sein, eine möglichst umfassende, gesamte Organisation des amerikanischen Judentums zu schaffen. Je früher es möglich sein wird, um so besser für das amerikanische und das Weltjudentum. Aber auch mit diesem Schönheitsfehler kann man mit Genugtuung konstatieren, dass vieles in dieser Hinsicht erreicht, wurde, ln den meisten anderen Judenheiten der Welt bestehen solche Gesamtorganisationen, und die meisten von ihnen gehören dem Weltkongress aD. ress NEEF; ZIELE Das dntle Prinzip des Jüdischen Weltkongresses ist die Erkenntnis von der Notwendigkeit politischer Methoden zur Losung wichtiger jüdischer Probleme. Kollektive jüdische Wirksamkeit war Jahrhunderte hindurc-b apolitisch. Sie kcnnle nichl politisch sein, solange das jüdische Volk nicht organisiert und meist auch noch nicht in der Lage war, seine Forderungen zu piokJamieien und seine Interessen wirksam zu verteidigen Damm war jüdische kollektive Aktivität Jahrhunderte hinduich, abgesehen von Dr. NACHUM GOLDMANN kongiesses in den 25 Jahren seines Bestehens hat viele eklatante Beispiele für die Leherle gen hei! der politischen Melhode gegenüber der philanthropischen gebracht. Der Umstand dass der Weltkong]ess in den Jahren des beginnenden Nazi-Regimes in Deutschland entstanden ist, is1 kein Zufall. Ange-sichis dieser grössten Gefahr Uh die jüdische Existenz die das Nazi-Regime i epi äsentierte, versuchten Männer wie Slephen Wise und andeie, das jüdische Wenn man sich heule nach dem ersten Vierteljahrhundert der Existenz des Weltkongresses iiagl, wieviel er von seinen drei entscheidenden Prinzipien verwirklicht hat, sc kann man ohne Uebertreibung konstatieren, dass ein bedeutender Fortschritt erzielt wurde aber vieles noch unerreicht ist. FORTSCHRITTE WURDEN GEMACHT Das Bewusstsein jüdischer Einheit hat sich m diesen 25 Jahren slark ‘durchgesetzt, und die grosse Majorität der ucatt iiiuxjLii LiJ, cíUfe^acijvii i uim flhuvpt, oot jmujmjiç ¡ ~j - - —j — -. «.•■w* von der jeiigiösen, kuMurei- Volk 7.n warnen und es dader Well hat dieses len und geistigen Wirksamkeit, in erster Linie Philanthropie Hilfeleistung für arme und leidende Juden. Philanthropie ist eine ideale Angelegenheit und niemand wird all das verkennen, was jüdische Philanthropie, wie zum Beispiel in Organisationen wie der Je-mt, getan hat, um jüdisches Leid zu mildern. Aber Philanthropie war noch nie die Methode, die Zukunft eines Volkes zu sichern. Die grosse Schwäche der Philanthropie ist, dass sie immer erst in Aktion Irilt, wenn eine Katastrophe eingetreten ist. Sie versucht zu heilen, aber nie Katastrophen zu verhindern. Dies kann nur durch politische Aklion geschehen. Die Geschichte des Jüdischen Welt- Dr. MAX FLESCH Berater für Investitionen sind Finanzgeschaefte in Israel — Langumd kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art TEL AVIV, Israel Beorge Elllct Str. Teppichhaus - M. Höchberg] <' UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKFüPFTEN ' TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindliche Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichternngen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag von 9—19 Uhr im Ausstellungshaus CaUe ANDONAEGUI 2083 4 Quader vor Station Urquiza zu aolzuruien, durch politij sehen Kampf die katastrophalen Auswirkungen des Naziregimes zu verhindern odfjzu mildern. Hätte das jüdische- Volk in seiner Majorität die Warnungen, die in den ersten jüdischen Weltkonferenzen, die der eigentlichen Gründung des Weltkongresses vor 25 Jahren vorangegangen sind einjgerrriassen beachtet, dann wäre wohl mehl das Nazi- Regime verhindert worden, wohl aber wären meiner festen Ueberzeugung nach Hundertlausende, wenn nicht Millionen von Juden gerettet worden Aber die wesentliche Reaktion der meisten Juden und vor allem der mächtigsten Judenheit der Wei( in Amerika war Jahre hindurch einephilanthropische: den Juden, die ihre Exislenz durch das Nazi-Regime verloren hallen, philanthropisch zu helfen. Philanthropie hat heute sehr viel von ihrer Bedeutung im jüdischen Leben verloien. Die überwiegende Majorität der Juden der Welt hungert und leidet nicht und jüdische Wohltätigkeit, so sehr sie auch noch nötig ist, dar! keinesfalls mehr als die wichtigste