Jüdische Wochenschau
- Journal
- Jüdische Wochenschau
- Volume
- 22 (1961)
- Issue
- 1910 (19.9.1961)
- Date
- 1961-09-19
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German, Spanish
- Belongs to
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- Oran 1× ep/1048048
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(artes, 19 de Septiembre áe 1961 LA SEMANA ISRAELITA Año XXII. — No. 1910 — 3 Blutige Unruhen in Algier Oran. — Eine mit Spannungen geladene Ruhe herrschte zwischen der jüdischen Mella und dem nahegelegenen mohammedanischen Viertel. Die Mella v/ird von einem straff organisierten und geschulten Korps jüdischer Freiwilliger verteidigt, dessen Mitglieder schon verschiedene Ueberfälle der zahlenmässig überlegenen arabischen Angreifer abgeschlagen haben. In der dazwischen liegenden Zone patrouillieren französische Truppen mit Stahlhelmen. Obwohl der Rundfunk der algerischen Revoluticns - Bewegung beruhigende Versicherungen abgegeben hat, scheinen die Araber entschlossen, die Feindseligkeiten bei der ersten günstigen Gelegenheit wieder zu entfesseln. Die Juden, die im arabischen Viertel gelebt haben, sind in die schon vorher übervölkerte Mella gezogen, während die Araber, die Geschäfte in der Mella hatten, in aller Eile in das arabische Viertel übersiedelten. An den beiden Rosch Haschana-Tagen tobten wütende Kämpfe. Drei Araber fanden den Tod, und 26 Personen, darunter 9 Juden, wurden verwundet. Diese Zahlen entstammen einer inoffiziellen Zählung. Die Polizei verhaftete 76 Menschen. Die Feindseligkeiten nahmen am ersten Tag Rosch Haschana im Herzen der Mella ihren Anfang. Jüdische Handwerker und Kaufleute sassen ruhig vor ihren Geschäften oder spazierten durch die Strassen, wie dies in orientalischen Ländern an Feiertagen Sitte ist. Ein jüdischer Friseur namens Menachem Schroun befand sieh mit seinen Kindern, von denen er das jüngste auf dem Arm trug, auf dem Weg zur Synagoge. Plötzlich näherte sich ihm ein arabischer Terrorist, der ihm einen Dolch in den Rücken stiess. Wenige Minuten später trat der jüdische Selbstschutz in Aktion. Junge Juden riegelten die Mella hermetisch ab und verfolgten HOTEL ARMON {ISRAELS BEKANNTESTES TOURISTENHOTEL ELEGANTE ZIMMER — Ai.LE MIT KUEHI.LUFT- ANI.AGE — ERSTKLASSIGE KUECHE — ANGE¬ NEHMER AUFENTHALT — LUFTIGE TERRASSE AM MEER — ZIMMER AUCH MIT VOLLPENSION Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 2371 i 'Vorherige Zimmerbeste.lung ist unbedingt erforderlich) I MALERARBEITEN f * Günter Stern, H. Rosenhain ALEM 2530 E.: 795-8710 u. 740-1825 den Terroristen. Inzwischen griff eine jüdische Menge in ihrer Empörung mohammedanische Passanten an und drang in arabische Geschäfte auf einer der Hauptstrassen ein, die beide Viertel voneinander trennt. Mehr und mehr Juden sammelten sich auf den Strassen. Rufe nach einem „französischen Algerien” wurden laut. Schliesslich wurde der Terrorist in einem arabischen Geschäft gefunden. Er wurde ebenso wie der Inhaber des Ladens von der Menge gelyncht. Kurze Zeit darauf erfolgte ein Gegenangriff der Mohammedaner. die mit zerbrochenen Flaschen, Messern und Eisenstangen das jüdische Viertel mit dem Ruf „Tod den Juden”, „Mohammedanisches Algej rien” das jüdische Viertel zu stürmen versuchten. Zum ersten Mal in der Geschichte Nordafrikas wurden sie von jüdischen Verteidigungstrupps empfangen. Nach einem kurzen, aber blutigen Zusammenstoss mussten sieh die Angreifer zurückziehen. Sie wurden von den jüdischen Kommandos verfolgt, und nur das Eingreifen der Polizei bewahrte sie vor einer völligen Niederlage. Am Nachmittag des gleichen Tages wurden die Gottesdienste unter starker Bewachung durch die jüdische Selbstwehr wieder aufgenommen, doch die Mohammedaner versuchten erneut, in die Mella einzudringen. Es kam wieder zu Strassenschlachten, die sich bald über das ganze Viertel ausdehnten. Bei Einbruch der Dunkelheit konnten die Araber von den jüdischen Kommandos und französischer Polizei aus der Mella vertrieben werden. Hierbei fie- •m MUNRO* * LEANDRO N % T. E.: 795-8710 u. 740-1825 |; t UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKÎ’ÜPFTEN | : i î * Tenpidibüs -1 Hodibers TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN EUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigene Fabrikation — Unverbindlich« Vorführung i Auf Wunsch Zahlungserleichterungen« MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND I GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS 8 MIT REIN WOLLENEM VELOUR. I Verkauf an Private nur Samstag und Sonntag 5 von 9—19 Uhr im Ausstellungahaus I Calle ANDONAEGUI 2083 j 4 Quader vor Station Urquiza 4 Mufßifs _ __ Wdiounaiuv MODERNE HOHN- UND SCHLAFZIMMER EINRICHTUNGEN — SESSELGARNITUREN SARMIENTO 1147 CABILDO 774 ZUM FRUEHJAHR der Anzug für die Stadt: Carlton Slabiloiorm rr ff die perfekte -Fertigkleidung, perfekt durch das, was drinnen steckt. Zum Frühjahr, die feine Carlton - Masskleidung, betont elegant im Schnitt, sorgfältig genau in der "Verarbeitung. 