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Jüdische Wochenschau · 1961-09-05 · 1907 (5.9.1961) · p. Seite 3

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Wochenschau
Volume
22 (1961)
Issue
1907 (5.9.1961)
Date
1961-09-05
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German, Spanish
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Martes, G de Septiembre de 19Gt LA SEMANA ISRAELITA Año XXII — No. 1907 Eine Wüstenstadt wird geboren Städte werden nicht jeden Tag geboren und bestimmt nicht in der Wüste. So klein Israel ist, so gross sind seine unentdeckten, unbewohnten und unbearbeiteten Oediänder. Eine solche Wüste ist das Arad-Gebiet, im Süden des Landes. Es gehört teilweise zum Negew und teilweise zur judäischen Wüste und erstreckt sich über 40.000 ha. Auf der Chaussee von Beer Schewa — Sdom sagt eine grosser Wegweiser optimistisch voraus: „Zum Zentrum des Arad- 'Gebietes“. Dort verliessen wir die Strasse — und damit die Zivilisation. Die Wagen rüttelten undschüt-1 leiten auf der unebenen-al-■ ten Wegspur, die noch aus j ler Zeit der Römer stammt | und wahrscheinlich schon früher benutzt wurde. Eine J biblische Landschaft tät j sich auf: Da war die- Ein-- förmigkeit der Steppe, nur! hier und da von den schwärj zen Zelten der Beduinen i unterbrochen. Ueber - die j monotone Weite bewegten j sich langsam schwarze Zie-1 genherden, staubgraue I von HERBERT FREEDEN! Schafe und braune Kamel- | karawanen, und um die | Quellen herum lagerten | Mensch und Tier im weiten! Umkreis — jede Herde warj tete geduldig, oft halbe Tage lang ,bis ihre Reihe zur | Tränke kam. Es bedurfte nur einer Fahrt von ein paar Stunden, um zu wissen was Wasser hier bedeutet. Das Thermometer war inzwischen über 40 Grad Celsius geklettert, und die Staubwolken glichen einem Sandsturm. Mitten in dieser Wüste, doch auf einer Anhöhe von 600, m, die ein Wind vom Westen kühlt und von der man nach Osten hin das j Tote Meer sieht, soll eine neue Stadt entstehen, Arad — eine altneue Stadt: denn j hier stand schon in bibli-; sehen Zeiten eine Festung von der aus der König von j Arad, ein Vasall des Kö- \ nigtums Juda, diese Gegend : beherrscht und Tribut von den Karawannen gefordert hat. I Das neue Arad wird eine HOTEL ARMON ISRAELS BEKANNTESTES TOURISTENHOTEL ELEGANTE ZIMMER — ALLE MIT KUEHLLUFT- ANLAGE — ERSTKLASSIGE KUECHE — ANGE¬ NEHMER AUFENTHALT — LUB'TIGE TERRASSE AM MEER — ZIMMER AUCH MIT VOLLPENSION Tel Aviv, Jarkonstr. 90 Tel. 23711 (Vorherige Zimmerbestellung Ist unbedingt erforderlich) * — * * * * * MUNRO* v T. E.: 795 8710 u. 740-1925 * t~****-X-*****»**vS-*»»l(-»*****************4C-*^ I MALERARBEITEN $ # % Günter Stern, H. Rosenhain * LEANDRO N. ALEM 2530 Teppichbaus - H. Höchberg] UNERREICHTE AUSWAHL AN HANDGEKTÜPFTEN TEPPICHEN IN ERSTKLASSIGEN QUALITÄTEN FUER JEDES GEMUETLICHE HEIM. Eigen« Fabrikation — Unverbindlich« Vorführung Auf Wunsch Zahlungserleichternngen MASCHINENTEPPICHE IN ALLEN FARBEN UND GROESSEN. AUSLEGEN VON APPARTEMENTS MIT REIN WOLLENEM VELOUR. 