Auigabe unseres Lebens betrachtet werden. Wenn man vergleicht, was das jüdische Volk an Kräften und Mitteln für politische Arbeit zum Unterschied von der philantropisehen zur Verfügung stellt, wird man verstehen, dass die alte Ueberschätzung der Philanthropie als der wichtigsten jüdischen Aufgabe noch immer vorherrscht. In dieser Hinsicht ist, was man das gesamte Budget unseres Volkes nennen könnte, durchaus falsch verteilt, und die Erziehung der einzelnen Judenheiten, besonders auch noch in USA die entscheidende Priorität der organisierten politischen Arbeit gegenüber der rein philanthropischen zu begreifen, hat noch viel zu leisten, bevor wir diese Erkenntnis durchgesetzt haben werden. lUfBLfS Wcitormaniu MODERNE WOHN- UND SCHLAFZIMMER EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN SARMIENTO If47 DABÍLDO 774 AUTO - REPARATUR - WERKSTATT j i w BENO BENO” HUTSCHNECm Avda. CONSTITUYENTES 4902 (Ecke Monroe) T. E. 51 - 2205 Prinzip akzeptiert. Selbst Organisationen und jüdische Gruppen, die aus verschiedenen Motiven sich nichl dem Weltkongress angesc-hlossen habe», anerkennen das Prinzip jüdischer WeJtsolidarität und bekunden es in verschiedenen Formen, wie zum Beispiel in der Kooperation verschiedener Organisationen mit dem Weltkongress, in der Conference of Jewish Organisations, in der Claims Conference und in anderen Formen. Jüdischer Isolationismus und Separatismus als bewusste Ideologie besieht, eigentlich nur noch in wenigen, allerdings einflussreichen Teilen des nordamerikanischen Judentums, und dort wird in dieser Hinsicht noch eine grosse Aufklärungsarbeit, vor allem für den Weltkongress, in den nächsten Jahren zu leisten sein. Die Verstärkung des jüdischen Solidaritäts- und Einheitsbevvusstseins ist von entscheidender. ganz besonderer Bedeutung für viele kleine Judenheiten in der heutigen Zeit. Der Nazismus hat viele Judenheilen numerisch ausserordentlich dezimiert, und reduziert, und für solch! kleine Judenheiten — dazu gehört der grösste Teil des mittel- und westeuropäischen Judentums — ist seine Eingliederung in eine jüdische Weltorganisation, sein permanentes Erlebnis jüdischer Zusammengehörigkeit geradezu entscheidend. Eine numerisch starke Judenheit kann, unter Umständen, sich auch separiert von anderen Teilen des Volkes für eine Weile halten. Kleine Judenheiten können nur jüdisch bleiben, wenn sie permanent wissen und fühlen, dass sie Teile des jüdischen Weltvolkes sind. Die demokratische Organisierung der Judenheit. der Welt hat. wie schon dargelegt. sehr grosse Fortschritte gemacht. Die grosse Ausnahmebilden die USA, allerdings eine Ausnahme von entscheidender Bedeutung. Diese Ausnahme zu beseitigen, wird, inner-jüdisch gesehen, wahrscheinlich das wichtigste Problem jüdischen Lebens in den nächsten Jahren darstellen. Was das dritte Prinzip betrifft, so hat der Weltkongress in vielen Fällen Wesentliches geleistet. Um nur einige Beispiele zu nennen: der Sturz des Goga-Regirries in Rumänien vor dem Krieg, die Sicherung jüdischen Le bens und jüdischer Rechte in den neuen nordafrikanisehen Staaten, die Idee der Entschädigung von Deutschland die die Ideologen des Weltkongresses im Kriegt: entwickelten und deren Vorbereitung entscheidend von Führern des Weltkongresses durchgeführt wurden, die Verhinderung antijüdiseher Massnahmen und Gesetzgebung in einer ganzen Reihe von Ländern in verschiedenen Teilen der Welt; all dies sind Beweise für die Notwendigkeit der politischen Vorbeugungsaktion. Die Tatsache, dass die meisten Regierungen der Welt, wissen, dass es eint jüdische Adresse gibt, und das Ansehen, das sich der Weltkongress in vielen Regierungskanzleien und internationalen Organisationen erworben hat, sind der Ausdruck dieser Erfolge. Aber sehr vieles ist hier noch zu leisten. In einer ganzen Reihe von Ländern gibt es jüdische Probleme, die nur durch eine bewusste internationale Aktion gelöst werden können. Die Erfolge der ersten 25 Jahre haben, glaubt ich, die Berechtigung dieser einzigartigen Organisation, des Jüdischen Weltkongresses bewiesen. Seine Aufgabe ist es heute, die Judenheiten und jüdischen Gruppen, die noch ausserhalb stehen, zu gewinnen, am besten durch direkte Affiliation, zumindest durch permanente