Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1912 (29.9.1961)
- Date
- 1961-09-29
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
- journal issue
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2 — Vif rues, 2.9 d? Septiembre ñc l»f,1 JÜDISCHE WOCHENSCHAU Año XXII. _ No. 1912 Vi«) ]ie jaehrlichen Debatten (Schluss von Seite 1) ben dass man nicht ungestraft Wasser predigen und Wein trinken darf, dass man nicht ungestraft den Glauben der Völker an die Demokratie enttäuschen kann und mit Diktatoren paktiert, obwohl gleichzeitig diejenigen, die im Zeichen der Freiheit gegen die Diktatur kämpften, in den Kerkern der Unterdrücker schmachten. Dieselbe Politik wird auch heute noch von den Amerikanern betrieben, in Spanien, in Aegypten in Saudi Arabien, im Nationalen China (Formosal, wo rnan denselben ..Generalissimus'' als eine Hauptfigur der Weltpolitik stützt, gegen den kein anderer als ein amerikanischer Präsident ein vernichtendes Weissbueh veröffentlicht hat. Die Amerikaner haben immer noch nicht verstanden, dass selbst die unterentwickelsien Völker nicht mehr so grosse Analphabelen in der Politik sind, um dieses primitive Spiel als verächtlich verurteilen zu können. Die Amerikaner sind schlechte Psychologen, sie verstehen es nicht, die Sympathien der Völker für sich zu gewinnen. Sie g auben noch immer, mit. den Methoden des ..reichen Onkels” Politik machen zu können, der eben kraft sei-1 nes Reichtums das Recht 1 haben würde, die schönsten ' Ideale zu vertreten u*d gleichzeitig das Gegenteil zu tun. Diese Zeiten sind endgültig vorbei. An der China-Politik kann man sehen, wo die Fehler liefen, die heute den Westen schwä eben, zum Leidwesen aller Völker, die an Freiheit und i ♦ ♦ ♦ « ♦ ♦ ♦ »♦«'. FREY ABOGADO I ♦ PUEYRREDON 2190 * 1’ ÍZQ 2 nachm. 1C—19 Uhr 4 REAL PEN! Füllhalter < REPARATUREN l Spezialgeschäft < CORRIENTES 569 * T. E. 49-5850 * ♦ 4- ♦ ♦ ♦ -M' J. LIEBLING : FOURNIEHE — 2 SPERRHOELZER ♦ DIAZ VELEZ 5224 ai 46 ♦ >r. E. 43-2349, 034U y 3921 J ‘ ► ♦ ♦" i PROPIEDADES J FRANKENBERG ¡> berät Sie kostenlos und *5 unverbindlich beim Kauf “i oder Verkauf von •! GESCHAEFTEN WOHNUNGEN HAEUSERN *■ Manuela Pedraza 2530 »' pl b. Dp. B ", T. E. 70-7244 U « Recht glauben, und die sich gegen die 'brutalen Unterdriiekungsmethoden sowjetischer Herrschaftssysteme wenden. Schon gleich nach Hammarskjolds Tode musste man damit rechnen, dass die Russen den freigewordenen Posten des Generalsekretärs zum Handelsobjekt machtpolitischer Auseinandersetzungen machen werden. Hier haben sie durch den tragischen Tod des UN - Generalsekretärs die Möglichkeit, nach langen Debatten und erbitterlen Wortwechseln naeiizugeben, wenn China ausgenommen wird .. Vielleicht realisieren sich diese Kombinationen schneller, als man vermutet. Zu den weiteren üblichen Themen der Generalversammlung gehört einmal mehr die ..Palästina-Frage”. wofür bereits Nasser gesorgt hat. Er selbst wird hierzu wahrscheinlich nicht sprechen, sondern dies den Libanesen oder anderen Vasallen überlassen, die in