Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1915 (13.10.1961)
- Date
- 1961-10-13
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/9616703-9612115-9612792--1673-9612795- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Vler wt, 13 de Octobre de 1061 LA »EMANA ISRAELITA A*e XXII. — Nu. MttS _ X Auf der alten Scholle „Ich werde euch versammeln aus den Völkern und euch zusammenbringen aus den Ländern, wohin ihr zerstreut worden, und werde euch den Boden Israels geben.” Ezechiel, 10, 11 Als ich vor zehn Jahren, das junge, zu neuem Leben berufene Israel zum ersten Male besuchte, war ich tief erschüttert. Ich dachte mir: Lieber Gott, wie konntest Du nur in Deiner Barmherzigkeit, Dein Heiliges Land und Dein, auserwähltes Volk, mit so viel Leid. Steinen und Sand bestrafen. Ueoerall lagen zerstreut grosse und kleine Brocken Felsens und Steine, als ob hier ein Meteoritenregen in einem Platzguss, dieses biblische, „mit Milch und Honig” gesegnete Land, damit bedeckt hätte. Die Dörfer und Städte, des einstmals dicht bewohnten Negew, waren verschüttet oder weggefegt, und wie weit das Auge schaute, war Wüste und Sand — weisser brennender Sand. Fast zweitausend Jahre haben viele Völker versucht, sich des Landes zu bemächtigen, es zu erschliessen zu bebauen. Es blieb bequemste! SCH1FFSREJSEN VIAJES GLOBUS ALSINA 1418, 6. St. BUENOS AIRES TeL: 38-5860, 1447, 8304 s Anzüge aus synthetischen Stötten wie Dacron mit Mohair oder Terylene mit 45 Prozent Schnurwolle mit der Carlton - Spezial - Verarbeitung tragen sich wunderbar, Sie sind formbeständig, temperaturanv gleichend und knitterarm. Die Bügelfalten stehen wie eine „Eins” — und bleiben so, Sitzknitter verschwinden von selbst. Tag für Tag ist man gut angemgem! Ein Fleck? Mit Seifenlauge und Schwamm einfach randlos wegwischen. So leicht tot die Pflege dieser Anzüge. Es gibt Qaalitäts Faktoren auch bei diesen Stoffen. Die Mischungen sind der Preisfakior. Bei Carlton finden Sie wie dies immer war, nur die Spitzenfabrikate. jedem Fremden unzugänglich. versiegt waren die Quellen, öde die Felder, fremd und versteinert die Erde. Der Fluch Moses, dass nach der Vertreibung der Juden, das Land wüst bleiben wird, wurde wahr. Rabbi Nachmanides schrieb „Unser Land wird unsere Feinde nicht aufnehmen. Das ist ein grosser Beweis und ein Trost für uns. Du findest auf der ganzen grossen Erde kein gutes und ausgedehntes Land. das einst besiedelt war, dass es so öde wie Palästina sein soll. Seit wir es verliessen, nahm es kein Volk und keine Sprache auf.” In demselben Jahrhundert (XIII. Jh.) finden wir auch bei Bachjas „Kommentar zur Bibel” die erwähnte These von Rabbi Nachmanides: „Es ist ein wachtiges Zeichen für Israel, dass seit Israel aus Palästina verjagt wurde, dies Land wüst und öde ist, bis die Juden zu ihm zurückkehren.” Die Städte und Siedlungen, Tempel und Kirchen, Paläste und Schlösser, die mit fremder Pracht errichtet waren, wurden zerstört, mit dicken Krusten von Sand in Hügel verwandelt. Kein Wahrzeichen blieb von ihnen, bis die Zerstreuten aus allen Teilen der Erde wieder aus der Gola zurückkehrten. Es öffnete sich die