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Dort war die Feuerwehr damit beschäftigt, die am Vortage entstandenen Brände zu löschen. Die jüdischen Verteidiger stellten sich den Angreifern entgegen. Jüdische Frauen schleuderten Steine und Flaschen gegen die Mohammedaner, und jüdische Kinder stürmten die mohammedanischen Geschäfte in der Mella. Ein Araber wurde gefangen und auf der Stelle von den jüdischen Kommandos getötet. Ein jüdischer Sprecher erklärte über den Rundfunk, dass die Unruhen einzig und allein auf die Aggressivität der Mohammedaner zurückzuführen und keine politischen Motive im Spiele seien. Die jüdische Gemeinde organisierte einen Hilfsdienst für die Juden, die aus den nichtjüdichen Vierteln geflüchtet waren. Die Juden, die in Frankreich ankamen, versicherten, sie hätten Algerien r.icht aus Angst vor unmittelbaren Gefahren verlassen, denn der jüdische Selbstschutz sei völlig ausreichend, um die Mella zu verteidigen. Doch die Aussichten auf lange Sicht seien nicht ermunternd. Das Comité für ein französisches Algerien übertrug über Radio Tunis einen Aufruf für „Freundschaft und Zusammenarbeit” und bat die algerischen Juden, „nicht imperialistischen Direktiven” zu folgen. Die Araber jedoch wollen „Rache”. Die Atmosphäre ist mit Argwohn und Furcht gesättigt. Die Mehrzahl der jüdischen Geschäfte blieb am folgenden Tage geschlossen. Auch im arabischen Viertel öffneten die Cafés und Geschäfte nicht ihre Türen. — (ITA) K0ENIGIN ELISABETH VON BELGIEN Königin Elisabeth, die Grossmutter von König Baudoin, wurde 85 Jahre alt. Sie ist eine ausserordentliche Frau, deren vor allem die Juden in Belgien mit grosser Dankbarkeit gedenken. Diese deutsche Prinzessen kam als Gattin des Königs Albert nach Brüssel und hatte anfangs grosse Schwierigkeiten, eine latente Antipathie eines Volkes zu überwinden, das in ihr vor allem die Fremde, „die Deutsche”, sah. Elisabeth, stets sehr fortschrittlich und betont humanitär eingestellt sah den Machtantritt Hitlers als einen persönlichen Affront an. so sehr verabscheute sie die Missgesinnung und die Bestialität, die aus dem Programm und der Aktion der Hitlerianer sprachen. Sie hatte stets starke Sympathien für die Juden und suchte, wo sie nur konnte, Kontakte zu jüdischen Künstlern und Schriftstellern. Als die Nazihorden im Mai 1940 in Belgien einbrachen und die grossen Verfolgungen begannen, zeigte sich die bereits 64-Jährige von einer Furchtlosigkeit und einem Dynamismus, die sie bald in einen sehr schlechten Ruf bei den Nazis brachten. Sie half versteckten Juden zur Flucht, sie intervenierte für die von der Gestapo verschleppten Juden, sie sandte Lebensmittel in die in Belgien befindlichen Lager. Elisabeth, so sagt man in Brüssel, hat zwei Leidenschaften — die Musik und den Staat Israel ... Bei proisraelischen Veranstaltungen ist sie Ehrengast und das Archäologische Institut der Jerusalemer Universität hat einen Pavillon, der ihren Namen trägt. — Die 85jährige Königin ist noch heute von einer geistigen Aufgeschlossenheit und von einem Unternehmungsgeist, wie ihn weit jüngere als sie selten aufzuweisen haben. Die einst mit Misstrauen im belgischen Volke angesehene „grosse Dame” des kleinen Landes ist inzwischen ausserordentlich populär geworden. Ihre Noblesse und ihre Menschlichkeit haben jede Kritik verstummen lassen. KURT KAISER-BLUETII r * : i ♦ ■ ♦ ♦ * + 4 Dr. MAX F LE SC H Berater für Investitionen und Finanzgeschaefte in Israel — Lang- und kurzfristige Anlagen — Auskünfte jeder Art t TEL AVIV, Israel — 18, George Elliot Sir. , CATECAS. A. Directorio 5555 Buenos Aire»! T. E. 68.1017/18 y 1264 SUAVANDAR el calzado legítimo de espuma de goma;! 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