Zusammenarbeit und Koordination. — In dieser Periode der Weltgeschichte, in dieser Zeit der wachsenden He gemonie und Allmacht der Staaten und ihrer Einmischung in alle Sphären des Lebens und der daraus resultierenden Gefahr für alle Minoritäten und insbesondere der jüdischen, hat der Weltkongress grössere Auf gaben denn je. AUFGABEN FUER DiE ZUKUNFT Nichts wäre gefährlicher für unser Volk, als sich der Illusion hinzugeben, dass, nachdem der Nazismus besieg) wurde, der wilde Antisemitismus — vorderhand jedenfalls — keine Gefahr darstellt und der Staat Israel entstanden ist, alle wesentlichen jüdischen Probleme gelöst seien. Unsere Zw kunft als Volk war, meiner tiefen Ueberzeugung nach, niemals so gefährlich wie sie heute ist, weniger duich Pogrome und physische Gelahr als vielmehr durch den Charakter der Periode, in der wir leben. Einmal hat der Weltkongress das jüdische Volk gewarnt, zum grössten Teil vergeblich, und unser Volk hat mit dem Leben von Millionen seiner Söhne dafür gebüsst. Ein zweiles Mal kann unser Volk sieh nicht erlauben, Warnungen zu überhören und sich selbsttrügerischen Illusionen hinzugeben. Kein Volk kann heutzutage sich ein leichtes Leben erlauben, auch die stärksten Mächte der Welt leben in permanenter Bedrohung und Gefahr. P'ür ein Volk wie das unsere, zerstreut und ohne die normalen Machtattribute anderer organisierter Völker mit seinem eigenen Staat, in dem weniger als ein Fünftel des Volkes lebt und das noch weit davon entfernt ist, politisch und wirtschaftlich konsolidiert und gesichert zu sein, wäre es Selbstmord zu glauben, dass unsere Zukunft ohne weiteres gesichert sei. Mehr denn je muss unser Volk auf der Wache stehen, wenn es seine Zukunft, sichern will. Die entscheidende Aufgabe des Weltkongiesses im nächsten Vierteljahrhundert seiner Existenz wird es sein müssen, tlas Volk zu dieser Wachsamkeit aufzurufen und es mehr und mehr dazu zu organisieren, für seine Zukunft zu kämpfen. Teatro Soleil CORRIENTES 3150 T. E. 86-2307 Täglich um 22 Uhr Sonntag 18 und 22 Uhr Kettele und Süssele B U R S T E I N mit ihren Eltern Paul Burstein Lilian Lux in der jüdischen Operette DIE FRAU DES ANDEREN rzisg^ü Wie liegen die Feiertage im Jahre 5722? Sonnabend, den 30. ,, Sonntag, den l. Oktober Montag, den 2. Oktober Dienstag, den 3. Oktober Sonnabend, den 7. Oktober Sonnabend d»n 2. Dezember Sonntag, den 3. „ Montag, den 4. „ Sonnabend der 9. * Sonntag den 10. „ Sonntag, den 10. Dezember Sonnabend, 2. Januar 1962 Montag, den 19. März Dienstag, den 20. März Mittwoch, den 21 März Mittwoch, den 18. April Donnerstag, 'len 19. April Freitag, den 20. April Sonabend, den 21. April Mittwoch. den 25. April Donnerstag, den 26. April Dienstag, den 1. Mai Mittwoch, den 9. Mai Donnerstag, den 7. Juni Freitag, den 8. Juni . Schabbat Chol Hamoed Hosehana Rabba Schemini Azeret Simchat Tora Schabbat Bereschit Erew Chanuka 1. Tag Chanuka 2. Tag Chanuka Schabbat Chanuka 8. Tag Chanuka — Sot Chanuka Fasten Assara betewet Sc-habbat Schira — Chamischa assar bischwat Neujahr der Bäume Fasten Ester Purim Sehuschan Purim Erew Pessach 1. Tag Pessach 2. Tag PessacK Sehabbat Chol hamoed 7, Tag Pessach 8. Tag Pessach — Acharon schel Pessach Gedenken des Aufstandes im Ghetto von Warschau Yom Haazmaut Erew Schawuot 1. Tag Schawuot Dcutfdics IMac m 1-M TFATKO uulUjn m M ¡M i LETZTE PREMIERE DER SPIELZEIT I96Í g 3 Montag, den 16. Oktober, um 21 Uhi 9 i EIN ENGE IMENS SCHNITT I 5 MUSIKALISCHES LUSTSFIEL f 5 von SCHEU und NEBENHUT § M B S WIEDERHOLUNGEN: | 9 Donnerstag, den 19. um 19.45 Uhr; Freitag, den 20., g S um 19.45 Uhr: Sonnabend, den 21., um 20.15 Uhr, ■ g und Sonntag, den 22., um 15.15 Uhr. | M £ gEintrittskarten an der Theaterkasse, Esmeralda 367, g ST. E. 45-3591, werktags von 10—12 und 15—19 Uhr. 2 3 Samstag von 10—13 Uhr g S ■ w**äati*s3i:s*ai6äss*si*s*iii*tiss»«SE$83i*sss**aa*****<*s*s»a*|,>' í * ÍS K Ä É Í! - ií K Í K i :M*\ H K K N ] I AM WIEDERVERKAEUFEH — ALLE KßüAOSGA- Í t BEN ZUM OFFIZIELLEM PREIS * \ Agencia Filatélica oficial i del Estado de Israel, t ViAMOim Mt, 1/B — Bu*—» Ate—, a—, Aa«a—IM Jj ¿«••••••••••••*•«•••••*••*•***•••••••••A jiats über gPD « ti M len ■ *fV M

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