Erde — sie gab verborgene Schätze von sich, Zeugen der Vergangenheit, der uralten jüdischen Geschichte. In Felsen versteckten Höhlen warteten in Tonkrügen verborgen, vergilbte Rollen, Geburtsurkunden des Volkes, Dokumente des Besitzes, der Geistesschöpfung, des Heldentums des jüdischen Volkes in Israel. Niemand hatte durch Jahrtausende zu ihnen Zugang. Jetzt offenbaren sie sich Stück um Stück. Wieder geht die Kunde, dass in schwer zugänglichen Felshöhlen, nahe der Meeres — dort wo Briefe und Befehle Bar Kochbas Südwestküste des Toten entdeckt wurden — gut erhaltene wichtige Papyrusse und hebräische Schriftrollen gefunden worden sind. Es hat den Anschein, sagte der Archäologe Prof. Jadin, als ob hierdurch wichtige historische Erkenntnisse neu vermittelt werden könnten. Israel behauptet sich in einem tieferen Sinn, als es jedes „Territorium” vermocht hätte. Es zeigt sich in den Höhlen am Toten Meer, bei den Ausgrabungen bei Nazaret, Askalon, Elat und in Cäsarea. CAESAREA Ungefähr auf der Hälfte des Weges von Haifa nach Tel Aviv, wenn man dem Wegweiser folgend, Yt Stunde den Feldweg fährt, kommt man zu den unvergesslichen Ausgrabungen, der einst an der Meeresküste liegenden grossen israelischen Stadt Cäsarea mit ihrer halben Million Einwohnern. HerrtabtidiUvai Mtopú 484 L TE. 31-7845 f HermuuM«UttttRf iM** m ix. natsr Verhältnissen des olympischen Jupiters und die andere, das der Stadt m, nach dem Vorbild der argiomschen Juno trug „Bel der prunkhaften Einweihung von Cäsarea, dessen Erbauung nahezu 12 Jahre dauerte (21 — 12), glaubte man sich in eine heidnische Stadt versetzt. Sie wurde später die Nebenbuhlerin Jerusalems. So oft Cäsarea jubelte, trauerte Jerusalem” (Graetz, Dubnow, Brand). Hier sah ich jetzt Studenten und Arbeiter, die unter Leitung von Archäologen der Hebräischen Universität die alte Pracht von Cäsarea entdecken. Umfassungsmauer, das Forum Romanum, die Reste des Herodes-Palastes, der Tempel mit einem Mosaikfussboden und überdimensionale Götter-Statuen, ragen aus dem Sandhügel empor Die grossen Statuen stehen ohne Köpfe. Man erzählt, dass sie aus purem Gold waren und vor Zeiten wahrscheinlich entwendet wurden Hier, in dieser Stadt, ging in Ketten geschmiedet der Sohn des Matajahu, als er dem römischen Konsul Vespasian, den römischen Thron prophezeite und der später als Josephus Flavius bekannt wurde. Es ist derselbe Ort, wo Vespasian Rabbi Johanan ben Zakai empfing und ihm die Erlaubnis zur Eröffnung der Schule in Jawne gab, womit damals Johanan ben Zakai den Bestand des Judentums rettete. So wird nun jetzt aus den Sandhügeln Urgeschichte hervorgezaubert und findet ihre Fortsetzung in der Neuzeit des wieder gegründeten Staates. GOLFPLATZ DER FAMILIE ROTHSCHILD Unweit von diesen Ausgrabungen, fast nur ein Wurf eines Golfballes, verwandelten die Rothschilds eine Sandfläche in eine sammtgrüne Oase. Für eine Million IL und mit einem Jahresbudget von 180 000 IL bauten sie hier, den Moadon Hagolf Kesaria, einen einzigartigen exklusiven Golfplatz, im Nahen Osten, der vor kurzem durch Frau Jaime und Lord Rothschild in Anwesenheit des Ministers Abba Eoan, des