Wahrheit lieber gestern als heute zu einer Verständigung mit Israel kommen würden. Auch in diesem Funkt wirkt sich die schlechte amerikanische Politik sehr unglücklich aus. Haben doch auch die Kennedy-Politiker bisher nicht den Mut oder die Möglichkeit gefunden, an die Lösung der seit Jahren offenen Fragen zu schreiten, obwohl entsprechende Zusagen noch aus Kennedys Wahlzeit vorj liegen. Die wenigen Male | bei denen die neue USA- Politik mit der Palästina- Frage in Berührung gekommen ist, haben wir mit Erstaunen. Ernüchterung und Verbitterung feststellen müssen. dass die ..neue Linie” genau der ..alten” Dui-es- Linie entspricht, die Israel und den Juden in der Welt so grosse Enttäuschungen bereitet hat. Die Amerikaner täten gut daran, auf die arabischen Propagandav alzen nicht so viel zu geben und jeden Versuch zu unterlassen, das Rad der Geschichte zurückschrauben zu wollen. Eisenhower-Dulles ist es zwar gelungen — unter Assistenz des verstorbenen Hammarskjöld — die Israelis um wichtige und grosse Früchte ihres Sinai- JÜDITH SCKENKOLEWSKI KULTUSSTICKEREIEN Sehabbcsdecken - Tallisbeutel - Käppchen - Mazzot-Taschen - Hand- und , Maschinenstickerei von - Bett- und Tischwäsche 1 BEBEDERO rift5 ' T. E. 73-9155 MARTHA ¡ CHAPEA UXÍ B HUTSALON Jetzt in E L G R A N 0 MOLDES 2561? T. E. 73 9229 J* 93-9155 i Confitería NIZA j Servicios de lunch de categoría Conde 2020 76.0286 Sieges zu bringen, die Festigung der internationalen israelischen Position konnten sie jedoch nicht erschüttern. In keiner der UN-Debatten über die Palästina-Frage haben die Anglo-Amerikaner bisher eine klare Sprache geführt. Die Angelegenheit berührt sie nur am Rande. Sie wollen Zwischenfälle und Zusammenstüsse vermeiden. Der Demokratie einen Dienst zu erweisen, indem sie für eine Beseitigung der Streitthemen sorgen, liegt schon ausserhalb der praktischen Ziele ihres Sofortprogrammes. Sie zeigen wenig In teresse dafür, dass Frieden im Mittleren Osten herrscht, begnügen sich vielmehr damit, dass kein Krieg ausbrieht. und fördern auf dieser Weise nolens, voiens den .wilden Mann am Nil’, der solange die Amerikaner nicht attackiert, wie er sich in seinen Hassreden gegen Israel austoben kann. Aber die gleichen Amerikaner zollen Herrn Nasser Beifall, wenn er sieh auf die UN-Tribiine stellt und di? Welt zum Frieden aufruft, obwohl Washington und alle anderen sehr wohl wissen, dass dieser selbe Nasser, der sich zum Friedensapostel aufwirft, in unzähligen Reden zum Kampf, zum Angriff und zum Krieg gegen Israel hetzt. Auch das ist in unserer Zeit möglich, auch das wird von den mächtigen Amerikanern geduldet .. Es hat schon seine Gründe, dass der Westen erhebliche Schwierigkeiten hat, und diese Gründe liegen nicht allein in der unversöhnlichen Aggressivität und der Expansionspolitik der Russen; man sollte sie auch im eigenen Lager suchen. Im wesentlichen wird die bevorstehende Generaiver Sammlung der UN die alten Debatten iortführen, die jährlich auf der Tagesordnung stehen. Den arabischen Politikern wird einmal mehr Gelegenheit