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Selbst die Bedui inen haben Gerste, Getreide und Futtermittel in ihrer Art angebaut, d. h. sie kratzten mit ihrem Holzpflug den Boden auf und nach Regenfällen im Frühjahr bringen sie eine dürftige Ernte zustande. Sollte sich aber Grundwasser in Menge finden, dann würde dieses Gebiet zu einem der grössten landwirtschaftlichen Reservoire Israels werden. Gegenwärtig plant man Wasserbohrungen bis zu einer Tiefe von 500 m. Im Falle positiver Ergebnisse würden auch die 10.000 Beduinen, die ein karges Dasein in den Arad-Steppen fristen, in einer Reihe von Dörfern sesshaft gemaent werden. Die Entwicklung eines solch abgelegenen Wüstengebietes hängt von den Verkehrsadern ab. Gute Strassen sind seine Lebenslinien und tatsächlich wird durch dieses Gebiet, von Beer Schewa bis an die Küste des Toten Meeres, eine Strasse gelegt, die zu den schönsten und interessantesten des Landes gehören wird. Mit einem Gefälle von 1.000 Metern — die Küste des Toten Meeres, in die sie mündet, liegt 400 m unter dem Meeresspiegel — wird durch die Steppen des Arad-Gbietes und durch die : Mondkrater der Judäischen! Wüste führen. Allein die j letzten 2!■.- km haben ein : Gefälle von 600 Metern. | Für das Tote Meer bedeutet diese Strasse Leben. Die Entfernung nach Beer; Schewa wird um 60 km veri kürzt werden, was neue j Perspektiven für die Touri- , stik und die wirtschaftliche I Ausbeutung von Naturschät- : zen ergibt. Es war ein denkwürdiger i Augenblick, als ein Knopf die Sprengungen des ersten I Teiles der neuen Strasse | auslöste. Die Rauchwolken I schossen auf, Steinhagel : gingen nieder, und die Berge warfen das Echo der Explosion drei- und viermal zurück. Was heute noch ein leerer Fleck auf der Landkarte ist, wird in ein oder zwei Jahren ein Siedlungszentrum werden. So ging es anderen Gebieten im Lande, die heute mit blühenden Dörfern und Städten besät sind. In wenigen Jahren dürfte auch die neue Strasse durch Arad zum Toten Meer von Feldern und Wäldern umsäumt sein. CARTA AL EDITOR Buenos Aires, Agosto 28 de 1961 De mí mayor consideración: Me permito dirigirme a Ud. a fin de llamar la atención del público judío sobre hechos bochornosos que se suceden en forma continua en nuestro ambiente y que no pueden ser acallados por más tiempo. — Se trata de los ataques cobardes de los neo-nazis criollos “Tacuaras’’, contra nuestra gente e instituciones. — No pasa una sola semana en que las hordas nazicriollas atacan alguna de nuestras escuelas, instituciones, centros sociales, etc. lesionando a nuestra gente; y sin embargo nadie protesta en forma seria y evidente. Nuestra juventud que se halla en los colegios estatales se halla en peligro, por las constantes agresiones de los cobardes Nazis. — Parece mentira que a los 16 años de la derróta de la Alemania-nazi, otra vez volv mos a -a poliiica del “avestruz”. — Parece que nuestra tragedia nada nos ha enseñado, pues seguimos tan ciegos y sordos como entre ios años 1920 y 1933 en Alemania. — Nuestras organizaciones se limitan a las expresiones de protestas, que en nada mejoran las condiciones imperantes. A pesar de las numerosas protestas, los ataques siguen su curso y en vez de disminuir, aumentan de semana en semana. Se olvidan nuestros dirigentes que no es suficiente perseguir a los ejecutores, sino apresar y descubrir a los autores intelectuales y sus numerosos colaboradores económicos, que sin lugar a duda son ios más peligrosos. — Espero que de una vez por todas despertamos antes de que sea tarde. — Saludo a Ud. con nuestro saludo SCHALOM Dr. G. F. 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