diplomatischen Korps und ca. 1.600 prominenten ausländischen und inländischen Gästen mit einem Match der internationalen Spieler eröffnet wurde Für 100 IL kann hier jeder im Schatten der Geschichte und unter herrlichen Bäumen Golf spielen, wenn er die Golfausstat-1 tung mit Wagen mietet und j einen Instruktor bestellt. Ei- ' LA SEMANA ISRAELITE BLSEMANARIO INDEPENDIENTE Ss. Air*« — PUEYRREDON 2IM, 1« i*«. — T. E. 8*461 3. Marcheschwan 5722 13. Oktober 1.461 ne israelische Zeitung rechnete zwar aus, dass sich diesen Luxus nur ca. 350 Einwohner Israels erlauben können, das ist aber nicht so wichtig, da bereits schon 2.000 ausländische Abonnenten eingeschrieben sind, Man spricht davon, dass dieser Golfklub eine grosse Anziehungskraft, insbesondere für ausländische Juden hat, die vielleicht in ihren Ländern und in deren exklusiven Golfklubs Dicht so leicht aufgenommen werden können. Hier ist ihnen ohne Numerus clausus gestattet — wenn sie nur bezahlen können — auf dem schönsten historischen Fleck der Erde, gemeinsam mit Ministern und Lords, auf dem prächtigen grünen Rasen, der die Spuren israelir scher Propheten und römischer Legionäre deckt, Goi< zu spielen und das Uepergewicht zu verlieren. STEFAN SCHWARZ Dip1. In«. ESTUDIO JURIDICO INTERNACIONAL Dr. Hcsrdi Swarsensky ASUNTOS EUROPEOS EXCLUSIVAMENTE Sprechstunden: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 15—18 Uhr Dr. Günter Frey ASUNTOS ARGENTINOS Y SUDAMERICANOS TESTAMENTE - ERBSCHAFTSSACHEN VERTRAEGE - VERWALTUNGEN BUEROZEIT: 16—19 Uhr PUEYRREDÖM 2 i 90 esq. Av. LAS HERAS — T. E. 83-2613 LA VUELTA AL MUNDO EN 100 DIAS viajando de primera en un gran barco israelí £1 trasatlántico “THEODOR HERZL” ESPCCIALMENTE FLETADO POR AMERiCANTOR saldrá de Buenos Aires y lo llevará a Ud. a 17 países - 22 puertos donde Ud. verá mifhdo y disfrutará las delicias de un soberbio viaje en un lujoso y confortable hotel flotante. ITINERARI0: BUENOS A#ES MONTEVIDEO y SANT0S - RIO DE JANEIRO - TRISTAN DA CUNMA CAPET0WN - DURBAN - MAUfilTIUS-CQtOMBO - MADRAS - SINGAPORE - MANILA - HONG KONG KOBE YOKOHAMA HONOLULU SAN FRANCISCO - LOS ANGElES-ACAPULCO-CRISTOtAL - CURACA0 - PUERTO ESPANA - BAHIA - RIO 0E JANEIRO SANT0S MONTEVIDEO BS ARES L\ Hier am Meer liess der judäische König Herodes I. 137 — 4), oder, wie ihn das Volk nannte, der idumäische Sklave, der die letzten Sprossen der Hasmonäer hinrichteu Uess, zu Ehren deiner römischen Gönner, mit verschwenderischen Koste« eine der schönsten Städte uad Hafeaplätze erbauen und g*b ihr den Namen CAsarea. OAaare« uw dt durch zwei seacfcmOcht, vect dmaa dte atoe das BU4 de« (iiaiMta h de« rMfotl* © informe*, folleto* § inrrripcioneec AMERICANTUR SALIDA: 15 DICIEMBRE 1961 REGRESO: 25 MARZO 1962 DESDE 2.200 DOLARES PLANES DE FINANCIACION *tt«J «46 - T. I 31-4096/32-7123 M> «M eg.««*«. iMViQO EXCLUSIVO M «M*** CIAS* AMERICANTUR SAMHCI.B OUA BMUR m VIAJES BtTTERMAMI mkku scavomc Matpé SS9 AGENCIA FLEISCHER Amy* 932 A6MHMA HUM. fl. Trim« 22 MARIS TURISMO Cernentes 1922 TURISMO GiilOA 151 TURISMO BERNAI 9 de J«lfc 12 - Banml AUN». 99 CANTE6RU 5» FAVMAR me 51 . CASA RETIS 4M - Ti NRANKORD prepogonda