gegeben sein, ihre hemmungslo- AN UNSERE LESER Wegen der Schlussfeiertage des Sukkot-Festes, die auf Montag und Diems'iag der kommenden Woehe fallen, kann die nächste Ausgabe der Jüdischen Wochenschau erst am Freitag, den 6. Oktober, erscheinen. Von dicsEm Datum ab werden die Ausgaben wie gewohnt jeden Dienstag und Freitag in den Besitz unserer Leser gelangen.? M0HEL N. PLAKSIN í I; Superi 27(S? > T. E. 76-6784 u. 76-2312 Í Jacobo M. LAPIDUS j;!; dipl. Mohel;! í TUCUMAN 2396 , 4’ J? % T. E.: 48 2124 *. i S se antijüdische und antiisraelische Hetze zu betreiben, im Zeichen der UN, also im Zeichen der Freiheit, des Rechtes und der Demokratie. Es gibt nur sehr geringe Perspektiven, dass sich die Dinge ändern werden. Vorläufig hat sich die Demokratie noch nicht selbst entdeckt und verstanden, dass es darauf ankommt, seine Ideale zu verteidigen und für sie einzutreten, wenn dies auch vielleicht einige unliebsame Folgen nach sich ziehen könnte. Die schwankende Haltung aller lateinamerikanische! Länder gegenüber den Nordamerikanern, die im Augenblick durch enorme Subventionen aus den USA überdeckt werden soll, i!;t ein Sturmzeichen dafür, dass man endlich Politik in Uebereinstimmung mit seinen Programmen und den verkündeten Zielej« betreiben muss und nicht den Eingebungen des Augenblicks oder den immer so billig vorhandenen ,,Notwendigkeiten der Stunde” naehgibt. Hier liegt der Schlüssel für die Einigung der westlichen Welt, die dann — aber euch nur dann unbesiegbai sein wird, weil die Demo! «^.tie und die Freiheit nir-t nur schöne Ideen, sonder*' unbesiegbare Kräfte sind - Dr. B, Schwanz ZAHNARZT ESTOjVv'BA 2283 ■ 52-8214* i'ÄYflS Y P.A MADENTOSE TELEF. VO-i ANMELDUNG NERVEN u. GEMÜTS- J KRANKHEITEN «P Dr. M. J. KUHN } prov. ■£ RIVADAVIA 2625 III J* Tel. 48-7524 •[ Mont., Mittwoch, Freitag \ 17—20 Uhr. Tel. Anmel- ' düng erbeten, 1. Anmel-? ■ten. j¡ } ESTUDIO JURIDICO í l Dr. ISIDORO KRAUT — Dr. OSCAR RABEG;! ¡I ABOGADOS? ■, Ehescheidungen — Erbsehaftssachen — Konkurse ¡* und Vergleiche — Verträge — Inkasso — etc. v Í WIEDERGUTMACHUNG? MONTEVIDEO 451 4fi - 0901 >!• piso 5. oiie. 53—54 46-2796 — 46-2823 _ _*« j H, ROSENZWEIG j *. TAIL0R HENRY t ITUCUMAN 563 piso 1 - T.E. 32-0913 t Groesste Auswahl in imp. u. hiesigen Stoffen l BERNARDO STERN und JUAN JULIUSBURG Ausfuehrung saemtlicher MALERARBEITEN CONDE 2318 T. E. 73-! 148 76-7533 Verdacht von * Judenmorden Wien. •—• In Graz wurde der 51jährige, ehemalige SS-Mann Josef Friihwirth unter dem dringenden Verdacht, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges an der Ermordung von Juden beteiligt gewesen zu sein, verhaftet. Friihwirth gehörte zur Wachmannschaft für eine Gruppe ungarischer Juden, die bei ihrem Marsch nach Osten in der Steiermark zwischen die Fronten der vorrückenden sowjetischen und britischen Truppen geriet. Beim Einsetzen der allgemeinen Fluchtbewegung schossen die Bewacher auf die Juden und töteten dabei neun von ihnen. Friihwirth, der von Ueberlebenden dieses Masakers identifiziert wurde, soll laut Mitteilung der Polizei seine Schuld bereits gestanden haben. Zwei weitere, an dieser Bluttat beteiligte Wachleute sind nach Kriegsende von einem britischen Militärgericht zum Tode verurteilt und gehängt worden. Ehrenmal in Buttenhausen Buttenhausen. — Von den ehemaligen jüdischen Einwohnern dieses wiirttembergischen Ortes im Kreis Münsingen haben 44 unter den Händen nazistischer Henker ihr Leben lassen müssen. Nur eine einzige Frau, die heute im Alter von 87 Jahren in Nordamerika lebende Helene Rothschild, hat die Verfolgungszeit überlebt. An der Stelle ihres Geburtshauses, auf einem gärtnerisch gestalteten Platz unmittelbar an der Hauptstrasse von Buttenhausen, wurde vor kurzem ein nach den Plänen des Hoehbauamtes Stuttgart errichtetes, aus drei Marmorblöcken bestehendes Mahnmal für die Buttenhausener Opfer des | Nationalsozialismus enthüllt. Der Platz für das Ehrenj LA SEMANA ISRAELITA Bisemanario — aparece los Martes y Viernes. Editado por Estrellas Editorial Ltda. Verantwortlich: Dr. H. Swaxsensky PueyrreJón 2190, 1? izq. T. E. 83-2613 80-6930 Abono-Preis: Argentinien: $ 75.— pro Quartal Ausland $ 450,— jährl. mal wurde von der Stadt Stuttgart, die die grösste Grundbesitzerin in dieser Gemeinde ist, zur Verfügung gestellt; sie hat auch die dauernde Pflege und Erhaltung der Gedenkstätte übernommen. Wieder verhaftet Frankfurt. — Auf Veranlassung des Frankfurier Oberstaatsanwalts Heinz Wolf liess das Oberlandesgericht Frankfurt den 65jährigen Kaufmann Robert Mulka, Hamburg, einen ehemaligen Adjutanten des berüchtigten Auschwitz-Kommandanten Höss, wieder in Untersuchungshaft nehmen. Mulka hatte als Fahrdienstleiter die Fahrbefehle unterzeichnet, aufgrund deren nicht gehfähige Häftlinge in die Gaskammern transportiert wurden. Mulka war beim Haftprüfungstermin nach seiner ersten Verhaftung ein übergesetzlieher Notstand zugebilligt worden. Bericht aus Jugoslawien London. — In Jugoslawien leben laut neuem Bericht heute ca 6500 Juden. 3400 von ihnen stehen im Alter von 7 bis 25 Jahren. Für die religiöse und kulturelle Befreuung steht ein einziger Rabbiner in Serajewo zur Verfügung. Vor Beginn des letzten Weltkrieges betrug die Zahl der Juden in Jugoslawien an 75.000 Seelen. Dr. Bernardo Goldstein MEDICO Cardiología — Hospital Fernández Radio X — Durchlenchtong — Electrocardiograma)« CUBA 2141 — T. E. 73-8782 u. 73-68H Sonnabend: 14—16 Uhr Consultas: Montas bis Freitag: 15—18 Uhr VARICES-ULCERAS DE LA PIERNA — ARTERIOSCLEROSIS Dr. SAUL UMANSKY Sarmiento 3116 T. E. 87-1362 Sais ■=£.! sil Dr. BENJAMIN LIPNIZKY ZAHNARZT ROENTGENSTRAHLEN - ZAHNZIEHEN - BE¬ HANDLUNG Mil GASBETAEUBUNG - REGU. J LISRUNG DER ZAHNSTELLUNG Sprechstunden: Dienstag — Donnerstag — Sonnabend; nach vorherige) Vereinbarung. « JOSE HERNANDEZ 2518 T. £ 7I-8CTJ und 73-»sm Sb ¿ssSs: SISSPfl Dr. L. KLEIN Medico Magen, und Darmkrankheiten Röntgen -Untersuchungen SPRECHSTUNDEN: } Montag, Dienstag, Mittwoch u. Freitag von 15—19 Uhr Es wird gebeten, sich vorher telefonisch ansumelden T SANTA FE 1391 T. E. 44-9493 u. 44-1542